Leipziger Kaffeeklatsch (plaudern, träumen, ankündigen)

  • Die Türme stehen ja im Nordosten, wo eh keine Sonne herkommt. Beim Rest hab ich mich am Naundörfchen orientiert. Die Gebäude lagen damals allerdings meist direkt am Wasser, so dass der Raum zwischen den Gebäuden ein klein wenig schmaler gewesen sein dürfte, dafür waren sie nicht ganz so hoch. Am Ende könnte sich das in etwa ausgleichen - zumindest auf der nördlichen Flußseite dürfte die Sonne ab und zu mal scheinen. Dort hab ich ja auch ne große Terrasse hingepflanzt. So, jetzt muss ich nur noch einen von den AldiBrüdern heiraten bevor die tot sind, dann kanns losgehen :D.

  • 19 century boy - Danke für die Skizze. Dachte auch erst, dies wäre der aktuelle Plan für die Freilegung und Hochhaus-Gestaltung. Ich muss aber auch sagen, das dies von Dir eine echt gute Idee ist, den PMG zwischen den beiden Hochhäusern fließen zulassen. Ergibt ein schönes Ambiente. Links und rechts zwei Türme, in der mitte ein Fluss. Verbunden durch eine Brücke.

  • Heute begann erstmals die Beach&Boat-WASSERSPORTMESSE auf der Neuen Messe. Darunter wurde heute auch das LeipzigBoot Typ II als Sport- und Familienboot präsentiert. Getauft wurde es auf dem Namen "Henriette" (Henriette Goldschmidt). Gebaut wurde es von RANAboot http://www.ranaboot.de ein Gemeinschaftsunternehmen einer Tochterfirma der Leipziger Verkehrsbetriebe und einem Bootsbauer aus Markkleeberg.


    Bis Beach&Boat2009 findet noch bis Sonntag, 15. Februar 2009 statt.

  • koopstadt

    Unter http://www.koopstadt.de kann man näheres über das Gesamtvorhaben koopstadt sowie über die Einzelprojekte erfahren, die in den Städten Bremen, Leipzig und Nürnberg umgesetzt werden sollen. Es wird auf dem Laufenden gehalten, was man in den Jahren 2009 bis 2015 erwartet.

  • Wenn ich diese Schmierereien an dem Haus rechts wieder sehe, könnt ich sowas von kotzen! Es muss doch endlich mal was dagegen getan werden, überall wo ich hin fahre sehe ich verschmierte Altbauten die an sich top sind aber diese Schmiereien rauben dem ganzen wirklich viel Optik. Genauso ist es wenn ich mit der S-Bahn Richtung MIltitz fahre, es ist einfach eine Schande wie man fremdes Eigentum so verunstalten kann! :nono:


    Es ist einfach nur Schade :nono:

  • ^ Dazu gabs vor kurzer Zeit bei LF 'ne Gesprächsrunde, bei der auch ein Sprecher der Leipziger Polizei und ein Sprayer zur Rede kamen. Laut deren Meinung liegts nicht an den Strafen oder der Täterfeststellung, sondern an den Gerichten. Die Prozesse ziehen sich über Monate, teils Jahre hin. Eine erzieherische Wirkung durch umgehende Bestrafung ist so überhaupt nicht möglich. Einige Täter haben bis dahin so viel auf dem Kerbholz, die wissen gar nicht mehr, wann sie Haus xyz angesprayt haben. Neben den anderen üblichen Straftaten wie Körperverletzung, Diebstahl, usw. .
    Mehr kann ich dazu auch nich sagen. Der Staat lässt die Hauseigentümer aber auf jedenfall im Stich. So wie ich es gesehen habe, versuchen einige durch Kameras die Sprayer fernzuhalten. So z.B. das wunderschön sanierte Eckhaus in der Karl-Heine-Straße am Kanal, gegenüber des Westwerkes. Ich radel da sehr häufig entlang. Seit der Sanierung wurde dort x-mal gereingt, und jedesmal wird wieder neu drangesprüht.
    Das Ergebnis der Kameras: Man macht sich noch über die Kameras lustig, und sprüht gezielt in die toten Winkel! Was ich machen würde, wenn ich so einen Dreckskerl sehen würde, brauch ich wohl nicht zu schreiben.

  • uiuiui...
    ich habe mir schon manches mal gedacht: cool wäre es doch, wenn diese ganze szene sich darauf verständigen könnte uv-farbe zu benutzen und dann mit schwarzlichtstrahlern gegenseitig die tags bestauen würden. dann gäbe es nicht so viel sichtbaren schaden an den gebäuden.
    meiner meinung nach wird schon viel getan durch graffitivereine u.ä.
    leider gibt es aber eine menge "einfachere" gemüter, denen es wahrscheinlich einfach egal ist, was sie beschmutzen.
    die sind vielleicht nur voller minderwertigkeitsgefühlen, voll neid und voll wut. und so lassen sie's raus.
    andere machen sport.
    oder angeln.

  • die sind vielleicht nur voller minderwertigkeitsgefühlen, voll neid und voll wut. und so lassen sie's raus.
    andere machen sport.
    oder angeln.


    Wenn das die komplexbehafteten Angler lesen, lassen die hoffentlich ihren Neid und ihre Wut nicht an Dir aus :lach:


    Kontraproduktiv ist teilweise auch der inkonsequente Umgang mit den Schmierereien. Die müssen einen Tag später weg sein, da kann ich diesmal die Broken-Windows-Theorie an der passenden Stelle vorbringen. Offensichtlich gibt es aber auch technische Lösungen, die mit Hilfe von Beschichtungen den Kampf gegen Graffiti wesentlich erleichtern. Diese Möglichkeit sollte man den Hausbesitzern intensiver nahebringen, vielleicht sogar mit staatlicher Förderung. Denn die Effekte für Stadtbild und Sicherheitsgefühl der Bürger wären immens.

  • Schlimmere Schmierein findet man in der südlichen Könneritzstraße, vor der landwärtigen Haltestelle Rödelstraße. Ein schönes gelbes Haus mit weißen Streifen. ErdgeschossZONE voll geschmiert. Das Gebäude nebenan ebenso. Hoffe, dass dies auch bald saniert wird. Immerhin gehören die beiden zusammen.

  • @lguenth: da hast du meine kleine komplexbehaftete spitze gegen die angler einfach mal demaskiert. ich bin einfach zu ungeduldig für diesen schönen ausspannsport ;)
    aber jetzt zurück zum thema.


    ich glaube, es sind mehrere ebenen, die da zeitgleich bearbeitet werden müssen und natürlich auch werden. "
    jugendliche von der straße holen" und ihr unverkennbares kreativpotential in andere bahnen lenken (jugendtheater, zeichnen, musik etc.) ist da nur ein ansatz.
    das graffiti endlich ganz aus seiner dreckigen nische holen und gesellschaftsfähig machen, wie es diverse vereine bereits versuchen.
    denn was nicht verboten ist, reizt nicht so...


    manchmal stelle ich mir unsere stadt vor, mit graffitis am erdgeschoß an allen häusern. ordentlich und sinnvolle graffitis (was auch immer das ist, steht in einem anderen buch). was für eine bunte, bilderreiche, freundliche stadt das wäre. und eine zeitgemäße weiterentwicklung der schicken gründerzeit.
    aber das gehört wohl eher in den traumklatschthread ;)

  • Die Stadt Deiner Vorstellungen gibt es bereits. Im nordirischen Derry hat sich in Folge der dortigen politische Konflikte die Subkultur der "Murals" entwickelt, die durch teilweise atemberaubende Wandbilder die hiesigen Schmierereien als Arbeit minderwertiger Möchtegerns entlarven. Irgendwann werde ich mir das vor Ort anschauen. Einen kleinen Eindruck erhält man unter anderem hier (absolut sehenswert): http://www.skyscrapercity.com/showthread.php?t=381774. Auch die DDR hatte eine durchaus respektable Kultur des Wandbildes, die leider nach der Wende oftmals vorschnell entsorgt wurde.


    Ganz ehrlich, genau diese Kunst könnte ich mir mit anderer Thematik auch an den vielen Giebelwänden und Baulücken in Chemnitz vorstellen. Auf dem Sonnenberg könnte man dann beispielsweise den dort verwurzelten Fußballklub und seine Fankultur porträtieren, anderswo das industrielle Erbe der Stadt usw. Eigentlich müßte man nur die Gaffitiszene mit den Hauseigentümern zusammenbringen. Das Ergebnis könnte wesentlich zur touristischen Aufwertung bisher verrufener Stadtteile beitragen und beispielgebend für andere Städte sein.


    Der Gedanke spukt bei mir jedenfalls schon länger im Kopf herum, vielleicht wird eines Tages etwas daraus...

  • danke für den link. unglaublich, welche schönheit solch grausamkeiten wie religiöse spaltung hervorbringen kann...


    und zu deinem spukgedanken: mach es! denn einfach drauf warten, dass es ein anderer für dich erledigt? ist eher unwahrscheinlich.

  • Zumindest müßte ein anderer die Farbe an die Wand bringen, ohne AutoCAD bin ich schon mit einem Strichmännchen überfordert :)


    Ganz so einfach ist es dann aber doch wieder nicht. Die negative öffentliche Meinung zum Thema Graffiti würde zu einigen Widerständen führen, zudem gab es in Chemnitz erst neulich einen aufgebauschten "Skandal" um ein an sich wohl völlig neutrales Wandbild: http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1956365. Das wäre erst vergessen, wenn das erste Bild an der Wand ist.
    Zudem stellen Wandbilder über einen Giebel einen Wert von mehreren tausend Euro dar, wenn man diese in Auftrag gibt. Da müßte man schon große Lokalpatrioten unter den Künstlern finden, wenn man diese umsonst zur Aufwertung der Stadt angebracht sehen möchte. Solche Subkulturen haben sowieso ihre eigenen Gesetze, am ehesten braucht man da gute persönliche Kontakte oder personelle Überschneidungen zu anderen Subkulturen (Ultras, Denkmalpfleger :lach:)
    Wenn ich mir die Werke unter http://www.graffiti-chemnitz.de so anschaue, geht das fast alles in eine ganz andere Richtung als die Murals, die mir vorschweben.

  • Laut LVZ vom Mittwoch geht es nun wohl bald am Brühl 76 los. Zumindest soll in diesen Tagen das UiZ (Umweltinformationszentrum) dort ausziehen. Die Stadtverwaltung hat das Gebäude an einen unbenannten Investor verkauft, der dort aus dem DDR-Bürogebäude durch vollständigen Umbau ein Appartementhaus mit Blick zur Oper entstehen lassen will. Renderings sind mir leider nicht bekannt, es hieß in einem früheren LVZ-Artikel aber, dass auch die Baulücke am kurzen Zipfel der Ritterstrasse (links im Bild) geschlossen werden. Man darf gespannt sein.


    Weiterhin wird berichtet, dass sowohl Herzzentrum und benachbartes Park-Krankenhaus eine Aufstockung ihrer Gebäude vornehmen sowie durch Anbauten näher aneinander heran wachsen wollen. Dies soll die Grundlage für weitreichendere Kooperationen sein. Insgesamt sollen 30 Mio. Euro in den Ausbau investiert werden, der zumindest am Herzzentrum bereits am Montag begonnen hat.

  • Na des sind mal gute Nachrichten vom Brühl 76. Ein weiterer Schandfleck in Prominenter Lage verschwindet und die Baulücke zur Rittrstraße wird auch verschwinden.


    Ich hoffe es gibt mal mal ein paar Renderings und genauere Informationen zu den Appartements mit Opernblick. Auch wenn ich die mir eh nicht leisten kann.

  • Streitgespräch Architektur am 24.02.09


    Am 24. Februar 2009 wird die langjährige Diskussionsreihe "Streitgespräch Architektur" fortgesetzt. Die Kulturstiftung Leipzig lädt ganz herzlich zur nächsten Veranstaltung für Dienstag, den 24.02.09, 19 Uhr in die Aula der Alten Nikolaischule, am Nikolaikirchhof 2, ein.


    Thema: Die Riesentropenhalle Gondwanaland. Konzept und Architektur.


    Podiumsdiskussion mit:


    - Dr. Jörg Junhold, Direktor Zoo Leipzig
    - Klaus Reuter, Architekt, Henchion Reuter Architekten, Berlin
    - Prof. Ariane Röntz, Landschaftsarchitektin, Berlin


    - Moderation: Dr. Wolfgang Hocquél, Kulturstiftung Leipzig


    Auf der Grundlage einer Powerpoint-Präsentation wird mit dem Zoodirektor und den Planern über die Chancen dieses Jahrhundertprojektes diskutiert werden.


    Ein weiteres Streitgespräche wird am 26.03.09 zur Entwicklung des Wilhelm-Leuschner-Platzes stattfinden, zu dem u.a. der Baubürgermeister Martin zur Nedden bereits zugesagt hat. Am 14.04.09 wird sich Wolfram Günther mit der Frage beschäftigen, ob Hieronymus Lotter das Alte Rathaus wirklich gebaut hat oder nicht.

  • Geburten 2008: Über 500 Babys mehr in Leipzig als 2007

    Lt. einem Lizzy-Artikel wurden 2008 in Leipzig 5263 Kinder geboren. Das sind über 500 Babys mehr als 2007. Dieser Zahl stehen allerdings 5585 Sterbefälle gegenüber, was einen Geburtensaldo von -322 ausmacht. Aber die Schere geht allmählich zusammen, 2007 betrug der Negativsaldo noch -664, 2006 sogar noch -1012. Hält diese Entwicklung an, könnte es in diesem Jahr zum ersten Mal seit über 20 Jahren zu einem Geburtenüberschuss kommen.


    Das Bevölkerungswachstum von etwa +4000 Ew im Jahr 2008 ist wie in den Jahren zuvor ausschließlich auf die postive Wanderungsbilanz zurückzuführen.

  • 5263 Geburten ist schon sehr beachtenswert und sicher auch ein guter Indikator für die Gesamtentwicklung der Stadt.


    Zum Vergleich mal die Zahl aus dem Jahr 1995: Da standen gerade mal 2611 Geburten zu Buche, also nicht einmal die Hälfte. 1990 waren es allerdings noch 5613 - bei etwas höherer Bevölkerungszahl.


    Das noch kein natürliches Bevölkerungswachstum zu verzeichnen ist, liegt vorwiegend an der momentan relativ hohen Sterberate in LE. In Dresden lag diese im letzten Jahr gerade mal bei knapp 4800. Selbst in Stuttgart (immerhin 80.000 Einw mehr) starben im letzten Jahr nur knapp 5000 Menschen.

  • Siehst Du Cowboy, ich komme hier noch mal auf mein Post zurück, den ich jetzt leider nicht wiederfinde, Du weißt schon welcher: Die Geburtenzahl von rund 5200 habe ich in etwa so erwartet. Wenn man sich die statistischen Quartalsberichte ansieht, fällt auf, dass die Sterberate über das Jahr relativ konstant ist, die Geburtenzahlen steigen regelmäßig im 3. und nochmal im 4. Quartal an. Beim Wanderungssaldo ist der Effekt noch ausgeprägter. Die Wegzüge erreichen im Sommer (3. Quartal) ihren Höhepunkt, die Zuzüge im Herbst (4. Quartal), ganz massiv im Oktober (Immatrikulation), wo der Überschuss schnell in einem einzigen Monat in der Größenordnung von 1.000 liegt. Worauf ich hinaus will? Die Zahlen vom 31. August (512.000) lassen annehmen, dass zum Jahresende gut und gerne 514.000 Personen oder noch etwas mehr in Leipzig gemeldet sein werden. Das bedeutet bei konstanten Wanderungbilanzen (Leipzig saugt bekanntlich sein Umland aus und fängt ihm vor allem die jungen Frauen weg) und leicht zunehmender Geburtenrate mindestens 518.000 Leipziger Ende 2009, womit die 520.000 spätestens 2010 gerissen wird. Darum ging unser Disput.


    Das Wachstum wird dann erstmal noch eine ganze Weile weitergehen, weil die sehr stark bestückten Jahrgänge der frühen 80er ihre Kinder bekommen. Vielleicht trägt die Politik bis dahin dazu bei, dass auch über ein zweites oder drittes Kind nachgedacht wird, kann ja durchaus sein. Das böse Erwachen kommt in etwa 10 Jahren, wenn die extrem ausgedünnten Jahrgänge der 90er in das fertile Alter kommen und gleichzeitig die geburtenstarken Kohorten der 30er ein kritisches Alter erreichen und vermehrt ('tschuldigung, aber so ist Statistik) ableben.

  • ^ Da stimme ich dir absolut zu. Schon DaseBLN hat mich überzeugt, dass deine prognostizierten und von mir wiederum stark bezweifelten Bevölkerungszahlen für dieses Jahr durchaus zutreffen können. Auch Moderatoren können sich mal irren.


    Dass Leipzigs Wachstum insbesondere auf Kosten des Umlands geht, sehe ich sehr wohl kritisch. (Wenn dies jedoch vor allem, wie von dir geschrieben, junge Frauen betrifft, die sich in der Messestadt niederlassen, habe ich als junger Mann natürlich nichts einzuwenden.)