Leipzig: Umgang mit Bauerbe

  • Zur Oststraße 59. Es sind blaue Netze und keine grünen. ;-)


    Aus unerfindlichen Gründen hat man den Mansardenteil, von dem sich wohl neulich Steine gelöst haben, nicht mit "eingenetzt".

    Bild von mir. Ich bitte um Entschuldigung für die Qualität, mein Fotoapparat ist Schrott.



    Noch eine Beobachtung aus Plagwitz ohne Bildnachweis: Nachdem bereits den Sommer über im Eckhaus Alte Straße/ Weißenfelser Straße neben dem "Ratskeller" (müsste die Alte Straße 18 oder 20 sein) innen gewerkelt wurde, ist jetzt die Fassade eingerüstet.

  • EGELSTRASSE ECKE SALOMONSTRASSE


    An der Ecke Egelstraße/Salomonstraße in der Ostvorstand ist eine Sanierung geplant bzw. laut Plakat ein Abriss und Neubau, aber auch ein Verkauf >>



    So sieht's heute aus. An der Egelstraße.



    So soll's mal aussehen. Das rechte Gebäude im Bild findet man hier > http://www.deutsches-architekt…hp?p=275850&postcount=435


    Eigentümer ist die SGIC Immobilien Consultant GmbH mit Firmensitz in Leipzig.

  • Nur ein paar kurze Infos.
    GRK-Holding hat nach eigenen Angaben (siehe deren Homepage) wohl wieder neue Projekte in Vorbereitung:


    Hier zwei davon.


    So z.b. ein Haus in Leipzig-Connewitz in der Bornaische Straße 106 (ehemals LWB):
    http://www.bing.com/maps/defau…e+106&mkt=de-DE&FORM=BYFD


    Eins in der Leipziger Südvorstadt, Karl-Liebknecht-Str. 117:
    http://www.bing.com/maps/defau…lN2UxMi4zODEyODgwNjUxNjU1


    Bei diesem Haus ist insbesondere das sozialistisch-antifaschistische Wandbild an der Südfront in meinen Augen von besonderer Bedeutung. Ich hoffe inständig das es erhalten bleibt!

  • endlich tut sich was in der karli 117. gegen die restaurierung des ernst thälmann-wandbildes wäre nichts einzuwenden - ausser, dass es damals durchaus ernst gemeint war und heute als gag dienen würde. was wiederum nicht so ganz im sinne des erschaffers und des abgebildeten wäre.

  • Ebenso eingerüstet wurde ein Gründerzeitler diese Woche direkt neben dem Sitz der LVB, müsste die Karl-Liebknecht-Str. 6 sein.
    Insgesamt konnte man in der Südvorstadt rechts und links der Karl-Liebknecht-Str. zahlreiche eingerüstete Gebäude sehen. Da ich nur mit der TRAM dran vorbei gefahren bin, konnte ich leider keine Bilder machen. So langsam werden aber in diesem Stadtteil auch die letzten Gebäude saniert, selbst wenn sie an ner Haupstraße stehen.


    Es ist zu erwarten, dass GRK und Co. künftig auch häufiger in weniger "hippen" Stadtteilen wie Reudnitz, Lindenau oder Schönefeld sanieren, da das Aufkaufen leerer Gebäude in der Südvorstadt, Gohlis-Süd/Mitte, Musikviertel, Zentrum-West etc. langsam schwieriger wird. Zudem ist bspw. Schönefeld Sanierungsgebiet.
    Viele seit Ewigkeiten leerstehende Gebäude in den "guten" Lagen sind wohl eher auf ungeklärte Eigentumsverhältnisse, als auf fehlende Käufer zurückzuführen. Hoffentlich wird hier auch bald ne Lösung gefunden!


    In der Waldstraße wurde begonnen, das bereits (zumindest außen) sanierte, aber leerstehende Gebäude Hotel "Deutscher Hof" einzurüsten.

  • Einiges aus dem Osten:


    Eilenburger Straße:




    Zwischen Paul-List- und Philipp-Rosenthal-Straße wurde bereits vor Monaten die Sanierung abgeschlossen. Finde ich sehr gelungen; hier einige Hofansichten:




    Vielleicht wurde die "Sanierung eines Kulturdenkmals" (laut Bauschild) in der Lilienstraße noch nicht gezeigt:


    Ein einsames Haus in der Prager Straße wird derzeit offensichtlich saniert:


    Außerdem in der Prager Straße ist folgendes Haus eingerüstet:

    Das Gebäude wurde offensichtlich schon gesichert, aber nach Sanierung sieht es doch nicht aus... vielleicht zusätzliche Sicherungsmaßnahmen.


    An diesem Haus in der Albert-Schweitzer-Straße wurde gearbeitet (hoffentlich ein anderer Bauträger als beim benachbarten Eckhaus, woran man schon seit Jahren ohne sichtbaren Fortschritt werkelt):


    Fassadensanierung in der Kohlgartenstraße dürfte nun beginnen:



    Und noch der Sanierungsstand der Objekte in der Paul-Heyse-Straße in Schönefeld:


    Diese Siedlung der 1920er Jahre wird durch die GRK-Holding saniert:


    (Quelle: Eigene Bilder)

  • @ Dunkel_Ich - korrekt, dies ist das von mir oben genannte Gebäude. Wie man am Schild noch sehen kann, war es bisher in LWB-Besitz (Werbeplakat im 1.OG "Ein Kuss verzaubert")

  • ^ Danke an alle für den Bilder-Service. Eine Ergänzung zum Hotel Deutscher Hof: auch wenn man anderes vermuten könnte, wurden tatsächlich in den vergangen Jahren regelmäßig Zimmer dort vermietet. Ich hoffe weiterhin, dass das Gebäude nach einer Sanierung wieder als (einziges) Hotel des Waldstraßenviertels fungiert. Da brächte mehr Leben in die Straße und würde wohl auch den Geschäften, von denen sich in den vergangenen Jahren ja einige angesiedelt haben, helfen.

  • Glaube ich nicht. Das Grundstück der Trinitatiskirche befindet sich zwischen Nonnenmühlgasse und Ecke Peterssteinweg/Martin-Luther-Ring. Somit wird dieses Gebäude nicht angefasst.

  • ^ich glaube auch nicht das es im Zusammenhang mit dem Neubau der St. Trinitatis steht, es gibt dann nur zwei weitere Möglichkeiten, entweder die Bausubstanz ist beschädigt oder eine Neubau, letzteres dürfte eher nicht der Fall sein, da die Medien wohl darüber berichtet hätten, denke ich. Interessant wäre wie das Gebäude im Originalzustand mal ausgesehen hat, vlt. hat jemand im Forum ja Bilder ? Ich Kann mich noch daran erinnern das man früher im Herbst die Verfärbung der Kletterpflanzen bestaunen konnte als dieser hässliche Rundbau der HL Komm noch nicht dort stand.


    MfG.: FLO

    Einmal editiert, zuletzt von mfg_flo ()

  • RÖDELSTRASSE 24


    Das Gebäude an der Könneritzstraße Ecke Rödelstraße hat auf seinem Dachstuhl die Plane eines künftigen Dachgeschoss-Balkons geöffnet >>



    Siehe Dachstuhl, habe dies leider erst zuhause bemerkt, daher keine Nahaufnahme.

  • Kleiner Ausflug nach Wahren gefälligst? Weit außerhalb des Stadtzentrums passiert auch einiges.


    Auf dem Weg nach Wahren die Sanierung der Georg-Schumann-Str. 124-126. Lt. Integriertem Handlungskonzepts "Georg-Schumann-Straße" (PDF hier abrufbar) entsteht im linken Bereich des EG ein Infocenter zur Wiederbelebung der einst quirligen Geschäftsmagistrale. Im rechten Bereich sollen sich Läden etablieren. Über dem EG sollen wieder Mieter für Wohnungen gewonnen werden.


    Die Sanierung des EG scheint sehr denkmalgerecht ausgeführt zu werden. Ein Bild im Vorzustand gibt es in obigem PDF.




    Wahren, Rundling


    Die Sanierung der ersten beiden Bauabschnitte am sog. Wahrener Rundling, der 2008 von der GRK-Holding gekauft wurde und seit Jahren komplett leersteht, scheint ebenfalls unmittelbar bevorzustehen. Detailierte Infos dazu gibt es hier. Die Bauabschnitte 3 und 4 werden hier ebenfalls schon angekündigt. Bekanntlich wird die GRK 151 Wohnungen neu errichten. Für den etwas schläfrig vor sich hindümpelnden Stadtteil bedeutet dies neues Leben und neue Kaufkraft.


    Auf dieser Website gibt es ein paar Visualisierungen zum Projekt.



    Wahrener Rundling aktuell:


    Ostansicht Am Zuckmantel:





    Nordansicht Georg-Schumann-Straße, im Hintergrund: Rathaus Wahren.



    Nordwestansicht. Wendeschleife der Linie 10.




    Südansicht Friedrich-Bosse-Straße




    Ein paar Schritte weiter Richtung Auensee läuft die Revitalisierung der Wendischen Höfe ebenfalls auf Hochtouren. Auf dem ehemaligen Industriegelände entstehen neben sanierten Fabribgebäuden auch Eigenheime (Projektseite).


    Ansicht von Norden.



    Auf dem Gelände.



    Vis-á-vis steht das bereits seit einiger Zeit sanierte und zu Wohnungen umgestaltete Wellenwerk. Auch hiervon noch ein paar Fotos:





    Bilder: Cowboy




    Westansicht Linkelstraße.

  • Hier ein paar Bilder aus dem letzten Jahrzehnt, die den Werdegang verschiedener Objekte vornehmlich im Westen und Südwesten Leipzigs dokumentieren. Los gehts mit der Karl-Heine-Str. 76, einem imposanten Eckhaus direkt am Karl-Heine-Kanal gelegen.
    Der Zustand 2004



    und heute



    Die Brückenarbeiten dauern übrigens schon Jahre!
    Weiter gehts direkt nebenan, am Jahrtausendfeld und der angrenzenden Aurelienstraße. Zustand 2003



    Bis heute wurden die Trümmer des Abrisses von 2003 beräumt ( angrenzend an das linke, mit unmöglichen Fenstern sanierte Eckhaus zur Gießerstraße verschwand damals auch ein Gründerzeithaus) und die Fabrikgebäude wurden von allen Fenstern befreit. An den beiden Gründerzeitlern am Kanal wurde nichts getan. Beide Dachstühle brannten inzwischen aus, und einige Geschoßdecken haben wohl auch schon nachgegeben. Ob da noch was zur Rettung getan wird?





    Dann folgen wir der Gießerstraße südwärts bis über die Antonienstraße, da liegt die Rolf-Axen-Straße. Dort steht auf der Westseite nicht mehr viel, doch das Gebäude Nr. 33(?), das Eckhaus zur Knauthainer Str. wartet seit Jahren auf seine Instandsetzung. Auf dem Foto von der Rückseite aus dem Jahr 2004 lugt rechts noch eine Ruine auf der anderen Straßenseite hervor, mit Krüppelwalmdach als Zeilenabschluss, die heute leider abgerissen ist:



    und 2010:



    Das letzte Bild lässt doch stark hoffen: das Dach wurde erneuert, die Schornsteine sind auch verschwunden. Denn auch wenn die Rückseite nicht viel hermacht, die Front ist durchaus imposant zu nennen:



    Bei den tollen Fenstereinfassungen wirkt das glatte Dach fast schon wieder fremdartig, man erwartet hier eigentlich Mansardenfenster, zumindest war das mein Eindruck, als ich dieses Foto machte.
    In der Rolf Axen-Str. gibts eine Kreuzung weiter noch ein Eckhaus mit einem außergewöhnlichen Schmuckgiebel, das auf seine Sanierung wartet:



    Weiter zur Ruststr. Ecke Eythraer Str. Beklagenswerter Zustand 2004:



    und bis heute verfällt das Haus weiter:



    Doch am anderen Ende des Gevierts, Ecke Knauthainer Str. tut sich immerhin schon was, nachdem an diesem Haus vor Jahren der Dachstuhl ausgebrannt war.


    Ganz im Südwesten hab ich 2004 diese Aufnahme in der Ritter-Pflugk-Str. in Knauthain gemacht:



    So eine abenteuerliche Ringanker-Ersatz-Konstruktion hatte ich bis dahin nicht gesehen. Zu retten war die Bausubstanz offenbar nicht, doch dank Denkmalschutz wird trotzdem saniert, wenn auch mit neuem Mauerwerk. Anfang Oktober 2010 sah es so aus:



    Zurück nach Lindenau in die Engertstraße, mit Blick in die Endersstraße, 2003



    Als ich vor ein paar Wochen folgende Aufnahme machte, stellte ich fest, dass das interessanteste Haus leider verschwunden ist.



    Und das Nachbarhaus wurde anscheinend "nur" modernisiert, d.h. die Simse zwischen EG und 1. OG sowie die Toreinfahrt (oder war's nur eine Garage?) sind weg. Dazu dieses unmögliche Grün!:nono: Reizend finde ich dagegen den Dachausbau am Eckhaus mit dem winzigen Balkon über dem kleinen Erker. Dieses Haus finde ich gelungen.


    Jetzt gehts nach Grünau, aber nur kurz, um die veränderten Silhouetten nach dem Abriss einiger PH16-Punkthochhäuser zu zeigen.
    Blick die Lützner Straße entlang auf Höhe Asternweg in Richtung Schönau, 2004 und 2010:




    Dieselben Häuser aus der Schönauer Straße gesehen, 2004 und 2010:




    Und zum Ende unserer kleinen Grünau-Reise noch der Blick von der Tankstelle in der Straße am See in Richtung Stadt, 2004 und 2010:




    Jetzt schnell wieder in eine wohnlichere Gegend, zurück nach Plagwitz in die Erich-Zeigner-Allee. Da hab ich 2003 die Ecke des Hauses zur Eduardstr. (Eduardstr.2) abgelichtet, dort war vor langer Zeit anscheinend mal ein Konfektionsgeschäft drin, die Schrift war teilweise noch lesbar:



    Heute ist von dem Laden bis auf die Treppenpfosten nichts mehr zu sehen, doch die gelungene Sanierung macht das mehr als wett:



    Und gleich nebenan in der Eduardstraße 4 steht dieser prachtvolle Bau:



    Was für ein Schmuckstück!!!


    Zu guter Letzt gehts noch über die Weiße Elster rüber nach Schleußig.
    Auch wenn das Eckhaus "Kö" Ecke Alfred-Frank-Str. hier im DAF schon mehrfach saniert gezeigt wurde, so macht doch eine direkte Gegenüberstellung mit der Zustand von 2003 die Verbesserung deutlich:




    Das wars erstmal von meiner Seite. Feedback ist erwünscht.


    Alle Fotos in diesem Beitrag sind von einem Laien, nämlich von mir.:)

  • Danke PerLE!
    Der Verlust durch Abriss in der Endersstraße ist bitter.
    Hat jemand bessere Fotos (Nahaufnahmen)? Handelte es sich um ein vorgründerzeitliches Haus? Wann ist der Abriss erfolgt?

  • Spontan sieht es nach einem typischen Haus der Zeit um 1905 aus, evtl. jedoch als Umbau eines älteren Gebäudes der 1. H. 19. Jahrhundert...

  • Weiter geht's...

    ...in der Südvorstadt...


    ...hab gestern mal ne Runde gedreht...


    Paul-Gruner-Str.



    Die Sanierung des Eckbaus Paul-Gruner-Str/Bernhard-Göring-Str. ist so gut wie abgeschlossen (links)




    Das Erdgeschoss sieht noch nicht richtig fertig aus (?)



    Das Hinterhaus zur Bernhard-Göring-Str. kommt farbenfroh daher.




    wüste Situation an der Kreuzung Shakespearestraße/Arthur-Hoffmann-Str.




    Sanierungsobjekt Shakespearestr. 49






    Trauriger Eckbau Shakespearestr/Bernhard-Göring-Str.



    Arthur-Hoffmann-Str.




    Detail



    Auch bei diesem Objekt scheint sich etwas zu tun...der Entrümpelungscontainer steht bereit.



    Beide Sanierungshäuser im Kontext



    Kochstr.




    Karl-Liebknecht-Str.



    Karl-Liebknecht-Str. 107 ( verpackt )



    Karl-Liebknecht-Str. 62 ( wirkt irgendwie billig )



    Karl-Liebknecht-Str. 51 ( da geht es auch los )




    Kurt-Eisner-Str, beim prächtigen Haus Nr. 37 nebenan wird's auch bald losgehen...dafür sorgt die Kling-Group...wurde hier ja schon berichtet...
    ...paar Wohnungen sind wohl noch zu haben




    Kreuzungssituation zur Karli



    Vorhaben in der Schenkendorfstr.




    Mal sehen, wann sich hier an der Ecke zur Karli was tut. So viele erbarmungswürdige Gebäude sind's nämlich mittlerweile nicht mehr. Es geht an die Krümel vom Kuchen.




    Vielleicht noch ein paar Infos:


    - In #1546
    http://www.deutsches-architekt…p?p=265279&postcount=1546


    zeigte uns Cowboy eine sanierungswürdige Villa in der Friedenstraße (Nr 9.), bei ihr steht die Sanierung an (sie wird bei Dima-Immobilien bereits geführt)


    http://www.bing.com/maps/?v=2&…%209%2C%2004155%20Leipzig


    - Das Haus Wilhelm Sammet Straße 16 wird saniert


    Grüße


    http://www.bing.com/maps/?v=2&…ra%C3%9Fe%2016%2C%2004157