S21-A1 Turm am Mailänder Platz, 66m (in Bau)

  • Hallo kingMUFFIN, herzlich willkommen.


    Sprichst Du hier vom Bankhaus Wölbern? Vor Jahren hatte ich BB Hahn bei einer Veranstaltung über ein weiteres Wohnhochhaus neben dem auf A1.07 im Europaviertel auf dieser Fläche sinnieren hören. Oder ist Deine Info aktueller? Heutzutage dürfte die Stadt gegenüber einer Befreiung vom BBPl. zugunsten einer Wohnnutzung aber doch sehr viel offener gegenüber stehen, bei dem Wohnungsmangel heute. Ein weiteres Hotel aber scheint im Europaviertel in der Tat langsam übertrieben.

  • Hallo kingMUFFIN, herzlich willkommen.


    Sprichst Du hier vom Bankhaus Wölbern? Vor Jahren hatte ich BB Hahn bei einer Veranstaltung über ein weiteres Wohnhochhaus neben dem auf A1.07 im Europaviertel auf dieser Fläche sinnieren hören. Oder ist Deine Info aktueller? Heutzutage dürfte die Stadt gegenüber einer Befreiung vom BBPl. zugunsten einer Wohnnutzung aber doch sehr viel offener gegenüber stehen, bei dem Wohnungsmangel heute. Ein weiteres Hotel aber scheint im Europaviertel in der Tat langsam übertrieben.



    Hallo Wagahai, vielen Dank :-)


    Meine Information ist ca. 2 Monate alt. Der Investor ist nicht das Bankhaus Wölbern sondern der selbe, welcher nun dort das neue Kongresscenter in der City bauen möchte und auch die Cloud No. 7 baut ;-)

  • Was die Bürokratie und die"Flexibilität" der Stuttgarter Verwaltung angeht könnte man glatt meinen wir befinden uns in Griechenland. Was mich wirklich wundert ist das man hier nicht zu Potte kommt. Wie man Grundstücke Investoren schmackhaft macht hat man in Stuttgart wohl gänzlich verlernt.

  • Heißt im Umkehrschluss, die Stadt will im Hochhaus "nur" Büros? Was ist da nur los...


    Naja, dass Kongresscenter haben sie (zumindest bis jetzt) ja auch noch nicht ausgeschlossen ;-)


    Das mit der Wohnbebauung gilt allerdings nicht nur für dieses Grundstück, sondern für das gesamte Europaviertel, da sonst der Anteil der Wohnbebauung gegenüber den anderen Nutzgarten zu groß werden würde...

  • Regent
    Wie man Grundstücke Investoren schmackhaft macht hat man in Stuttgart wohl gänzlich verlernt.


    ... oder nie gelernt. Woher auch? ;)


    Und an der Lernwilligkeit/-fähigkeit der Führungsriege konnte/kann man nach Erfahrungswerten bis jetzt durchaus größte Zweifel haben... (Villa Berg, Hochhaus Pragsattel/Siemensstraße bzw. auch Skyline, Ex-IBM...)


    Aber lassen wir uns überraschen - dass das Grundstück zumindest auf der offiziellen DB-Immo-Website nicht mehr beworben wird, könnte ja doch positive Gründe haben. Oder aber ein Praktikant hat die Daten nur versehentlich gelöscht :D


    kingMUFFIN
    Naja, dass Kongresscenter haben sie (zumindest bis jetzt) ja auch noch nicht ausgeschlossen


    Für ein Kongresscenter (mit mehreren Großsälen) gäbe es wohl allenfalls nur dann in sinnvoller Weise ausreichend Fläche, wenn man A1.04 und 05 verbinden oder anders parzellieren würde. Das könnte am Ende im schlimmsten Fall das Hochhaus kosten. Wenn Wohnnutzung (inkl. Hotel) im Hochhaus nicht möglich sein soll, gäbe es aber außer Büronutzung kaum noch Möglichkeiten, weil die Grundfläche des Hochhauses und damit in den einzelnen Etagen einschließlich des Sockels doch sonst irgendwie zu klein wäre?

  • Wahrscheinlich gibt es einen genialen Fünfjahreszentralplan, von dem nicht abzuweichen ist - komme was wolle.
    Wäre allerdings auch vorstellbar, daß man dort lieber Bürofläche ausweist um ein Potenzial für etwaige LBBW-Erweiterung vorzuhalten. Ist seit geraumer Zeit Trend, örtlich zusammenzufassen. Und wer weiß wie es mit der größten deutschen Landesbank, die besser als manch andere durch die Krise kam, weitergeht wenn die Krise eines Tages richtig hinter uns liegt oder Banken wieder ordentliche Gewinne schreiben. Bei einer möglichen Vergrößerung müßte die Bank dann wieder Funktionen über das Stadtgebiet verteilen, denn Wohnungen zurückzuwandeln wäre erstens unwirtschaftlich und zweitens eigentums- oder mietrechtlich äußerst schwierig.

  • Also hatte ich doch einen guten Riecher, dass da was im Busch ist, und deswegen die DB Immo-Seite nix mehr ausspuckt :D


    Ich persönlich würde für T. Fischer votieren in der Hoffnung, dass da ähnlich Originelles und Hochwertiges bei rumkommt wie bei der Cloud.


    Spannend :daumen:

  • Wagahai . Hast du super gemacht :) Hast in deiner Jugend oft TKKG gehört... ?


    ...ansonsten hat mich es auch gewundert, dass NOCH ein Hotel kommen soll.


    Aber vielleicht ist auch eine Art Appartement-Hotel angedacht.
    Wo liegt wohl die gesetzliche "Grenze" zwischen Apartment-Hotel und Wohnungs-Apartements mit Room-Service :)

  • ^ Aber noch ein Hotel? Das wäre dann das 5. auf dem A1-Gelände...


    Dönerbudenprinzip!


    In einer Gegend wo es noch keine Dönerbude, äh, kein Hotel gibt, kann ja niemand für Banken und Investoren errechnen wie groß der Umsatz dort sein wird, sondern lediglich eine Marktprognose erstellen, die dann in den entsprechenden Geldmarktfonds zur Refinanzierung auch als spekulativ ausgewiesen werden muss.
    Gibt es hingegen in 100 Meter Umkreis bereits 17 Dönerbuden, äh, Hotels, hat man eine feste, bestehende Umsatzgröße und kann die Prognosen zur Erhöhung der Umverteilungsquote nutzen.


    ...oder so ähnlich.


    In Stuttgart ist noch Marktpotential für weitere Hotels, keine Frage, ob es wirtschaftlich und städtebaulich jedoch sinnvoll ist, diese direkt nebeneinander zu setzen in Fußweg-Entfernung zu Ibis, Best-Western, IC, Unger, Zeppelin, Meridien, Schloßgarten und weiteren, das steht dann auf einem anderen Blatt und geht wieder in Richtung Dönerbuden-Prinzip.

  • wer spekuliert eigentlich mit Dönberbuden und was für Renditen sind da (spekulativ) möglich ? :D Bissle Insidertipps hier bitte


    Spekulanten sind all die, die nichts von ihrem Glück wissen, weswegen ich ausdrücklich "und Banken" schrieb.


    Die wenigsten Dönerbuden dürften aus der Privatschatulle in Bar bezahlt worden sein und bei einem Bankkredit gibt es dann wieder Bewertungsrichtlinien mit denen das Kreditvolumen en Gro hübsch in Geschenkpapier verpackt und mit Schleife drumrum, weiterverscherbelt wird.


    Im Prinzip genau dasselbe, was ursprünglich zur Finanzkrise führte. Da hat ja auch keiner direkt mit Otto Eisenbiegers sein klein Häuschen spekuliert, sondern lediglich den 100% sicheren Banken-Refi-Fond erworben, in dem Otto Eisenbiegers Bonität und der Wert sein klein Häuschens plötzlich auf Staatsanleihen-Niveau kunstgerechnet wurde.


    Deswegen ist Ali's Bank dann auch der bestehende Umsatz der Dönerbuden links und rechts neben seinem neuen Döner-Projekt für eine Dreisatz-Kreativ-Rechnung lieber, als das prognostizierte Marktpotential eines 20.000 Einwohner-Viertels ohne bestehende Dönerbude, denn rein kalkulatorisch muss da ja das Risiko miteinbezogen werden, dass die Bewohner dieses Viertels lieber Froschschenkel to go mampfen als Hackfleischspieße mit Krautsalat.


    ...und ja, ich habe beruflich damit zu tun und das nicht am Stammtisch gehört. (Nein, nicht Dönerbuden, sondern Finanzmarkt!)


    Wenn man weiß wie, bekommt man das größte Milliardengrab mit rotem Teppich finanziert, bei dem jeder Bauarbeiter nur die Hände über dem Kopf zusammen schlägt, während die wirklich geniale neue Geschäftsidee, selbst wenn sie von 127 anerkannten Experten als solche bestätigt wird, ohne jede Chance auf Finanzierung bleibt, weil sie sich eben nicht so schön zum Weiterverkauf als risikolos mogelverpacken lässt.


    Die Banker sind ja nicht zu blöd Marktchancen zu bewerten, sondern zu intelligent um diese juristisch legalen Umschachtelungsgewinne liegen zu lassen, denn geht's schief, zahlt's der Steuerzahler und geht's gut, gibt's ne fette Prämie. Das würde jeder von uns wider besseren Wissens ganz genauso machen.

  • Danke, Chris.


    Dass die DB für das Grundstück aktuell deutlich mehr haben will, nachdem sich das Fritzle-Kafka-Viertel größter Beliebtheit bei Bürgern wie bei Investoren erfreut, war absehbar, daher überrascht mich das nicht sonderlich. Schade nur, dass Herr Fischer draußen ist. Bleibt zu hoffen, dass da ein halbwegs auch an Optik interessierter Investor die Fläche erwirbt - und dass der neu-gebackene BB PP nicht gleich mit prinzipiellem Neinsagertum glänzt und am Ende S21 schneller fertig ist als die kleine Nr.05.

  • Wenn das Grundstück jetzt teurer geworden ist, könnte das negative Konsequenzen für die Architektur zur Folge haben. Wenn ein Investor für den Grundstückserwerb mehr Geld bezahlen muss, bleibt für die Optik der Fassade vielleicht kein Geld mehr übrig.

  • Andersherum wird ein Schuh draus: er muss was qualitätvolles hinstellen, um sein Geld wieder reinzuholen. Wohnungen in Schuhschachteloptik wird ihm keiner abnehmen.
    Da es einen geltenden B-Plan gibt, sind Peterchens Einflussmöglichkeiten begrenzt. Er darf dann hinterher wieder jammern.

  • Die Grünen im Stuttgarter Gemeinderat (deren Vorsitzender bis vor kurzem der nun amtierende BB PP war) wollen nun von der Stadt Auskunft über den Stand der Dinge auf dem Baufeld 5. Natürlich darf in ihrem Antrag der Hinweis auf die "investorengetriebene und durch Maximalerlöse fehlgeleitete Stadtentwicklung" im Europaviertel nicht fehlen. Erstaunlich ist aber die Frage nach der Art der baulichen Nutzung, die auf dem Areal möglich ist. Von Stadträten hätte ich erwartet, dass sie einen Bebauungsplan lesen können. Zur Not hätte ja auch ein regelmäßiger Besuch hier auf DAF geholfen...
    http://www.lust-auf-stadt.de/d…r_heilbronner_stra__e.pdf

  • Ja, und ganz offensichtlich hat sich die StZ wie so oft Grünen-hörig ihren Artikel zuvor diktieren lassen. Erstaunlich für eine Zeitung, die sich frontal ausdrücklich "unabhängig" schimpft.