Leipzig: Umgang mit Bauerbe

  • ^ Dafür macht es sich als solches aber ganz gut:


    Die fehlende Blockrandbebauung auf dem Gelände der Wasserwerke halte ich da eigentlich für weniger problematisch als selbige vor dem großen Genossenschaftswohnblock.


    Zustimmung, was die Aufschrift betrifft. Eine wenig mehr Eleganz hätte da nicht geschadet.

  • Ein Abbruch der Sanierungsarbeiten konnte ich leider auch bei dem Eckgebäude Gohliser Str. 32 feststellen. Der Eigentümer, der seit gefühlt 5 Jahren an dem Haus rumwurstelt, scheint es sich offenbar anders überlegt zu haben. Derweil ist das Gebäude mit Geldern des Gebäudesicherungprogramms gesichert worden.

  • ^ Danke für den Hinweis. Ich habe nochmal kurz recherchiert, augenscheinlich wird in der ersten Phase das gezeigte Eckgebäude Talstrasse 12a saniert und soll bereits am 30.8. zur Verfügung stehen. Die noch bessere Nachricht ist aber, dass tatsächlich in Phase 2 bis 2011 auch das neogotische Gebäude Seeburgstrasse 47 saniert werden soll (Quelle). Ich gehe einmal davon aus, dass das Ganze denkmalgerecht erfolgt und freue mich darüber, dass Baudenkmale nicht nur für Eigentumswohnungen gerettet werden :)

  • Der Bauerbe-Thread, seit Freitag abend verschwunden, ist - Dank User LugPaj - wieder da. Leider konnten jene Beiträge, die nach dem 12.04.2010 erstellt wurden, nicht wieder hergestellt werden, aber da es gestern Abend noch sehr danach aussah, dass alle Beiträge nach dem 22.08.09 unwiederbringlich verloren sind, ist dies sicher verschmerzbar. Über die Hintergründe werde ich euch bei Interesse nur via PM informieren. Hier geht es weiter mit Umgang mit Bauerbe.

  • Die Sanierung in Leipzig-Connewitz, Brandstraße (neben dem Konsum) scheint nun endlich anzulaufen.
    Wer da saniert und was zu erwarten ist, entzieht sich meiner Kenntniss.


    Foto von mir.

  • Schön, dass der Thread wieder auf Sendung ist. Und Dank natürlich an Cowboy und LugPaj für ihre Rettungsaktion.


    Das neoklassizistisch geschmückte Gebäude Karl-Heine-Straße 69, einer der letzten Sanierungskandidaten in der Straße, nähert sich dem Abschluss. Wie üblich wird das Erdgeschoss als letztes verputzt, die beiden Ladengeschäfte wurden erhalten. Dieser Bau befand sich auf der ersten, inzwischen weitgehend abgearbeiteten Liste zu erhaltender Baudenkmäler im Gebäudesicherungsprogramm.


    So sah's vor einem guten Jahr aus.


    Vor wenigen Tagen aus etwas anderer Perspektive, Optik Schaarschmidt beweist, dass es trotzdem dasselbe Haus ist.


    Einmal ums Eck ist auch die Merseburger Straße 34 nun eingerüstet, nachdem die Nachbarn Nr. 36 und 38 (ich schrieb fälschlich mehrmals 34 + 36) vor kurzem saniert wurden.


    Beim Pfarrhaus am Dittrichring wurde in den letzten Tagen das Dach abgenommen, ich denke demnächst können wir dort den wiedererstehenden Neorenaissancegiebel wachsen sehen.


    Fotos von mir.

  • KÄTHE-KOLLWITZ-STRASSE 14


    Endlich sind die Planen am Gründerzeithaus in der Thomasiusstraße Ecke Käthe-Kollwitz-Straße gefallen, die mir erlauben, Nahaufnahmen zutätigen >>




    An der Käthe-Kollwitz-Straße.



    Blick zum sanierten Erker.



    Thomasiusstraße Ecke Käthe-Kollwitz-Straße.




    An der Thomasiusstraße.



    KÄTHE-KOLLWITZ-STRASSE XX


    Der Altbau rechts neben dem Gebäude mit der roten Fassade in Höhe Marschnerstraße wird seit letzten Montag saniert. Auch am letzten Altbau, wo deren Investor gleich mehrere Häuser saniert hat, geht nun zügig voran. Neue Fensterrahmen (braun) wurden bereits eingesetzt.

  • Hervorragende Sanierung einer Leipziger Gründerzeit, an einer städtebaulich wichtigen und markanten Stelle. Die Sanierung war überfällig! Es fehlt aber noch eine geschlossenen und soliden Blockrandbebauung auf dem Grundstück gegenüber. Dann würden die alten Straßenfluchten wieder aufgenommen. Außerdem lässt eine Sanierung des Hauses dass gegenüber des Hostels, zwischen den beiden Neubauten eingeklemmt ist, auf sich warten.

  • ^nämliches ist die Käthe-Kollwitz-Straße 6, die schon mal fest zum Abriss und zur Überbauung (Erweiterung der Medica-Klinik) eingeplant war. es gab hier großes Aufatmen, als der Abriss behördlich verhindert wurde. Allerdings ist die geplante Umbaumaßnahme, die mehr oder weniger auf eine komplette Entkernung und Erhalt lediglich der Fassade hinauslaufen würde (hinterbaut wie gesagt mit Funktionsräumen der Klinik) auch nicht gerade das Gelbe vom Ei und solange es nicht losgeht, würde ich das Gebäude immer noch als gefährdet ansehen, auch die Fassade. Vielleicht wird da nur gewartet, bis der Zahn der Zeit Tatsachen schafft.


    Auf dem Grundstück gegenüber der Käthe-Kollwitz-Straße 14 wird meines Erachtens in den nächsten 10 bis 15 Jahren nichts kommen, schon gar keine mehrgeschossigen Wohnhäuser in Blockrandbebauung. Der Verkehr ist zu stark und es gibt attraktivere Flächen en masse.
    Die Sanierung der Käthe-Kollwitz-Straße 14 wirkt tatsächlich sehr solide, allerdings ist das auch ein prächtiger Bau mit Fassadenschmuck aus Sandstein, wie's scheint. In der Teubnerstraße hat derselbe Sanierer (L + S Wohnbau) ja etwas enttäuscht. Hier noch mal ein Bild zum Zustand vor einem Jahr, das Dach war - wie man sieht - schon im Vorfeld neu eingedeckt und die Aufbauten rekonstruiert worden, auch die Fassade sah eigentlich noch ganz ok aus. Hauptsächlich wurde das Traufgesims wiederhergestellt, womit die Proportionen wieder stimmen. Der Eckbau zur Gottschedstraße mit der "Symphonie" und "Vodkaria" sieht vom Habitus ganz ähnlich aus, das muss ich mir noch mal in Ruhe ansehen.




    Fotos von mir.

  • ^ Danke Lipsius - ich erinnere mich wieder. Es war die irrsinnige Idee der Medica-Klinik, das Haus mit einem Neubau gleich dem an der Ecke zur Gottschedstraße zu ersetzen. Das wahr schon fast eine Frechheit.

  • Die Lizzy berichtet, dass die Leipziger Stadtbau das Quartier "Leutzscher Höfe" von der LWB erworben hat. Das Ensemble besteht aus 61 Gebäuden mit insgesamt 594 Wohnungen, zehn Gewerbeeinheiten und einer Nutzfläche von rund 38.000 Quadratmetern. Die Sanierung der Gebäude soll 2011 beginnen, das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 45 Mio. Euro. Eine ausführliche Bebilderung des Karees befindet sich hier, exemplarisch nur ein Bild:



    Quelle: DAF-User LE Mon. hist.

  • INDUSTRIESTRASSE ECKE KÖNNERITZSTRASSE


    Das Gründerzeithaus, dass seit letztes Jahr von der GRK Holding saniert wird, hat heut früh auf der Südseite seine Gerüste fallen lassen. Bild folgt.

  • Zu den Leutzscher Höfen - sehr erfreuliche Nachricht! Erwartet wurde das ja schon länger. Wenn man mal kurz überschlägt, dass in jedes Einzelgebäude eine knappe Million investiert werden woll, kann man denke ich auch eine solide Qualität erwarten. Insgesamt bestehen bei der Stadtbau AG ja sowieso hohe Erwartungen. Ab 2011 (ich denke, es wird trotzdem eine etappenweise Sanierung geben) haben wir dann also wieder mehr in Altlindenau zu tun. Ich finde das ein sehr mutiges und geradezu bewundernswertes Unterfangen, hier Wohnraum für reichlich 1000 Personen auf den Markt zu werfen, zumal in Altlindenau (Gesamtbevölkerung um 12.000), anders als in Lindenau oder Plagwitz, zuletzt keine wesentlichen Bevölkerungszuwächse zu verzeichnen waren (von 2006 zu 2007 laut Ortsteilkatalog sogar ein leichter Verlust). Die Prognosen gehen allerdings von einer stabilen Zuwanderung aus. In Leutzsch (wo sich der kleinere Teil der Gebäude befindet) wird die Situation ähnlich eingeschätzt. Übrigens, der enge zeitliche Zusammenhang mit der Bestätigung von Kaufland am Lindenauer Markt durch den Stadtrat gestern suggeriert fast, dass es auch einen kausalen gibt.

  • @ Lipsius: Bei aller Bewunderung für den "Mut" (bei Vorhabenträgern wie der Stadtbau AG wird wirtschaftliches Risiko schon aus eigenem unternehmerischen Interesse eine sehr geringe Rolle spielen) zur Schaffung von Wohnraum steht doch eines fest: Es wird nur eine Umverteilung von Wohnen stattfinden. Du sagst es schon richtig, es gibt nicht mehr Menschen. Nur qualifizierteren Wohnraum. Was das für die in den 90er Jahren sanierten Gebäude bedeutet ist doch klar, oder? Umbauen und konkurieren oder Leerstand.

  • Du meinst, die Lindenauer und Leutzscher werden dann gleich mal zwei Straßen weiterziehen, weil da schöner saniert wurde. Glaube ich nicht. In diesem Umfang schon gar nicht. Hier wird meines Erachtens auf eine erheblich Zuwanderung und zwar von relativ finanzkräftigen Mietpublikum spekuliert. Insofern ist das schon mutig, nicht unbedingt bei einer oder zwei Sanierungen, aber vier fast komplette Quartiere mit 60 Wohnhäusern, das finde ich schon spektakulär. Es könnte genausogut am Ende auch auf 50 % und mehr Leerstand hinauslaufen. Aber die Stadtbau AG wird das schon gründlich geprüft haben, da bin ich mir sicher.

  • Bei einem Einwohneranstieg um 3000 - 5000 Personen jährlich ist da durchaus Bedarf an neuem Wohnraum. Meiner persönlichen Meinung nach würde die Sanierungstätigkeit ohne diesen zuwachs generell sehr viel geringer ausfallen.

  • Hut ab, ich hätte nicht gedacht, dass die Stadtbau AG, bislang eher für Nobelsanierungen in Spitzenlagen bekannt (siehe Handelshof), ein Quartier aus 60 Wohnhäusern bestehend im Arbeiterviertel revitalisiert, das zudem ein sozialer Brennpunkt par excellence in städtischer Randlage ist. Eine Umverteilung wird es aus den in den letzten zwei Beiträgen genannten Gründen nicht geben. Im Gegenteil: Dieses Sanierungsprojekt der Stadtbau AG dürfte die Entwicklung von Leutzsch nachhaltig positiv beeinflussen wie es keines der bekannten Förderprogramme und gut gemeinten Initiativen jeh hinbekommen würden (das sollte jetzt nicht die Sinnhaftigkeit solcher Projekte in Frage stellen).


    Da fällt mir ein, dass die GRK-Holding vor 2 Jahren den Wahrener Rundling mit 151 Wohnungen gekauft hat. Bislang war nichts wieder davon zu hören. Das zeigt, dass der Planungsaufwand für solche Quartierskäufe doch sehr hoch ist. Der 2011 geplante Sanierungsbeginn der Leutzscher Höfe ist äußerst optimistisch.

  • Diakonnissenhöfe bzw. "Leutzscher Höfe"

    Zurück aus einem ungeplant verlängertem Kurzurlaub zunächst zu den längere Zeit "Leutzscher Höfe" genannten vier geschlossenen Gründerzeit-Karees in Altlindenau und Leutzsch, bei denen nun intensiv über einen treffenderen Namen nachgedacht wird, der wohl Bezug nehmen wird auf das gegenüberlegende Diakonissenkrankenhaus.


    Ausführlichere Informationen dazu gibt es auf der nun schon nicht mehr ganz neuen Website http://www.georg-schwarz-strasse.de/


    Der Artikel "Leutzscher Höfe verkauft - Neuer Eigentümer will in 61 Häuser an der Georg-Schwarz-Straße 45 Millionen Euro investieren" aus der Leipziger Volkszeitung vom 23. April 2010 im Volltext und als pdf:
    http://www.georg-schwarz-stras…14/Diakonissenviertel.htm


    Einer gewissen Öffentlichkeit präsentiert wurde das von Gregor Fuchshuber und Partner geplante Vorhaben der Stadtbau AG auf dem ersten Planungs- und Verkehrsworkshop am 28.01.2010: http://www.georg-schwarz-stras…und_Verkehrsworkshops.htm


    Protokoll des Workshops, v.a. "LWB-Blöcke ggü. Diakonissenhaus „Wohnen in Leutzsch-Lindenau“ " (S. 6): http://www.georg-schwarz-stras…ss_protokoll_28012010.pdf


    Anhang_vortrag_gregor_fuchshuber_lwbbloecke.pdf
    http://www.georg-schwarz-stras…fuchshuber_lwbbloecke.pdf


    Einen kausalen Zusammenhang mit Kaufland am Lindenauer Markt gibt es nicht, ja nicht einmal die behauptete terminliche Übereinstimmung. Die Pläne und Vorhaben gibt es schon seit längerer Zeit, die Bekanntgabe des Kaufes geschah sicher nur zufällig im gleichen Zeitraum.