Regierungsviertel / Unterbilk

  • Die Bild (hat nun ein Düsseldorf-Portal) brutzelt nach dem 200 Mio€-Erwerb der Vodafone-Gebäude ein paar Dinge in der Gerüchteküche – ein leitender Ministerialrat im Finanzministerium wird zitiert:


    • Es sei sicher, dass das Innenministerium einzieht – das alte Gebäude an der Haroldstraße sei nicht sanierungsfähig.
    • Umwelt- und Finanzministerium könnten folgen – liegen derzeit völlig abseits, s.o. in diesem Thread.
    • Von einem Umzug der Staatskanzlei (jetzt im Stadttor) wisse er nichts.
    • Genaue Prognosen seien schwierig, da vor dem Auszug Vodafones noch eine Landtagswahl liegt. Der Ressortzuschnitt der Ministerien könne sich ändern.


    Bei der Staatskanzlei ist zwar die Lage gut, aber das Land ist bloß Mieter – ein Umstand, der bereits Rau ein Dorn im Auge war und angeblich auch Rüttgers missfällt. Die Entscheidung im (damals ganz neuen) Stadttor anzumieten war Clements. Die Räume sind allerdings echt nett – ich war selbst schon da.

  • @61 vom 11.03.09

    Gibt es Gerüchte, was mit der nicht sanierungsfähigen Immobilie des Innenministeriums an der Haroldstraße passieren soll? Einmal sollte dort ein Hochhaus für das Umweltministerium entstehen - welches jedoch ebenfalls in die Vodafone-Gebäude einziehen soll. Bleibt ein Standort in sehr guten Lage - ungefähr HIER (Karte), wo bereits einmal ein Hochhaus bis 100 m genehmigt wurde. Alleine die Haushaltskonsolidierung müsste das Land dazu bewegen, einen Investor für ein privates Bürogebäude mit dem Turm zu finden und ihm das Grundstück zu verkaufen. Eigentlich könnte man damit - und mit genaueren Planungen - recht bald beginnen.

  • Wie ich hier schon einmal erwähnte, plant das Land einen neuen städtebaulichen Wettbewerb für das Regierungsviertel. Die Pläne ^^ von RKW werden insofern wohl verworfen. Der NRW-Bank-Neubau (2005) stammt allerdings aus dieser Planung.


    Das jetzige Innenministerium wird sicher abgerissen und ich bin mir sicher, dieses Grundstück wird eine große Rolle in dem neuen Wettbewerb spielen.

  • Gut!


    Der RKW Entwurf war in meinen Augen auch nicht besonders gelungen - bleibt zu hoffen, dass es für diesen Teil der Stadt ein Gesamtkonzept einbringt, welcher auch das gegenüberliegende Gebäude, als auch die Straßenführung mit einschließt.

  • ^^ RKW hatte das Problem, dass lediglich ein Anbau an das existierende Gebäude geplant werden sollte, was die Möglichkeiten stark einschränkte. Jetzt steht das gesamte Areal zwischen der Rheinkniebrücke und der Haroldstraße zur freien Verfügung. Ich könnte mir ein Gebäudeensemble rund um einen verglasten Innenhof wie das Berliner Sony Center vorstellen - Büros an der Rheinkniebrücke, darunter in der südöstlichen Ecke das 100-m-Hochhaus. Das Wohnen an den beiden angrenzenden Parkanlagen, ein paar Läden und Gastronomielokale im Erdgeschoss. Ergänzend zum ersten 2-3 Mini-Hochhäuser unter 45 m.

  • Plenarsaal für 1,5 Millionen Euro renoviert


    Der Plenarsaal des Düsseldorfer Landtags wird während der parlamentarischen Sommerpause für 1,5 Millionen Euro renoviert, er erhält u.a. einen neuen Anstrich und neue Lampen.
    Mit der neuen LED-Beleuchtung will der Landtag rund 45.000€ Stromkosten im Jahr sparen.


    WZ

  • Vielleicht gibt es an der Stelle des Innenminsteriums einen Neubau, xden dieser ist Astbestbelastet. In dem Artikel wird aber hauptsächlich die Bindung der Ministerien an einem Ort thematisiert.

  • Der 150 Millionen+-Neubau des Landeskriminalamtes an der Völklinger Straße ist übergeben worden. Das Gebäude hat eine Bruttogeschossfläche von 60.000 Quadratmetern und ist eines der größten Bauprojekte der letzten Jahre in NRW.


    Es verfügt über 17 High-Tech-Labore, in denen mehr als 60 Wissenschaftler und Assistenten DNS-Analysen vornehmen. Erstmals arbeiten alle mehr als 1.000 LKA-NRW-Mitarbeiter unter einem Dach. (Man stelle sich vor, wieviel verkehrliche Entlastung es gebracht hätte, diese Behörde irgendwo in der Pampa anzusiedeln)


    Ad-hoc-news

  • Nachdem das LBV NRW jetzt an die Johannstraße gezogen ist, müsste doch endlich der weg frei sein, dass letzte bestehende Hochhaus "B1" an der Völklingerstraße abzureißen oder?


    Weiß jemand wann das passiern soll? Entstehen soll dort wohl ein zentrales Mitarbeiterkasino.


    LKA

  • Polizeipräsidium, Jürgensplatz (Erweiterung in Planung)

    Nun hat eine Jury den Entwurf für die Instandsetzung und Erweiterung des Polizeipräsidiums gekürt. Baubeginn soll im Frühjahr 2012 sein. Der Jürgensplatz wird zum öffentlichen Platz mit Durchgang bis zur Neusser Straße.


    RP

  • Der zweite große Polizeineubau im Regierungsviertel für einen höheren zweistelligen Millionenbetrag in letzter Zeit (nach dem LKA-Neubau). Der Entwurf macht einen guten Eindruck und holt den burgartig abweisenden Altbau in die Gegenwart.


    Die Durchlässigkeit in Richtung Landtag ist sicher ein Vorteil. Ich hoffe, das einstige Mannesmann-Parkhaus ggü. vom Landtag wird demnächst wegfallen, sodass die Fußwegspange vollständig wird. Wenn der Jürgensplatz wirklich Aufenthaltsqualität bekommt, ist das sicher ein wichtiger Schritt für das Regierungsviertel. Die Lorettostraße hat ja bereits einen sehr guten Ruf ...


    Edit: Hier ist der status quo am JürgensP. Hier von der anderen Seite (Neusser Straße).

  • Ein insgesammt sehr schöner Entwurf von HPP, lediglich auf dem 3. Bild wirken die beiden Bestandsriegel etwas isoliert; hier wäre zu überlegen, ob es ein verbindendes Element, z.B. ein durchgehender Sockel sinnvoll sein könnte.


    Bei einer Beauftragung von HPP bin ich mir sicher, das der Entwurf auch in der gezeigten Qualität realisiert wird.

  • Die RP berichtet über den Umbau des Polizeipräsidiums, der 2012 mit einer zweigeschossigen Tiefgarage unter dem Jürgensplatz beginnen soll. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes wird im März 2011 von drei Architekturbüros eins wählen, das mit der Generalplanung betraut wird.


    Demnach ist es also noch nicht sicher, ob es der Entwurf von HPP sein wird. In diesem Entwurf vermisse ich ein harmonisches Zusammenspiel der alten Backsteinfassaden mit den neuen verglasten Teilen - eine Verbindung von Glas und Backstein (in diesen Proportionen, umgekehrt als beim Altbau) würde womöglich plausibler wirken. Ohne Läden oder andere Lokale im EG bleibt der wahrnehmbare Festungscharakter des Ensembles nicht aufgehoben (diese Funktionen kann man allerdings nicht vernünftig in einen sicherheitssensiblen Polizeibau integrieren, also die verschlossene Wirkung muss ohnehin bleiben).

  • Konkret kann ich das auch nicht sagen; die Planung hatte ich auch schon gesehen.
    Manchmal machen Architekturbüros solche Studien für Projektentwickler zu Akquisezwecken; viele solcher Projekte werden jedoch nie realisiert.
    Zu dem Areal gab es ja meines Wissens nach vor einigen Jahren schon eine Studie von RKW.
    Im Allgemeinen scheint es aber um dieses Grundstück zur Zeit etwas still geworden zu sein.

  • Oh @China Gate. Die Türme gefallen mir sehr, würde mich freuen, wenn ich die bald aus meinem Fenster sehen kann. :) Nur der Sockelbau sieht mies aus.


    Naja, wird wohl eh nicht so schnell kommen und so transparent schon gar nicht.