Leipzig: Alte Messe

  • Leipzig: Alte Messe

    Die Nutzung auf dem 500000 qm großen alten Messegelände wird in die Bereiche Wissenschaft – Medizin/-technik – Nanotechnologien; Medien; Entertainment – Edutainment – Infotainment; Gastronomie – Einzelhandel; Bankennahe Dienstleistungen sowie Automeile gegliedert.



    1913 fand zum ersten mal auf dem Messegelände an der Prager Strasse die Internationale Baufachausstellung statt. In diesem Zusammenhang wurde die vom Architekten Wilhelm Kreis entworfene Kuppelhalle auf dem Messegelände erbaut. Heute wird in der Kuppelhalle eine Diskothek betrieben.


    Messehalle 16


    1923/24 wurde die Messehalle 12 (Achilleion Leipzig) erbaut. Entworfen wurde sie von den Architekten Oskar Pusch und Carl Krämer. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie so stark beschädigt, das sie umgebaut wurde. 1950 wurde sie als Sowjetischer Pavillon wieder eröffnet.



    Die Messehalle 11 wurde 1924/1925 erbaut. Den Wettbewerb für das Konzept gewannen die Leipziger Architekten Krämer und Solbrig. Die Halle 11 diente wie auch die Halle 12 der Ausstellung von Großmaschinen. Seit 2003 wird sie als SB-Discounter genutzt.



    2006 wurde aus der Messehalle 7 ein echter Fußballpalast. In der der Halle befinden sich 10 Fußballplätze, wo man "5 gegen 5" spielen kann.



    In der Messehalle 6 sind die "Blue Lions Leipzig" (Eishockey) zu Hause.



    In unmittelbarer Nähe der Bio City Leipzig wurden mehrere Grundstücke verkauft. So wurde eine neue NL von ATU 2007 eröffnet. Nebenan wird zurzeit ein neues Motorradhaus gebaut, was im April Ihre Türen öffnen wird. In dem Hause wird es sogar Sachsens erste Motorradwaschanlage geben. Vor kurzem hat die Firma Sanitär Heinze ein Grundstück nebenan erworben. Die Bauarbeiten auf dem 9.700 m² großen Areal sollen Mitte 2008 beginnen. Der Neubau soll 5 Mio. € kosten.




  • Dr.Faust


    Da hast Du ja ein interessantes Thema gefunden.
    Ob man heute wieder entscheiden würde die Messe an den Stadtrand zu verlegen? Ich glaube eher nicht.


    Wenn 2011/12 der Citytunnel und die Straßenbrücke zwischen der Semmelweisstraße und der Kurt-Eisner-Straße fertig sind, ist das Areal der Alten Messe deutlich besser erreichbar.


    Die neuen Bauten am Deutschen Platz, der Umbau der alten Großmarkthalle, das Panometer, die Mediacity usw. sind schon mal ein Anfang.


    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/pcat/168741/display/8270542"]www.fotocommunity.de/pc/pc/pcat/168741/display/8270542


    Selbst die Straße des 18.Oktober mit den sanierten Plattenbauten finde ich für diese Stelle ganz gelungen.


    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/430573/display/6289922"]www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/430573/display/6289922


    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/pcat/92346/display/5988697"]www.fotocommunity.de/pc/pc/pcat/92346/display/5988697


    Man darf - denke ich- gespannt sein.


    Weiteres findet sich beim Thema "Deutsche Nationalbibliothek".

  • Vielen Dank für den Überblick. Ich hoffe und denke, dass sich in diesem Bereich noch einiges tun wird.


    Der russische Pavillion wurde übrigens als heißer Kandidat für das neue jüdische Dokumentationszentrum in Deutschland gehandelt. Aber dann wurde es wieder still, weil einige Bedenken angemeldet hatten, dass aufgrund der antijüdischen Pogrome in Russland ein solches Gebäude für ein Dokumentationszentrum ungeeignet sei. Die Aufnahme von Dr.Faust eignet sich übrigens gut für einen Bildervergleich der sog. Deutschland-Halle vor dem Umbau zum russischen Pavillon im Jahr 1950.


    Deutschland-Halle, Aufnahme von 1930

    Quelle: http://www.lipsikon.de (Veröffentlichung ist mir gestattet)



    Deutschland-Halle nach dem Umbau zum russischen Pavillon im Jahr 1950, Aufnahme von Dr.Faust 2008

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    Naja, man kann auch überinterpretieren. :nono: Wenn ich das richtig sehe, hiess die Halle immer Achilleion, und wurde lediglich zu bestimmten Ausstellungen (wie der abgebildeten iPA Internationale Pelz- und Jagd-Ausstellung Leipzig 1930) in Deutschland-Halle umbenannt. Wenn überhaupt - vielleicht war das einfach nur die Halle der deutschen Aussteller.


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    Bitte achte auf unsere Richtinien bezüglich des Zitierens. Danke.

  • Deutschland Halle

    In der 30-er jahren wurden vielen von diese Neo-klassisistischen Pfeiler Bauten gebaut. Der Entwurf wurde also in der 50-er Jahren deformiert. Heute ist das ein reiner Sowjet Ehrenmal. Ich würde dieses Gebäude wieder in alten Formen sanieren und die Fassade im allen Farben wiederherrstellen.


    Gebäuden können und müssen nicht deformiert werden. Die Fysionomie der Entwurf hat bestimmte Formen die zu eineinder gehören.


    So sind heute viele Gründerzeitler auch deformiert weil die ursprüngliche Dächer fehlen. Und das sieht nicht aus!!!


    Andere Vorbilder: Dom und KwGK sind beide stark deformiert. Es sieht heute wieder nicht aus!!!!


    Aber das gilt auch für Strassen und Plätzen wo heute ganze Seiten fehlen.
    Die Fysionomie ist kaputt, deformiert und es sieht nicht aus.


    Ich verstehe einfach die Architekten nicht dass sie nicht in Gesammtlonzepten denken können.


    In die 30-er Jahren war das nun eine Kraft: Gesammtkonzepten für Strassen, Plätze, Viertel, ja ganze Städte...

  • Bin am WE wieder einmal die "Völkerschlacht-Allee" entlang geradelt. Man, was steckt in dieser schnurgeraden Straße und dessen Umfeld für ein gewaltiges optisches und touristisches und somit wirtschaftliches Potenzial!


    Vor längerer Zeit gab es ja bekanntlich die Information, dass die Stadt Leipzig bis zum 100. Geburtstag des Völkerschlachtdenkmals im Jahre 2013 die Brücke über die Gleise in der Straße des 18. Oktobers sanieren bzw. neu errichten will. Weiß einer wie es dann weitergeht bzw. wann hier Baubeginn sein soll?


    Warum baut man diese Straße nicht zur Allee aus? Das würde die Prager Straße sicher entlasten. Zudem würde das Alte Messegelände wieder verstärkt in den Fokus der Bevölkerung rücken. Ansiedlungen in diesem Bereich wären sicher besser kommunizierbar.


    Zur Umgestaltung dieses Areals gehören für mich folgende Punkte:


    -Abriss des maroden Plattenbaus nahe des Deutschen Platzes, um die Sichtachse zum Völkerschlachtdenkmal wieder herzustellen
    -Bau einer vierspurigen, geradlinigen Straße vom Beginn an der Semmelweisstraße bis zur Straße "An der Tabaksmühle"
    -Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung mit der Straße "An der Tabaksmühle"
    -Bau einer neuen verbreiterten und vor allem repräsentativen historisierenden Brücke über die Bahngleise (ähnlich der Prager Brücke)
    -Breite Fußwege bis hin zum Völkerschlachtdenkmal, die zum Flanieren einladen
    -Ergänzung des fehlenden Baumbestandes links und rechts der Fahrbahn und der Fußwege


    Klar könnte man jetzt sagen, dass man damit die Idylle des Dr.-Wilhelm-Külz-Parks, der sich nord-westlich des Völkerschlachtdenkmals erstreckt, zerstört. Dazu muss ich sagen, dass ich sehr häufig schon dort langgefahren bin. Vor allem an Wochenenden im Sommer und Frühjahr. Was ich dort bislang noch nie feststellen konnte, waren viele Parkbesucher. Klar, hier und da verirrt sich mal einer dorthin, aber so richtig viel ist nicht los (im Gegensatz z.B. zum Clara-Park, der ja im südlichen Bereich ähnlich aufgebaut ist). Die umliegenden Wohngebiete sind einfach zu weit weg bzw. zu wenig bevölkert. Erst südlich der Straße "An der Tabaksmhle", im Bereich des direkten Umfeldes um das Völkerschlachtdenkmal ist aufgrund der Touristen einiges los. Und hier liegt auch das Potenzial! Durch die angesprochene Entwicklung einer Flaniermeile vom Deutschen Platz bis hin zum Völkerschlachtdenkmal mit Hilfe von breiten Fußwegen würden meiner Meinung nach ideale Voraussetzungen zur Belebung dieses z.Zt. toten Areals geschaffen. Man kann ja gegen Autoverkehr sagen was man will, aber eine gewisse Dynamik bringt er schon. Gerade dieser Gegend würde er auch sehr gut tun!


    Zusammenfassend möchte ich nochmal erwähnen, dass ich hier vor allem Chancen für die Weiterentwicklung des Alten Messegeländes sehe.


    Was haltet ihr von meinen Vorschlägen?

  • LEgende , wo muss ich unterschreiben:)
    ganz klar volle Zustimmung zu den von die aufgezählten Maßnahmen. Besonders der Plattenbau der quer über die Straße verläuft sollte weg, müsste ja möglich sein mit Einsatz von Fördermitteln.

  • Den Vorschlägen schließe ich mich voll an.


    Gerade der Abriss des heruntergekommenen Plattenbaus, zur Freilegung der Sichtachse zum Völki und der Neubau der Brücke + durchgehender Straße zum Völki, sind imo wichtige Maßnahmen zur Aufwertung des gesamten Messegeländes.


    Außerdem war diese Sicht- & Verkehrsachse ursprünglich auch mal geplant.

  • Und hier die Fotomontage zur Idee.


    http://i249.photobucket.com/al…an/Vlkerschlachtallee.jpg
    Quelle: http://www.hat.net/album/europ…france_champs_elysees.jpg


    Etwas besser angepasst. Wusste gar nicht, dass sich die Champs-Élysées in Leipzig befindet... :D


    http://i249.photobucket.com/al…hamps-elysees-leipzig.jpg
    Quelle: http://www.visitingdc.com/images/champs-elysees-paris.jpg


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  • Coole Montage...ich finde das ist genau das passende Bild für die zukünftige Landeshauptstadt des Bundeslandes "Mitteldeutschland" :D


    Abgesehen davon, würde diese Verkehrsverbindung das alten Messegelände endlich vernünftig in das südöstliche Verkehrswegesystem integrieren und es für Investoren attraktiver machen.


    VG,


    AdLEr

  • ... und es für Investoren attraktiver machen.


    Vor allem aus optischen Gründen! Welcher Autohaus-Besitzer würde nicht gern neben so einer Allee seine Traumschlitten verkaufen? :D


    Oder eine Premium-Hotel-Kette, die auf der Terasse und den Balkonen einen direkten Blick über die Parkanlagen auf das Völkerschlachtdenkmal zulässt.


    Gutes liegt so nah, und manchmal sind die einfachsten Dinge die erfolgreichsten.

  • LEgende


    So ein Schwachsinn. Die Sichtachse besteht auch jetzt schon und die Verkehrsachse braucht kein Mensch. Das Messegelände ist über die Zwickauer, Richard-Lehmann-Strasse und Prager Strasse sehr gut angebunden, hat sogar eine eigene S-Bahn-Haltestelle. Daher braucht es ja nun nichts weiter mehr. :Nieder: Wer behauptet, dass angeblich das Gelände nicht vernünftig erreichbar wäre, dem empfehle ich die Zurhandnahme eines Stadtplans...


    Übrigens ist der Querriegel über dem Nordeingang des Messegeländes voll vermietet an Firmen aus der benachbarten BIO CITY. Deren Auslastungsgrad liegt bei 100%, weswegen einige Unternehmen ihre Büros auslagern mussten und daher gleich gegenüber sich einmieteten. Solange sich daran nichts ändert, gibts keinen Abriss, warum auch?


    Neben Russenpavillion und BIO CITY findet sich ein großes Freifeld. Hier soll für 20 Mio. EUR der geplante 3. BA der BIO CITY entstehen, Gespräche mit den Beteiligten laufen bereits. Vor 14 Tagen hat der neue Bau der Fraunhofer-Gesellschaft eröffnet. Es kann also keine Rede sein, daß auf dem Gelände nicht investiert wird, informiert Euch halt mal besser.

  • du kannst doch äpfel nicht mit birnen vergleichen. nur weil in der bio-city gebaut wird, wäre eine "richtige" straße durch die alte messe trotzdem förderlich für investoren. durchgangsverkehr nützt nur was für dementsprechende geschäfte, wenn er vor der haustür ist. und nicht 300 meter weiter auf der prager straße vorbeifährt. zudem soll es beihelfen das völkerschlachtdenkmal, welches das größte denkmal europas ist, besser in szene zu setzen. also mach bitte unseren schönen traum nich kaputt!!! :Nieder::nono: allein die fotomontage ist es schon wert, es umzusetzen :D

  • @WolfsheimJena:


    Zu deinem Wortlaut sag ich jetzt mal nix, das wärs nicht Wert!


    Schon mal was von weichen Standortfaktoren gehört?
    Es hat keiner was gesagt, dass das Alte Messe-Gelände schlecht angeschlossen wäre. Wenn du meine Beiträge konzentriert durchgelesen hättest, würdest du festgestellt haben, dass es mir um die öffentliche Wahrnehmung ging. Ich persönlich sehe hier ein ungeheures Potenzial! Scheinbar sind einige andere ebenfalls dieser Meinung. Dass das nicht alle so sehen, ist aber OK. Du kannst aber auch nicht abstreiten, dass die aktuelle Situation VÖLLIG unbefriedigend ist. Das ganze Gelände entlang der Str. d. 18.Okt. ist völlig verwahrlost. Für ein Denkmal, wie das Völkerschlachtdenkmal, eine große Schande. Aber was aktuell nicht ist, lässt sich ja bis 2013 noch beheben.


    Zum Nordriegel: Jedes private Unternehmen könnte es sich nie und nimmer leisten, in dieser Bruchbude Kunden zu empfangen. Die Außenwirkung wäre doch katastrophal. Ich kenne die Mieter dort nicht, aber ich vermute das es sich um Unternehmen ohne Kundenkontakt, oder eben wie du schon sagtest um staatlich geförderte Institutionen der Bio-City handelt. Da verwundert mich der hohe Vermietungsgrad überhaupt nicht, solange die Mieten billig sind!


    Die einzigen Investoren die aktuell auf der Alten Messe im großen Stil (auch architektonisch) investieren sind staatliche Institutionen oder eben staatlich geförderte Unternehmen. Ich beziehe mich hier nicht auf eine Triumph Motorrad-Niederlassung oder eine ATU-Filiale an der Zwickauer Straße!!


    Im übrigen solltest du mal die Nutzer der S-Bahn-Haltestelle zählen! Viele sind es aktuell nicht. Daher wird diese auch im Zuge des City-Tunnels an die Prager Straße verlegt.


    Ansonsten hat ja "Ranger" schon alles gesagt.

  • Das alte Messegelände ist nach wie vor ein Problemfall. Die Ausnahmen HIT-Markt oder Landeszentralbank bestätigen hier eher die Regel. Die Hallen an der Prager Straße oder der sowjetische Pavillon zeigen dies deutlich. Das Thema BIO-CITY gehört eher zum Deutschen Platz. Das sagt zumindest der Stadtplan. :D
    Ob wir eine neue Allee zum Völki brauchen, bezweifle ich eher. Da gibt es städtebaulich und verkehrstechnisch ganz andere Probleme in Leipzig.

  • Um es nochmal zu erwähnen:
    Der Anschub für meinen Beitrag wurde ja durch die Stadt selbst ausgelöst. Die Stadt gab vor längerer Zeit bekannt, die Brücke über die Bahngleise erneuen zu wollen. (http://www.lizzy-online.de/mod…ws&file=article&sid=11116 ) Im Zuge dieser Erneuerung habe ich die Idee einer Allee aufgegriffen. Und zu dieser gehört für mich eben auch Straßenverkehr; vor allem in diesem fußgängerarmen Bereich. Nur für Fußgänger und Radfahrer braucht man da sicherlich keine neue Brücke hinbauen.


    Schönes Zitat aus der LIZZY: "Ursprünglich gedacht war sie als Teil der Sicht- und Verkehrsachse vom Bayerischen Platz direkt bis vors Völkerschlachtdenkmal. Eine Achse, die in den 1960er Jahren durch einen Bauriegel der Messe direkt am Deutschen Platz unterbrochen wurde."