Leipzig: Umgang mit Bauerbe

  • "Phantasie" ist wirklich gut! :daumen: Ich frage mich nur, ob dieser Entwurf überhaupt Elemente des Ursprungs-/Vorkriegs-Zustandes enthält. Bei der Bewertung bin ich hin- und hergerissen zwischen der Freude, daß ein wichtiges Eckgebäude an einer Haupteinfallstraße (Komposita gibt's!) erhalten bleibt und aufgewertet wird, und dem Zweifel angesichts dieser Mischung aus Zuckerbäcker und Postmoderne.

  • Ich habe es schon mal geschrieben: Was auf den Visualisierungen vielleicht etwas grobschlächtig aussieht, ist eine Rekonstruktion der klassizistischen Fassaden nach den vorhandenen Unterlagen. Die offenen Fensteröffnungen, die als Loggien dienen werden, gab es natürlich früher nicht. Bei diesem Haus gibt es aber keine andere Möglichkeit, Loggien zu realisieren.

  • Wenn die Rekonstruktion der Fassade wirklich hochwertig wird, dann ist das sicherlich ein Gewinn für diese Ecke. Ich befürchte nur, dass diese Loggien auch nach Fertigstellung wie Löcher wirken werden. Dennoch "Hut ab" vor dem Investor, dass er eine Rekonstruktion der Fassade durchführen will.

  • Was darf man so oft bei Neubauten lesen? Warten wir das Ergebnis ab um zu beurteilen ;). Ich denke wie Leipziger auch, die Visualisierung wirkt sehr grob.
    Da ich um die Ecke wohne, werde ich mir den Fortgang der Arbeiten an diesem Eckbau des Öfteren zu Gemüte führen. Wie die Bild allerdings zu dieser Behauptung des Abrisses kommt, bleibt im Dunkeln.

  • Die Radiusstr. 3 wird von der Wi-Unternehmensgruppe saniert.


    Homepage: klick
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    Die Alfred-Kästner-Str.3 wurde saniert:


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    Das bereits gezeigte Objekt am Floßplatz ist soweit fertig.
    Die dominante und gefühllos aufgesetzte Dachlandschaft zerstört leider einiges. Zudem erschließt sich mir das "Bauen fürs Exposè" (Stichwort: Balkone zur unglaublich lauten Straßenseite) nicht. Trotzdem
    zumindest wertig:




  • Wieder gute Bilder von erfreulichen Sanierungen. Die negativen Elemente der Sanierung am Floßplatz fallen wirklich sehr stark ins Auge. Während sich das ausgebaute Dachgeschoss von der Straße aus vermutlich hinter dem weit auskragenden Gesims versteckt, sind die Balkone im 2. und 3. Obergeschoß optisch sehr störend. Man kann nur hoffen, dass dieses an ein Notgeländer erinnernde Stahletwas wirklich nur provisorisch ist und durch etwas Passenderes bzw. Hochwertigeres ersetzt wird.

  • Flossplatz Balkone

    Die Balkonbrüstungen wurden heute angebracht und gemalert, diese sind geschlossen und ind der Struktur dem Baustil des Gebäudes angepasst - hatte leider die Knipse vergessen daher kein Bild.
    Eine moderne, transparente Version mit Glasbrüstung und etwas Edelstahl hätte ich reizvoller, aber vor allem weniger wuchtig gefunden.

  • Kleines Update, ohne große Kommentare


    Tschaikowskistraße 13, GRK, dass Gebäude war völlig entstuckt







    Die neuen Stuckprofile sind gut zu erkennen



    Waldstraße 7? eingerüstet, wurde bereits im Forum erwähnt.




    Gustav-Adolf-Str. 55




    Bereits gezeigt, Friedrich-Ebert-Str. ?, GRK





    Fregestr. 6 GRK, wurde bisher noch nicht gezeigt





    Nur weil es so schön ist, Waldstraße 56 GRK und 54





    Platnerstr. 15 hatten wir bereits soweit ich weiß




    Die Gohliser Mühle im winterlichen Abendlicht, wirkt sehr wertig





    Platnerstr. ?





    Menckestr. 54?, bei diesen Gebäuden hatte ich mir schon lange eine Sanierung gewünscht. Sanierungsaktivitäten waren an beiden auszumachen, im Hof hängt bereits eine Schuttrutsche.






    Menckestraße im Kontext mit dem KSW-Projekt Schillerschlösschen




    Menckestr. 30





    Kickerlingsberg 18 Licon





    Lg

  • Aurelienstraße 59


    Das Gebäude an der Aurelienstraße 59 (Eckgebäude am Karl-Heine-Kanal) erhielt zur Wasserseite mehrere Balkone. >>



    An der Aurelienbrücke.




    Ein Blick durch die Balkone-Landschaft am Karl-Heine-Kanal.


    GutsMuthsstraße 48


    Wie bereits im #2190 erwähnt, passiert etwas mit dem Gebäude "GutsMuthsstraße 48" in Lindenau. Hier wurde lediglich nur die Fassade stehen gelassen und alles dahinter abgerissen. >>



    An der GutsMuthsstraße 48.




    Nahaufnahme.



    Einfahrt zum Hinterhof.


    Mit im Boot sitzen http://www.homuth-architekten.de, auf deren Webseite ich aber leider nichts zum Objekt finden konnte.

  • Danke für das umfangreiche Update.


    Allein die Fassade zu erhalten ist sehr vorbildlich und sicher auch mit Mehrkosten verbunden. Klasse, dass man sich hier der Ensemblewirkung bewusst war auch wenn die Fassade an sich recht unspektakulär wirkt.

  • Auch am Wahrener Rundling geht's rund, *räusper*... gut voran. Nachdem die Arbeiten Anfang des Jahres an dem markanten - um 1930 von Hubert Ritter in Wahren erbauten - Wohnensemble begonnen haben, ist die Fertigstellung der ersten beiden Bauabschnitte in greifbare Nähe gerückt. Die GRK-Holding errichtet in diesem Komplex für 30 Mio Euro auf einen Schlag 200 Wohnungen und Praxen, für die sehr randstädtische Lage sicher eine bemerkenswerte Leistung.



    Zu den Fotos:



    Während die zwei Bauabschnitte entlang der Georg-Schumannstraße und Am Zuckmantel noch weitestgehend ruhen...




    ...ist die Fertigstellung der Bauabschnitte im Bereich Friedrich-Bosse-Straße, Linkelstraße und in der Wendeschleife der 10 fast abgeschlossen. Im Hof entsteht zur Zeit die Tiefgarage.




    An der Friedrich-Bosse-Straße. Die recht ungewöhnliche Verputzung mit den groben Flecken wirkt ungewöhnlich, aber wertig.




    Details






    In der Wendeschleife der 10, wo hauptsächlich Arztpraxen entstehen



    Bilder:Cowboy

  • Vor Kurzem fand in Zürich eine Podiumsdiskussion über Städtebau ab. Die Veranstaltung verlief nach gewohntem Schweizer Muster: Zur Zufriedenheit der Anwesenden wurde Italien und Frankreich in den Himmel gelobt, die deutschen Anstrengungen als «belanglos» und «wenig nachahmenswert» empfohlen. Am Schluss gab es einen kleinen Beitrag über Leipzig. Der Schweizer Referent meinte (sinngemäss): «Leipzigs Anstrengungen im Umgang mit ihren historischen Erbe, der Akribie ihrer Rekonstruktionen haben europäische Vorbildfunktion ( ... ) Es ist verblüffend, wie schnell Mitleid mit einer Stadt in Neid umschlagen kann.»


    Es gibt Ecken in Leipzig, da wähne ich mich fast schon im Umfeld der Bahnhofstrasse (Fraumünsterstrasse usw.) ...


    :respekt:

  • Ich gehe davon aus, dass die oberen Balkone noch Gusseiserne Geländer erhalten. Das Dachgeschoss ist aber in der Tat zu wuchtig und gestalterisch eher eine Nullnummer.

  • Wem`s zu wohl ist, zieht nach Gohlis

    Die Villa Wilhelm-Sammet-Straße 13 wurde von der Firma IMMOBASE erworben und soll nun saniert werden. In der 1906 erbauten Villa mit einer mit mit filigranen Jugendstilornamenten verzierten Fassade sollen sechs Zwei- bis Fünf-Raumwohnungen mit Flächen von 77 bis 217 qm entstehen.


    Alte Pracht in neuem Gewand
    16.01.2012 - 11:10
    http://relevant.at/wirtschaft/…pracht-neuem-gewand.story


    Auf die Sanierung der Wilhelm-Sammet-Straße 11 durch L-Konzept wurde hier ja bereits hingewiesen:
    http://www.l-konzept.de/joomla…article&id=807&Itemid=963

  • Harkortstr. 8

    Beim letzten unsanierten Haus im Karree Harkortstrasse wurden heute die Container angeliefert, wahrsch. beginnt die Sanierung.
    Das Bild ist schon älter.

    ... und heute ...

    Gesamtansicht.


    Und die Balkone am Flossplatz sind auch fertig

  • die William-Zipperer-Straße 120F befindet sich in Sanierung.


    Vorzustand: Klick


    Das Haus war wohl bei Annex Immobilien (klick) im Verkauf. Wer das Objekt saniert ist leider nicht herauszufinden.


    Derzeitiger Stand:



    Vorbildlich ist auf jeden Fall die Wiederherstellung der Dachlandschaft (samt Türmchen) bei gleichzeitigem Verzicht auf ein Penthouse.


    Eine weitere Sanierung:


    Merseburger Straße 64


    Vorzustand: klick


    Aktueller Stand: