Leipzig: Umgang mit Bauerbe

  • Einerseits wird momentan die Villa am Straßenbahnhof Angerbrücke (wurde das hier schon berichtet?) saniert.


    Berichtet nicht, aber bemerkt und nachgefragt, allerdings nur "drüben": http://www.architekturforum.ne…c.php?f=19&t=1794&p=79686


    So richtig los geht es aber noch nicht. Da steht zwar Großgerät rum, aber es steht nur ;).


    Weiß hier eigentlich jemand was zur Zukunft der gegenüberliegenden Ecke, d.h. Jahnallee 61 und Luppenstraße 28 und Villa/Hauptgebäude der Krügerol-Fabrik an der Lupenstraße? Und um die Ecke komplett zu machen: Was wird aus den Plänen der VICUS AG, die anläßlich der Übernahme des ehemaligen Fabrikationsgeländes der Mädler-Lederwarenwerke in Leipzig-Lindenau verkündet wurden. http://www.vicus.ag/presse/


    Ein Vöglein zwitscherte mir vor einiger Zeit ins Ohr, dass es mit den Mädlerwerken wohl doch nicht so glatt laufen würde, weil die Stadt wohl nicht glücklich über die Pläne sei oder so ähnlich. Allerdings war das Vöglein weder besonders gesprächig noch wirklich gut informiert. Ich hoffe daher auf euer Wissen.

  • Die Käthe-Kollwitz-Straße 6...welch ein Erfolg, dass sich die Mühen des Stadtforums Leipzig und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz nun doch noch ausgezahlt haben. Vor 2 1/2 Jahren wurde der Abriss quasi in letzter Sekunde erst verhindert, der Abrissantrag durch die LWB war schon gestellt.


    Da kann man gar nicht dankbar genug sein. Schade nur, dass das Gebäude neben den Neubauten links und rechts davon, ein wenig verloren dasteht. Aber es wird zukünftig als Sandsteinjuwel hervorstechen. :cool:


    Eine Frage zu der Sanierung an der Angerbrücke hab ich jedoch noch:
    Welche Villa ist gemeint? Meines Wissens nach gibts doch dort zwei. Die westlich oder die östliche?

  • Das Verwaltungsgebäude/Haupthaus an der Luppenstraße unmittelbar vor der Krügerolfabrik steht offenbar doch nicht unmittelbar vor der Sanierung durch VICUS.


    Zumindest läßt das der Umstand vermuten, dass das Haus im neuen "FreiRAUMportal"/"Freiflächen in Leipzig" erscheint.
    http://www.flaechen-in-leipzig…=&fld=12&sel=220&cSel=129


    Dabei ist das keine ganz schlechte Lage und fast das ganze Umfeld saniert. Den Straßenlärm der Lützner Straße fangen die Lofts in der Krügerol-Fabrik - welch Luxus.

  • Da ich nun zweimal die Woche an dem Haus vorbei fahre und es selbst nach Wochen noch nicht geschafft habe, dies hier zuposten. Sende ich mal eine Spät-Nachrichten.


    Vor zwei Wochen etwa transportiere man per Last-Aufzug etwas ins Dachgeschoss des PRAGER BIERTUNNELS an der Prager Straße/Ecke Querstraße.


    Außerdem hatte man auch ein weiteres Haus in der Wurzener Straße zwischen Edlichstraße und S-Bf. Sellerhausen abgerissen. Der Schutt liegt noch heute. Der Abriss war glaube letztes Jahr! "STADTUMBAU OST!"

  • Räumfahrzeuge mit der Aufschrift CARUSO lösen bei mir immer noch einen gewissen "Roten-Tuch-Effekt" aus. Ein Abriss von exemplarischer Hirnrissigkeit. Sorry, musste mir mal Luft machen.

  • Neulich im Vorbeifahren entdeckt: bei diesem imposanten Zwillingsbau, Bauzeit um 1900 bis 1910, in der Wilhelm-Sammet-Straße (16?) in Gohlis, direkt gegenüber der Halle 5 der Bleichert-Werke, hat die Sanierung offenbar begonnen. Sieht aus, als ob es da auch mal Ecktürme gegeben hätte.




    Fotos von mir.

  • Lipsius:


    Man, hab ich im ersten Moment einen Schreck bekommen, als ich so den Thread überflogen hab und die Bilder von der Wilhelm-Sammet-Straße (16?) gesehen und was von Abriss gelesen hab. :master:


    Das Gebäude sieht ja arg heruntergekommen aus. Umso größer drüfte wieder mal der beeindruckende Vorher-Nachher-Zustand sein. Ein Gebäude mit ähnliche Proportionen steht übrigens in Lindenau. Leider an der Lützner Straße:


    http://maps.live.de/LiveSearch…&dir=0&tilt=-90&alt=-1000


    Zur Hans-Poeche-Straße muss man ja nicht mehr allzu viel sagen. Eine Ecke, in der im Krieg arealweise Häuser den Bomben zum Opfer gefallen sind, perforiert man nun freiwillig noch für ein paar lächerliche Parkplätze. Mit gutem Willen wäre da sicher auch eine andere Lösung möglich gewesen.
    Z.B. eine Durchfahrt im Erdgeschoss in den Hof, oder mal ein paar Meter zu Fuß laufen, so wie jeder andere Anwohner in der Gegend auch.

  • Weiß jemand, was mit diesen Gebäuden, Saalfelder Ecke Spinnereistraße hier geschieht bzw. wem sie gehören? Ich hoffe ja nicht, das die mal einer Straßenverbreiterung zum Opfer fallen.



  • Das sieht doch eher nach Sicherung oder gar Sanierung aus mit Planen und Gerüst als nach Abbruch. Eine Straßenverbreiterung hätte ja auch nur sehr wenig Sinn, weil drei Meter weiter die Straße auf der Brücke über den Karl-Heine-Kanal ja sowieso nicht breiter werden kann.

  • Hallo,


    bin gestern an der Karl-Heine-Straße vorbei gefahren und entdeckte das ehemalige Gebäude der BARMER Krankenkasse im neuen Glanz. Grüne Fensterrahmen, brauner Stein/Putz. Sieht echt gut aus!


    Auch zwei Gebäude, der so genannten "Lindengärten" an der Plautstraße wurden saniert. Eins davon dürfte bis letztes Jahr noch eine zusätzliche Dachkonstruktion gehabt haben. Auch weitere Gebäude an der Seitenstraße wurden saniert und bekamen Balkons. >> http://www.lindengarten-leipzig.de

  • LE Mon. hist.:


    In direkten Kreuzungsbereichen werden Straßen desöfteren für eine zusätzliche Links- oder Rechtsabbiegespur verbreitert. Zudem soll ja irgendwann einmal auch die Bimmel dort eventuell langdonnern.
    Ich möchte das auf keinen Fall heraufbeschwören, war nur 'ne Frage ob das schonmal irgendwo angesprochen wurde.


    Das was auf den Bildern nach derzeitigen Notsicherungsmaßnahmen ausschaut, ist meines Wissens nach übrigens schon seit einigen Monaten so!!!
    Das sollte schnellstens wieder gesichert werden.

  • Danke für das Bild, Dr. Faust, der Beginn der Sanierungsarbeiten war weiter oben schon angekündigt worden. Die GRK hat eine ganz nette Animation auf Ihrer Website, die den zu erwartenden Ergebniszustand demonstriert, sieht gut aus, fast möchte man sagen, wie man es von denen gewohnt ist. Ich hoffe nur, dass der Impuls auf die angrenzenden Gebäude in der Pfaffendorfer Straße übergeht. Das Eckhaus ist wegen der vergleichsweise großen Zahl von 24 Wohneinheiten natürlich besonders lukrativ.

  • Dr.Faust
    Die Sanierung der Pfaffendorfer Str. 48 läuft bestimmt schon seit einem halben Jahr, aber erst jetzt wurden die Gerüste angelegt.


    Apropos GRK-Holding: Deren Sanierungsprojekt Göschenstraße 9-11 in Reudnitz wird jetzt mit einem Visualisierungsvideo forciert. Mit Loungemusik wie in 'ner Cocktailbar werden potentielle Mieter geworben. Schaut's euch mal an: http://www.grk-holding.info/66.0.html


    Edit: Für die Pfaffendorfer Str. 48 (siehe Bild von Dr.Faust in #660) gibt's auch 'ne Visualisierung per Video: http://www.grk-holding.info/111.0.html

  • Weitere positive Sanierungsneuigkeiten! Wie ich gerade auf der Homepage von L-Konzept gelesen habe, gehört denen die stark heruntergekommene Weißenfelser Straße 51 und soll mitsamt der dazugehörigen Hintergebäude saniert werden. Zwar mit Anbauten, aber das ist denk ich in Ordnung. RESPEKT! :daumen:


    http://www.l-konzept.de/joomla…article&id=338&Itemid=506



    So schaut das ganze aus der Vogelperspektive aus:
    http://maps.live.de/LiveSearch…&dir=0&tilt=-90&alt=-1000


    Das wäre ein weiterer Fortschritt für die Rettung der Gebäude in der Weißenfeser Straße. Neben der Weißenfelser Str. 61 wird nun übrigens auch die Nr. 68 saniert! :)

  • Liebe Gemeinde, völlig zu Unrecht, wie ich finde, wird der Stadtteil Stötteritz hier völlig marginalisiert. Ich war vor zwanzig Jahren das letzte Mal dort und habe eine ziemliche Überraschung erlebt.
    Erst spät ist die einst große, wohlhabende und teils durchaus industriell geprägte (Gießerei, Brauerei, Papiermühle, Ziegelei, Zigarrenfabrik) Gemeinde mit zwei Rittergütern und alter Dorfkirche 1910 zu Leipzig gekommen. Die Baustruktur ist durch späte Gründerzeitstraßenzüge mit auffallend viel Jugendstilornamentik gekennzeichnet. Die Kriegsverluste waren minimal, und, was mich angenehm überraschte, die Sanierungsquote ist sehr hoch, in den Hauptverkehrstraßen gefühlt um die 70%, in den Nebenstraßen bestimmt über 90%. Auch die Qualität der Sanierungen lässt für so ein peripheren Stadtteil mit überwiegend finanzschwacher Bevölkerung kaum Wünsche offen, zumindest die von der Straße aus erkennbaren Gebäudeteile sind fast durchgehend denkmalgerecht wiederhergestellt worden.
    Weil ein trüber Tag war und weil es ja auch um die zukünftigen Tendenzen geht, zeige ich wieder exemplarisch Gebäude, die gerade saniert werden oder bald saniert werden sollten.


    In der Arnoldstraße 2 wird saniert.


    Dieses Haus in der Weißestraße bekommt passend zu seinem Zwilling eine Politur.


    Ebenfalls eingerüstet ist die Papiermühlstraße 25.


    Hier in der Breslauer Straße steht schon mal der Container für die Entrümpelung.


    Eckhaus Arnoldstraße/Ferdinand-Jost-Straße.


    Eckhaus Arnoldstraße/Glafeystraße.


    Eckhaus Breslauer Straße 7 mit der wenig einladend wirkenden Konsum-Filiale.


    Eckhaus Papiermühlstraße/Arnoldstraße.


    Noch mal Papiermühlstraße (20?) mit DDR-üblich gefliester Fleischerei.


    Weißestraße 22.


    Beeindruckende Jugendstilfassade in der Unteren Eichstädtstraße.


    Zu guter Letzt das vorgründerzeitliche Haus in der Holzhäuser Straße 74, errichtet um 1860, es tauchte schon 2004 in der ersten Pressemitteilung des Stadtforums auf (Zitat): "Verfall fortgeschritten, Abriss droht". Ich hoffe doch nicht!


    Alle Fotos von mir.