Die kleinen und großen Schweinereien in Hamburg

  • Generell macht sich inzwischen ein ziemlicher Unmut gegen die ganze Bauwut bemerkbar, u.a. auch
    die Elbtreppe oder Bebauung eines kleinen Parks am Ziegeleiteich


    Was ich nicht verstehe ist, dass in Hammerbrook, Hamm, Rothenburgsort, Borgfelde und Klostertor die Wohnungsbauwut nicht ausgebrochen ist: zentrale Lage , direkt am Wasser und wird vollgemüllt mit Büro- und Industriehäuser. Einige Flächen liegen komplett brach. Ich würde da sofort hinziehen. Der verrückte Millionär mit seinem Störtebeker Haus hat schon einmal ein sehr positives Signal gesetzt, was aus der Gegen zu holen ist. Müssen nur unsere lahmen und einfallslosen Behörden auch mal dahinter kommen. Immerhin ist das Studentenwohnheim schon einmal ein Anfang.

  • City-Sued: Es bewegt ja langsam (zugegeben - zu langsam) etwas in die Richtung. Schau Dir mal diesen Beitrag und den Link darin an. Was die Proteste einiger Buerger angeht: Die nehme ich nicht so ernst. Es gibt ueberall Nimbys (und natuerlich auch hier und da berechtige Interessen) die sich lautstark bemerkbar machen auch wenn sie letztlich nur eine kleine Minderheit sind.

  • Ah vielen Dank für den Link! Ist ja mit 2011 recht frisch. Habe es mir mal genauer angeguckt. Mir persönlich gefällt der Entwurf von schenk-waiblinger am besten, weil er 1) den Schwerpunkt auf Wohnraum setzt 2) von der Fassade am Freundlichsten ist.Kleffel Papay Warncke ist ziemllich klotzig und dunkel gehalten. Und gerade von dem Grauen (wie zweideutig ;) ) in dieser Gegend sollte man Abstand gewinnen (Autobrücke zur Nordkanalstraße, S-Bahn Hochbrücke, Helm Gebäude etc.) Klar ist der Sonninhof aus Backstein, aber man muss ja nicht eine Gegend in Rotklinker ersticken lassen (siehe Barmbek), sondern auch mal helle Farben zulassen (siehe Isestraße). Mit dem neuen ADAC Gebäude wiederholen sie den tristessen Fehler.


    Und zu den Gegnern: klar gibt es die Wutbürger, die gegen alles sind (siehe IKEA), aber dass dieser Glaskubus nicht auf dem Domplatz Dank der Proteste gebaut wurde, ist schon etwas Gutes.


    Manchmal kommt es mir so vor, als ob die Architekten sich nur selber profilieren wollen, anstatt mal sich die Gegend genauer anzugucken, um zu sehen, was da genau rein passt. Werde übrigens den Architekturbüros mal Zirkel zukommen lassen. Außer einem Lineal scheinen die inzwischen keine anderen Formen mehr auf die Reihe zu bekommen. Quadratisch, praktisch, gut.

  • Meiner Ansicht nach ist der erste Preis zurecht vergeben worden. Die Gemeinschaft von Kleffel/Papay/Warncke Architekten waren die einzigen die mitgedacht haben und die Baukoerper so arrangiert haben, dass zu einem spaeteren Zeitpunk sinnvoll auf der Ostseit der Sonninstrasse weitergebaut werden kann. Diese Skizze deutet bereits an was entstehen koennte wenn das Areal welches heute noch von einer Lagerhalle belegt wird in Zukunft auch noch mit Wohungen bebaut wuerde.


    Angesichts der Aktuellen Situation in Hamburg bin ich sehr sicher, dass es nicht allzulange dauern wird bis das Lager umzieht und diese optimal erschlossenen flaechen mit Geschosswoungsbau erschlossen werrden. Nimmt man dann noch die Planungen fuer das Muenzviertel hinzu, dann koennte die Wohnfuntkion beginnen wieder auf breiterer Front nach Hammerbrook einzuziehen. Allerdings wird es wohl dauern bis insgesamt eine kritische Masse ueberschirtten ist.


    Spaetestens wenn der Grossmarkt irgendwann einmal umzieht wird es spannend...

  • ^^ Moment! Was ist denn nun bitte der Stand? Bisher lief das bei uns mit im Hafen-Thread. Siehe Beitrag 657 und Beitrag 658.


    Die Aktuelle Aussage der HPA war, dass das Gebauede nicht abgerissen sondern saniert werden soll. Lediglich einge kleinere Nebengebauede wurden abgerissen um rund um das Hauptgebauede dringend benoetigte Logistikhallen bauen zu koennen. Bislang habe ich von der HPA nichts gegenteiliges gehoert und ich gehe davon aus, dass sich das ganze auch noch so darstellt.


    Die Aussage, dass es einen Abriss geben soll, kam damals wider Besseres wissen aus der SPD-Mitte, die sich offebbar folgende Taktik fuer die Presse ausgedacht hatte: Man behauptet faelschlicherweise, dass etwas abgerissen werden soll, wartet bis sich heraus stellt das in Wirklichkeit nichts abgerissen werden soll und behauptet dann man haette heldenhaft den drohenden Abriss verhindert.


    Kurz: Laut HPA wird der erhaltenswerte Hauptbau saniert. Der Kleinkram darum ist bereits abgerissen oder wird abgerissen. Hier noch mal die Uebersicht


    PS: Die HPA braucht im Hafenbebiet keine Genehmigung um zu Bauen. Im Hafengebiet gelten weitestgehend keine B- und F-Plaene sondern eigenes besonderes Recht. Die genehmigende Behoerde ist die HPA selbst und nicht die BSU oder die jeweiligen Bezirke.

  • Ich habe das hier reingestellt, weil der Satz in dem NDR Bericht


    "HPA-Sprecherin Stüben sagt dazu lapidar: "Wir sind davon ausgegangen, dass wir die Gebäude abreißen dürfen." Weitere Nachfragen sind nicht erwünscht"


    mich leicht auf die Palme bringt.


    Die darum stehenden Gebäude sind ebenfalls schützenswert (wie das Pförtnerhaus) - klein aber fein!


    Die Vorgehensweise Abreißen und im Nachhinein "Huch wusste ich nicht" wird offensichtlich gerne genommen, siehe


    Bernhard Nocht Straße


    :Nieder:

  • Besonders schockierend finde ich es, dass das absolut erhaltungswürdige Stadthausensemble an der Hoheluftchaussee platt gemacht werden soll. Diese Häuser entstanden bestimmt um 1880 als die Strasse noch klein und gemütlich war. Sie stellen somit einen entscheidenden Baustein in der Entwicklung des Stadtteils dar. Sie sind zwar durch häßliche Vorbauten zugestellt, aber mit wenig Aufwand freizustellen. Man denke nur an Pöseldorf mit den netten kleinen Läden in den Villen. Dieses Ensemble darf wirklich nicht fallen. Sie sind der einzige Anknüpfungspunkt in dieser Nachkriegs-Müll-Einöde.
    http://www.flickr.com/photos/c…/in/photostream/lightbox/
    Das soll stattdessen kommen...
    http://www.eingrundmehr.de/cms…haussee_Strassenseite.jpg

  • PS: Weiß eigentlich jemand, ob das denkmalgeschützte Gebäude in der Bernhard-Nocht-Strasse nun - wie versprochen - rekonstruiert wird oder doch nicht? Nach über einem Jahr müsste da ja etwas passiert sein!

  • Besonders schockierend finde ich es, dass das absolut erhaltungswürdige Stadthausensemble an der Hoheluftchaussee platt gemacht werden soll.


    Einfach nur unfassbar - danke für den Hinweis.


    Irgendwie kann man verstehen, daß Bürger jegliches Vertrauen in die Hamburger Politik verlieren.

  • Ich packe das mal hier rein:


    Wenn ich das sehe, frage ich mich: WARUM??????


    Mit einer Kunststofffassade oder etwas metallisches. Keine Ahnung. Diese angewinkelten Fenster. Was soll das? Es ist so brutal, da müsste man den Architekten aus der Stadt treiben und das sofort wieder korrigieren.


    Das Haus steht am Spritzenplatz



    Bild (c) Häuser

  • Grafitti / Sprayerszene in Hamburg


    Liebe Sprayer,
    ich weiß, ihr seid noch ganz im Rausch wegen des einsetzenden Bartwuchses. Aber haltet Euch beim Verunstalten von öffentlichen Plätzen an die allgemeinen Sprayer Regeln:


    KEINE KIRCHEN/MOSCHEEN/SYNAGOGEN
    KEINE DENKMÄLER
    KEINE FRISCH RENOVIERTEN/GEBAUTEN HÄUSER
    KEINE AUTOS


    Wenn ich das an der schwedischen Kirche sehe, fragt man sich, welcher Mensch mit einem einstelligen IQ das gemacht hat.



    Bild (c) Häuser

  • Wieder Schmierereien von pubertierenden Kinder mit einem einstelligen IQ


    Wieder bei absoluten No-GOs: uralte Denkmäler, Privathäuser und frisch gebaute und fertig gestellte Objekte :nono:






    Die Promenade, von Steuergeldern gebaut, noch nicht einmal eröffnet, schon beschmiert!



    Bilder (c) Häuser

  • Diese angewinkelten Fenster. Was soll das?


    Es gibt so Städte, da nennt man das Vorguckhäuser - eigentlich eine uralte Sache glaube ich, damit man in die Straße rauf und runtergucken kann.


    Manchmal gibt es heutzutage auch die Schrägen, in der Seitenwand die über der unterste Etage rüberhängen -


    Zu den Graffitis - genau genommen müsste man zu jedem welches man mit Foto dokumentiert eine Anzeige gegen Unbekannt machen.
    Das ist UnArt.

  • Sankt Katharinen ist eine der fünf Hamburger Hauptkirchen. Ihr Turmschaft aus dem 13. Jahrhundert gilt nach dem Leuchtturm von Neuwerk als das zweitälteste aufrecht stehende Bauwerk Hamburgs


    Das ist aber der Sprayer Szene egal. Auch solche Kirchen - 1256 erstmal erwähnt - müssen 2015 beschmiert werden.


    Man möchte einfach nur noch schreien



    Bild (c) Häuser

  • Umbau einer christlich orientierten Kirche zu einer Moschee
    hat auch so seine Finanzierungsstörungen - und der Erwerb soll ein Einzelfall bleiben
    die Kapernaumkirche in Hamm - leider sah ich sie nie, weder noch innen - aussen die Welt berichtet darüber die fotos von vor dem Umbau zeigen aber interessantes

    Einmal editiert, zuletzt von allday () aus folgendem Grund: RS