Gasometer Schöneberg - EUREF-Campus

  • Positives Fazit nach 10 Jahren

    Die Kennzahlen verraten, dass der Euref Campus bis hierhin ein großer Erfolg ist:
    -Vorstellung der Pläne am 5.11.2008
    -bislang 400 Mio Investments aus der Privatwirtschaft, 150 Firmenansiedlungen und 3.500 Jobs
    -in den kommenden 5 Jahren sollen weitere 200 Mio investiert und 2.500 zusätzliche Jobs angesiedelt werden
    -nach der aktuell im Bau befindlichen Gasag-Zentrale wird noch ein Kopfbau am südlichen Ende entstehen - und außerdem tatsächlich doch der Rundbau im Gasometer(!)
    Quelle: morgenpost.de


    Insgesamt wirklich hoch erfreulich. Architektonisch freue ich mich natürlich besonders, dass der Bau im Gasometer nun doch realisiert wird. Das hatte in vorherigen Berichten teilweise anders geklungen.


  • Insgesamt wirklich hoch erfreulich. Architektonisch freue ich mich natürlich besonders, dass der Bau im Gasometer nun doch realisiert wird. Das hatte in vorherigen Berichten teilweise anders geklungen.


    Auch die anderen Gebäude sind ok. Im Sommer diesen Jahres bin ich mit meinem Architekturführer nach Mailand Milanofiori gedackelt und musste feststellen, dass der EUREF-Campus den Vergleich nicht scheuen muss (obwohl er architektonisch eher solide Gewerbearchitektur bietet). Der Gasometer wäre dann wohl das highlight, wenn es denn so kommt.

  • Hallo zusammen, hier ein kleines Update zum Baustand beim Gasometer-Areal. Ich fahre fast täglich mit der Ringbahn an dem Gelände vorbei und da hat man einen guten Blick auf die Bauaktivitäten.


    Der Rohbau der Gasag-Zentrale ist weit fortgeschritten. Die neu entstehende Baumasse fügt sich gut ein. Die Ecke wird dadurch nun auch urban.


    Zudem hat man an dem spitzen Grundstück zum S-Bhf. Schöneberg hin mit dem Erdaushub begonnen. Hier drehen sich also auch demnächst die Kräne. Dann fehlt wirklich nur noch das Gebäude im Gasometer.

  • Baufeld 23-24

    ... der Rohbau des Haus / Campus 23-24 ist weit fortgeschritten.
    Eine Musterfassade ist im Euref Gelände auf / ausgestellt. Die vermietbare Fläche des Objektes beträgt ~ 17.500 m², 2/3 davon wird die Gasag belegen.


    Projekt / Infoseite


    aus der Torgauer Straße



    Neubau am Gasometer Schöneberg by Kleist Berlin, auf Flickr


    vom Innengelände



    Neubau am Gasometer Schöneberg by Kleist Berlin, auf Flickr



    Neubau am Gasometer Schöneberg by Kleist Berlin, auf Flickr



    Rohbau Baufeld 23-24 by Kleist Berlin, auf Flickr


    Musterfassade Euref Campus 23-24



    Fassade für Campus 23-24 by Kleist Berlin, auf Flickr


    vom Gasometer



    Neubau am Gasometer Schöneberg by Kleist Berlin, auf Flickr



    Neubau am Gasometer Schöneberg by Kleist Berlin, auf Flickr



    Neubau am Gasometer Schöneberg by Kleist Berlin, auf Flickr


    der zuletzt fertiggestellte Campus 21-22


    ...hier kann man gut sehen, dass es mit der sog. Dachbegrünung in trockeneren Zeiten nicht weit her ist. Solche "grünen" Dächer werden mit in die Klimabilanz / Energieeffizienz der Gebäude eingerechnet, nur die wenigsten sind auf Dauer wirklich grün. Alle von oben zu sehenden Dachbegrünungen sahen so oder noch vertrockneter aus.



    Neubau am Gasometer Schöneberg by Kleist Berlin, auf Flickr


    Kunst im Euref-Gelände



    Euref Gasometer Schöneberg by Kleist Berlin, auf Flickr

  • Bei dem im Bau befindlichen kleinen Hochhaus (dort, wo die S1 und die Ringbahn spitz auf einander zulaufen) ist man inzwischen schon in der dritten Etage angekommen. Bereits kann man erahnen, was das für ein spannender Anblick wird, wenn man aus dem S-Bahnhof Südkreuz tritt und in Richtung Gasometer schaut. Das kleine Hochhaus setzt dort einen interessanten Akzent.

  • Batō Wow, was für eine Entwicklung! Ich hatte schon lange befürchtet, dass gerade dieser spektakuläre Bau am Ende gar nicht kommt. Und jetzt wird daraus wohl sogar noch so ein Prestigeprojekt. Damit würde das Areal unheimlich an Strahlkraft gewinnen. Durch den Namen und zugleich auch durch die Architektur. Und knapp 2.000 Arbeitsplätze sind auch eine Ansage.

  • Update EUREF Campus Süd zu den beiden Neubauten an der Torgauer Straße (nahe S.Bf-Schöneberg).


    Der Turm ganz im Süden an der Ecke Torgauer/Dominicusstr. ist im Rohbau fertig, das nordöstlich angrenzende Bürobebäude (GASAG) ist äußerlich komplett fertig:


    euref_sued01.jpg


    euref_sued02.jpg


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    euref_sued05.jpg


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    Diese Absperrgitter-Skulptur stand (oder steht doch auch?) an der Spree neben dem alten Eierspeicher/Universal Gebäude:


    euref_sued10.jpg

  • Angeblich zieht die Deutsche Bahn mit 1.700 Mitarbeitern in den Gasometer und bündelt an dem Standort ihre Abteilung für Digitalisierung. Demnach sollen primär Berliner Bahnmitarbeiter an dem neuen Standort zusammen gezogen werden.


    Die Morgenpost legt sich bereits fest. Bislang wurde die Meldung jedoch von keiner Seite offiziell bestätigt. Immerhin wurde offiziell mitgeteilt, dass es bereits seit einiger Zeit einen festen Mietvertrag gibt, über den man noch nicht sprechen dürfe. Aus der Politik ist von knapp 2.000 neuen Arbeitsplätzen die Rede, die für die Stärke des Standorts Berlin sprechen. Das wiederum klingt mE aber etwas weniger nach Deutscher Bahn, da sowohl das Unternehmen als auch die Jobs bereit in der Stadt angesiedelt wären. Auf Tesla könnte es eher zutreffen aber dort hat man eigentlich den Standort dementiert und kann zudem Indiskretionen absolut nicht ausstehen. Es bleibt demnach spannend...

  • Auch der Tagesspiegel bestätigte inzwischen die Ansiedlung. Demnach soll der Bau bereits 2023 von der Deutschen Bahn bezogen werden. Der Mietvertrag läuft über 15 Jahre und 1.700 bis 2.000 Mitarbeiter sollen am Standort die Digitalisierung des Konzerns vorantreiben. Zusammen mit rund 1.000 bereits ansässigen Bahnleuten aus den Abteilungen Engineering und Consulting wird man das Areal stark prägen. Mit Gasag und Gasag Netzgesellschaft gibt es zudem ja noch ein weiteres Schwergewicht vor Ort.


    Optisch prägend wird dagegen der Neubau im Gasometer, dies umso mehr, weil ökonomische Interessen den Denkmalschutz überstimmt haben und bis unter das oberste Freifeld gebaut werden darf. Wobei ich es auch ästhetisch eher sinnvoll so finde. Wenn man schon im Gasometer baut, dann bitte auch nicht halbherzig.


    Entstehen werden

    - ein luftige 16 Meter hohes Veranstaltungszentrum

    - 12 Büroetagen

    - eine im buchstäblichen Sinne luftige Dachterrasse


    Insgesamt sollen so 35.000 Quadratmeter Bürofläche entstehen.

  • ^

    Es gibt Fotos aus den 30er Jahren in denen der Gasometer auch bis unter das letzte Freifeld geschlossen war, daher frage ich mich warum der Denkmalschutz mit den Plänen des Investors Probleme hatte. Die Höhe des Neubaus entspräche ja quasi dem Vorkriegszustand?!

  • ^Bei anderen Gasometern hat der Füllstand keinen Einfluss auf die Höhe der Verkleidung gehabt. Teleskopgasbehälter sind meines Wissens in der Regel bis oben hin geschlossen, lediglich der Deckel oben drauf ist beweglich, was man von außen nicht sieht (von oben natürlich schon). Gibt es einen Grund warum die Höhe der Verkleidung hier im Laufe der Zeit so stark variiert hat?

  • ^Die Gasometer in der Greifswalder Str. funktionierten so, das war sozusagen die erste Generation :) . Selbst hier war es nicht nur ein beweglicher Deckel, der Gasbehälter war innerhalb der Verkleidung. Danach kamen Laufgestelle wie in Schöneberg. Die moderneren (einige gibt es zB in London noch in Betrieb), waren selbsttragend. Helix-Teleskop beschreibt diese wohl am besten.

  • Teleskopgasbehälter sind meines Wissens in der Regel bis oben hin geschlossen, lediglich der Deckel oben drauf ist beweglich, was man von außen nicht sieht (von oben natürlich schon).

    Was Du beschreibst, ist eher ein Scheibengasbehälter: ein geschlossener Zylinder mit einer innenliegenden beweglichen Scheibe auf dem Gas.
    Einen solchen kannst Du btw in Oberhausen besichtigen, auch von innen (wenn gerade Ausstellungen angeboten werden). Die Scheibe ist dort bei der Umnutzung zum Ausstellungsgebäude auf einer Höhe von ca. 4m auf Stützen fixiert worden und dient jetzt als Zwischenebene.

  • Jedenfalls bin ich nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen froh, dass man nur das oberste Freifeld offen lässt. Ich finde das auch von den Proportionen und vom Raumkonzept her deutlich günstiger. So hat man sozusagen eine Art Krone und die Dachterrasse wiederholt gewissermaßen als Freiluftvariante ziemlich exakt die räumliche Struktur des Veranstaltungszentrums im Erdgeschoss.


    Zumindest in meiner Vorstellung klingt das geradezu genial und ich hoffe nur, dass man die Zentrale architektonisch gelungen umsetzt. Dann wird das mit Sicherheit ein großartiges Highlight für den Campus.

  • Danke für die Aufklärung und sorry für meine Verwirrung zwischen Scheibengasbehälter und Teleskopgasbehälter. So kann man die Entscheidung des Denkmalschutzes auf jeden Fall besser nachvollziehen.