Regierungsviertel / Unterbilk

  • Regierungsviertel / Unterbilk

    Fangen wir doch irgendwie an...


    Unter -> "Düsseldorf" gab es bereits einen Austausch und diverse Infos dazu - persönlich glaube ich, daß man das Präsidium weder ganz abreissen noch 100%-ig erhalten sollte.


    Was sollte bleiben?


    Mag sein, daß die Anlageteile am Jürgensplatz besonders charakteristisch sind - ich glaube, gerade dort befindet sich z.B. die unter dem Link erwähnte Ecke mit dem verdeckten Reichsadler.


    Was sollte verschwinden?


    Besonders entlang des Fürstenwalls habe ich die Anlage als besonders abweisend erlebt - und ein Standort gegenüber des Ministeriumsgebäudes könnte als besonders prestigeträchtig angesehen werden. Na dann müsste man dort abreissen und einen Büroriegel mit 5-6 Etagen bauen - oder besser mehrere entlang der Strasse, damit keine überlange langweilige Einheitsfassade entsteht. Möglichst Läden/Gastronomie im EG wie auch ein paar Durchgänge zum Inneren der umgebauten Anlage - wo man Grünflächen unterbringen könnte.
    In die Büroriegel 2-3 Hochhäuser integrieren, die sich natürlich optisch unterscheiden sollten - könnten die in etwa ca. 50 bis 75m hoch werden? Ich könnte mir vorstellen, daß man in 1-2 HH's oben Luxus-ETW's unterbringen könnte (wie im Portobello-Haus) - oder ein Hotel.

  • Regierungsviertel (Sammelthread)

    Das Land hat sich nun entschieden, weite Teile seiner furchtbaren Gebäude an der Völcklinger-/Plockstraße abzureißen - insbesondere die heutigen Gebäude des LKA, des Schulministeriums und des Landesamtes für Besoldung und Versorgung. Das große Grundstück des Landes liegt in D-Hamm und in Fußweite zum Medienhafen.


    Das Landeskriminalamt NRW wurde nun vorübergehend nach Neuss ausgelagert. Bis 2009 entsteht an der Völcklinger Straße ein Neubau für die über 1000 Mitarbeiter des LKA. Weitere große Behörden werden ebenfalls dort angesiedelt. Der neue Hochsicherheitstrakt des OLG Düsseldorf befindet sich schon auf dem Gelände.


    Leider gibt es noch keinerlei Renderings.


    http://www.wz-newsline.de/sro.php?redid=158081

  • Sehr schön. Diese hässlichen, plattenbauähnlichen Gebäude verschandeln seit Jahrzenten den Blick bei der südlichen Einfahrt in die Stadt!

  • Heute ist auf Stadtseite ein neuer Artikel zu den Neubauten an der Völklinger Straße erschienen.


    Im Januar Baubeginn an der Völklinger Straße / Kosten bei 95 Millionen Euro


    Das Landeskriminalamt erhält bis Ende 2009 einen Neubau an der Völklinger Straße. Erste Arbeiten für das 95-Millionen-Projekt starten im Januar, die Rohbauarbeiten beginnen im Frühjahr 2008. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Düsseldorf (BLB) stellte jetzt die Planungen für das Gebäude vor, das mit einer Bruttogeschossfläche von knapp 60.000 Quadratmetern zu den größten Bauvorhaben des Landes zählt. Der BLB hatte das Großprojekt, das auf einer 200 x 70 Meter großen Fläche entsteht, in einem Kompetenzwettbewerb ausgeschrieben und das gemeinsame Konzept von Hochtief Construction, Gatermann + Schossig, Architekten und Generalplaner, mit Heinle, Wischer und Partner, Architekten ausgewählt. Wichtiges Ziel des BLB ist dabei, die Bau- und Betriebskosten zu optimieren.




    © Düsseldorf.de


    Mehr findet ihr dazu auf http://www.duesseldorf.de

  • Mitterweile ist eins der beiden großen Hochhäsuer abgerissen wurden, wie sieht es mit dem anderen aus? Bleibt das weiterhin bestehen? Habe dazu nichts gelesen und sehe das immer noch täglich...
    Glaube das passt nicht so gut zum kommenden Neubau!

  • Dem Bebauungsplan der Stadt, der nun veröffentlicht wurde, lassen sich einige zusätzliche Infos entnehmen. Insbesondere die großen Übersichtspläne zu Ist und Soll sind recht aufschlussreich. Gut erkennt man nicht nur das völlig veränderte Behördenviertel, sondern auch, wie sich die Stadt die neuen Büros zwischen Plockstraße und Bahndamm vorstellt. Auch die äußerst aufwändige neue Kreuzung Plockstraße/Völklinger Straße ist dargestellt. Von der Fährstraße zur Plockstraße wird schließlich eine gegenüber heute stark ausgebaute Straße als Westtangente für das Behördenzentrum geführt.


    So sieht das Gelände bei google maps aus.


    Zusätzlich zum LKA und der Hochsicherheitsaußenstelle des OLG Düsseldorf sollen auch die Ministerien für Wissenschaft und das für Schule dort angesiedelt werden - sowie ein Finanzamtszentrum mit fünf Dienststellen.


    Im Raume steht ja weiterhin ein neuer Standort für das Landesinnenministerium. Ob es im (neu zu bauenden) Streamer unterkommt bleibt offen. Die Nähe zum LKA wäre aber sicher ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

  • Nunja, sie sehen immerhin 1000 mal besser aus, als die vorherigen Plattenbauten.


    Die übliche Bauhaus-Nostalgie mit weißem Putz und horizontalen Fensterstreifen; diese Streifen sind... versetzt! (was man heutzutage mit der Architektur verwechselt usw., usw.) Banaler geht es wirklich nicht.

  • @ Bewacher:


    Fuer die einen ist es Toilettenpapier - fuer die anderen ist es die laengste Serviette der Welt.


    Fuer die einen ist es banal - fuer die anderen ist es zeitlos.


    Wie mamamia schon richtig angedeutet hat:
    "Man muss nicht durchlaufen."
    ...und dafuer - zum Verweilen oder Lustwandeln - ist das Areal ja auch nicht gedacht.
    Warum auch?
    Es ist ein reines Sinn- und Zweckgebiet - ja, mit einem Gewerbegebiet vergleichbar.
    Und von daher verbreiten die vorgestellten Entwuerfe erheblich mehr Flair, als die Bauten in den meisten Gewerbegebieten.


    Deshalb...


    @ TIFOSI


    ...wird der McDonald's dort bleiben, oder gaenzlich und fuer immer weichen...
    (Diese Gastro-Kette befindet sich eh seit Jahren auf dem Rueckzug in Deutschland)
    ...und die Prostituierten koennten sich ja auch mal ein anstaendiges tuna sandwich in die clutch packen, hey? ;)

  • Das LKA ist für ein Amt ganz in Ordnung. Es ist nicht auffallend hässlich - mehr kann man von solch einem Bau nicht verlangen.


    Der McD steht doch hoffentlich unter Denkmalschutz?

  • Wenn ich es also richtig verstehe, der Vorteil liegt darin, dass eine hohe (und sichtbare) Hässlichkeit durch eine niedrigere (weniger sichtbare) ersetzt wird. Ein Armutszeugnis der Architektur ist es immer noch. Direkt hinter der Bahnlinie bemüht man sich zumindest hier und da um eine Prise Originalität.


    Natürlich muss niemand dorthin gehen (man sieht aber die Gegend von den Nahverkehrszügen) - so gesehen, muss eigentlich überhaupt niemand nach Düsseldorf kommen. Es gibt auf der Welt so einiges zur Auswahl. Keiner soll sich aber beschweren, wenn z.B. die japanischen Banken ihre Europa-Zentralen nach London verlegen u.a. weil die Stadt viel mehr Flair bietet.


    Apropos London: Der Sitz einer der Behörden (Geheimdienst - mit einem Landeskriminalamt & Co. recht gut vergleichbar). Es geht doch!

  • Der Bau des SIS ist so originell wie vulgär. Genau das meine ich mit auffallend häßlich.


    Ich bin mir nicht sicher, dass ich mir für das Landeskriminalamt einen originellen Bau wünsche...

  • ... Keiner soll sich aber beschweren, wenn z.B. die japanischen Banken ihre Europa-Zentralen nach London verlegen u.a. weil die Stadt viel mehr Flair bietet. ...


    Der Bewacher ist falsch informiert...
    Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Die Japaner zieht es augenfaellig weg aus London, hin zu Duesseldorf.
    Als Halbenglaender sehe ich das uebrigens mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

  • @#16


    In London stört es ja nicht, eher hilft dem Stadtbild. Das Gebäude war sogar in einem der Bond-Filme (mit Brosnan und Sophie Marceau) zu sehen. Wie eine unnahmbare Festung - ja, so dürfte der Sitz einer Sicherheitsbehörde richtigerweise wirken.

  • ^^ In der NS-Zeit wirkte so manches Gebaeude wie eine uneinnehmbare Festung. Bauliche Abschreckung war Mittel zum Zweck...
    Heutzutage sollten Behoerden nicht unbedingt angsteinfloessend wirken - es reicht doch das Erzittern und Schaudern vor der Buerokratie hinter den Fassaden...