Estrel Tower Berlin (176 m | Neukölln | in Bau)

  • Von der Hertabrücke zwischen den S-Bahnhöfen Herrmannstraße und Neukölln bietet sich mittlerweile ein schöner Ausblick auf das wachsende Hochhaus.


    [Alle Bilder © bauhelmchen 2023]


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  • Da ich heute in der Nähe zu tun hatte, musste ich natürlich mal nen Abstecher zur Baustelle machen. Das wird schon ne ziemliche Landmarke, wenn man bedenkt, dass da noch locker 120m drauf kommen.


    Alle Bilder von mir (c) Betonkopf

  • ^ tolle Bilder. Das wird was, wenn noch ca 120 Meter dazu Wachsen. Freue mich riesig. Was ich mich Frage, wann wird neben des Gebäude gebaut? Neben den 176 ca Meter Gebäude entsteht ja ein kleines Gebäude was auch Zum Projekt gehört. Die tiefe Baugrube ist ja fertig. Naja lange wird es nicht brauchen da es kein hohes Bauwerk sein wird als sein " großen Bruder" 😁

  • Es entstehen noch 3 weitere Gebäude, die alle durch ein zentrales Glasatrium mit dem Turm verbunden werden. Ein kleineres Bürogebäude, das im Modell fast so hoch wirkt wie das alte Estrel gegenüber. Zudem kommt ein 6-geschossiges Parkhaus und ein 4stöckiges Gebäude mit Frühstücksrestaurant, Spa/Fitness-Bereich sowie einem Grand Ballroom dazu. Der gesamte Bereich zwischen A100 und Kanal wird noch bebaut und mit einer Grünfläche zum Kanal hin versehen.

    Sieht für mich aber auch noch nicht danach aus, als wären dafür schon alle Baugruben komplett ausgehoben. Denke das kommt erst noch.

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    Bildquelle Estrel / (c) Werner Huthmacher

  • ^^ das etwas höhere Gebäude neben dem Turm wird meines Wissens nach nicht mehr kommen. Das wurde im Laufe des Planungsprozesses (warum auch immer) wegrationalisiert.

    Aktuellere Renderings zeigen nur noch einen Flachbau nebenan.

  • Ich hoffe sehr, dass das ganze nicht zu einem Inselobjekt wird, sondern auch ordentlich Kaufkraft in die Stadt bringt.

  • Ich hoffe sehr, dass das ganze nicht zu einem Inselobjekt wird, sondern auch ordentlich Kaufkraft in die Stadt bringt.

    Ja das ist auch bitter nötig, weil der Wohnraum der jetzt zur Verfügung steht, sich 70% der Bevölkerung der Stadt nicht mehr leisten kann, da müssen die zahlungskräftigen Kunden eben von außen kommen.

    Und wie es hier neulich ein Forumsteilnehmer geschrieben hat, er wünsche sich den Austausch der Bevölkerung in Berlin. Das passt ja dann zu dem Hinweis von UrbanFreak der Berlin gut zu kennen scheint. https://www.tagesspiegel.de/be…r-wohnen-aus-5814091.html

  • Bist du denn auch der Meinung, dass es Sinn macht sein Viertel ab- statt aufzuwerten? Was ist eigentlich mit dem Umstand der Chancenbeteiligung? Was wäre wenn wir mal eine Aufwärts- statt Abwärtsspirale promoten? Wachstum (nein, es gibt keine Grenzen des Wachstums, denn auch immaterielles kann wachsen und Produktivität erzeugen), bietet letztendlich immer auch Teilhabe. Natürlich nur wenn man fleißig ist und auch teilhaben möchte. Das will ja nicht jeder.


    Der Populist dagegen schreit lieber nach Freibier (bedingungsloses Grundeinkommen) und vergräbt sein Angesicht vor der viel gefürchteten Veränderung. Kaufkraft? Aufschwung? Igitt! Soll doch lieber alles so schön ranzig bleiben wie es immer war (ups..war ja gar nicht immer so - sei's drum!)


    @Moderation: Das ist meine entschärfte Version. Wenn die auch nicht passt, muss auch der Kommentar darüber verschoben werden, denn ich lasse gewisse Tendenzen in Vorwürfen nicht ohne Gegenargument meinerseits stehen.

  • Ich hoffe sehr, dass das ganze nicht zu einem Inselobjekt wird, sondern auch ordentlich Kaufkraft in die Stadt bringt.

    Naja, das Estrel wird in erster Linie ein Kongresshotel mit gewissem Anteil an Kurzzeit-Appartements. Beides zusammen gut 600 Zimmer – angesichts von 150.000 Hotelbetten in Berlin ist das auf die Gesamtkaufkraft der Gäste gerechnet marginal. Wenn der Laden brummt, wird das Unternehmen allerdings sein Schärflein zu den Gewerbesteuer-Einnahmen der Stadt beitragen.

  • Und nach genau 14 Tagen, wird aktuell wieder die erste Hälfte der Decke vom 10.Obergeschoss betoniert. Es dauert also exakt 2 Wochen je Etage. Am Mittwoch den 24.5 sollte dann wieder der erste Teil vom 11. Obergeschoss betoniert werden. Ich bin gespannt ^.^

    Ich zitiere mich hier nun nach genau 15 Tagen selbst, und die Arbeiten dauern länger als 2 Wochen je Etage. Der erste Teil der Decke vom 11.OG wurde bisher nicht betoniert, was eigentlich hätte gestern stattfinden müssen, um die 2 Wochen je Etage einzuhalten. Die Kräne sind auch noch nicht geklettert, was eigentlich überfällig ist, da der kleinere 50m Kran bereits von der Betonpumpe überragt wird im ausgefahrenen Zustand. Die Höhe ist aktuell mit Wetterschutz ziemlich exakt bei 46m, also kommen noch genau 130m dazu. Ab der 12. Etage knackt man die 50m Marke.


    Insgesamt muss man feststellen das der Baufortschritt schon eher langsam ist, bei der immer gleichen recht einfachen Architektur bei jedem Stockwerk. Aktuell schafft man nun reichlich 1,5 Stockwerke je Monat, was wirklich wenig ist im Hochbau.


    Die Hoffnung auf 1 Etage je Woche, welche einige angestrebt hatten,ist hier technisch scheinbar nicht umsetzbar. Weshalb wir bis zum Jahresende, dann bei der 22. Etage angekommen wären mit dem aktuellen Tempo, also gerade mal Halbzeit.

  • Hm, vielleicht hat man mit Anes auch nicht unbedingt ein Bauunternehmen mit ausreichender Erfahrung im Hochhausbau beauftragt. Zum Vergleich, der ungefähr gleich hohe T2 vom FOUR in FFM wächst alle 6 Tage um ein Stockwerk, ist inzwischen beim 20. angekommen.

  • Naja, das Estrel wird in erster Linie ein Kongresshotel mit gewissem Anteil an Kurzzeit-Appartements. Beides zusammen gut 600 Zimmer – angesichts von 150.000 Hotelbetten in Berlin ist das auf die Gesamtkaufkraft der Gäste gerechnet marginal. Wenn der Laden brummt, wird das Unternehmen allerdings sein Schärflein zu den Gewerbesteuer-Einnahmen der Stadt beitragen.

    Das Estrel hat aktuell 1.125 Suiten und Zimmer, mit dem Turm kommen dann weitere 525 Suiten und Zimmer hinzu und auch 90 Serviced Apartments. Damit ist es das größte Hotel des Landes und das als familiengeführtes Unternehmen, bei dem Ekkehard Streletzki in der Vergangemheit als Gründer und Unternehmer stets seiner sozialen Verantwortung mehr als gerecht wurde. Nicht umsonst wurde ihm das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen.

  • Hm, vielleicht hat man mit Anes auch nicht unbedingt ein Bauunternehmen mit ausreichender Erfahrung im Hochhausbau beauftragt. Zum Vergleich, der ungefähr gleich hohe T2 vom FOUR in FFM wächst alle 6 Tage um ein Stockwerk, ist inzwischen beim 20. angekommen.

    Ich verfolge das Four auch regelmäßig auf der Webcam, und finde es tatsächlich beeindruckend was da auf engstem Raum in der Zeit entsteht. Noch dazu ist die Architektur beim Four komplexer und aufwendiger als beim Estrel, und das mit viel weniger Platz.

    Der Bauablauf ist aber komplett anders, beim Four wird erstmal der Kern gebaut und die Stützen und Decken dann hintereinander hochgezogen.


    Beim Estrel wird bei jeder Etage einzeln jeder Ablauf immer wieder Neu wiederholt. Stützen, Kern, Schalung, Betoniert. Das dauert dann scheinbar über 2 Wochen für eine Etage.


    Betonkopf meine Angst ist nicht das der Estrel Tower nicht wie geplant zeitlich fertig wird, oder paar Monate später. Meine Angst ist hier bei dem langsamen Baufortschritt, das die Kosten aufgrund der sehr langen Bauzeit zu hoch werden, und die Kalkulation nicht aufgeht. Zeit ist Geld und gerade in der jetzigen Zeit kann da schnell mal was eingespart oder gekürzt werden. Ich will nicht das da plötzlich 10 Etagen weniger gebaut werden müssen, weil die Kalkulation nicht mehr passt.


    Einfach ausgerechnet beträgt die durchschnittliche Höhe je Etage 3,91m (176m:45 Etagen) Ab der 39. Etage wäre der Estrel Tower über 150m , also per Definition ein Wolkenkratzer, der erste in Berlin. Diesen Status sollte der Tower unbedingt erreichen, deswegen hoffe ich das es zügig vorankommt.

    Einmal editiert, zuletzt von Batō () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von MiJa mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Naja, das Estrel wird in erster Linie ein Kongresshotel mit gewissem Anteil an Kurzzeit-Appartements. Beides zusammen gut 600 Zimmer – angesichts von 150.000 Hotelbetten in Berlin ist das auf die Gesamtkaufkraft der Gäste gerechnet marginal. Wenn der Laden brummt, wird das Unternehmen allerdings sein Schärflein zu den Gewerbesteuer-Einnahmen der Stadt beitragen.

    Es brummt ja jetzt schon. Bei großen Firmenevents sind auch eine Menge Tagesgäste vor Ort. Unabhängig vom Hotelbetrieb. Das sind gern mal 3000 Gäste im Convention Center, die von 500 Mitarbeitern bedient werden. Viele Mitarbeiter kommen aus Neukölln. Das schafft direkt, neben der Kaufkraft der Gäste, auch Kaufkraft bei der Bevölkerung in der näheren Umgebung. Das Estrel kann man mit keinem anderen Hotel in Berlin vergleichen. Und wie kommst du auf 600 Zimmer?

  • ^ Neue Zimmer: 525 + 90 = "gut 600". Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum viele geradezu sauer reagieren, wenn ich feststelle, dass das angesichts von 150.000 Hotelbetten in Berlin nicht die Welt ist - größtes Hotel der Stadt hin oder her.


    Und bevor sich jemand bemüßigt fühlt, mir etwas in der Richtung zu unterstellen (nicht Du): Ich freue mich auf den Turm und habe mich noch nie über Herrn Streletzki beschwert. Sehe das Haus bloß nicht als Gamechanger für die städtische Wirtschaft an.

  • MiJa

    Im Nachbarforum wurde gerade festgestellt, dass in der aktuell im Bau befindlichen Etage wohl ein Stahlbau-Fachwerk verbaut wird.

    Hinter dem Wetterschutz auf der rechten Seite lässt sich dies auf der Webcam ganz gut erkennen.

    Dies könnte ein Grund für die etwas längere Bauzeit dieser Etage sein.

  • ^^Gesamtstädtisch an Hotelbetten gemessen hast du sicher recht. Für neuköllner Verhältnisse findet hier jedoch eine durchaus beachtliche Transformation statt. Mit Estrel, Hohe Neun und Shed passiert gerade Einiges und ich freue mich sehr, dass Neukölln den Sprung über den Kanal zu schaffen scheint. Toll wäre ein städtebaulicher Wettbewerb zwischen Autobahn und S-Bahn, zwischen Grenzallee und Kiefholzstraße. Wenn da nicht diese unsägliche Autobahn wäre, könnte das ein auch für Wohnungsbau interessantes Quartier werden. Gerne mit weiteren Hochpunkten, damit das Estrel nicht so singulär bleibt.

    Einmal editiert, zuletzt von bogart () aus folgendem Grund: Autokorrektur/Rechtschreibung