Leipzig: Umgang mit Bauerbe

  • ^ Die Sommerfelder Straße 25 ist wirklich schick geworden - nichts zu bemängeln.


    Bei der Papiermühlstraße 26 sieht die Eckwand irgendwie merkwürdig aus - zum Einen wirkt sie durch das Regenrohr asymetrisch und zum Anderen scheint etwas zu fehlen - Fassadenschmuck oder Balkone vielleicht. Kennt jemand den Vorkriegszustand? Sind das Kupferbleche? Falls ja und falls sie patinieren sollten, könnte das einen schönen Kontrast zur Fassade ergeben. Ist das Absicht, dass die Girlande M-O-M buchstabiert - und was ist mit D-A-D? :D
    Fazit - ganz OK, aber neben der Eckwand scheint die EG-Fassade noch Optimierungspotenzial zu haben - ist mir zu flächig weiß.

  • ^ Danke für die Info. Schade - in dem Fall wäre es m. E. besser gewesen, dunkle Dachziegel zu verwenden und das Orange durch eine andere Farbe zu ersetzen.

  • Zur Papiermühlstraße 26: Sicher, besonders beim EG hätte man sich mehr Mühe geben können, aber das Ergebnis insgesamt gefällt mir besser als eine Totsanierung mit Styropor oder Ähnlichem.


    Noch eine Ansicht von besagtem Eckhaus aus 2013

    Bild: Altbaufan

  • ^ Mhhh, dass die EG-Zonen zu Wohnungen umdisponiert werden, finde ich aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Aber dass der Fassadenschmuck bei deinem letzten Beispiel schon im unsanierten Zustand nicht mehr dran ist, finde ich etwas kurios. So einfach fällt er ja nicht ab und wer sollte sich damals die Mühe gemacht haben, ihn zu entfernen - und wozu?



    Ein bisschen Lindenau und Leutzsch:


    Georg-Schwarz-Straße 184 Vorzustand

    Bild: LEonline





    Heute






    Georg-Schwarz-Straße 165 Vorzustand





    Heute








    Die Sanierung der Georg-Schwarz-Straße 147 ist angelaufen. Die Spielhölle im EG hat weiterhin geöffnet und soll, was ich im Internet dazu gefunden habe, leider auch nach der Sanierung Bestand haben. Derzeit finden Arbeiten an Dach und Fassade statt. Neue Fenster sind bereits eingebaut. Ob auch zwei neue Kuppeln auf dem Kopfbau drauf kommen, was das Gesamtergebnis sicher verbessern würde, ist zumindest zu diesem Zeitpunkt fraglich.









    Die Sanierung der Villa in der Otto-Schmiedt-Straße 12 (Vorzustand Streetview) ist recht aufwändig.








    Die Remise ist bereits fertig






    Die Georg-Schwarz-Straße 51, das sog. Mutterhaus des Diakonissenkrankenhauses, bekam ihre historische Balkonumrandung zurück. Auf dieser historischen Postkarte könnt ihr die Ansicht damals mit einem Klick vergrößern und auf Streetview seht ihr, dass die Balkonverkleidung bislang fehlte.


    Jetzt ist sie wieder da.






    Das kleine Biedermeierhaus in der Angerstraße 11 wird derzeit saniert. Im Moment ist von dem Gebäude kaum noch was übrig, aber so soll es später wieder aussehen.







    Man fragt sich ja schon, wie das kleine Gebäude damals den gründerzeitlichen Bauwahn überstehen konnte. Heute mutet die Ecke mit den Brandmauern wie die Bronx der Achtziger an.

    Bilder: Cowboy

  • Starten wir mit einer der miesesten Sanierungen, die mir seit langem untergekommen ist:
    Ruststraße 20 alt


    neu


    Zweitsanierung Ruststraße 4


    Könnte auch eine Zweitsanierung werden - Baumannstraße 5


    Momentan in der Aufhübschungsphase - Antonienstraße 44


    Siemensstraße 30 alt


    neu


    Baumannstraße 14 alt


    neu


    Eisenacher Str. 62 alt


    neu


    Antonienstraße 40 alt


    neu


    Karl-Liebknecht-Straße 105 alt


    neu - das Dach wurde (noch?) nicht saniert



    Wer die Ruststr. 20 noch nicht verarbeitet hat für den gibt es abschließend noch die...
    Ruststraße 31 alt


    neu


    Eigene Bilder

  • ^vor allem ist sie ein weiteres gutes Beispiel aus Leipzig, das man anführen kann, wenn in anderen Ballungsräumen wieder weit weniger ruinöse Gebäude aus Unwirtschaftlichkeitsgründen sogar mit Denkmalschutz abgerissen werden.

  • "Mies" ist keine Beschreibung für die Sanierung in der Ruststraße 20. Dass so etwas möglich ist, zeigt, dass wir (insbesondere die Verwaltung) dem historischen Bauerbe viel zu wenig Gewicht verleihen. Und das in einer Stadt, die so mit ihrer Geschichte wirbt. Was bleibt davon übrig? Billige Plastikfenster, hässliche Dämmfassaden, eine grässliche Farbgebung. :nono:

  • ^ Ja, aber was kann insbesondere die Verwaltung denn machen, wenn besagtes Gebäude gar nicht unter Denkmalschutz steht? Ich finde schon, dass dem historischen Bauerbe in dieser Stadt Gewicht verliehen wird, zumindest bei Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen. Sieht man ja an der Sanierung der Nummer 31 ein paar Meter weiter.