Sonstige Bauprojekte außerhalb der Wallanlagen

  • Ok, verstehe. Was den Verkehrslärm betrifft, ist der hier sicherlich hart. In Berlin ist sowas z.B. aber ziemlich Standart. Gemütlich werden die Balkone sicherlich nicht, aber andererseits finde ich es immer noch besser als gar keine Balkone. Es wird so irgendwie doch eine Verbindung mit dem Stadtleben hergestellt - auch wenn man nur auf ne Zigarette da raus gehen wird :)


    Rohne: "Kitsch" meinte ich, weil es sich hier doch offensichtlich um ein vollkommen funktionsloses Zitat traditioneller Dachformen handelt. Prinzipiell unterstütze ich die Ausbildung des obersten Geschosses als echtes "Dachgeschoss". Die Penthouse-Wohnungen sind ja immer die interessantesten. Aber hier scheint man eben einfach nur ein weiteres Regelgeschoss draufgesetzt zu haben, nur etwas enger und mit weniger komfortablen Fenstern. Ein rein optischer Gebäudeabschluss mit dem Holzhammer der groben traditionellen Geste, die alleine als ästhetische Rechtfertigung herhalten muss. Ich wette, dass ganze hat oben dann auch 'ne Flachdachkonstruktion mit Kiesschicht drauf. Wobei ich ja einschränke, dass man eben diesen "Kitsch" - aufgrund des städtebaulichen Umfelds - hier sogar begrüßen kann.
    Ein echtes Mansarddach mit Maisionettetyp, vielleicht eine extra Loggia oder Dachterasse, irgend sowas fände ich eben perfekt. Auch ein echtes Sattel/Schrägdach kann dann im Innenraum ganz besondere Qualitäten bieten. Eben, wenn der Abschluss nicht nur eine grobe ästhetische Geste ist, sondern sich die Besonderheit der Wohnung an der "5. Fassade" auch im Innenraum wiederspiegelt.

  • Johannes-Kepler-Residenz im Nordend

    In einer seit vielen Jahren bestehenden Baulücke in der Keplerstraße errichtet die GeRo Real Estate AG drei Stadthäuser, 20 Etagen- und vier Penthauswohnungen. Hier ein Lageplan.


    Die Wohnungen entstehen in insgesamt drei Gebäuden, der Architekt Stefan Forster (Frankfurt) soll sich bei der Planung um einen gründerzeitlichen Charakter bemüht haben. Zum Teil erhalten die Gebäude ein Satteldach, im unteren Drittel wird die Fassade verklinkert. Es werden Holzfenster verwendet. Eine Baugenehmigung liegt bereits vor, Ende 2009 sollen die Gebäude fertig gestellt sein (=4898629"]Quelle). Für das Projekt gibt es bereits eine Website.




    Bilder: GeRo Real Estate / Stefan Forster

  • Die Balkone zur Straße hin sind halt etwas sehr klobig und ganz allgemein ist der Charakter eher 20er-Jahre-Heimatstil statt wie behauptet Gründerzeit. Aber für Frankfurter Verhältnisse schonmal ein relativ großer Schritt in die richtige Richtung.

  • Hazrat Fatima Moschee

    Der Moschee-Neubau im Stadtteil Hausen (auch #380) hat die Baugenehmigung erhalten. Im Oktober sollen die Bauarbeiten beginnen (Quelle). Zunächst ist noch Altbebauung abzureißen, die Grundsteinlegung ist dann im Frühjahr 2009 vorgesehen. Renderings und Pläne:







    Bilder: Gesamtplanungsbüro Shakil Ahmed

  • Tut mir leid aber ich kann dieses Kommentar einfach nicht für mich behalten....der Bau der Moschee wurde genehmigt???Gute Nacht Deutschland..die stille islamisierung Deutschlands kann weiter gehen DANKE LIEBE STADT FRANKFURT!!!

  • Sry aber wo ist das Problem bei dem Bau er ist dezenter als manch andere bauten und wieso sollen Moslems nicht wie Christen Häuser bauen. Will mal wissen was in Deutschland los wäre wen jemand bei einem Synagogen Neubau so protestieren würde. Und es gibt in Deutschlan deutlich mehr Moslems als Juden.
    Soviel aus der sicht eines Konfessionslosen.

  • Naja, in manchen Arabischen Länder oder auch in der Türkei würde ein Kirchenneubau vermutlich nicht genehmigt werden. In Saudi Arabien sind sogar Tannenbäume (weil Christliches Symbol) verboten...
    @Topic die Moschee, also das Gebäude an sich finde ich nicht übel, auch wenn die Kuppel und die Minarette ziemlich unterproportiniert sind. Vermutlich wäre es anders aber auch nicht genehmigt worden.

  • Sollen diese Länder nun als Vorbild dienen? Ich bin froh, in einem Land zu leben, in dem Bauprojekte jeder Art alleine nach baurechtlichen und -technischen Gesichtspunkten beurteilt werden. Und religiöse, weltanschauliche oder politische Motive außen vor bleiben müssen. Soweit es in dieser Debatte dennoch um persönliche Ansichten gehen soll und darf: Einen solchen Bau, der seine Funktion sofort erkennen lässt, sich wohl recht gut in die Umgebung einfügt und dessen Ausführung den Renderings nach durchaus gelungen erscheint, ziehe ich jeder Moschee in einer heruntergekommenen Lagerhalle in einem vergessenen Winkel der Stadt vor. Bei letztgenannter Alternative kann ich diffuse Ängste der Bürger durchaus nachvollziehen. Die türkisch-pakistanische Gemeinde, die hier baut, ist wohl derzeit in einem Hinterhof in F-Griesheim ansässig.

  • Ich bin ziemlich irritiert, dass es sogar hier Kommentare wie #528 gibt. Immerhin leben in Frankfurt über 60.000 Muslime - warum sollten sich diese sich keine Moschee bauen dürfen?


    Wahnfried: In 'manchen' Ländern, das mag sein. Es gibt aber sehr wohl mehrheitlich islamische Länder, die keine Probleme mit Kirchenneubauten haben - vom Bestand (den es weltweit gibt) mal ganz abgesehen.


    Ich hätte mir hier einen symbolischeren Bau gewünscht, aber wahrscheinlich ist es dieser Gemeinde wichtiger, ihre Ruhe zu haben. Trotzedm: 30% mehr auf Kuppel und Minarett würden den Proportionen sehr gut tun. Eine Moschee wie die in Köln geplante, das wäre was für Frankfurt!

  • Ich bin auch froh, das ich einem Land lebe, wo so ein Projekt realisiert werden kann, zumal vorher drüber öffentlich! heftig diskutiert wurde. Das ist ein Beispiel für eine offene Gesellschaft! Es muss nicht jeder gut finden. Ein Hauptstreitpunkt war ja, das in unmittelbarer Umgebung 2 weitere Moscheen sind.


    Zum Bau: Mir gefallen die Rendering ausgesprochen gut. Das einigen die Kuppel zu klein sit...vielleicht, man muss sehen, ob sie dann in Realität überhaupt wahrgenommen wird, wenn nicht, wäre das Schade. Das Gebäude kann diese Ecke prägen.

  • Ich denke auch, ein wenig mehr Kuppel und Minarett (kann man das denn überhaupt schon als Minarett bezeichnen?) hätten dem Bau gut getan.


    Viel schlimmer aber finde ich das rechte Gebäude auf dem 3. von Schmittchen verlinkten Bild - mit der hässlichen Außen-Wendeltreppe und im Stil eines 08/15 Mehrfamilienhauses... Ist ja aber zum Glück nur die rückwärtige Ansicht.

  • Schon ziemlich kitschig, das Teil. Wird aber den meisten wohl mehr zusagen als moderne Sichtbetonkirchen.
    Andererseits, auch wenn die Moscheenarchitektur sich in orientalischem Heimatkitsch ergeht, ist es für Deutschland doch eine Bereicherung.


    Und was Generalkritiken an Moscheen betrifft: Wir haben viele Moslems hier, die Staatsbürger sind! Und auch so haben wir Religionsfreiheit! Und auch für Kritiker "schleichender Islamisierung" wäre es doch das beste, die Integration in die Öffentlichkeit zu Unterstützen. Allemal besser als undurchsichtige Hinterhofmoscheen.

  • mahlzeit, oja es gibt solche liberalen moslemischen Länder, wie Indonesien und Malaysia zum Beispiel. In Arabischen Länder ist man in solchen Dingen weniger liberal. Allerdings merkt man im Alltag davon meißt nicht viel. Ich hatte schon mal ein Jahr in Saudi Arabien gearbeitet.
    Ich persönlich finde es auch sehr gut in einem liberalen Land wie Deutschland zu leben, allerdings kann ich es auch nachvollziehen wenn Menschen sich von den Veränderungen in der Gesellschaft bedroht fühlen.
    Der Moscheebau passt zu der Ecke wie die Faust aufs Auge. Daneben ist eine orthodoxe Kirche mit Zwiebelturm und von daher würde es ein nettes Ensemble bilden wenn die Moschee mehr nach Moschee aussehen würde, also eine ausgeprägtere Kuppel und Minarette hätte.

  • revilo18: Sorry, aber so ein Kommentar hat hier nichts zu suchen und tut auch überhaupt nichts zur Sache. Wir haben nunmal Religionsfreiheit in Deutschland und das ist auch gut so. Was in anderen totalitären Regimen oder sonst unreifen Staaten abgeht, interessiert mich nicht und ist auch kein Maßstab für den Umgang mit den hier lebenden Menschen oder gar den eigenen Staatsbürgen. Zumal diejenigen, die vor Islamisierung oder sonstigen Überflutungen fremder Religionen warnen wahrscheinlich, wenn überhaupt, eine Kirche zum letzten Mal bei ihrer Taufe von innen gesehen haben.


    Allgemein, was orientalische Bauformen angeht, so kann ich die Aufregung nicht verstehen. Im 19. Jahrhundert wurden in Deutschland hunderte von Gebäuden wie Fabriken, Pumpwerken, Dampfmaschinenhäusern, Synagogen, Parkpavillions, Zoogebäuden, etc. im orientalischen Stil gebaut. Man denke nur an das ehemalige Palasthotel in Frankfurt, heute Taunusanlage 21. Zur Zeit der Errichtung war das Gebäude mit orientalischen Zwiebeltürmchen verziert, und das am Opernplatz! Da hat sich kein Mensch darüber aufgeregt und unsere Städte haben sich nicht in orientalische verwandelt. Die Moschee ist vergleichsweise dezent, passt sich mehr als erwartet an und befindet sich an einer dezeit ziemlich hässlichen Ecke in der Peripherie der Stadt.

  • Als begeisterter Architektur Liebhaber kann ich nur sagen, dass es ein relativ dezenter und zurückhaltender Bau einer Moschee ist (Was anderes währe anscheinend nicht wirklich realisierbar gewesen). Weil Architektur ebenfalls provozierend wirken kann, sollten wir nicht vergessen, dass ein jeder Architekt und Bauherr auch in gewissem Rahmen die Freiheit haben sollte den Bau seiner Wünsche zu verwirklichen.


    Bezüglich Religionsfreiheit finde ich sollte man ebenfalls etwas offener miteinander umgehen. Wie bereits erwähnt steht direkt gegenüber eine Orthodoxe Kirche, welche ebenfalls eine andere Gemeinschaft anzieht. Ausserdem kann ich mir nicht vorstellen, dass Religionen, ob Christlich oder moslemisch abgrenzen sollen. Aber dazu sollte ich wohl mehr in einem Religions-Forum schreiben... ;)

  • Ich begrüße den Moscheenneubau ebenfalls. Argument pro wurden ja schon zur Genüge genannt, abgesehen davon, dass ich stolz darauf bin, in einem Land zu wohnen, wo sowas problemlos möglich ist. Nicht wie z. B. in der Türkei, wo irgendwelcher vorgeschobener Behördenfilz bis heute der christlichen Minderheit sowas verweigert.


    Von der Wertigkeit bin ich zumindest nach den Renderings aber etwas enttäuscht. Sicher besser als z. B. die Synagoge in München, die es tatsächlich geschafft hat, noch hässlicher als alle christlichen Gotteshäuser der letzten 50 Jahre zu sein. Meiner Meinung nach ist dieses Projekt hier aber noch viel zu wenig "kitschig" - wobei dieses Wort wohl eher beschreibt, wie man als westlich geprägter Mensch diesen Architekturstil empfindet, Kitsch ist IMHO etwas ganz anderes. Etwa "Stilunreinheit", wie man sie z. B. bei schlechter historistischer Architektur findet. Oder im vielzitierten Disneyland.


    Das Ganze wirkt dennoch eher wie ein 08/15-Bürobau, dem man vermeintlich nahöstliche Motive aufgepropft hat, denn eine selbstbewust-traditionelle Moschee mit westlichen Architekturzitaten, was ich mir wünschen würde. Gerade ersteres lässt auf mangelnde Kompetenz bzw. zumindest Beschäftigung der ausführenden Architekten mit der Materie schliessen. Oder natürlich klassische modernistische Prägung, nach der der Ausgangspunkt allen Seins ein Sichtbetonklotz mit asymetrisch verteilten Fenstern ist. ;)

  • Hallo,


    ich finde den Bau auch sehr dezent - noch etwas zu den verkümmerten Minaretten und der Kuppel - es könnte auch daran liegen, dass die islam. Gemeinde nicht den Zwiebelturm der gegenüberliegenden othodoxen Kirche überragen wollte - um so zu umgehen, Spannungen zu provozieren.


    Auch wenn es off-Topic ist - für manche nicht angebracht ist, so finde ich es auch richtig, dass man bei derlei Vorhaben auch auf die Verhältnisse von Christen und Andersgläubigen in islamischen Ländern (den ehemaligen Heimatländern derer, die hier bauen) aufmerksam macht - sicherlich, dass kann und darf kein Maßstab sein aber darauf aufmerksam machen kann man schon und das ist auch jedem sein Recht.


    Ich kann mich an einen Kirchenneubau in Qatar erinnern, der in den meist chr. Medien publiziert wurde - eine Art "Grosskirche" für etliche chr. Konfessionen.


    Die Vorgabe war dort zum Beispiel gewesen, dass das Gebäude von außen als Kirche nicht erkennbar sein durfte und auch nur für die dort lebenden Ausländer chr. Glaubens - also ein Äquivalent zum "Tag der offenen Moschee" war und ist dort verboten. Zudem hat es dort ebenfalls heftige Kritik und Aufregung von islamisch konservativen Kräften gegeben bis hin zu Demonstrationen.


    Interessant finde ich in dem Zusammenhang immer wieder - und hier würde ich mir mehr Kompetenzen / Sensibilität von den jeweiligen Stellen wünschen- wer hier genau eine Moschee baut und woher das Geld kommt. Überspitzt ausgedrückt, ist es etwas verwunderlich, wenn Bsp. eine 20 Köpfige Moschee Gemeinde ein Moschee-Projekt umsetzt in Millionenhöhe und man dann erfährt, dass beträchtliche Gelder aus undurchsichtigen Kanälen aus dem nahen Osten oder gar aus SaudiArabien kommen.


    Adios

  • Tank- und Rastanlage Taunusblick

    Die Rastanlage steht kurz vor der Fertigstellung. Shell-Station und Burger-King sind Standard, der Aussichtsturm der wie man sieht mittlerweile auch steht, wird einen tollen Blick auf die Skyline bieten und ist wirklich etwas besonderes. Tolle Sache!


    So sah es im Januar ....


    .... und so heute aus:




    Bilder von mir