Leipzig: Umgang mit Bauerbe

  • ^ Gleiches Gebäude ist mir gestern auch sehr angenehm aufgefallen. Es ist ja für Leipziger Verhältnisse ein ganz stinknormales Wohnhaus, aber ich frage mich, woher die hier immer die verdammt gut aussehenden Holzfenster nehmen. In keiner anderen Stadt sind mir bislang so gute und passende Holzfenster aufgefallen.


    Zwei Häuser weiter in Richtung Coppiplatz scheinen die Sanierungsarbeiten an dem Wohnhaus mit dem hässlichen PHZ-Graffito-Schriftzug begonnen zu haben. Und, DrZott, da du ja öfter in der Gegend zu sein scheinst, die leerstehende 30er-Jahre-Wohnanlage im Gebiet Virchowstr., Otto-Adam-Str. und Viertelsweg scheint nach jahrelangem Verfall und Vandalismus ebenso kurz vor ihrer Revitalisierung zu sein. Stiffler2207 meinte diesbezüglich woanders, die uns allen bekannte CG-Gruppe hätte sich der Sache angenommen.


    19 century boy, für die schlechteste Kamera der Welt sind's aber schöne Bilder geworden. Das sog. Bodensteinhaus ist eine Wucht, derweil handelt es sich bei dem gezeigten Bild noch nicht mal um die Schokoladenseite des Hauses. Die ist hier auf den ersten Bildern zu sehen.

  • leipziger :
    Ich wünsche mir auch Vergleichsbilder und danke schonmal im Voraus! :)


    Bzgl. der Bilder von 19 century boy:
    Besonders beeindruckt bin ich von der Könneritzstr., Ecke Frankstr in Schleußig.
    Auf dem Bild erkennt man noch ganz gut, das an der Ecke eigentlich mal ein Ladengeschäft war. Da hab ich einen Großteil meiner Kindheit drin verbracht...da haben wir immer Eis und Süßigkeiten gekauft. :D
    Waren das noch Zeiten! Aber ist richtig, richtig schick geworden. Als Kind war das einem ja noch egal, da hat man für sowas keine Augen gehabt.

  • zu dem eckgebäude: man sieht es dem haus nicht unbedingt an, aber es verfügt über ein sehr schönes (aber damals leider total runtergekommenes) treppenhaus mit filigranen geländern. sieht jetzt hoffentlich auch wieder top aus.

  • Danke für die Blumen bezüglich der Fotos


    Ich hab das Treppenhaus oder besser die Treppe an der Ecke Kö Frankstr auch mal ganz zufällig während der Bauarbeiten mal zu Gesicht bekommen. War damals zwar wirklich noch unglaublich heruntergekommen, aber kann DJ Tinitus' Eindruck nur bestätigen. Laut der Bauarbeiter sollte sie aber mittlerweile wieder in alter Frische glänzen. Vielleicht komm ich ja nochmal rein.

  • Und, DrZott, da du ja öfter in der Gegend zu sein scheinst, die leerstehende 30er-Jahre-Wohnanlage im Gebiet Virchowstr., Otto-Adam-Str. und Viertelsweg scheint nach jahrelangem Verfall und Vandalismus ebenso kurz vor ihrer Revitalisierung zu sein. Stiffler2207 meinte diesbezüglich woanders, die uns allen bekannte CG-Gruppe hätte sich der Sache angenommen.


    So ist es,liebe Gemeinde. Die CG-Gruppe hat einige dieser Anlagen aus den dreißiger Jahren von der http://www.vlweg.de/?type=flash übernommen. So auch in der Renkwitzstraße und Coppistraße gegenüber dem Park. Die Genossenschaft hat selbst schon etliche dieser Häuser hochwertig saniert - auch in Gohlis. Doch seit Ende der 90er wurden solche Vorhaben nicht mehr finanziert. Das Haus Otto-Adam-Straße übrigens wurde im Krieg teilzerstört und danch mit den Trümmersteinen wieder aufgebaut.
    Noch etwas Klatsch? Bitte: Das Schillerhäuschen liegt ja in einer trostlosen Umgebung. Seit heute ist das Nachbarhaus (Selbstnutzer-Projekt) entrüstet und verschönert die Straße. Gegenüber die Ruine muß noch warten.
    In der Stockstraße standen bis vor kurzem noch vier unsanierte Gründerzeithäuser eher einfacher Natur:
    http://maps.live.de//LiveSearc…ne=10792076&style=o&lvl=1
    Zwei sind inzwischen saniert. So wird die Gegend auch freundlicher.
    Leider bin ich immer nur mit meinem Photohandy unterwegs - und die Qualität will ich Euch nicht anbieten. Vielleicht ist ja einer unserer Photoreporter unterwegs. :)

  • In der LVZ stand heute oder mittlerweile gestern, dass die Bürgerstiftung 17 Häuser mit 16300 m² Wohnfläche an die CG Gruppe verkauft. "Die Objekte sind durchweg in schlechten Zustand, wenn sie überhaupt Mieteinnahmen erzielen, so liegen die unter den Betriebskosten." Die CG Gruppe will sie nun innerhalb der nächsten drei Jahre allesamt sanieren. Als Beispiele werden genannt: Sternwartenstr 27, Gleisstr 7, Fregestr. 1 und 3, Fichtestr. 29, Alfred Kästner 72 und die große VIlla an der Lassallestr Ecke Moschelesstraße. Prost.

  • Also das die Moschelestraße 1 hoffentlich bald saniert wird freut mich richtig. Das wird das ganze Bachviertel noch schöner machen und die Ferdinad-Lassalle-Straße ist dann in Richtung zum Johannapark vollständig saniert.
    Auch bei der Alfred-Kästner-Straße 72 wird es Zeit das sich was tut.
    Danke für die Infos und die Bilder!!!

  • In der Käthe-Kollwitz-Straße werden gerade drei Häuser zwischen Marschnerstraße und Davidstraße saniert. Erst vor einigen Monaten wurden die Gerüste aufgestellt, heut morgen noch zusehen, vor einigen Stunden sah ich, das dies bereits abgebaut war. Ein Haus strahlt in einem vanilie-cremigen Ton mit grünen Fensterrahmen. Bilder werden morgen folgen ;-)

  • ...weil wir ja gerade beim Thema CG-Gruppe waren, hier noch ein Link zum Exposé Wettinerstraße 8. Das Objekt wurde bereits 1994/95 saniert und genügt nicht mehr den "heutigen Komfortansprüchen", zumindest laut Investor. Auch fehlender Stuck im Innenbereich soll nach historischem Vorbild wieder angebracht werden ;) Klick!


    Ebenso hat die CG-Gruppe einige Objekte rund um die Wittenbergerstraße erworben, vor allem auch die Wohnanlage zwischen Heinicke -und Gedikestraße!
    Hier eine Ansicht von Oben Klick! ;)


    ...auch die Entwicklung des alten Druckereigeländes entlang der Dresdnerstraße wird durch die CG-Gruppe übernommen. Der vorhande Altbau soll für Gewerbezwecke saniert, die angrenzende Freifläche durch eine neue Wohnanlage bebaut werden. Klick!


    Zum Selbstnutzerprojekt neben dem Schillerhaus.
    Soweit ich weiß müsste es sogar nahezu fertiggestellt sein, das Gerüst steht schon seit mind. 6 Monaten. Zusätzlich wird ein Altbau in der Platner- Ecke Menckestraße saniert, direkt neben dem Reclamhaus. Klick!
    Dort hatte man bereits in den 90ern eine Sanierung vorangetrieben, der Bauträger ging aber pleite.
    An einem weiteren Haus in der Menckestraße, 2. Haus neben dem Schillerweg, hängt bereits eine Plane zur geplanten Sanierung.




    MfG
    Steve

  • Die Bürgerstiftung geht auf eine Vielzahl verschiedenster Stiftungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zurück, die dann in der DDR zu einer gesamten Institution zwangsvereinigt wurden. Viele großbürgerliche Stifter vermachten der Stadt im Namen einer Stiftung Häuser (insg. gab es 144 Schenkungen), von den Mieteinnahmen wurden dann soziale oder auch kulturelle Projekte durchgeführt. Nach der Wende waren fast alle dieser Häuser sanierungsbedürftig. Um Geld für Sanierungen zu erhalten, verkaufte man hin und wieder eines der vorhanden Objekte. Im Jahr 2007 hat man dann ein großes Paket geschnürt und einen Käufer gesucht und nun gefunden. Der erzielte Millionenbetrag (über die genaue Summe schweigt man sich aus) wird angelegt, so das man jährlich Zinseinnahmen von 150.000 - 200.000 Euro erzielt, die für Stiftungszwecke verwendet werden können. Der Kapitalstock wird dabei allerdings nicht angegriffen.

  • die moschelestrasse 1 ist wirklich ein traumobjekt. war da mal drin: pro etage nur eine riesige wohnung, schöne hohe räume und ein herrlicher fast schon parkähnlicher garten auf der nordseite, dazu der clarapark auf der südseite. leider zur zeit alles ziemlich runtergekommen.
    bin schon gespannt, was cg daraus machen wird. die zeiten, in denen solche grosszügigen grundstücke "nachverdichtet" wurden, sind hoffentlich vorbei.

  • sorry, noch was zum bodensteinhaus zwischen ratsfreischul- und markgrafenstrasse:
    in die obergeschosse sollen ja appartments kommen, was nicht zu beanstanden ist. doch für das erdgeschoss in der ratsfreischulstrasse wird es hoffentlich eine öffentliche nutzung geben, damit man nach der sanierung wieder wenigstens einen blick auf die vielleicht schönste fahrstuhlanlage der stadt werfen kann. die farbe der dachziegel finde ich unglücklich gewählt. ein etwas helleres rot wäre meines erachtens besser bewesen.

  • Auch wenn ich nicht "@leipziger" bin: zwei Stadthäuser sind dort komplett fertig. Leider ist die Fassade gegenüber der Straßenflucht zurückgesetzt. Die Fassaden wirken - finde ich - etwas erdrückend: wie für ein Mehrfamilienhaus entwickelt und dann auf ein kleines Haus heruntergebrochen. Das ist aber meine Meinung.

  • Ich bin dir trotzdem immer sehr dankbar für die aktuellen Fotos ;)
    Ich denke ich werde mich ab September wieder anschließen können. Erst mal die Prüfungen überleben, dann wird die neue Kamera gekauft :D


    MfG
    Steve

  • Noch als Ergänzung zu den Bildern.
    Ausgeführt wurde das Objekt Coppistraße 59 von der Immo-Concept (http://www.immo-concept.de), welche insgesamt seit Jahren sehr aktiv in Leipzig Altbauten saniert und auch noch einige Projekte in der Entwicklung hat. So z.B. auch die Breitenfelderstr. 22 wo die Sanierung schon seit einiger Zeit am Laufen ist.


    Man sieht also, nicht nur GRK-Holding und Licon sanieren hochwertig. Auch L-Konzept (http://www.l-konzept.de/) würde ich in diesem Zusammenhang noch nennen. Diese planen z.B. das letzte unsanierte Eckhaus in der Reginenstraße 14 (Leipzig-Gohlis) zu sanieren.


    Die Alta Fides AG ( http://www.altafides.de/ ) hat hingegen in der Gustav-Adolf-Straße zwei neue Planen angebracht und zwar direkt neben dem Eckhaus Leibnizstraße (eingerüstet auf dem Bild).(Klick!)
    Der marode Altbau gegenüber wird gerade aufwendig durch die Licon saniert.


    MfG
    Steve