Leipzig: Innerer Osten (außer ZOB und Krystallpalast-Areal)

  • Das schönste an diesem Holiday Inn Express ist, dass sich der Altbau in den Fenstern spiegelt...


    Auf dem Reißbrett sehen die versetzten Fugenmuster sicher interessant aus, in der Realität bleibt es eben ein trister Schuhkarton mit Fensterlöchern.

  • Ein Klassiker im Kombination einer Einfallstraße und eines Hotels, der sich der schlechten Planung des 90er Baus daneben, halt einfach anpasst. Aber im zukünftig geschlossenen Blockrand wohl kaum auffallen wird.

  • Zum Thema "Quartier Rosa-Luxemburg-Straße" bin ich auf folgendes PDF gestoßen - offenbar wurde im Herbst 2018 eine Bauvoranfrage gestellt. Die Nordostecke des Quartiers wurde dabei ausgespart.


    Ergänzung: Hier noch die Architektenseite zur Masterplanung von 2016.


    Der Bauvorbescheid wurde laut Amtsblatt 6/2019 erteilt.

  • Irgendwie kann ich die umgebenen Gebäude nicht ganz so einordnen, dass das passt - links die eher kleineren, aber rechts?


    Ansonsten .. was soll dieser komische Glaskasten an der Ecke oben incl. des vorgeschobenen Balkons oben rechts? Völlig unpassend, unlogisch und versaut den sonst recht soliden Bau.

  • Unpassend

    Das Gebäude rechts gehört zu Lucky Bike.
    Es handelt sich bei dem Projekt um die freie Südwestecke an der Hens-Pöche-, Ecke Dohnanystr.
    Der Entwurf ist völlig unpassend:
    Angesichts der umgebenden Bebauung eine Etage zu hoch.
    Und die billige Eckfensteridee ist unterirdisch. :nono:

  • ^ ich finde den Neubau nun nicht so schlimm wie dargestellt. Eine kohärente Gebäudehöhe existiert in diesem Gebiet - zwischen Vor-Gründerzeitlern, Industriepalast, und z.B. der Apostolischen Kirche - sowieso nicht. Nun gerade den oberen Gebäudeteil aber wesentlich fensterfrei zu gestalten um dann die Ecksituation so stark durch ein auskragendes Fenster zu definieren, wiederum eher schwierig. Das kann man intelligenter lösen. Ansonsten aber ein ganz solider Eckbau mit leichtem dezenten Fenserbändern.

  • Nun ja - an der Höhe habe ich eigentlich nichts zu meckern. Die restliche Neubebauung des Karrees wird sicher nicht niedriger werden. Die Grundrisse scheinen i. O. zu sein, die Wohnungen nicht zu groß - wobei ich die Attraktivität des Standorts für Familien derzeit nicht sehe, zumal der Rest des Karrees ja größtenteils auch für lange Zeit eine Baustelle sein wird. Ob sich an der Stelle kurzfristig höhere Mieten erzielen lassen, möchte ich bezweifeln. Mehr als acht Euro dürften zumindest am Anfang nicht möglich sein.


    Das Dachgeschoss wirkt, als solle es die fehlende Individualität der restlichen Etagen auffangen. Zumal es bis auf das an einen Wachturm erinnernde Konstrukt an der Ecke sehr abgeschottet wirkt. Freistehend macht es das Gebäude meiner Meinung nach zu kopflastig - was sich im Blockrand (so denn dort irgendwann mal einer kommt) etwas abmildern könnte. Was gar nicht geht, ist das Park-Erdgeschoss. Wer genehmigt so etwas an der Stelle?


    Mein Fazit: Für einen erst noch zu bauenden Stadtbereich, in dem sich städtisches Leben erst noch wieder entwickeln muss (was in unserer renditeoptimierten Zeit schwer genug wird) ein Schritt in die falsche Richtung.

  • Die LVZ mal wieder mit einem Artikel zum Johanniskirchturm, den der gleichnamige e.V. gerne wieder an histor. Stelle errichtet sehen würde. Im Grassi beklagt man derweil den Platzmangel der drei Museen und wünscht sich eine Erweiterung auf dem Johannisplatz.
    Entwurf von Klaus Kohlstrung zur zukünftigen Platzgestaltung:


    http://www.lvz.de/Leipzig/Loka…ht-der-einen-barocken-Bau

    Der Entwurf ist in jeglicher Hinsicht schon extrem schwach. Zum Glück wird davon nichts umgesetzt.


    Die Diskussion um die Errichtung des barocken Turmes der Johanniskirche ist auch im Kontext sehr schwierig. Zum einen hat der Kirchturm bzw. die damals zerstörte und gesprengte Kirche kaum noch Bedeutung für die heutige städtische Kulturlandschaft. Im Gegensatz zum Grassimuseum, was eine Erweiterung benötigt. Zum anderen wird die exponierte Lage des Grassismuseums dadurch etwas verdeckt. Außerdem ist die Grünanlage davor, mit den Kirschblüten, eigentlich eine gelungene Gestaltung einer ehemaligen Brache.


    Ich könnte mir aber vorstellen, einen durch Spenden wieder aufgebauten Kirchturm, welcher sich in eine Art Platzgestaltung einfügt. Begehbar und evtl. sogar in einer künstlerische Gestaltung/Installation eingebettet. Anstatt einfach "nur" Mahnmal oder Erinnerung zu fungieren. Mit den jetzigen Baumreihen und einer unter der Erde gelegenen Erweiterung des Grassismuseums.


    Ein Verbauen der Ansicht wie auch der Freifläche wäre meines Erachtens aber, keine gute Lösung.

  • ^ Das Grassimuseum wollte doch mal ein Magazin am Gutenbergplatz errichten - was ist eigentlich aus diesen Plänen geworden?


    Mein Wunsch wäre, jegliche Wiederaufbaupläne der Kirche, ob nun in Teilen oder ganz, endgültig ad acta zu legen, auf dem Rasen die Umrisse der Kirche mit besitzbaren Steinen in verschiedenen Höhen und Breiten nachzuzeichnen und somit den Stadtraum weiterhin zur Reflektion und Begegnung zu nutzen - im Grünen.


    Das Museum incl. Platz und Grünfläche ist schon ein Ort mit einer besonderen Atmosphäre, die meiner Ansicht nach durch jegliche Neubebauung leiden würde.

  • Zum einen hat der Kirchturm bzw. die damals zerstörte und gesprengte Kirche kaum noch Bedeutung für die heutige städtische Kulturlandschaft.


    Dass es soweit kommen konnte, haben wir ja in erster Linie der Stadtverwaltung zu verdanken. Unter normalen Umständen wäre dieser Ort eine wahre Pilgerstätte für Bach-Verehrer.
    Aber als die Bach-Gellert Gruft vor nicht allzu langer Zeit ausgegraben wurde, fiel der Stadt nicht mehr ein, als sie wieder zuschütten zu lassen. Das neue Luther-Melanchthon-Denkmal wird seinen Platz ebenfalls nicht wieder an dieser exponierten Stelle, sondern bezuglos irgendwo im nirgendwo einer Grünfläche anstelle der ehemaligen katholischen Kirche finden.


    Die Rückkehr des Johanniskirchturms wäre natürlich ein Traum. Allein städtebaulich in dieser Lage ein unheimlicher Gewinn. Allerdings wirds wohl auch ein Traum bleiben. Tatsächliche Realisierungschancen sehe ich nicht.

  • ^ Mein Vorschlag wäre, für das Kirchturmprojekt und die mögliche Grassi-Erweiterung ein neues Thema anzufangen, in dem dann u.a. auch die Entwürfe der Studenten ausführlich gezeigt und diskutiert werden könnten. Dieses Thema wird uns ja voraussichtlich noch längere Zeit erhalten bleiben und neue Entwicklungen könnten dann besser im Zusammenhang mit den bis dahin schon dokumentierten Entwürfen und Vorschlägen besprochen werden.
    Außerdem breitet sich der "innere Osten" sonst zu weit aus und weitere Objekte, die bisher in anderen Themen beheimatet waren, müssten dann auch hier bearbeitet werden.


    Im LWB-Quartier hält der Frühling Einzug:





    Den insgesamt recht trübsinnigen Eindruck vermindert das bisher noch nicht...




    ...aber immerhin wurden schon einige Insekten angelockt:


  • ^ Auf die Außengestaltung passt irgendwie dieser Zeitungsartikel ganz gut, in dem steht, dass andere Städte gegen die grassierenden Stein- und Schottergärten mobil machen wollen. Einige Städte hätten sogar schon reagiert und diese versiegelnden Gärten in bestimmten Gebieten verboten.


    Bezeichnend, dass in Leipzig ausgerechnet die stadteigene LWB wieder mit schlechtem Beispiel voran geht, bevor später sicher wieder der böse Privatinvestor in die Pflicht genommen werden soll und die Stadt sich einmal mehr als ökologischer Vorreiter aufspielt.


    Das Ergebnis finde ich dennoch nicht vernichtend. Ich glaube, mit etwas zeitlichem Abstand werde ich mich nochmal dazu äußern.



    Ein paar schon ältere Bilder von mir:







    Bei der Chopin-Spitze habe ich es noch nicht verstanden, inwieweit der Rest von Karls Hof saniert und künftig sichtbar wird (Edit. Jetzt sehe ich es anhand der Visu). Vor über 10 Jahren gab es diesen Entwurf für die Chopin-Spitze. Dort wollte die untergegangene Licon-Group ihr HQ aufschlagen. Der alte Entwurf stammt meines Wissens wie der aktuelle von Homuth + Partner.


    Zwei Bilder dazu von vor einer Woche:







    Beim Bayerischen Hof ist das neue Dach fast fertig.

    Bilder: Cowboy

  • Eine kleine Bildersammlung der letzten Wochen.


    Beim Holiday-Inn-Express-Hotel in der Brandenburger Straße bin ich irgendwie zwiegespalten. Natürlich ist es kein besonders schöner Bau, aber in der Straßenperspektive wirkt es irgendwie etwas besser als gedacht. Alleine ein oder zwei Staffelgeschosse hätten m.E. aber schon einen riesen Unterschied gemacht:




    Keine Neuigkeit, nur eine Impression aus der Wintergartenstraße mit den LWB-Neubauten am Abend:



    Der blockrandschließende Neubau Hans-Poeche-Straße 2 ist im Rohbau soweit fertig und wirkt recht dominant, was als Eckausprägung m.E. irgendwie in Ordnung geht (Entwurf / Diskussion):



    Auch am Marienplatz wird gebaut. Der neben der Egelstraße 10 gelegene bisher als Parkplatz genutzte Hof wird hälftig bebaut, ob als Verlängerung des Hofgebäudes, als Erweiterung des Altbaus Lange Straße 29 oder als eigenständiges Gebäude ist mir nicht klar geworden, allerdings gesehe ich stark davon aus, dass sich dort bereits früher ein Gebäude befand:




    Fast fertiggestellt ist ein recht gelungenes einzelstehendes Gebäude Lange Straße 34 Ecke Ranftsche Gasse (Entwurf):



    Blick vom Marienplatz:


    (nebenbei: das Grundstück auf der anderen Seite der Ranftschen Gasse wurde beräumt, vermutlich startet dort dann auch bald ein Bauvorhaben)


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    Copyright aller Bilder liegt bei mir

  • Neues, Bekanntes und Unerwartetes....


    Das Holiday Inn Express wirkt als Kontrast zur Nachbarbebauung gar nicht mal so schlecht - und macht in meinen Augen einen besseren Eindruck als die Erstansicht des Gegenübers...


    Der Bau in der Egelstraße war auch mir neu - ich bin gespannt, wie er sich stilistisch präsentieren wird.


    Das Wohnhaus in der Langen Straße 34 macht einen gut proportionierten Eindruck. Neben den Fenstergittern habe ich eigentlich nur die blanken Flächen an der Ecke zu bemängeln. Berankung oder wie auch immer geartete Kunst am Bau wäre schön gewesen.


    Zum Grundstück gegenüber - für die Nr. 30 gab es hier vor Urzeiten schon mal Pläne, aber nicht für das Eckgrundstück. Auf Anhieb habe ich auch nichts im Netz gefunden.

  • Der Bayerische Hof ist teilweise abgerüstet. Das Ergebnis (aus der Straßenbahn gesehen) dunkelgraudüster. Mir gefällt es nicht.