Forum an der Museumsinsel (Freiberger Holding)

  • Eine wirklich sehr kühle und zurückgenommene Formensprache, ein Musterbeispiel für Architektur in Berlin um 1910.

    Die klaren und einfachen Ornamente und die ionische Kolossalordnung lassen ihn vermutlich noch imposanter wirken, wenn man tatsächlich davor steht.
    Ich bin gespannt über die künftige Nutzung des Komplexes, danke für die Bildeindrücke!

  • Auf den Pilastern Links und rechts des Portales fehlt ja deutlich etwas - war das schon immer so oder wird da was restauriert?

    Das Areal ist wirklich ein spannender Bogen steingewordener Architekturgeschichte der ersten Hälfte des 20.JHD.

    Fehlt leider nur der lupenreine Jugendstil aber der hatte egal ob geometrisch oder floral in Gesamtberlin leider keine Wirkliche Lobby.

  • Weiter Gerüste fallen


    Hier an der Südseite zum Bodemuseum


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    Und hier an der Ecke zur Oranienburgerstr.


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    Was lange währt, wird endlich gut - Das bestätigt sich hier mal wieder.

    Ich bin wirklich begeistert von dem Gebäude und denke, das wird absolut grossartig.


    Dieser seit Jahren toter Abschnitt der Oranienburgerstrasse wird enorm gewinnen.


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  • ... ja ich gebe Dir Recht, das sieht gut aus und hat Potenzial das ganze Quartier zu liften. Aber trotzdem hätte man nicht so lange warten müssen, bis der ganze Stuck von selbst heruntergefallen war, die letzten zehn Jahre, nur um ihn jetzt für viel Geld und nicht mehr Original wieder anzubringen. Das war wirklich schwer zu ertragen jedesmal wenn ich daran vorbeigekommen bin.

  • Update vom 28.06.2021, fotografiert von mir



    Inzwischen fast gerüstfrei zeigen sich die Fassaden an der Oranienburger Straße

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    Die Fassade hin zum Monbijou-Park scheint noch am meisten Arbeit zu benötigen...

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    d.

  • Ein paar Handyfotos. Gefällt mir wirklich gut, und was für ein Geschenk an sich selbst, die Stadt und uns alle.


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    Gropiusensemble


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    Innenhof


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  • Es wurde ja viel und heftig kritisiert, aber ich finde die Renovierung stellt eine eindeutige Verbesserung dar.

    Ein großes optisches Manko bei allen Plattenbauten sind ja die Fenster, die eher an Gucklöcher erinnern. Das fällt natürlich umso mehr auf, dass eben seit zwanzig bis dreißig Jahren diese immer größer, breiter oder bodentief gebaut werden und sich Sehgewohnheiten ändern und da auch bei Altbauten in der Regel die Fensterflächen größer sind, fällt das halt gleich ins Auge.


    Ich würde mir immer wünschen, dass man die vergrößert oder wie hier aus zwei Fenstern mit dem Zwischenraum eines macht. Ich weiß natürlich nicht, ob das die Statik mitmachen würde, wahrscheinlich nicht oder der Aufwand wäre zu groß.


    Ich hoffe, das Eckgebäude wird demnächst auch so verändert.

  • ^ Hast du sehen können was mit dem Sockel passiert? Der ist ja bis jetzt verblendet.

    Ansonsten gefällt mir die Sanierung recht gut. Es wird jetzt darauf ankommen, was mit dem Eckgebäude passiert. Wenn man sich hier was einfallen lässt, dann wäre das insgesamt ein Gewinn für die Gegend.

  • ^ Hast du sehen können was mit dem Sockel passiert? Der ist ja bis jetzt verblendet.

    Ne, bin da recht flott vorbei und hab nichts besonderes bemerkt.

    Ich finde das Ergebnis auch nicht so schlecht. Allerdings würde ich mir für den Eckbau zumindest eine farblich Absetzung wünschen. Wenn das gesamte Gebäude so daher kommt, ist es mir zu klinisch...


    d.

  • Ich finde gut das man sich für dunkle Fensterrahmen entschieden hat. Das lässt es hochwertiger wirken und hebt besonders gut die Quadratische Form der Fesnter hervor. Eine sehr klare und schlichte Gestaltung die solide wirkt. Ich find es gelungen.

  • HU Servicezentrum Forschung - Ziegelstraße 10-13

    (Tucholskystraße/Spreeufer)


    Zuletzt hier

    HU-Webseite


    Gehört eigentlich zwar nicht zum Forum, wurde bisher aber in diesem Strang mitbehandelt.


    Blick von der Monbijoubrücke bei melancholischer Wetter- und Lichtstimmung auf den teilsanierten Bau:


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  • Forum an der Museumsinsel - Bauupdate

    Bei dem guten Wetter des heutigen Tages habe ich mir das Forum an der Museumsinsel angesehen. Trotz des sehr behäbigen Baufortschritts konnten am Haupttelegraphenamt weitere vereinzelte Fassadenbereiche abgerüstet werden (im Vergleich zum letzten Update von Theseus532). Die anderen Bauten des Quartiers sind bereits seit Längerem in neuer bzw. sanierter Optik zu sehen, werden nachfolgend jedoch auch nochmals gezeigt.

    Die angrenzenden Straßen Oranienburger Straße, Monbijoustraße und Ziegelstraße sind weiterhin durch Baustellenabsperrungen geprägt, da neben dem laufenden Innenausbau und den letzten Fassadenarbeiten auch sämtliche Außenanlagen inkl. hofseitigem Forum sowie der Gehwege noch fertiggestellt werden müssen. Bei dem Tempo vor Ort wird es sich hier wohl noch um Monate handeln.


    Das prachtvolle, neobarocke Haupttelegraphenamt wurde in den Jahren 1910 bis 1916 erbaut und wird zukünftig unterschiedliche Nutzungen beherbergen. An der Oranienburger Straße sollen großzügige Loftbüros Platz finden. Das Hauptgebäude und der Südflügel soll durch ein LifeStyle-Hotel genutzt werden. Ergänzt wird das Angebot durch mehrere Wohnungen sowie Gewerbe im Erdgeschoss.


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    Der äußerlich fertigsanierte Seitenflügel an der Oranienburger Straße (Vorzustand bei GoogleStreetView):


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    Im Eingangsbereich finden noch immer Fassadenarbeiten statt.


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    Das benachbarte Logenhaus stellt das älteste Gebäude des gesamten Quartiers dar. Es wurde bereits Ende des 18. Jahrhunderts erbaut und war einst

    Sitz der „Großen Landesloge der Freimaurerei Deutschlands“. In Zukunft sollen hier analog zu den Nachbargebäuden Büros und Geschäfte untergebracht werden.


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    Der Büroneubau von Chipperfield wird nach Fertigstellung des Gesamtkomplexes einen hochwertigen und adäquaten Zugang zum rückwärtigen Forum bilden. Das Gebäude scheint auch bereits komplett in Nutzung zu sein.


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    Ein Blick in die Oranienburger Straße nach Osten:


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    Das expressionistische Fernsprechamt an der Tucholskystraße (1927-27) stellt aus meiner Sicht ein architektonisches Highlight dar. Leider befindet sich die Tucholskystraße selbst (inklusive Ebertsbrücke) in einem qualitativ mangelhaften Zustand ohne jegliche Aufenthaltsqualität, die auch der Wahrnehmung des Gebäudes zugute kommen könnte.


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    Der rückwärtige Giebel des Haupttelegraphenamts ist nun auch abgerüstet worden. Die ein- bis zweigeschossigen Vorbauten zur Ziegelstraße sowie der Rundbau sind weiterhin eingerüstet. Der offene Hofbereich wird bis dato noch fast komplett als Baustellenfläche genutzt. Auf die endgültige Fertigstellung und die spätere Raumwirkung bin ich sehr gespannt.


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    Der Blick auf den Südflügel des Haupttelegraphenamts an der Ecke Monbijoustraße/Ziegelstraße:


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    Der Vorplatz des Gebäudes soll nach den Plänen von Patzschke mit einer Vorfahrt, einem Brunnen und eingefassten Beeten gestaltet werden. Ob es am Ende wirklich so kommt, werden wir in einigen Monaten wissen.


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    Die abgebildeten Fotografien sind durch mich am 11.02.2022 aufgenommen worden und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.

  • Ja, dass man ausgerechnet die dominaten Elemente der Türme so vollkommen gegen die neubarocke Logik beschneidet, tut wirklich in den Augen weh. Das wirkt, wie wenn man einer Büste die Schädeldecke abschlägt. Ich meine, mich zu erinnern, dass der Denkmalschutz bizarrerweise auf der Nachkriegsreduktion bestand.


    Hier sieht man den Bau des Haupttelegrafenamts, wie er gedacht war und eigentlich aussah:

    https://www.forum-museumsinsel…haupttelegraphenamt_2.jpg


    Auf dem folgenden Bild sieht man übrigens, dass den Mittelrisalit zur Oranienburgerstraße ein ähnlich großer Giebel bekrönte wie zum Ehrenhof hin. Über diesem Giebel fand sich dann auch noch eine Art Dachreiter mit offener Laterne. Wenn man's nicht weiß, dann denkt man sich hier nicht viel, aber bei den Türmen fehlt ganz klar der stilimmanente Abschluss:


    https://dgpt.org/wp-content/uploads/2017/03/Werner2.jpg


    Zum Vergleich die heutige Situation:


    https://upload.wikimedia.org/w…2C_Haupttelegrafenamt.jpg


    Ich habe die Vermutung, man hat diesen Bau - ein bisschen wie beim Marstall am Schlossplatz - durch totale Reduktion oberhalb der Traufe in die Logik der Moderne zu zwingen versucht. Das kennen wir ja auch von der Stabi unter den Linden. Manchmal entsteht dadurch eine Verschiebung von Barock in den Barockklassizismus hinein. An der Fassade zur Oranienburger indes merkt man, dass ein Teil des Dreiklangs aus Sockel, Kolossalmittelteil sowie Giebel- bzw. Dachabschluss einfach fehlt.


    https://www.architektur-bildar…afenamt-Berlin-26839.html


    Und ganz ähnlich erscheint es mir bei den beiden Treppentürmen mit besonders flachem Nachkriegs-Pyramidaldach wie im Klassizismus, nur dass der Unterbau dazu einfach nicht passt.

    4 Mal editiert, zuletzt von Georges Henri ()

  • Auch ich habe gestern bei herrlichen Sonnenwetter eine Aufnahme vom Haupttelegraphenamt beizutragen. Ich finde die Farben wirken bei Sonneneinfall sehr dezent, damit entsteht nicht der Eindruck einer "Renovierung", sondern man könnte in Zukunft nach Fertigstellung meinen, dass Gebäude sei schon lange so an dieser Stelle zu bewundern. Finde ich wirklich gelungen.


    https://share.icloud.com/photo…yvDZO2VBYKvo9GLu4A#Berlin


    Komisch das Bild wird hier nicht angezeigt

  • Mal wieder Zeit eine Runde zu drehen.

    Peu à peu wird das Projekt fertig. Es sieht schon wirklich gut aus.


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    Als ich 2000 nach Berlin kam, fand hier im Inneren irgendwo immer Sonntags das GMF statt...


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    Der Haupteingangsbereich lässt sich auch langsam erkennen


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