Leipzig: Umgang mit Bauerbe

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    Die Gebäude der Delitzscher Straße 35-37b werden saniert. Müssten Gebäude der 20er oder 30er Jahre sein. Geplant sind u.a. Fahrstühle sowie ein Concierge-Dienst.
    Sanierer ist die Oderland Wohnungsbaugesellschaft mbH. Weitere Infos finden sich hier:
    http://www.leipziger-info.de/BVE/Rundblick1012/p06.pdf


    Dass die Sanierung wie im pdf angegeben im Sommer 2013 abgeschlossen ist, halte ich jedoch für ein Gerücht, da nicht mal die Fassade fertig ist ... innen sieht es wohl nicht besser aus.


    Parallel dazu finden auf der Delitzscher Straße trotz großer befahrener Hauptstraße diverse weitere Sanierungen und Fassadenauffrischungen statt, ich war leider in der Li. 16 und konnte es nur im Vorbeifahren sehen.

  • Hoffnung für die [url=https://maps.google.de/maps?q=Magdalenenstra%C3%9Fe,+Leipzig&hl=de&ie=UTF8&ll=51.361274,12.385229&spn=0.003392,0.006539&sll=51.361196,12.38507&sspn=0.000426,0.001073&oq=magdalenentra%C3%9Fe,+Leipzig&t=h&hnear=Magdalenenstra%C3%9Fe,+04129+Leipzig&layer=c&cbll=51.361182,12.385242&panoid=jaJhvHvaTGHq3vi1lJWy1g&cbp=12,135.65,,0,0&z=18]Magdalenstraße 6 u. 8[/url] in Eutritzsch. Bei RRE-Immobilien werden die zwei Gebäude unter dem Namen Akanthusgärten beworben. Bei der ruinös wirkenden Nummer 8 soll ein weiteres Voll- und ein Dachgeschoss obendrauf gesetzt und die Fassade wiederbestuckt werden. Damit bleibt ihm wohl das Schicksal des zugedämmten Nachbarn Nummer 10 erspart. Die Fertigstellung ist bis Mitte 2014 geplant.

  • Es handelt sich um das große Eckgebäude Merseburger Str. 94/Georg-Schwarz-Str. 1 mit der "Strafbar" im Erdgeschoß. Das Haus ist nahezu komplett bewohnt. Der neue Eigentümer hat bereits mit der Sanierung begonnen und jüngst die Fenster an der Rückfassade getauscht. Für die straßenseitige Fassade ist seit einer Weile eine Sanierung angekündigt:


    http://www.georg-schwarz-stras…e_GeorgSchwarzStrasse.htm



    Bild: Auenschreck - dies und mehr unter
    http://www.deutsches-architekt…d.php?p=365588#post365588


    LVZ-Online, 04.08.2013
    Georg-Schwarz-Straße: Bröckelnde Fassade stoppt Straßenbahn
    http://www.lvz-online.de/leipz…-stadtteile-a-200020.html

  • ^Vielen Dank für die Info. Das Gebäude sieht gar nicht so schlecht aus und Sanierungsarbeiten haben bereits begonnen. Die Straßensperrung ist trotzdem immer noch vorhanden ... hoffen wir, dass die Notsicherung bald erfolgt ist und dieses schöne Eckgebäude schrittweise weiter saniert wird.

  • ... die LVZ (mit Bildergalerie) schreibt nun gleich etwas von einem "Fassadenabbruch". Kann man natürlich mehrdeutig verstehen. Anziehend ist diese Überschrift auf jeden Fall, um den Artikel zulesen.

  • Die übliche Panikmache in der LVZ. Abbruch klingt halt nach starker Gefährdung und brutalstmöglichem Durchgreifen.


    Gestern war die Sicherungsfirma Alpin mit einem Hubsteiger da, hat etwa zwei Stunden die Fassade abgeklopft, lose Teile abgenommen und an einem Zwerchgiebel zur Georg-Schwarz-Str. einen Betonformstein und etwa 12 Klinker, die hinterspült und locker waren, abgebaut (auf Bild 5 Mitte oben). Anschließend haben die beiden Mitarbeiter einige Holzlatten im Dreieck angebracht, um weitere Abstürze zu verhindern, die verstopfte Dachrinne gereinigt und an einer anderen Stelle gut sichtbar ein blaues Sicherungsnetz angebracht. Am Sonntag waren kleinere Stuckteile aufgrund von Durchfeuchtung durch den Regen auf die Straße gestürzt. Sie sind auf den Bildern 4, 6, 8 und 11 in der LVZ-Galerie zu sehen. Am Montag gegen 17 Uhr fuhr die Straßenbahn wieder.


    Es ist natürlich gefährlich, wenn sich solche Teile lösen und Menschen oder Fahrzeuge treffen. Es mußte gehandelt werden und daher wurde die Straßenbahn gesperrt. Aber die Situation war in dem Falle wohl weniger gefährlich als wenn sich etwa bei einem Sturm Dachziegel lösen und abrutschen, was bekanntlich immer mal wieder vorkommt.


    Und nur nebenbei: Das Haus wurde 1898 nach den Plänen des Leipzig-Lindenauer Architekten Carl Fischer (1860-1917) errichtet. In der LVZ wird darauf verwiesen, dass Fischer auch das heutige Theater der Jungen Welt am Lindenauer Markt entworfen hat. Auf Fischer gehen mehrere repräsentative (Eck)-Gebäude in Lindenau zurück, aber auch in anderen sächsischen Städten wie Radebeul: http://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Schwarze

  • Die KSW nimmt sich der Waldstraße 15 an:


    http://www.ksw-leipzig.de/de/k…ungsobjekte/maison_jeune/


    Es sollen Studentenapartments entstehen. Das Vorhaben firmiert unter dem Namen "Maison Jeune".


    Hier klicken um ein Video zum Projekt zu sehen.


    Schaut euch mal die Kaufpreise (unter 'Wohnungen') an: 18,15 m² für EUR 75.323 zzgl. Nebenkosten ca. EUR 3.766 gesamt EUR 79.089! Über EUR 4.000 pro qm! Sowas könnten sich doch die HHL-Studenten leisten, oder? :Koenig:

  • Ich weiss nicht ob es schon im Forum war, aber bei der Harkortstraße 3 wird nun eine andere Sanierung stattfinden als bisher geplant. Der zu DDR Zeiten hinzugefügte Dachaufbau zwischen den Türmen wird weichen und die Dachschräge wieder hergestellt. Kompromiss wird ein Flachdachaufbau dahinter sein. Damit lässt es sich meines Erachtens aber sehr viel besser leben als mit der vor 2 Jahren geplanten Sanierung der Mittelteils. Schöne Sache der KSW!

  • Weil wir kürzlich in diesem Thread schon mal bei Quadratmeterpreisen waren und an anderer Stelle sind - http://www.deutsches-architekt…d.php?p=390671#post390671 - habe ich mir mal das Expose der KSW für die Waldstraße 15 angeschaut:
    http://www.ksw-leipzig.de/uplo…LYER_KSW_Maison_Jeune.pdf


    Beispiel-Musterberechnung
    Investition
    Kaufpreis Apartment 18,15 m²: 75.323 EUR
    zzgl. Nebenkosten ca. (Notar, Grunderwerbssteuer, Gebühren): 3.766 EUR
    gesamt: 79.089 EUR


    Kaufpreis: 4357,52 EUR/m²


    Angestrebt wird eine Vermietung des möblierten Apartments für eine monatliche Nettokaltmiete von EUR 272,25 = 15 Euro/m² kalt


    Zum Vergleich: Die "vollausgestatteten Medizinerappartments" in der Windmühlenstraße wurden/werden für 399 € (ebenfalls möbliert und inklusive aller Nebenkosten) auf 32 m² angeboten, d.h. 12,47 Euro/m². http://www.deutsches-architekt…d.php?p=349465#post349465
    In der Seeburgstr. 47 beträgt die Wohnfläche pro Appartment zwischen 17 und 22 qm, der Preis alles inklusive 340-360 Euro. In der Talstr. 12a kosten die 24 Ein-Raum-Wohnungen 300 bis 335 Euro.
    http://www.deutsches-architekt…d.php?p=349578#post349578

  • Lößniger Gärten


    Seit geraumer Zeit werden von der GRK in der Liechtensteinstraße zwei 1930er Jahre-Gebäude saniert. Sie stehen unter dem Namen "Lößniger Gärten".





    Lößniger Straße Ecke Sigebandweg.



    Hofansicht am Sigebandweg.


    Marienbrunner Gärten


    An der Zwickauer Straße zwischen Triftweg und An der Märchenwiese werden zurzeit weitere Häuser im selben Baujahr saniert. Bei den "Marienbrunner Gärten" ist zurzeit der komplette Putz entfernt und noch keine Fenster eingebaut. Leider vergaß ich gestern, hier Fotos zumachen.


    Bauernhaus in der Lionstraße


    Eine Aufnahme vom Vorzustand schwört hier im Forum rum, finde sie aber nicht auf die Schnelle. Das Gebäude wird seit einiger Zeit saniert und befindet sich in Lindenau in der Lionstraße Höhe Erich-Zeigner-Allee.



  • Aurelienbogen

    Am Aurelienbogen geht's voran.


    Hier wurde jede Menge Boden bewegt.







    Der Gebäuderiegel zum Karl-Heine-Kanal hin wurde abgerissen. Die Stützmauer zum Kanal steht noch. Der Tiefbau könnte für die geplante Tiefgarage sein.





    Richtung Aurelienstr. 56-58


    Auch an der Westseite wird gearbeitet. Die Gießerstr. 1 wird saniert.




    Bilder von mir -so nicht anders vermerkt-

  • Eindrücke von der Aurelienstr. 56 und 58





    Die Zugänge wirken von außen recht schlicht.


    Innen hat man sich mehr Mühe gegeben.



    Entlang des Karl-Heine-Kanals gibt es einen (noch?) öffentlich zugänglichen Grünstreifen/Fußweg.


    Hinterhaus, vom Kanal her gesehen



    Gegenüber auf dem Jahrtausendfeld haben sich bereits neue Zwischennutzer gefunden. Ich bin gespannt, welche Gangart die Stadt gegenüber diesen Gästen wählt, sollte hier ein Bildungscampus gebaut werden.




    Bilder von mir

  • Georg-Schumann-Straße 24-30 (60er Jahre-Bau)


    ... man mag es kaum glauben, aber das vor drei Jahren bereits gepostete (siehe HIER) Objekt Georg-Schumann-Straße 24-30, zwischen Kanalstraße und noch vorhandener Gründerzeitbebauung wird seit heute saniert - die Einrüstung erfolgt aktuell. Werde kommende Woche Fotos nachreichen.
    Ob es dabei noch CASA Concept (mittlerwiele CASA Gobau) ist, konnte man nicht erkennen. Auf der Website befindet sich das Objekt jedenfalls noch unter Projektentwicklung:
    http://www.casa-gobau.de/seite…navi=projekte&street=GS24


    Hat immerhin vier Jahre gedauert von Ankündigung bis Sanierungsstart ...

  • ChemLE < Danke für die Bilder zum Aurelienbogen! Das Foyer mit den Wandmalereien sieht ja richtig gut aus.



    Gegenüber auf dem Jahrtausendfeld haben sich bereits neue Zwischennutzer gefunden. Ich bin gespannt, welche Gangart die Stadt gegenüber diesen Gästen wählt, sollte hier ein Bildungscampus gebaut werden.


    Diese "Wagenburg" steht seit über einem Jahr dort. Besonders von der GaraGe hat man immer einen schönen Blick auf's Plumspklo. Die Stadt hat diesen Nutzern die Fläche zur Verfügung gestellt, deshalb wird es ihr sicher leicht fallen, die provisorischen Nutzer wegzuscheuchen.

  • Sind die Malereien nach Originalbefunden wiedererstanden? Man mag es kaum glauben wenn man sich den katastrophalen Vorzustand der Gebäude vor Augen führt.

  • Einige Bilder zum Baufortschritt von Sanierungsobjekten im Leipzig Westen:
    (zuletzt von Auenschreck im Beitrag #2846 gezeigt)


    Aurelienstr. 28


    interessante Fensterteilung


    Hinterhaus


    Aurelienstr. 26


    links im Bild die Hausrückseite


    Die Reste der Aurelienstr. 33 trotzen noch Wind und Wetter.


    Aurelienstr. 40


    Noch ist das Dämmmaterial nicht angeliefert. Die neueingesetzten Fenster schließen mit der derzeitigen Fassadenkante ab, es wird also kräftig gedämmt.


    Die Gesimse wie sie hier http://goo.gl/maps/ookGu noch sichtbar sind, wurden entfernt.


    Dieses Gebäude wird sich einmal nahtlos in die Reihe seiner Nachbarn einfügen, herrlich!


    Bei einem anderen Patienten in der Hähnelstr. 5 war fassadenseitig nichts zu retten http://goo.gl/maps/w4DWA, auch er bekommt einen Styroporpelz. Das Dachgeschoss als Staffelgeschoss zu konzipieren, gefällt mir jedenfalls.





    Auch in der Gutsmuthsstr. 48 wird gearbeitet:


    Für manche nur eine Fingerübung, Gutsmuthsstr. 47

  • ^Schöne Bilder, ChemLE, besonders die Schreibmaschine in der Gutsmuthsstr. 47 finde ich lustig. Steht den das Sofa noch dort vor einem Eingang? Hatte ich leider vergessen aufzunehmen.
    Weil Du gerade neues von der Isolierfront bringst, wäre schön wenn Du oder jemand anderes den derzeitigen Zustand an der Rabenerstr. 2 am Lindenauer Markt ablichten könntest. Bin etwas neugierig wie weit die Styroporianer dort ihr Dämmpuzzle vorangebracht haben. Sollte aber von der Zeit her schon verputzt sein.

  • Aurelienstr. 56 und 58 ... Wenn man den Vergleich zum Vorzustand macht ;-) ... dann versteht man einige Abrisse aus jüngerer Vergangenheit erst recht nicht.


    Einfach nur SPITZE, was hier wieder entstanden ist. Folgend ein paar Eindrücke!









    Einsichten:




  • Auenschreck:
    "Weil Du gerade neues von der Isolierfront bringst, wäre schön wenn Du oder jemand anderes den derzeitigen Zustand an der Rabenerstr. 2 am Lindenauer Markt ablichten könntest. Bin etwas neugierig wie weit die Styroporianer dort ihr Dämmpuzzle vorangebracht haben. Sollte aber von der Zeit her schon verputzt sein."


    Welch Koinzidenz, das wollte ich als nächstes hier einstellen.


    Das edle Domizil in der Rabenerstr. 2 hat es ja auch vormals schon etwas an Anmut mangeln lassen. Kein Grund jedoch es für tot zu erklären, um es im Sinne Gunther von Hagens zu plastinieren. Nun ja, die Präparatoren haben ganze Arbeit geleistet.



    Der direkte Nachbar hätte sicher Besseres in seiner Umgebung verdient.


    Die "Neuerscheinung" in der Henricistr. -direkt um die Ecke- ist in der Strukturierung auch eher einfach gehalten und schafft so den herbeigesehnten Kontrast zum Altbestand. Solcherlei großflächige Simplifizierung ist der Rabenerstr. bisher noch nicht zuteil geworden.



    Am südlichen Ende der Luppenstr. wird offensichtlich ein Stadthaus "hochgezogen". Mal sehen wie hoch es dann am Ende wird.


    Die Zschochersche Str. 61 dürfte bald ohne Einrüstung auskommen.






    Gegenüber (Zschochersche Str. 54-56) rührt sich trotz Gerüsten noch nichts.


    Ein Solitär, der es immer wieder verdient, gezeigt zu werden, Karl-Rothe-Str. 8 resp. Gohliser Str. 4.




    - Bilder von mir -