Leipziger Kaffeeklatsch (plaudern, träumen, ankündigen)

  • Nochmal zum Rentnerparadies Leipzig.


    Die von LE Mon. hist. verlinkten Artikel zeigen doch, dass eher die weniger gut betuchten Senioren, die schon einen privaten oder geschäftlichen Bezug zu Leipzig haben, ihren Alterswohnsitz nach Leipzig verlegen. Wirklich gut betuchte Senioren wählen die bayrischen Seen oder die Küstenregionen.



    Hier mal eine aktuelle schweizerische Sicht auf das vermeintliche Paradies Leipzig.



    Bevor sich Leipzig selbst mit Oststädten wie Dresden vergleichen kann, muss doch noch einiges getan werden.;)

  • zu # 700: Die Plane hängt erst seit wenigen Tagen, das Plakat in der Nikolaistraße schon seit etlichen Monden. Deswegen schien mir das erwähnenswert. Darauf ist tatsächlich so eine Art Plattenbaufassade! :confused:

  • DrZott


    Oki, mir ist die Plane gestern zum ersten mal aufgefallen, aber wenn du das sagst wird das schon stimmen. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen dass eine Plattenbaufassade in die Innenstadt gebaut werden soll nachdem man doch alles dafür tut diese Platten dort los zu werden. Aber ich bin dann auch in der City und guck mir das auch mal an.


    Stahlbauer


    Nun übertreib mal nicht ...


    Leipzig und Dresden zu vergleichen, ist wie ich finde schwachsinnig da beide Städte gewaltige Unterschiede haben. Dresden ist zwar schön aber nun schöner als Leipzig finde ich Dresden aber auch nicht. Beide Städte haben ihre Vor- und Nachteile und in beiden Städten gibt es noch so viel zu tun. Aber ich sehe es als Vorteil, dieser Konkurenzkampf zwischen Dresden und Leipzig wirkt hoffentlich sehr belebend für beide Städte.


    Aber man will sich gar nicht vorstellen wie traumhaft Dresden und Leipzig aussehen würden, wäre das 20. Jahrhundert friedlich verlaufen. :nono: Deswegen seh ich alles immer mit einem weinenden Auge besonders wenn jeden Donnerstag die LVZ kommt. :nono:

  • Auf Sachsens Hochschulen kommen aufgrund des Geburtenknicks erhebliche Probleme zu. Für die nächsten Jahre rechnet man mit einem Rückgang der Studienanfängerzahlen um ca. 50 Prozent. Hier muss dringend etwas getan werden, meint auch Ministerin Stange.

  • #702/705: Ich würde die Plane mal eindeutig als Kunstprojekt o.Ä. identifizieren. Das ist eine abfotografierte Platte inklusive Gardinen, etc. Also keine Angst. Nichtsdestotrotz soll natürlich auf dem Gelände ein Neubau im Zusammenhang mit dem Nikolaipalais entstehen. Hier ein Foto:


  • @ Stahlbauer
    Als einziges deutsches Bundesland mit einer gesetzartigen Verankerung der Studiengebührenfreiheit stehen die Chancen, dass mehr Nicht-Landeskinder hierher zum Studieren kommen, doch gar nicht so schlecht.


    Ich weiß nicht, wie der neueste Stand in Thüringen ist, seit dem Bildungsminister Jens Goebel endlich gehen mußte ( http://www.spiegel.de/unispieg…ium/0,1518,326957,00.html ). Die absolute Mehrheit für die CDU ist nicht nur durch Althaus Freizeitaktivitäten in Gefahr geraten und die SPD will ja wie in Sachsen keine http://www.spd-thueringen.de/i…d8d72ae2d8410c7ef3b572cf2


    http://www.studis-online.de/StudInfo/Gebuehren/
    Aber vor allem aus den alten Bundesländern mit Gebühren (BaWü, NRW, Bayern ...) könnten nicht wenige Studis kommen und im besten Falle auch bleiben. Vielleicht wäre eine Werbekampagne für Leipzig [und Dresden sowie Chemnitz und Mittweida :D] in LEgendes Sinne hier besser angelegt als bei den Senioren. Schöne Stadt mit vielen Möglichkeiten, v.a. Kultur und Freizeit, vergleichsweise immer noch angenehme Studienbedingungen ohne Gebühren ... Und glaube mir, LEgende, auch Studis haben oder verdienen Geld und geben es gerne aus. ;-)

  • LE Mon. hist.:


    Wollen wir den Kindergarten ewig weiterspielen?
    Ich hab meine Intention schon ausführlich dargelegt. Wenn du das nicht verstehst oder verstehen willst, dann lass es einfach. Dann würdest du aber feststellen, dass deine Meinung eine Schnittmenge meiner Meinung ist und ich Junge Leute in selbem Ausmaß als anzusprechende Zielgruppe für Leipzig erachte, wie Rentner, Arbeiter, Ossis, Wessis, Nordis, Südis usw.

  • Vielleicht sollten einfach mal paar Zeitungen und Fernsehteams nicht mehr weiter immer nur dieselben Renter-Ehepaare in Görlitz interviewen, sondern Studis in Leipzig (egal woher). :lach:


    Jüngste Prognosen des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) allerdings sagen einen weit größeren und längeren Ansturm auf Ost-Studienplätze voraus als bislang berechnet. Zwar würden zwischen 2007 und 2020 in den neuen Ländern 140.000 Studienberechtigte weniger ein Studium aufnehmen, bilanziert das CHE in einer Studie. Doch diesen stehe eine Million zusätzliche Studienanfänger aus westlichen Ländern gegenüber, weit mehr als früher angenommen.
    Für die so begehrten und nachgefragten Studienplätze müsste dann wohl ebensowenig noch eigens geworben werden wie einst für den Verkauf von Bananen in der DDR.


    Zitat aus:
    07.03.2008
    UNIS IM OSTEN
    Nun geht doch endlich nach drüben!
    Von Frank van Bebber


    Mit teuren Werbekampagnen buhlen Ost-Unis um Studienanfänger aus dem Westen. Frisches Geld gibt es aus dem Hochschulpakt - Thüringen verplant jeden dritten Euro für Marketing statt für bessere Studienbedingungen. Resterampe wollen die Ost-Hochschulen aber nicht sein.
    http://www.spiegel.de/unispieg…ium/0,1518,538644,00.html


    Ostdeutschland
    Einsame Spitze
    Von Jan-Martin Wiarda | © DIE ZEIT, 04.04.2007 Nr. 15
    Die Studienbedingungen in den neuen Bundesländern sind fast überall besser als im Westen. Warum nur machen so viele Studenten einen Bogen um die Unis im Osten?
    http://www.zeit.de/2007/15/C-Ostunis



    http://www.che.de/


    Artikel vom 10.07.2006
    Die steigenden Studierendenzahlen bewältigen: kreativer, mobiler, flexibler
    Detlef Müller-Böling erläutert in der Süddeutschen Zeitung (Nr. 156, 10.7.2006), wie Deutschlands Hochschulen die steigenden Studierendenzahlen bewältigen können.
    http://www.che-concept.de/cms/…=556&getCB=212&getLang=de


    News vom 04.04.2007
    Studierende geben den Hochschulen im Osten gute Noten für die Ausstattung
    Die Ausstattung der Hochschulen in den neuen Bundesländern wird von den Studierenden besonders häufig positiv bewertet. Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen belegen im Vergleich der Länder die vorderen Plätze.
    http://www.che-concept.de/cms/…=662&getCB=212&getLang=de


    Wie allgemein bekannt ist dieses Jahr richtig Halligalli in LE: http://www.uni-leipzig.de/2009/


    Das dürfte sich mittelfristig auch im Bekanntheitsgrad und damit in den Studierendenzahlen niederschlagen.

  • LE Mon. hist.708



    Die Studenten kommen aber leider nicht unbedingt von allein. Das Image des Freistaates ist nun mal nicht das Beste.



    Alles in allem scheint man das Problem erkannt zu haben und offensiv anzugehen. Hoffen wir das Beste. Dresden oder Leipzig als Rentnerstädte etablieren zu wollen, kann aber kein erstrebenswertes Ziel sein.

  • Was den Studentenstrom angeht, sprechen wir von einer Tatsache, und nicht von etwas, was erst massiv beworben werden müsste. Ich habe schon im letzten Jahrtausend in meiner Leipziger Seminargruppe überwiegend Wessis gehabt, die aus NC-Gründen teilweise gar keine andere Wahl hatten, als in den Osten auszuweichen. Die waren übrigens fast ausnahmslos alle begeistert und fühlten sich sehr wohl hier. Nach dem Abschluss haben sie sich wieder zerstreut, da greift dann das Problem der fehlenden Arbeitsplätze für Akademiker.


    Im Übrigen kostet die universitäre Ausbildung das Land sicherlich mehr als die Studenten qua Miete, Verpflegung und Freizeitgestaltung wieder reinbringen. Es gibt da wohl eine Länder-Umlage, genaueres weiß ich nicht.

  • @ LEgende: Du kannst nicht solche Steilvorlagen geben:


    Hoffen wir, dass das auch die Stadt selbst irgendwann mal übergreifend versteht. Denn darin liegt eine unheimliche Chance für Leipzig.


    und dann Dich beklagen, wenn andere die verwandeln. :lach:


    Aber gut, ich höre auf, wir plaudern ja schon über drei ganz andere Themen.

  • ^ Textpassagen aus dem Kontext zu reißen ist totaler Nonsens. Diese Aussage bezog sich auf die Marketingkampagne der LWB, die bekanntlich ein städtisches Unternehmen ist und damals mit billigem Mietraum in den Platten Rentner aus dem Westen ködern wollte. Es zeigte einmal mehr, dass man "bei der Stadt" (Stichwort: Gemeinsame Außenwirkung) gar nicht richtig durchblickt, in welche Richtung es überhaupt gehen soll. Diese ganze Thematim beleuchtet sehr gut das Interview der LIZzy mit Wolfram Günther, Sprecher des Stadtforums Leipzig:
    http://www.l-iz.de/Leben/Gesel…adtumba-200601160921.html


    Das mit den Studenten wäre wirklich interessant zu wissen, inwiefern die dem Freistaat mehr Kosten statt Nutzen bringen.
    Gemäß dem Fall das wäre so, würde dies meine Behauptung untermauern, dass die jungen Leute tendenziell kaum bzw. wenig Geld mitbringen. Zumindest auf den ersten Blick.
    Die, die ich kenne, sind eigentlich auch größtenteils nach LE gekommen, weil hier die Mieten so günstig sind und die Stadt so attraktiv ist; sie somit ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis bekommen. Damit steigt jedoch die Nachfrage nach Wohnraum. Was wiederum für Investoren interessant ist und Kapital anzieht...usw.
    Ich glaube die Zusammenhänge können Volkswirtschaftler besser erklären. :D

  • Die Antwort auf die Plattenbauplane am Brühl findet sich übrigens direkt darunter:




    Da hier ja träumen erlaubt ist, will ich auch mal öffentlich träumen. Traumobjekt ist die Hochhausbebaung am Gördelering. Ich hab mal die Karte von Dave LE's Idee genutzt. Ich finde Daves Idee auch gut. Den Pleißemühlgraben vorm IHK Gebäude langzuführen hat sicher seine Vorteile, da er so präsenter ist. Außerdem gibts keine Problem mit blockierten Flächen. Da das hier aber der Traumstrang ist fließt er bei mir trotzdem hinten rum.



    Kurze Erklärung: die beiden grauen Fünfecke sollen zwei Hochhäuser sein. Das rechte etwa 70m hoch, das linke 90, oder so. Der Fluß (im idealisierten Blau) fließt dazwischen lang. Teilweise überragen die Gebäude die Wasseroberfläche. Hinter den Hochhäusern ergibt sich eine Art Hof, dessen Randbebbauung der gängigen 4-5 geschossigen Bebauung entspricht. So'n bisschen Naundörfchen in neu. In den Hof gelangt man nur durch die Passage oder aber übers Wasser, wodurch es darin recht ruhig sein dürfte. Denke mal das wäre ein recht netter Kontrast zum Ringtumult, wenn man im Schatten der Hochhäuser das Wasser plätschern hört.


    Alle Bilder und Träume von mir

  • ^ Respekt! Ich dacht auf den ersten Blick, dass das konkrete Planungen wären, und es nun losgeht. :D Da auch ich hier im Forum oft als Träumer wahrgenommen werden, freuts mich, dass auch andere ihre Vorstellungen hier posten. :daumen: Tut ja auch niemandem weh und weckt die grauen Zellen. :D


    Also ich weiß nicht genau warum, aber auch ich finde das "Hintenherumführen" des PMG irgendwie auch urbaner. Theoretisch könnte man ja auch zwei Verläufe bauen, wenn unbedingt gewollt.


    Interessant an deiner Idee find ich die Integration einer Passage. Aber nicht nur aus optischen Gründen, sondern auch aus praktischen, da so die heutige fußläufige Abkürzung zwischen Ranstädter Steinweg und Gördelerring neben der IHK entlang erhalten bleibt. Die Idee mit den Hochhäusern links und rechts des PMG ist ohnehin genial. Meine Idee war schonmal ähnlich, dass man den PMG verglast unter der Lobby des Hochhauses verlaufen lässt.


    Was jedoch interessant zu wissen wäre, inwiefern der von dir angedachte Innenhof noch Sonne abbekommt, oder von der Randbebauung völlig beschattet wird.