"Forum an der Museumsinsel" (Freiberger Holding)

  • Beim Haupttelegrafenamt (zuletzt, glaube ich, hier #244) wurde das Dach erneuert und werden nun die neuen Dachziegel verlegt.



    Hier ein Bild vom Torhaus von der Hofseite:



    Bilder von mir & von heute & gemeinfrei.

  • Der Plattenbau Ziegelstraße 10-13 ist weithin sichtbar, steht in exzellenter Lage, fällt ästhetisch gegenüber dem Umfeld sehr ab und war daher wiederholt Gegenstand von Diskussionen (zuletzt #270ff), auch weil seit langem Bauarbeiten anstanden, von denen es aussah, als würden sie nie beginnen.

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    Heute ist mir beim Vorbeifahren aufgefallen, dass der Zugang zum Innenhof frei ist, und zu meiner Überraschung sind dort die Arbeiten heimlich, still und leise fast vollständig abgeschlossen, mit Ausnahmen von Restarbeiten im Sockelbereich und an den Eingangstüren. Man kann sich also bereits ein Bild machen. Und so sieht es nun aus:


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    Ich bin positiv überrascht, es erinnert mich durch Farbe und Fensterrahmen ein wenig an das gegenüber liegende "Das Bauhaus" (siehe z..B. #244). Sollte es außen irgendwann auch so aussehen, würde es daher passen und vermutlich eine deutliche Verbesserung gegenüber dem doch wenig befriedigenden Ist-Zustand darstellen.


    Alle Bilder von heute & von mir.

  • ^ In der Tat, das sieht viel besser aus als befürchtet. Was so ein paar Fensterrahmen und ein bisschen Farbe doch ausmachen. Für eine Hofseite ist es richtig gut geworden. Für die Front braucht es m.E. trotzdem ein wenig mehr Phantasie, um gegenüber den aufwändigen Nachbarn nicht völlig abzufallen. "Das Bauhaus" hat zwar tatsächlich eine ähnliche Fassade, aber seine Stärke liegt in den Details und den eleganten Proportionen. Mit beidem kann die Uni-Platte bisher nicht aufwarten. An den Proportionen lässt sich nichts ändern, an den Details vielleicht schon.

  • Update vom 05.09.2020, fotografiert von mir


    Das kann sich sehen lassen wie ich finde

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    Auch im Finisch richtig gut

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    Gegenüber ist noch gut zu tun

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    d.

  • Das kann sich sehen lassen wie ich finde

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    Was mich im ersten Bild stört, ist die Überdachung des Eingangsbereiches. Ich finde, da übertreibt man es mir der originalgetreuen Restaurierung. Bei dieser Überdachung hätte man gerne abweichen können vom originalen Zustand, weil diese einfach schäbig und grobschlächtig aussieht. Stammt diese Überdachung aus den 1950er Jahren? Oder aus den 1920er Jahren?


    Mir ist das schon häufiger aufgefallen bei Bildern bzw. Fotos, die vor dem zweiten Weltkrieg aufgenommen wurden und Gebäude im Vorkriegszustand zeigen. Die Gebäude sind fantastisch schön. Und die Überdachung des Eingangsbereiches ist unfassbar hässlich. Fazit: Überdachungen gehören zu den wenigen Dingen, die man heutzutage eleganter gestaltet als früher.

  • ^Es sah hier vorher so aus (nur noch mal zur Erinnerung):


    Tucholskystr.jpg?itok=_-2RGidn

    Quelle


    Im Mai 45 sah es hier so aus (Klinik rechts im Bild hinter der Ruine der Villa am Fluss). Es gab hier wohl einen ebenerdig vorgesetzten Riegel über die gesamte Front. Die Überdachung der Vorfahrt wäre demnach nach dem Krieg entstanden:


    File:Fotothek df pk 0000128 004.jpg

    Quelle

  • ^Es sah hier vorher so aus (nur noch mal zur Erinnerung):


    Tucholskystr.jpg?itok=_-2RGidn

    Quelle

    Cavendish, danke für die Einstellung dieses Bildes. Dieses Bild zeigt nämlich, dass durch die Restaurierung ALLES besser geworden ist, nur die Überdachung nicht.


    Ich verstehe das einfach nicht. Man hat sich so viel Mühe gegeben. Die Ausführung ist wertig. Die Farbgebung, die Materialien, die Fenster ... alles wirkt stimmig. Nur dieses unästhetische Flachdach und diese hässlichen Pfeiler machen alles Erreichte wieder zunichte. Die ganze Frontpartie wird dadurch negativ beeinträchtigt. Diese miefige Überdachung müsste entfernt werden.

  • < Ich bin dann heute extra mal dorthingefahren um diese ' schäbige und grobschlächtige' Überdachhung selbst in Augenschein zu nehmen und siehe da, ich finde sie ist weder das eine noch das andere, sondern sehr ansprechend, ich denke original aus den 20ern mit sehr schönen Kalksteinplatten und dazu passenden Laternen versehen. Ich meine mich zu erinnern, das ElleDeBe hier auch schonmal sehr schöne Detailaufnahmen gepostet hat. Hier die Bilder von heute und von mir:


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  • Weiter geht es dort sehr langsam voran mein Eindruck. Das Monbijou Märchentheater ist. inzwischen abgerissen und hat einer Outdoor Muckibude platzgemacht .... wer's mag ;)

    Bilder von heute und von mir.





  • Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast, dort hinzufahren und die Bilder zu machen. :thumbup:


    An meiner Meinung ändert das aber nichts. Der Eingangsbereich zieht die insgesamt gelungene Fassade nach unten. Ich gebe zu, dass die Kalksteinplatten schön sind. Meine Kritik bezieht sich auch eher auf das Dach. Das Dach erinnert mich an die überdachten Tribünen von Fussballstadien, die gebaut wurden, bevor sich leichte, moderne Materialien (Membrandächer) durchgesetzt haben.

  • < aber dafür ist es wahrscheinlich original aus den 20ern. Das ist mir in diesem Fall lieber als etwas aus Kunstsstoff oder Zink.

    Hier noch 2 Detailaufnahmen, eine von den wirklich sehr schönen Laternen unter dem Dach und eine vom rückwärtigen Teil des Gebäudes mit dieser fantastischen Rundung, wo alles die Rundung aufgreift nur leider nicht die Fenster. Ich kann mir vorstellen, das hier aus Kostengründen leider auf gebogene Fenster verzichtet wurde.

    Bilder von mir und heute:



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  • Ich hatte mich immer gewundert, was es mit der "Werkstatt" (etwas nach unten scrollen) im Innenhofbereich neben dem Haupttelegraphenamt auf sich hat. Der Bau sah ewig so aus: #282 und es tat sich nichts. Was auch immer der Grund für den Stillstand war, es war vermutlich auch der Grund für den Abriss, denn heute war von dem Baugerippe nichts mehr zu sehen.


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    Weitere Infos konnte ich auf die Schnelle im Netz nicht finden, aber vielleicht weiß hier im Forum jemand mehr?

  • ^ Danke für das Update und die Info.

    Nein, ich weiß leider nicht, was da los ist, es würde mich aber auch sehr interessieren. Ich hatte mich auch schon sehr über den gefühlt ewigen Stillstand bei dem Betongerippe gewundert. Und nun ist es weg. Merkwürdig.

  • Hier auch ein paar frische Fotos. Zunächst das Logenhaus, das sich langsam aus dem Gerüst schält:


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    Sokrates


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    Lucius Annaeus (don’t ask...), daneben das Torhaus. Mit diesem hadere ich ein wenig,
    es wirkt irgendwie gedrungen.


    Im Hof selbst hat sich seit ElleDeBE s letztem Bereicht nicht viel verändert.


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    Recht interessant ist,
    dass der rückwärtige Giebel des Logenhauses das Rundbogenmotiv aufnimmt.


    Wie man vorne links sieht, ist an der Stelle der Werkstatt eine Bodenplatte gegossen - ob verblieben oder neu erstellt, ließ sich nicht ausmachen.