Leipziger Wohnungsbau

  • Die Kurt-Eisner-Straße 59 gefällt mir eigentlich ganz gut. Anders als sonst kann man hier wohl tatsächlich zumindest einen Schritt raustreten, wenn man das denn warum auch immer möchte. Völlig nutzlos wie sonst meist sind die bodentiefen Fenster zur Straßenseite hier also nicht. Auch die Farbwahl und die Fensterteilung sind doch recht angenehm. Die Rückseite ist mir meist ziemlich egal. Aber auch da hat man sich doch hier m.E. nicht lumpen lassen. Jedenfalls allemal besser als die Nachbarkäfige.

  • An welcher Stelle ist denn dieses Kunststück gelungen? Wurde da ein Neubau vor ein Bestandsgebäude gepflanzt, oder ist das alles Neubau? In letzterem Fall wäre das Ganze noch fragwürdiger ... :D


    Sowas kommt von Sowas
    An der Planung sparen bis keiner mehr durchpasst :nono:.


    Immer das gleiche Problem. Der Architekt erstellt einen Entwurf. Irgendwer macht dann die Statik und keiner arbeitet es in den Entwurf ein und schaut mal drüber. Und UPS da ist ja ein Unterzug und die Durchgangshöhe ist kleiner als 2,00m. Alle schwimmen in Ihrem See und keiner koordiniert die Planung.


    Nun haben wir den Salat. :hammerlol
    Nach der sächsischer Bauordnung ist zum Thema Durchganghöhe nichts geregelt und so gibt es auch eine Abnahme. Naja gut in Leipzig gibt es ja keine Gebäudeabnahmen in dem Sinne. Man bekommt irgendwann einen Brief, das das Gebäude abgenommen ist. Angeschaut hat es sich aber von Amtswegen keiner. PERSONALMANGEL?


    Einzig in der Garagenverordnung ist eine Höhe von 2m gefordert. Naja wir sind ja nicht in einer Garage. Ist ja nur der Zugang zum Haus.
    :bash:


    Das Haus wird eh noch zum Problemfall in ein paar Jahren. Die ersten Dunkelverfärbungen an den schrägen unteren Putzansätzen sind schon da. Das wird eine schöne versiffte Fassade werden. Wir werden uns darüber noch unterhalten.


    Und das Hightlight sind ja die nicht beheizten in der Dämmung liegenden Regenrohre. Ein paar schöne Frost-Tauwechsel und ein paar vereiste Rinnen und die Fassade bricht auf. Das wird noch ein Spass.
    Die Eigentümer werden sich eh im Winter wundern warum es an einigen Stellen so kalt ist. Genau dort wo diese Rohre laufen. Dämmung = 0.


    Schlau sei der der jetzt schon einen guten Gutachter parat hat.

  • ^
    Dein Fachwissen solltest du mal den Eigentümern zur Verfügung stellen, die das Zeug blind gekauft haben.
    Ansonsten sind Baumängel an Neubauten allerdings keine Seltenheit ... leider. Und das kommt auch trotz über 4000 Euro/m² vor.

  • ^
    Dein Fachwissen solltest du mal den Eigentümern zur Verfügung stellen, die das Zeug blind gekauft haben.
    Ansonsten sind Baumängel an Neubauten allerdings keine Seltenheit ... leider. Und das kommt auch trotz über 4000 Euro/m² vor.


    Ich kann jedem Käufer einer Eigentumswohnung nur Raten die Abnahme und den Bau gutachterlich begleiten zu lassen. Die 2000 - 5000 € fallen bei 0,5 MIo nicht ins Gewicht.
    Am wenigsten gefuscht wird, wenn:


    1. eine gute abgestimmte Planung vorhanden ist (1:50)
    2. es eine Detailplanung gibt (1:20 und kleiner)
    3. es diese Detailplanung auch in die Revisionsplanung und Bestandsunterlagen schafft inkl Übereinstimmungserklärungen der Bauleiter. Lassen Sie sich diese Unterlagen zeigen und lassen Sie sich diese Unterlagen auch gutachterlich bewerten.
    4. die Gutachten zum Bauvorhaben auch in die Planung eingeflossen sind (Schallschutz, Wärmeschutz, Brandschutz, Feuchteschutz) Hier hackt es meistens. Billige Firmen können Gutachten nicht in die Planung überführen.
    5. Es eine baubegleitende Überwachung inkl. Protokolle gibt (lassen Sie sich diese Protokolle zeigen und übergeben diese zur Prüfung dem Gutachter (z.b. Klebenachweise Dämmung, Materialnachweise, Brandschutznachweise, etc.)


    Wenn Sie vorhaben eine Eigentumswohnung zu kaufen, lassen Sie sich vor dem Kauf die 1:50 und die Detailplanung zeigen und den Gutachter bewerten. Liegen dort dann schon Schächte von Rohrleitungen übereinander und werden in Abhangdecken von Schlafzimmern verzogen oder werden Heizkreislaufverteiler in Wänden an Schlafzimmern angeordnet lassen Sie die Finger davon.
    Der Gutachter wird Ihnen erklären warum.

  • ^ Die Deckenhöhe bei den Riverhouses, wenn es von der Feuerwehrzufahrt zum Wasser geht, ist tatsächlich unter zwei Metern. Ich habe eine Körpergröße von 1,80 Meter zzgl. paar Zentimeter Schuhsohle und hatte zu kämpfen, einigermaßen dort langzulaufen. Ja, ich hatte meinen Kopf etwas eingezogen. Nicht aus Angst, ich bleibe hängen, sondern weil es eine Gewohnheitssache ist. Wie die Unterführung am ehemaligen S-Bf. Leutzsch. Dieser hat nur eine Höhe von 1,80 Meter, da muss ich meine Birne einziehen. :D

  • In der Wurzener Straße entsteht durch Thamm und Partner auch ein Neubau, direkt im Anschluss an das sanierte Gebäude. Schön wenn es in Leipziger Osten vorwärts geht



    Quelle: Deal Magazin

  • Das Großprojekt Pianofabrik Stötteritz geht in die Endphase.
    Vom Innenhof hatte ich schon Bilder gepostet. Hier noch der Lückenschluss:


    Weißestraße 20


    Untere Eichstädter Straße 11


    Noch ein kleiner Bau im Täbchenweg 53


    Neubau Seeburgstraße


    Neubau Sternwartenstraße


    Neubau Goldschmidtstraße 8



    Neubau Johannisgasse 23

  • ^
    Die letzte Etage der Schnorrstraße wirkt absolut unpassend und "überhöht", vor allem da es mit nem Flachdach abschließt.
    ^
    Bei der Altranstädter Str. wirkt das Haus rechts wie erdrückt, da der Neubau ein Flachdach hat und höher ist.


    Fragt man sich immer wieder, wer sowas genehmigt bzw. wie sich das "in die Umgebung einfügt"... Schnorrstraße sieht ja bis auf das DG noch ganz ansprechend aus.

  • Neubau Gothaer Straße 32


    Neubau Sassstraße 5


    Ansicht Sassstraße


    Ansicht Georg-Schumann-Straße
    Die Loggien zur Straße sind echt der Brüller und das noch zur Nordseite.

  • Visualisierung Oeserstr./Könneritzstr. irritiert

    Irgendwas stimmt da nicht:
    Im Exposé steht etwas von 8 Geschossen - 6 plus plus zwei TG.
    Auf der Visu sehe ich nur 3 Etagen über dem EG plus ein Staffelgeschoss.
    Gut ist auf alle Fälle die Mischung mit über 500 m² Einzelhandel im EG.

  • ^ Die Angaben wurden halt einfach vom alten Entwurf übernommen, wo es überirdisch 6 Vollgeschosse gibt. Ich weiß auch nicht, warum die Stadtbau AG hier auf zwei Vollgeschosse verzichten möchte. Das ergibt allein wirtschaftlich schon wenig Sinn und optisch ist es auch nicht von Vorteil. Aber dieses Unternehmen zieht ja schon seit geraumer Zeit seinen eigenen Stiefel durch.

  • Also falls man hier wirklich eine so schwachen Eckbau realisiert, wäre das schon ein absolute Negativum. Vor allem an Ecksituation in den Jahrhundertwende-Quartieren sollte diese auch nahtlos geschlossen werden. Dabei stellt die Problematik nicht nur die Ecksituation dar, sondern auch der dortige Anfang der Könneritzstraße, welcher im Anblick von der Kreuzung Rödel-/Antonienstraße damit schon beinträchtig wird.


    Wirklich schlechte Planung, falls es so kommt. Dazu frage ich mich, warum die Stadt in dichten Quartieren so eine Planung noch zulässt.

  • ... Aber dieses Unternehmen zieht ja schon seit geraumer Zeit seinen eigenen Stiefel durch.


    Wobei mal interessant wäre, welcher Stiefel das ist. Aktuell wirkt es nicht so, als wolle die Stadtbau mit Neubauten Geld verdienen. Soweit ich weiß, liegt nicht nur das Areal Bayerischer Platz brach, sondern auch die Projekte in Schleußig und in der Südvorstadt. Vielleicht will man künftig von der Differenz leben (Erlös Grundstücksverkauf abzüglich Kosten Grundstückskauf :D )

  • ^ Nicht zu vergessen die barocke Katharinenstraße 19, die längst saniert sein sollte und deren Bausubstanz sich trotz Notsicherung (mit Steuergeldern!) in Besorgnis erregendem Zustand befindet. Im Hof scheint das Unternehmen zudem mittels Abriss unerfreuliche Fakten geschaffen zu haben.


    Das letzte Projekt der Stadtbau AG war meines Wissens die Casa Philippa, deren denkmalgerechte Wiederherstellung des Gartens, hier im Bilde, jüngst einen Denkmalpreis der Stadt Leipzig bekam. Hier zeigt sich (ich glaube, ich wiederhole mich da), wie sehr es von Vorteil war, die Gartenanlage unter Denkmalschutz zu stellen. Sonst würde sich dort eine vollversiegelte Fläche mit Wohnklötzchen und Entlüftungsanlagen von der Tiefgarage heute befinden.


    Aber seitdem ruht Still der See bei der Stadtbau AG, weshalb ich nicht glaube, dass das Projekt in der Könneritzstraße schnell umgesetzt wird.

  • Neubauvorhaben "Wohnquartier Gerichtsweg", AOC

    Auf dem im Stadtteil Reudnitz-Thonberg zwischen Gerichtsweg und Perthesstraße gelegene Grundstück soll bis Ende 2020 eine sechsgeschossige Wohnanlage mit Tiefgarage errichtet werden.


    Die Wohnanlage umfasst das 3.400 m2 große Grundstück als umlaufende Randbebauung. Die aktuelle Planung sieht ca. 9.000 m² Wohnfläche verteilt auf ca. 130 Wohnungen und einer Tiefgarage mit ca. 70 Stellplätzen vor. In den unteren Geschossen werden überwiegend kleinere Stadtwohnungen entstehen, in den Obergeschossen auch größere familienfreundliche Wohnungen mit Dachterrassen.


    Ansicht Gerichtsweg, Richtung Süden.


    Ansicht Gerichtsweg, Richtung Norden.


    © AOC Immobilien AG

  • ^ Holla - damit hätte ich jetzt aber nicht gerechnet.
    Um so ärgerlicher, dass der Blockrand trotzdem nicht geschlossen werden kann. Architektonisch nichts zum Auf-und-Nieder-Springen, aber ok. Es wäre meiner Ansicht nach sinnvoller gewesen, zum stark befahrenen Gerichtsweg hin eher auf Loggien zu setzen als auf Balkone. Umgekehrt finde ich die Loggien an der Seite zur Verlängerung der Frommannstraße nicht ganz optimal, da ja nicht auszuschließen ist, dass auch das Gegenüber bebaut wird.