Leipzig: Kleinere Projekte in der Innenstadt

  • Vermutlich wurde in der Ritterstraße 15 bislang lediglich der Baugrund näher untersucht.


    Vor einigen Woche hatte man in der kleinen, letzten Baulücke in der Klostergasse einige Vermessungsmarken angebracht. Vielleicht können wir demnächst auch in der Klostergasse zwei geschlossene Fassadenflächen erleben.

  • Am Martin-Luther-Ring, gegenüber dem Neuen Rathaus soll eine Denkmalanlage "Luther-Melanchthon" entstehen. Einzelheiten zur Wettbeberb-Auslobung sind auf der Internetseite der Stadt LEIPZIG zu finden.


    Die Entwürfe sind bis zum 09.01.2019 einzureichen. Im Frühsommer wissen wir vermutlich mehr.



    Die erste Stufe des Wettbewerbs ist abgeschlossen. Die Jury hat aus 77 Einreichungen drei Beiträge in die zweite Stufe gewählt. Näheres erfahren wir Ende Mai.


    https://www.leipzig.de/freizei…ther-melanchthon-denkmal/


    Ansonsten ist mir erst jetzt der offenbar wohl schon konkrete neue Standort bewusst geworden. Direkt vorm Bauplatz der ehemaligen katholischen Trinitatiskirche. Ich dacht zunächst, es wird auf der kleinen Grünfläche auf der anderen Ringseite vorm Rathaus errichtet. Hat m.E. schon ein Geschmäckle, es ausgerechnet dort hinzusetzen, aber gut...

  • ^ Danke für die zahlreichen Informationen. Betreffend Brühl 60: wenn ich Entwurf und aktuellen Bauzustand vergleiche, würde ich mal stark davon ausgehen, dass Ersterer so nicht kommt, da ich mir nicht vorstellen kann, dass man den 4 bereits sichtbaren Fenstern eine dreiteilige Glasscheibe vorblenden wird und außerdem die Etagenhöhe nicht passt.

    In der Zwischenzeit ist mir noch diese Visu über den Weg gelaufen...



    ...könnte besser passen (links im Bild).




    Nikolaistraße 38.



    Zu Dittrichring 4 eine ca. ein Jahr alte Aufnahme. Mir scheint man hat auch das Muster der Kuppel etwas aufgefrischt:

    Eigenes Bild


    Vermutlich liegt es mehr am unterschiedlichen Licht...



    ...zumindest war das Muster auch vor der letzten Sanierung schon gut zu erkennen.



    Ein Bild aus DDR-Zeiten.



    Nochmal zum neuen Rathausvorplatz:



    zwischenzeitlich waren hier noch einige Blumenkübel (vermutlich aus dem Bereich Altlasten) aufgetaucht...




    ...mittlerweile sind sie wieder verschwunden.



    Vielleicht hätte man stattdessen die Maststümpfe mit etwas Grünzeug dekorieren können...




    größer


    ...oder noch besser gleich in die Wiederherstellung der eigentlichen Fahnenmasten investiert.

  • ^ Die Restaurierung der alten Masten war ursprünglich geplant, allerdings wären sie aus protokollarischen Gründen (es werden mindestens vier gleichgroße Masten benötigt) nicht mehr für eine Beflaggung geeignet.
    https://www.l-iz.de/politik/br…haus-zurueckkehren-202717
    Und dann reichte auch das Geld nicht aus:

    Zitat

    Erneuert wurde auch das Podest für zwei historische Fahnenmasten aus dem Erbauungsjahr des Rathauses 1905, die aber noch fehlen. Dafür reichte das Geld im Stadtetat nicht.


    http://www.lvz.de/Leipzig/Loka…latz-ist-verkehrsberuhigt

  • ^ Dittrichring 8 fand ich bis zuletzt erstaunlich gut erhalten, wenn man bedenkt, dass es viele Jahre leer stand. Und das subversive Erscheinungsbild des Gebäudes im Vergleich zu seinen nobel sanierten Nachbarn hatte durchaus Charme gehabt.



    Künftig wird es diesen Kontrast nicht mehr geben. Ein paar Bilder von gestern dazu.


    Dittrichring 8





    Bilder: Cowboy

  • Die erste Stufe des Wettbewerbs ist abgeschlossen. Die Jury hat aus 77 Einreichungen drei Beiträge in die zweite Stufe gewählt. Näheres erfahren wir Ende Mai.


    https://www.leipzig.de/freizei…ther-melanchthon-denkmal/


    Der Siegentwurf ist gekürt. Das Ergebnis ist erwartbar enttäuschend. Ein plumper Stein als "Gedächtnisstütze" hat das Rennen gemacht. Halleluja. Traurig, wenn das die zeitgenössische Antwort auf das ehemalige Schilling-Denkmal sein soll. Dann kann man den Findling auch am geplanten Aufstellungsort belassen und einfach eine Tafel anbringen. Wäre bedeutend günstiger.
    https://www.ekd.de/gerald-aign…r-melanchthon-denkmal.htm
    https://www.lvz.de/Leipzig/Lok…uther-Melanchthon-Denkmal

  • Ein plumper Stein als "Gedächtnisstütze" hat das Rennen gemacht. Halleluja.


    Menno... ich wollte mich zuerst darüber lustig machen. :mad:



    Brühl 56/58:




    Grimmaische Str. 19 Ex-Löwen-Apotheke:


    zieht sich ja nun auch schon paar Jahre hin,
    und sieht jetzt innewändsch so aus:








    Die Petersstr. wird auch mal wieder überarbeitet:




    Das Neue Rathaus wird in verschiedenen Farben/Lichtstärken beleuchtet:



    ...weiß nicht, ob das jetzt dauerhaft so aussieht.



    Im Detail ganz nett, insgesamt eher ungünstig - Turm und Rathaus sind auf eine malerische Gesamtwirkung hin angelegt und sollten auch nachts als Einheit betrachtet werden.



    Bonus Reichshof:


  • Am Fürstenerker in der Grimmaischen Straße erblickte ich heute nach gefühlt unendlichen Jahren der Einrüstung eine neue freie Fassade mit anderer Fenster-Gestaltung.


    Dafür wurde in der Nikolaistraße ein Gerüst errichtet.

  • ^
    Wer ist Eigentümer des Fürstenhauserker-Gebäudes? Aus der Ferne sieht der Putz gar nicht mal verkehrt aus. Aus der Nähe betrachtet, sieht es gebastelt aus.


    Beim Überfliegen dieses Artikels in der Immobilien Zeitung bin ich bei "das letzte historische Gebäude in der Leipziger Katharinenstraße (wurde) saniert" hängen geblieben. Die Freude währte nur ganz kurz. Die CG Gruppe eröffnet nur in der Katharienenstr. 13 ein Hostel.


    Für das wirklich letzte unsanierte Gebäude, die Katharinenstr. 19 gibt es dagegen noch keine neuen Informationen.

  • Brühl 60

    Am Brühl hat mit der Nr. 60 die vorletzte Lücke ihre Füllung erhalten und gibt sich entrüstet:






    Von der unpassenden Farbwahl und dem einfachen Putz einmal abgesehen, erscheint mir das Ergebnis besser als in der Visualisierung ( https://www.deutsches-architek…hp?p=619136&postcount=858 ) und insgesamt hinnehmbar. Wie so oft hätte man mit wenigen Änderungen einen deutlich harmonischeren Gesamteindruck erzeugen können - wenigstens ist das Dach in dieser Hinsicht passabel, ebenso meines Erachtens die Geschosshöhen und die genannten Fassadenprobleme ließen sich in mittelferner Zukunft korrigieren...

  • ^ Dem würde ich mich anschließen - für einen Füllbau auf einem so schmalen Grundstück absolut akzeptabel. Falls sich dahinter Wohnungen befinden, hätte ich die ein oder andere kleine Loggia pro Etage aber auch nicht schlecht gefunden.

  • Am Fürstenerker in der Grimmaischen Straße erblickte ich heute nach gefühlt unendlichen Jahren der Einrüstung eine neue freie Fassade mit anderer Fenster-Gestaltung.


    Hab's mir heute mal angesehen...




    vorher:



    Quelle: https://commons.wikimedia.org/…2013_-_panoramio_(10).jpg


    jetzt:



    Wer ist Eigentümer des Fürstenhauserker-Gebäudes?


    Das würde mich auch mal interessieren... :mad:


    Die Seite zur Grimmaischen sah vorher zusammen mit dem Erker recht stimmig aus... Es wäre völlig ausreichend gewesen, die Fassade in der Nikolaistr. entsprechend anzupassen. Dann hätte man einen insgesamt zurückhaltenden und passenden Rahmen für das architektonische Highlight - den Fürstenerker - erhalten.


    Aber nein, irgendjemand musste hier unbedingt sein gestalterisches Unvermögen ausleben und die oberen Fenster zu plumpen Großformen zusammenfassen, die den Erker kleiner und unbedeutender erscheinen lassen, und durch den auffallenden Farbkontrast auch noch unnötig viel Aufmerksamkeit auf sich lenken. :nono:

  • Hab's mir heute mal angesehen...
    Aber nein, irgendjemand musste hier unbedingt sein gestalterisches Unvermögen ausleben und die oberen Fenster zu plumpen Großformen zusammenfassen, die den Erker kleiner und unbedeutender erscheinen lassen, und durch den auffallenden Farbkontrast auch noch unnötig viel Aufmerksamkeit auf sich lenken. :nono:


    Das sieht wirklich gruselig aus, da stimme ich dir komplett zu. Jetzt sieht es wie ein billiger 90er Jahre Bau aus, bei dem jemand vergessen hat den Erker vorab abzureißen. Dann hätten sie es lieber belassen sollen oder etwas mehr Kreativität walten lassen, die Fenster durch Zeichnungen einfassen - ähnlich zu alpinen historischen Gebäuden (auch wenns für die Region nicht typisch wäre - aber passender als das jetzt).