Leipziger Kaffeeklatsch (plaudern, träumen, ankündigen)

  • ^ Willkommen im Forum und danke für die Info! Sowas muss unterstützt werden. Das werd ich mir natürlich mal reinziehen. :cool:


    Interessante Informationen gibts auf der Seite übrigens auch: "Unvergeßliche Perspektiven auf Leipzig als Weltmessestadt vor dem zweiten Weltkrieg."
    Und ich dachte, Reichsmessestadt wäre schon protzig gewesen. :D

  • 2 Meldungen

    Bezüglich des geplanten Outlet-Centers an der A9 bei Wiedemar haben neben Leipzig auch Halle, Delitzsch und Schkeuditz Widerspruch gegen die bereits erteilte Baugenehmigung erteilt. So steht's im Property Magazin geschrieben.


    Ab 2011 kommt in Leipzig das, wo sich alle einig waren, dass es nur noch eine Frage der Zeit sein würde. Fast das gesamte Stadtgebiet soll zur Umweltzone erklärt werden

  • mfi hat Interesse an KARSTADT


    Unser HöfeAmBrühl-Bauer hat Interesse an KARSTADT-Warenhäuser. Ob dies auch für das Leipziger zutrifft, wurde nicht genannt. Das Insolvenzverfahren wird am 1. September 2009 eröffnet, dann will mfi zuschlagen.


    Geld für andere Projekte und den Kauf von Karstadt-Häusern, aber für die Höfe am Brühl scheiterts ständig.

  • ^ Nun ja, seit dem man eine Bank mit dem deutschen Staat als Eigentümer für Finanzierungen im Rücken hat (Commerzbank) dürfte es nicht verwundern, dass auf einmal Geld da ist...

  • Tag der Architektur 2009

    Am kommenden Samstag und Sonntag findet in ganz Sachsen der Tag der Architektur 2009 statt. 120 Objekte, Architekturbüros und Grundstücke können besichtigt werden. Die Auftaktveranstaltung findet bereits morgen in Leipzig statt, wo es u.a. Führungen durch das neu entstehende Paulinum der Universität gibt.


    LVZ-Artikel


    Programm zum Tag der Architektur 2009

  • ^ Der Fokus auf Dresden ist schon krass. Wird in Leipzig wirklich so viel weniger gebaut (und dafür mehr saniert), als in Dresden oder haben wir es mal wieder mit der Dresdner Tallage, dem Sitz der Ak Sachsen zu tun? Dass Handelshof, Neubau der Nationalbibliothek und HWTK-Medienzentrum fehlen, ist m.E. schon recht schwach. Auch wenn man sich mal die Bürobesichtigungen sowie Veranstaltungen ansieht, ist Leipzig da definitiv unterrepräsentiert.

  • Rund.Blick.Leipzig gelauncht

    Die LVZ hat ein msn maps-mashup unter dem Namen Rund.Blick.Leipzig gestartet. Es zeigt die schönsten Orte der Stadt in 360°-Panoramen und bettet außerdem Informationen zu Firmen und Veranstaltungen in die Bilder ein. Im Innenstadtbereich ist die Bilderdichte enorm und erinnert beinahe an Google streetview. Auch kann ähnlich wie dort an festgelegten Pfaden ein Stadtrundgang erfolgen - selbst durch die Passagen. Wir Foren-Fotografen werden aber nicht arbeitslos: natürlich handelt es sich um keine Live-Bilder ;) Gefällt sicherlich jedem Leipzig-Fan. Anschauen unter: http://www.rund-blick-leipzig.de/

  • Ärztehaus Philipp-Rosenthal-Straße 1


    Das Bauschild an der Philipp-Rosenthal-Straße zum geplanten Ärztehaus ist nun verschwunden. Selbst nach Jahren ist nichts großes auf dem Grundstück passiert, weis jemand vielleicht näheres...?

  • Die Alta Fides hat lt. Property Magazin im City-Hochhaus eine komplette Etage (820qm) gemietet. Ich hoffe, das Unternehmen genießt dort einen tollen Ausblick auf den Augustusplatz, so dass ihr Projekt nicht endgültig in Vergessenheit gerät.

  • In Kamenz hat man sich inzwischen ausgekäst, was die Bevölkerungsentwicklung in Sachsen 2008 angeht. Mit einem Plus von 4957 (+1 Prozent) gegenüber 2007 war Leipzig knapp vor Dresden (+0,9 Prozent) in Sachen Bevölkerungswachstum Spitzenreiter in Sachsen. Demnach lebten Ende 2008 in der Messestadt 515.469 Einwohner.


    http://www.statistik.sachsen.d…_02/02_02_06g_tabelle.asp


    Lipsius, deine prognostizierten 520.000 Einwohner für dieses Jahr erscheinen alles andere als unrealistisch.

  • Leipziger Denkmal Stiftung, Onlineblattform für gefährdete Baudenkmäler in Mitteldeutschland etabliert

    Das vom Stadtforum Leipzig initiierte Projekt http://www.baudenkmale-mitteldeutschland.de, eine Datenbank für gefährdete Baudenkmäler in Mitteldeutschland, entwickelt sich einen Monat nach Eröffnung zur Informationsblattform zu gefährdeten Baudenkmälern in Mitteldeutschland. Erste Anfragen von Interessenten zu den vorgestellten Objekten, bestätigen die Idee einer Denkmalblattform für Mitteldeutschland.


    Die Datenbank kann von jedem User, der über Informationen über ein gefährdetes Baudenkmal verfügt, ergänzt werden. Ziel ist es einen Bestand von gefährdeten Baudenkmälern in Mitteldeutschland zu erfassen, öffentlich zugänglich zu machen und so mögliche Interessenten/Investoren an die Objekte heranzuführen.


    http://www.baudenkmäler-chemnitz.de.

  • In Kamenz hat man sich inzwischen ausgekäst, was die Bevölkerungsentwicklung in Sachsen 2008 angeht. Mit einem Plus von 4957 (+1 Prozent) gegenüber 2007 war Leipzig knapp vor Dresden (+0,9 Prozent) in Sachen Bevölkerungswachstum Spitzenreiter in Sachsen. Demnach lebten Ende 2008 in der Messestadt 515.469 Einwohner.


    http://www.statistik.sachsen.d…_02/02_02_06g_tabelle.asp


    Lipsius, deine prognostizierten 520.000 Einwohner für dieses Jahr erscheinen alles andere als unrealistisch.



    Demographen gehen wohl ferner in Prognosen davon aus, dass Leipzig ca. im Jahr 2020 seinen Einwohnerhöhepunkt erreicht haben wird und dann bei der Einwohneranzahl stetig sinken wird.


    Gravierend erachte ich persönlich, dass es der Stadt Leipzig immer noch nicht gelungen ist, attraktiv für Leute zu sein, die nicht unmittelbar aus angrenzenden Landkreisen kommen. Erschwerend ist hierbei, dass jener Zuzugsfaktor aus den umliegenden Regionen wohl sehr bald versiegen wird, da jene Landkreise schlichtwegkeinen Nachschub mehr an Menschen schicken können.

  • ^ Du meinst sicherlich die Demographen in Kamenz, die für das aktuelle Jahr weit weniger als 500.000 Einwohner vorausgesagt haben. Die Bevölkerungsschätzung 2009 der Stadt Leipzig (die bisher jährlich übertroffen wurde), geht in der Hauptvariante zwar von einem Abflachen des Wachstums ab 2020 aus, sieht sich die Bevölkerungszahl bei ganz leichten Steigerungen aber um die 540.000 Einwohner einpegeln.


    Dass das Wachstum bisher hauptsächlich auf Zuzüge aus dem Osten zurückgeht ist zwar korrekt und wird mittelfristig zum eben beschriebenen Abflachen führen, das größere Problem ist aber die Demographie bzw. der steigende Anteil älterer Menschen. Zwar nähern sich momentan Geburts- und Sterbezahlen langsam an (2008: -300, in Dresden gibt es bereits einen Geburtenüberschuss), bereits ab nächsten Jahr soll das Geburtendefizit aber wieder deutlich bis auf -1700 Personen jährlich ansteigen - nicht aufgrund weniger Geburten, sondern aufgrund des starken Anstiegs der Sterbefälle.


    Die umliegenden Landkreise sind übrigens keinesfalls das Kernquellgebiet, hier herrscht ein beinahe ausgeglichenes Verhältnis, vielmehr ziehen aus den gesamten Neuen Bundesländern jährlich 4000 Personen mehr zu, als wegziehen. Insofern kann man nicht annähernd davon sprechen, dass Leipzig siein Wachstum hauptsächlich aus der unmittelbar angrenzenden Region zieht. Bei den alten Bundesländern gibt es ein negatives Saldo von etwa 500 Personen jährlich, hier sollte man m.E. auf eine weitere positive wirtschaftliche Entwicklung hoffen.

    2 Mal editiert, zuletzt von DaseBLN ()

  • Phoenix: Nicht so negativ denken. ;) Nicht unbedingt nur die Anzahl an Einwohnern macht den Unterschied aus, sondern vor allem auch das Vermögen selbiger! Die Lizzy hat dazu gestern einen schönen Artikel gebracht: "Geringe Kaufkraft ist die Konsequenz der Niedriglohnstrategie im Freistaat" http://www.l-iz.de/Wirtschaft/…t-ist-die-Konsequenz.html


    Hier muss man ansetzen! Leipzig an sich hat heute schon genug Einwohner, um die kompakten Gründerzeitviertel wieder mit Leben zu füllen. Entscheidend ist, dass sich die Leute es auch leisten können in einer hochwertig sanierten Wohnung zu wohnen bzw. eine zu kaufen. Nur dann wird es auch weiter eine ordentliche Nachfrage nach hochwertig sanierten Wohnungen geben und die Leipziger Sanierer können weitere Objekte in Angriff nehmen. Ansonsten ist der ein oder andere ja quasi gezwungen an der Miete zu sparen. Was wiederum der LWB in die Karten spielt ;). Wobei deren billige Wohnungen gar nich mal so billig sind. Dafür gibts dann ordentliche Subventionierungen und Rabatte in den ersten Monaten. Sind ja nur städtische Gelder die da zum Fenster rausgeworfen werden.

  • LEgende:


    Das natürlich ein wichtiger Faktor den Du erwähnst; allerdings meiner Meinung nach nicht der einzige und ebenso nicht der gewichtigste.
    Ganz banal konstruiert müßte ja nach Deiner Theorie der Leerstand z.b. in Chemnitz geringer sein als in Leipzig, da dort die Arbeitslosenquote und auch die Kaufkraft bessere Werte aufweist als hier; dem ist aber nicht der Fall!


    Ich glaube nicht zu vernachlässigen sind die sogenannten weichen Faktoren, wie Kulturangebot, Angebot an Subkultur, Multikulturalität, Toleranz breite Konsummöglichkeiten usw...


    Schöne kompakte Gründerzeitviertel sind natürlich für eine Stadt ein toller Pluspunkt; aber im Endeffekt auch nur Fassade.

  • Phoenix:


    Da kann ich gut kontern! ;)
    Man könnte auch unterstellen, dass Leizig deshalb so viele Arbeitslose hat, da sich die Leute hier trotz Arbeitslosigkeit sauwohl fühlen und einfach nicht weg wollen! In Chemnitz dagegen, hält den ein oder anderen Arbeitslosen vielleicht nicht viel, und er ist eher bereit, der Arbeit in den Westen hinterherzuziehen. Es muss nicht alles so klar und eindeutig sein, wie es auf den ersten statistischen Blick scheint. Passend dazu auch das hier: "Leipzig gehört zu lebenswertesten Städten" http://www.handelsblatt.com/jo…ertesten-staedten;1300225

    2 Mal editiert, zuletzt von LEgende ()

  • Chemnitz steht wirtschaftlich auch besser da als Berlin, und dennoch wird wohl keiner abstreiten wollen, dass Berlin anziehender ist als Chemnitz. In Chemnitz hat sich über die Jahre ein gut funktionierender industrieller Mittelstand etabliert. So etwas fehlt in Leipzig leider beinahe vollkommen. Zudem ist in Leipzig die Stimmung besser als die tatsächliche Lage, in Chemnitz scheint es andersherum zu sein. Dennoch sind die wirtschaftlichen Unterschiede so marginal, dass sie kaum ins Gewicht fallen. Die aktuelle Arbeitslosenquote ist in Chemnitz gerade mal 1,6 Prozentpunkte niedriger als in Leipzig. Da sind ganz andere Faktoren ausschlaggebend für die unterschiedliche Bevölkerungsentwicklung in C und L.


    Was die Prognosen zur Leipziger Bevölkerungsentwicklung angeht, die hinkt seit Jahren der realen Bevölkerungsentwicklung hinterher. Vor drei Jahren gab es sogar noch Prognosen, die von einer sinkenden Bevölkerung bis 2010 auf ca. 480.000 Ew. ausgingen. Wenn der jetzige Trend die nächsten zwei Jahre anhält, kratzt Leipzig Ende 2010 an der 525.000er Marke. Jetzt gehen die Prognosenheinis immerhin einheitlich von einer steigenden Bevölkerungszahl aus, die freilich jedes Jahr aufs Neue nach oben korrigiert werden muss.

  • Da sind ganz andere Faktoren ausschlaggebend für die unterschiedliche Bevölkerungsentwicklung in C und L.


    Die wären? Oder willst du uns die vorenthalten? :D ;)


    Ich sehe das grundsätzlich ähnlich! Leipzig hat eben den riesigen Vorteil, dass hier die Substanz aus der glorreichen Vergangenheit quasi nur aktiviert werden muss/musste. Das selbst das schwierig war und ist, sieht bzw. hat man jahrelang auch hier gesehen. In Chemnitz scheint man das so langsam auch zu begreifen...zu spät? Jedenfalls hat sich Leipzig im Vergleich zu anderen, ähnlich gelagerten Städten einen qualitativen Standortvorteil geschaffen, der nicht so leicht eingeholt werden kann. Was natürlich bei weitem nicht heißt, dass hier alles besser ist als woanders.


    Zu den Prognosen:
    Spätestens wenn irgendwann mal auch Markkleeberg geschluckt wird, dürfte Leipzig wieder in der Top 10 der deutschen Großtstädte angekommen sein (Bremen: rd. 547.000 EW) und das Feld von hinten aufrollen. Spätestens bei Platz 6 (Stuttgart: rd. 600.000 EW) dürfte aber erstmal Schluss sein. Platz 5 (Frankfurt: rd. 660.000 EW) scheint vorerst unerreichbar. Aber wie gesagt: Die rein quantitative Einwohnerzahl an sich sollte kein Ziel sein. Wichtig ist, dass sich die Bürger wohl fühlen und gern hier wohnen und arbeiten. Das spricht sich rum, und dann kommen auch noch mehr hier her. :)

  • Chemnitz kann zwar nicht ansatzweise mit Leipzig und Dresden mithalten, ein Verlust von 0,4% der Bevölkerung ist aber auch kein dramatischer Schwund. Auch hier sind somit die schlimmsten Prognosen nicht eingetroffen. Der Schwund findet eher in den ländlichen Regionen in Sachsen statt.
    Ich möchte noch auf den Fakt hinweisen, daß die sächsischen Großstädte mit den nach der Wende Abgewanderten über eine erhebliche Ressource für zukünftige Wanderungsgewinne verfügen. In letzter Zeit habe ich den persönlichen Eindruck, daß hier ein gewisser Rückstrom eingesetzt hat.

  • Die wären? Oder willst du uns die vorenthalten?


    Nichts läge mir ferner, liebe LEgende. Du scheinst dich ja grundsätzlich auf die Gründerzeitsubstanz zu versteifen, wenn du Leipzig über den grünen Klee lobst. Es gibt aber sicher noch weitere Faktoren, weshalb die Stadt derzeit für viele attraktiv ist. Zu nennen sei hier die kulturelle sowie subkulturelle Vielfalt, der hohe Freizeitwert, die vielen Ausgehmöglichkeiten allgemein, die guten Studienbedingungen. Ich glaube, hier hat noch keiner gesagt, egal welcher Altersgruppe angehörig, in Leipzig herrsche tote Hose und es gäbe nichts für ihn. Das alles ist sicher auch ein (weicher) Standortvorteil.