Sonstige Bauvorhaben

  • Die Lochung auf der blanken Alu-UK sieht schon sehr chlimm aus. Bei Holz-UK kann man schwarze EPDM-Dichtbänder einsetzen, dann hat wenigstens alle die gleiche Farbe.

  • So soll er aussehen: Der Hagenmarkt umgestaltet mit mehr Fläche für Bewuchs und Sitzen.

    https://www.braunschweiger-zeitung.de/braunschweig/a…g-aussehen.html


    Die Rundungen um die Bäume herum mit Holzsitzplätzen wirken wie aus der Zeit gefallen. Das wurde vor 13-14 Jahren schon am Schlossplatz gemeistert. Da ist definitiv noch viel Luft nach oben. Gemütlich ist es auch nicht.

    Von Wasserspielen ist auch nichts zu sehen.

  • Interessanter Umbau im Eckhaus Humboldstraße/Gliesmaroder Straße, von dem wir hier schon öfters sprachen. Die ehemalige Ladenzeile unten im Haus wurde umgebaut in so genannte "Micro-Appartements" mit Terrassen - zu kaufen für stolze 250.000 Euro.

    Ich persönlich finde es schade, dass in diesem repräsentativen Gebäude keine Gastronomie, Geschäfte oder anderer Einzelhandel einzieht, sondern mal wieder (teurer) Wohnraum... Aber so scheint nun mal der Trend...

    https://www.immobilienscout24.de/expose/1242836…chType=radius#/

  • 275.000€ und man hat ein Fenster zur Straße und sitzt auf dem Präsentierteller.

    Wenn ich die Treppe sehe, vermute ich, dass die keine notwendige Treppe ist, welche einen Fluchtweg darstellt. Ich mutmaße mal, dass man oben noch einen Raum hat (ein zweites Fenster vielleicht sogar?), dieser aber nicht in die Wohnfläche zählt, weil man den "Lager" oder so nennt. Trotzdem in echt happiger Preis.

  • Das ist unverschämt teuer (und ich möchte auch nicht so auf dem Präsentierteller leben) und wird trotzdem locker weggehen... verrückt!

    Optisch sieht es von außen eher so aus, als würde es sich um kleine Läden handeln.

  • Sehr schade, zunächst wurde ja nur das Erdgeschoss rekonstruiert, danach waren bereits wieder Geschäfte in die Räume eingezogen. Die sind aber vor der kompletten Rekonstruktion der Fassade wieder ausgezogen. Das an dieser wichtigen Ecksituation nicht wieder Läden einziehen ist wirklich bedauerlich.

    Wenn ich mir die Pläne allerdings nochmal genauer anschaue, dann scheint zumindest direkt an der Ecke ein Geschäft vorgesehen zu sein.

  • Es verschandelt den historischen Altstadtmarkt ungemein, aber ein Regenschutz muss wohl sein.

    Hier der Artikel mit Bild:


    https://www.braunschweiger-zeitung.de/braunschweig/a…kt-geplant.html


    Dennoch biete ich eine bessere Lösung an: Einfach durchsichtige Scheiben an allen Seiten in geradlinigen Formen; so fällt es nicht so sehr auf, wie die schrägen, rostigen Kanten.

    Die stören dann auch nicht so sehr für die Karnevalsbilder.

  • Stahl ist tatsächlich ein denkbar ungeeignetes Material: es speichert im Sommer die Wärme und im Winter die Kälte und gibt sie in Form von besonders unangenehmer Kälte- bzw. Wärmestrahlung wieder ab. Ideal wären Kunststoff oder Holz, wobei auf Wände grundsätzlich auch verzichtet werden könnte.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Es verschandelt den historischen Altstadtmarkt ungemein, aber ein Regenschutz muss wohl sein.

    [...] Einfach durchsichtige Scheiben an allen Seiten in geradlinigen Formen; so fällt es nicht so sehr auf, wie die schrägen, rostigen Kanten.

    Die stören dann auch nicht so sehr für die Karnevalsbilder.

    Das Problem der durchsichtigen Scheiben, obwohl ich Dir sonst zustimme, ist der Vandalismus, d.h. die Glasscheiben (oder Kunststoff, what ever) werden schnell mit Graffiti o.ä. "verschönert" werden und dann wird der Altstadtmarkt leider noch mehr leiden. Das ist tatsächlich ein Dilemma. Allerdings ist mir der Karneval da doch weniger wichtig. Aber die tausenden Touristen (vor und wieder nach Corona) die zum Beispiel im Rahmen einer Stadtführung den Altstadtmarkt besuchen, werden einen weniger historisch wirkenden Platz wahrnehmen. Aber ja, Regenschutz muss sein, Fahrgastinfo auch... Eine echte Nuss, das zu knacken!

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Das Problem der durchsichtigen Scheiben, obwohl ich Dir sonst zustimme, ist der Vandalismus, d.h. die Glasscheiben (oder Kunststoff, what ever) werden schnell mit Graffiti o.ä. "verschönert"

    Das träfe auch auf die Stahlvarianten zu. Ist die Braunschweiger Altstadt echt schon dermaßen zum Problemviertel geworden?

    Dekoratives Anführungszeichen

    Corten ist wenige Millimeter dickes Blech auf einer Unterkonstruktion, die Wärmekapazität ist verschwindend gering im Vergleich zum Pflaster.

    Die Dicke des Materials spielt keine Rolle, wenn die Außentemperaturen gleich bleiben. Es strahlt ab, und es wird als unangenehm empfunden.

  • Der Wohnblock an der Waterloostraße der "Deutsche Wohnen" zwischen Allerstraße und Heinrichstraße wird umfassend saniert. So wurden die alten Fenster gegen Sprossenfenster ausgetauscht, das Dach wird neu gedeckt und die Fassade neu gestrichen.

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  • Allerdings ist im verlinkten Artikel nirgends von Verschandelung die Rede und auch allgemein von zu großen Vorbehalten ist nichts zu finden.

    Seitens der Fraktionen im Rat wurden gezielt einzelne Kritikpunkte genannt wie beispielsweise die Materialwahl, dessen Eignung und die Mehrkosten im Vergleich zum Bau einer Standardhaltestelle - also gezielt argumentativer Austausch und sachbezogene Kritik im Rahmen von Planung und Realisierung. Keine der Fraktionen lehnt das Projekt völlig ab. Nur die CDU äußert Bedenken bzgl. des Designs und dessen Kompatibiltät mit dem Umfeld, die BiBS äußert Bedenken, dass der Entwurf sich zu wichtig nimmt, die Grünen führen die Kosten an, SPD + FDP monieren eher Funktionalität und Materialwahl, die Linken sind vorbehaltlos für den Entwurf.

    Einig sind sich alle darin, dass die Situation verbessert werden muss und ein Umbau erfolgen wird ! Zudem ist dargelegt worden, dass die Visualisierung so noch nicht zur Ausführung kommt, sondern dazu diente einen Trend in der Diskussion auszumachen, welche Änderungen noch Erforderlich sein würden.

    So oder so ist der Altstadtmarkt ein besonderer Platz und sollte nicht mit den Standardhäuschen versehen werden. Dass das etwas mehr kostet sollte uns dieser Platz wohl Wert sein, ob auch in dieser Variante wird sich zeigen. Änderungen wird es mit Sicherheit noch geben.

    Meine Wahl wäre jedoch eher eine angepasstere Version des aktuellen Vorschlags denn die Standardhütte, denn an vielen Stellen der Stadt findet man dieses Material in Verbindung mit wiederhergestellten Plätzen und Gebäuden und dieses Thema passt sehr gut zum Altstadtmarkt. Nur ein Gebäude ist dort noch vollständig original : Das Haus zu den 7 Türmen, alle anderen sind Teilrekos in Formen die so nie bestanden haben : Gewandhaus mit integriertem Portal der Hagenmarktapotheke, nur die Fassaden des ausgebrannten Altstadtrathauses standen noch, völlständig zerstört und mit Fassadenreko wiederaufgebaut das Stechinellihaus, die beiden Nachbarn sind historisierende Neubauten aus den 50 ern die nichts mit der Vorkriegsbebauung zu tun haben, Apotheke und die Eckbebauung zu Karstadt stammen aus den 60ern und 80er Jahren, ebenso ist die Langwand des Gewandhauses eine völlige Neuschöpfung und das Rüninger Zollhaus einfach von außerhalb abgebrochen und ohne bezug zum Ort wieder aufgebaut um an die vormals dort verlaufende Höuserzeile der sog. Krambuden zu erinnern.

    Der Platz ist also sehr heterogen und schafft es trotzdem etwas vom alten Flair zu wahren und ihn so beliebt zu machen. Betrachtet man diese detailreiche Geschichte um das Geschen der letzten 75 Jahre und das dereinst wieder eine Straßenbahn dort entlang fahren soll, finde ich dürfte man durchaus den Mut haben einen weiteren Baustein für die heutige Zeitschicht hinzuzufügen, wo man doch aus jeder Dekade seit dem Krieg etwas findet und der wie kein zweiter in Braunschweig dann fast völlige Zerstörung, Aufbau und Entwicklung bis in unsere Tage in sich tragen würde!

    Einmal editiert, zuletzt von Tarsis (4. Dezember 2020 um 00:54)

  • Die scheinen demnach auch für Glas und etwas Edelstahl zu sein.


    Naja, aber wir wollen es auch nicht zerreden. Schließlich haben Braunschweig und besonders der Innenstadtbereich derzeit größere Aufgaben vor sich.

  • Es ist richtig, dass die Platzkanten nicht aus "originalen" Gebäuden bestehen. Das ist bei einem Stadtplatz auch die absolute Regel, da bauzeitliche Gebäude kaum die ~800 Jahre seit Anlage des Platzes überstehen. Es ist in meinen Augen daher falsch, von original oder nicht original zu sprechen.

    Was Bestand hat ist die räumliche Konzeption, die nur auf der Südostecke verändert ist durch das Fehlen der Krambuden. Die anderen Platzwände entsprechen so wie sie sind dem gewachsenen Zustand. Den Platz kann man in deisem Fall auch gut getrennt von den Profanbauten sehen, die sich immer wandeln. Entscheidend ist hier eher die Dynamik der Raumfolgen Sonnenstraße, Altstadtmarkt, Poststraße im Zusammenspiel mit der Westlichen Platzwand, dem Brunnen und dem Gewandhaus, welches (bis auf die fehlenden Krambuden) ablesbar ist und den Wert des Platzes für die Denkmalpfelege prägt.

    Hier findet sich der Unterschied zwischen den Platzwänden mit den bauzeitlich unterschiedlichen Platzwänden und den neuen Haltestellen. Die Architektur der Gebäude ist auch in Details gut auf diese räumliche Struktur abgestimmt, die Haltestelle nicht. Sie hat zwar für die ÖV-Nutzenden eine gute Lage, steht sonst aber als Fremdkörper ohne Bezug zur Gestalt des Platzes einfach so da. Dieses räumliche Problem ist keines der Architektur und auch nicht durch Architektur lösbar. Es bleiben Haltestellenhäuschen, also Baukörper, an einer Stelle, die der Platzstruktur widerspricht. Es können dann halt hübschere haltestellenhäuschen werden, das ändert den Widerspruch zur Platzstruktur aber nicht.

    Meines Erachtens hat man es versäumt, diesen Konflikt dort zu lösen, wo er entsteht und die Bushaltestelle in Fahrtrichtung Süden gleich südlich des Gewandhauses bauen sollen. Da sind heute Parkplätze und die für den Verkehrsfluss unwichtige Straße Garküche, die man hätte als Lückenschluss zwischen Fußgängerzone und verkehrsberuhigtem Bereich Martinikirchplatz nutzen können. Wollte man nicht, auch weil es etwas teurer gewesen wäre und es eine weniger wichtige Umsteigeverbindung etwas eingeschränkt hätte. Wäre Stadtgestaltung von gleichem Rang, wie es Parkplätze in dieser Stadt sind, so hätte man diese Option umsetzen können. Diesen Stellenwert hat der Altstadtmarkt bei Politik und Verwaltung aber leider nicht.*

    PS: Auch das Haus zu den sieben Türmen ist nicht im Original erhalten. Der Großteil des bauzeitlichen Fassadenschmucks ist nicht überkommen. https://www.bildindex.de/document/obj35…b3-0039/?part=0

    *Gleichzeitig schlägt die CDU vor, die Traditionsinseln zum Weltkulturerbe zu nominieren.