Kulturcampus - Neuentwicklung Uni-Campus Bockenheim (Planung)

  • auf schmittchens bild kann man ein paar von diesen gebäuden sehen



    ferdinand kramer ist für eine anzahl von den (schrecklichen) 60-ger jahre bauten verantwortlich, die man da sehen kann. ein paar davon stehen schon heute leer, da sie total vergammelt sind. mir ist es unverständlich, wie man überhaupt nur eins von seinen gebäuden an der uni erhalten möchte..

  • Die Gebäude stehen nur teilweise unter Denkmalschutz: so das Senckenbergmuseum rechts mit den mintgrünen Dächern oder der Querriegel oben (das alte Hauptgebäude der Uni).
    Von den Nachkriegsbauten stehen (bisher) meines Wissens keine unter Denkmalschutz.

  • es geht hier aber ausschliesslich um die nachkriegsbauten von ferdinand kramer- das senkenbergmuseum und die restlichen "historischen" gebäude werden nicht abgerissen

  • passend zum thema, FR:


  • Ich muss den Bockenheim-Campus jeden Tag sehen. Ist mir wirklich ein Dorn im Auge. Wird Zeit, dass er weggeblasen wird :gewehr:

  • Der Abzug der Universität aus Bockenheim verläuft zwar weitgehend planmäßig, aber das Ganze dauert eben noch. Seit Abschluss des städtebauliche Realisierungswettbewerb ist nichts weiter passiert, Konkretes steht auch in der nächsten Zeit nicht an.


    Aber die SPD ist schon mal dagegen (i. e. gegen Einzelhandelsflächen), sieht bereits jetzt ganz deutlich mörderischen "Vernichtungswettbewerb" kommen. Die gewaltige Chance, die Bockenheim nach dem Verlust (!) der Universität durch dieses Riesenprojekt erhält, erkennt anscheinend keiner der Sozialdemokraten.


    Knallcharge Eberhard Dähne (PDS) kritisiert auch fleißig und will selbstverständlich den Kramer-Schrott (erinnert halt an die selige DDR) erhalten wissen. Andere bringen des beliebte Zauberwort "Verschattungsgutachten" ins Spiel. Und die SPD-Zeitung, Hausblatt aller Bedenkenträger und Kulturpessimisten, berichtet hier eifrig.


    Ach Kinder, ist das nicht herrlich?

  • Wann sind die Kommunalwahlen in F? Es ist an der Zeit endlich die politischen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit wir nicht noch länger mit angezogener Handbremse unterwegs sind. (Und das sage ich als ehemaliger SPD Wähler)

  • Im Frühjahr 2006.


    Ein informativ und sachlich gehaltener Artikel zum selben Thema heute in der FNP, hier.


    Gleich drei Hochhäuser als "Ersatz" für den Afe-Turm (116 m) zu bauen, scheint mir aber auch fragwürdig. M. E. gibt es einige Stellen in der Stadt, an denen neue Hochhäuser mit solchen Höhen städtebaulich sinnvoller wären. Vorsehen ist ein 140 Meter hohes Bürohochhaus, daneben ein weiterer 100 Meter hoher Solitär. Zusätzlich ein 90 Meter hoher Wohnturm.

  • Rahmenplanung vorgelegt

    Im Jahr 2003 haben die Freiburger K9 Architekten Borgards-Lösch-Piribauer den ersten Preis in einem städtebaulichen Wettbewerb gewonnen, der von der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen ausgetragen wurde. Fotos der Modelle gibt es in #1 in diesem Thread.


    Jetzt haben die Architekten einen Rahmenplan vorgelegt, der die damaligen Anregungen des Preisgerichts und die Änderungswünsche der Stadtverordnetenversammlung berücksichtigt. Der Rahmenplan ist eine Konkretisierung des Wettbewerbsergebnisses und soll Grundlage des in der nächsten Zeit durchzuführenden Bebauungsplanverfahrens sein.


    Aktueller Rahmenplan:



    Bild: K9 Architekten / hbm

  • Es geht um die Fläche zwischen Senckenberganlage, Georg-Voigt-Straße, Gräfstraße, Sophienstraße und Zeppelinallee, insgesamt 16,7 Hektar!


    Wesentliche Merkmale sind


    ● eine Achse vom Depot bis zur Georg-Voigt-Straße im Verlauf der historischen Landwehr, Sichtachse zur Warte,
    ● eine Hochhausgruppe auf dem Areal des AfE-Turmes,
    ● ein weiteres 50m-Hochhaus Ecke Zeppelinallee/Bockenheimer Landstr., Gegenstück zum kommenden KfW-Hochhaus,
    ● ansonsten eine gleichmäßige Höhenentwicklung,
    ● das Bockenheimer Depot als Mittelpunkt eines neuen Stadtteilzentrums, Verkaufsflächen 11.000 bis 15.000 m²,
    ● Erhalt des Pharmaziegebäudes von Ferdinand Kramer, angeblich sein bedeutsamstes Werk auf dem Campus,
    ● sonstige Nachkriegsbauten werden abgerissen, teilweise Erhalt möglich, wenn diese in Baufeldern liegen,
    ● 340.500 m² Bruttogeschossfläche für Neubauten,
    ● davon 102.600 m² (30.13%) für Wohnen nördlich des Depots und an der Gräfstraße, 1.000-1.200 Wohnungen,
    ● außerdem ein 90m-Wohnhochhaus an der Robert-Mayer-Str., ansonsten max. 6 Geschosse für die Wohnhäuser.


    Im Großen und Ganzen halte ich die Planung für sehr gelungen. Wenn auch die einzelnen Bauten ansprechend gestaltet werden, kann das ein ziemlich großer Wurf für Bockenheim und für ganz Frankfurt werden, denke ich.

  • Danke für die vielen Infos!
    Ich hätte es begrüßt wenn die östliche Seite dieses Parkstreifens??? auch für Wohnungen genutzt würde, aber ein vorgeschlagener 90m Wohnturm ist schon eine absolut tolle Nachricht. Ob sich dessen Realisierung lohnt wird denke ich aber auch vom UEC abhängen, dass ja in Fußreichweite ist. Wenn das Europaviertel gut wird, wird dieses Gebiet als Wohnraum durch die Shopppingmöglichkeiten deutlich aufgewertet werden.
    Andernfalls sehe ich der Realisierung dieses Plans eher misstrauisch entgegen.

  • Ich glaube nicht, dass der Erfolg der Campus-Neubebauung von der Realisierung des UEC abhängt. Zum einen ist die Qualität der Wohnlage zwischen Westend und Bockenheim unbestreitbar hervorragend, ebenso die Verkehrsanbindung. Zum anderen bietet die nahe Leipziger Straße bereits heute ganz ordentliche Einkaufsmöglichkeiten, außerdem sind ja neue Einzelhandelsflächen um das Depot herum vorgesehen. Das UEC wäre auch ein ganzes Stück entfernt.


    Man wird es Parkstreifen nennen können, ja. Nur im Norden soll es eher ein langgezogener Platz werden, auf den dann beispielsweise auch der Wochenmarkt (um wenige Meter) verlegt werden soll. Der Streifen greift die historische Landwehr auf, ein äußerer Befestigungsring vor den Wallanlagen, bewacht u. a. mit Hilfe der heute noch stehenden Wachtürme Friedberger und Sachsenhäuser Warte, der Galluswarte und eben der Bockenheimer Warte (Foto), die dann auf diesem Streifen stehen wird.

  • UEC und Campus Bockenheim sehe ich eher als eine gewisse Konkurrenz. Wenn das UEC kommt, dürfte es schwer werden, attraktiven Einzelhandel für Bockenheim zu bekommen.

  • Das Pharmaziegebäude von Kramer, das nach dem überarbeiteten Entwurf erhalten werden soll, sieht übrigens so aus:



  • Habe mir den ganzen Thread nochmal angeguckt....Dabei ist mir aufgefallen, dass ein Entwurf (der holländische) den Abriss der Stadtvillen an der Georg-Voigt-Straße vorsieht. Ist so etwas tatsächlich immer noch in Planung !?
    Stehen die nicht unter Denkmalschutz !? Ich arbeite nämlich in einem der Häuser :lach: , die sind echt schön :daumen:

  • Aber insofern kann man froh sein dass die Holländer nicht das Rennen gemacht haben. Was geht in deren Köpfen vor, einfach so Villen abreißen zu wollen. Zumal ja gerade Frankfurt gezeigt hat, dass man alte Villen nicht unbedingt abreißen sollte...