Estrel Convention Center


  • Ich hoffe, dass ein 2000 Betten Hotel nicht viele kleine in Berlin vernichtet, ähnlich wie bei den EKZ. Der Markt scheint doch langsam gesättigt. Ein bisschen Nachdenklichkeit würde ich bei durchschnittlicher Intelligenz und Interesse für diese Materie geradezu erwarten.


    Warum sollte sich der Staat oder in dem Fall der Senat so extrem einmischen? Hier gibt es einen Investor, der viel Geld in Berlin investieren will. Man gewinnt jedoch den Eindruck, dass dieser nicht wirklich willkommen ist und man ihm kein schlüssiges Konzept zutraut.


    Selbst wenn der Markt gesättigt sein sollte und 2-3 Hotels in der Innenstadt schließen, sehe ich hier kein Problem. Dann müssen diese Hotels halt schließen und es entstehen stattdessen vielleicht Büros oder Wohnungen.


    Um die Kosten muss sich der Investor sorgen machen und nicht der Senat. Ich dachte die Zeiten der Planwirtschaft haben wir hinter uns gelassen.


    Das man den Standort ausbauen will und nicht am Alexander Platz bauen will erscheint vollkommen logisch. In der Gegend spricht meines Erachtens nach auch nichts gegen solch eine Bebauung und auch nichts gegen ein Hochhaus mit einer solchen Höhe.

  • ^ lies mal oben drüber!


    Von Einmischung des Senats habe ich nichts geschrieben, sondern nur eine Hoffnung ausgedrückt.


    Dennoch: obwohl wir keine Planwirtschaft haben, darf die Politik sich über ungünstige Verdrägungseffekte bei riesen billig-Bauten auf der grünen Wiese wohl hoffentlich ein paar Gedanken machen, sonst können wir die Demokratie ganz abschaffen. Das sind doch absolute Pauschalargumente, die meiner betont abwägenden Haltung m.E. nicht gerecht werden. Da versucht man sich mit Nachdenklichkeit und alle hauen nach bewährter Manier drauf. :confused:


    Mir kommt es eher so vor, als ginge seine Rechnung auf: Man wedelt mit einem Wolkenkratzer und schon hat man die PR, danach baut man ein paar große Schuhkisten. Platz ist ja da.

  • In Berlin wird schon extrem viel reguliert und vorgeschrieben, oftmals wie hoch, welche Nutzung gestattet ist, etc.


    Gerade der Ausbau des Estrels am Stadtrand könnte doch dazu beitragen, dass das Zentrum etwas entlastet wird. Der Senat sollte solche Zentren am Stadtrand erst recht fördern. Es wird doch immer beklagt, dass im Stadtzentrum die "Normalbürger" verdrängt werden.


    Den angestrebten Ausbau vom Estrel als "riesen billig-Bauten" zu bezeichnen halte ich zudem für unfair und unpassend. Es geht hier um einen Ausbau und die Stärkung des Standortes.

  • Hinter dem Estrel kommen RIESIGE Kleingartenkolonien. Es ist zumindest klare Randlage.


    ICH HABE DOCH GESAGT, DASS ICH DIE INVESTITION NICHT ABLEHNE!!!


    Lest doch mal die drei Zeilen.


    Glaubt Ihr denn wirklich an 170m?


    Mit Verlaub: dann seid Ihr total naiv.

  • In Berlin wird schon extrem viel reguliert und vorgeschrieben, oftmals wie hoch, welche Nutzung gestattet ist, etc.


    Gerade der Ausbau des Estrels am Stadtrand könnte doch dazu beitragen, dass das Zentrum etwas entlastet wird. Der Senat sollte solche Zentren am Stadtrand erst recht fördern. Es wird doch immer beklagt, dass im Stadtzentrum die "Normalbürger" verdrängt werden.


    Oben: sehe ich im Grunde auch so.


    Unten: Wer Berlin kennt, weiß, dass das Zentrum immer noch über extrem ausgedehnte Brachen, geradezu Wüsten verfügt. Das ist doch schon sprichwörtlich. Das Zentrum braucht dahingehend keine Entlastung, sonder gute neue Bauten.


    Ich muss zugeben eine Estrel-Hotel kann gerne am Rand von Neukölln stehen. Ich habe nichts dagegen.

  • Wieso soll denn der Investor 170m vorschlagen, wohlwissend das dies auf erhebliche Gegenwehr stößt, wenn er eigentlich nur 80m hoch bauen will?

  • Rotes Rathaus : Glaube mir, ich würde auch liebend gerne ein Hochhauscluster am Alex sehen. Ich weiß aber nicht, ob gerade das Estrel und dieser geplante Tower dies verhindern oder unbedingt tödliche Konkurrenz für innerstädtische Hotels bedeuten würde - oder ob nicht im Gegenteil sogar eher von einem positiven Sogeffekt für Berlin die Rede sein kann. Ich habe jedenfalls mal gelesen, dass das Estrel durch seine wichtigen Kapazitäten der Stadt schon einige zusätzliche Kongresse und Veranstaltungen beschert hat. Überhaupt hat das Estrel eine außergewöhnliche Lage und Ausrichtung und ist daher aus anderen Gründen interessant als etwa ein Hotel Concorde oder das Marriot am Potsdamer Platz. Die Auslastung der berliner Hotels ist übrigens seit vielen Jahren stabil und zuletzt sogar leicht gestiegen. Für Neukölln wünsche ich mir, dass das Estrel weiter wächst und Jobs bringt und vielleicht auch eine gewisse sachte Aufwertung für die Gegend bedeutet die nicht gerade zu den schicksten Ecken des Bezirks gehört. Deshalb hat man Streletzki ja wohl auch schon damals wegen der Standortwahl für verrückt erklärt. Aber zumindest bisher war er mehr visionär als größenwahnsinnig. Wenn dann der BER mal aufmacht, dürfte die Auslastung noch mal stark steigen und dahingehend plant er wohl mit dem Turm. Jedenfalls wird der Turm vermutlich ohnehin nicht vorher stehen, unabhängig davon wie hoch er dann ist.

  • Zitat

    Hinter dem Estrel kommen RIESIGE Kleingartenkolonien. Es ist zumindest klare Randlage.


    Das würde ich schon anders sehen, das Estrel liegt direkt am S-Bahnring (S Sonnenallee) und nur zwei Stationen vom zukünftigen Megaknoten Ostkreuz entfernt, zudem kann es in dieser Lage Reisende vom BER (wenn er denn mal fertig wird) Richtung Innenstadt direkt absaugen, was ja auch für diese praktisch ist wenn sie ihr Hotel schnell erreichen.
    Berlins Innenstadt besteht nicht nur aus Mitte...

  • ^Ich stimme zu, dass das keine echte Randlage ist, zumindest pulsiert einige Meter weiter noch das Leben. Ganz allgemein sieht es ja zudem so aus, als wenn gerade in der Nähe (Mediaspree, Ostkreuz) bald einige Entwicklungen angestoßen werden. Man hat ja auch schon länger vorausgesagt, dass die südwestlichen Gebiete mit dem BER einen Boom erleben werden. Wenn die U7 eines Tages doch noch bis zum BER verlängert wird, könnte das den Effekt noch zusätzlich verstärken.

  • ^ im Vergleich zu Alex/Kudamm/Gendarmenmarkt ist es Randlage - sagen wir mal innerstädtische Randlage, aber wie bereits festgestellt wurde, mit guter Anbindung.


    Ich sehe das Hotel (weder jetzt nicht nach einem zukünftigen Erweiterung) weniger als Konkurrenz zu Hilton, Park Inn oder Sol Melia, sondern als eins, das vom Konzept als Veranstaltungscenter lebt. Und das scheint ja gut zu funktionieren, sonst wäre die Auslastung in dem mäßig spannenden Estrel-Klotz in der Lage nicht so gut und ein Ausbau des Standortens würde sich nicht lohnen.


    Ich "glaube" vielleicht nicht fest an das Hochhaus, halte es aber auch nicht für ausgeschlossen und würde es durchaus begrüßen. Es wäre eine Landmarke außerhalb der City, so wie der Steglitzer Kreisel oder der Treptower.

  • ...das Estrel hat praktisch die Nachfolge des ICC angetreten. Aus der Sicht eines Kongresscenter Betreiber liegt es auich nicht am, Stadtrand. Es liegt in gewissem Sinne zentraler als der Alex.
    Die Teilnehmer kommen entweder mit dem Auto,der Bahn oder dem Flugzeug. Vom Bahnhof / Flughafen geht es ins Taxi und anschließend zum Estrel. Da das ECC nahe der Autobahnabfahrt liegt,ist es schneller und besser ereichbar als die gegend um den Alex. Das ECC ist mehr von Gewerbeansiedlungen umgeben als von Kleingärten. In südlicher Richtung befindet sich aber auch noch jede Menge Wohnbebbauung, wie die weisse Siedlung / Sonnensiedlung / High Deck Siedlung.
    Stadtrand ist was anderes.


    Würde mich freuen,wenn die Pläne umgesetzt werden.

  • @Flyn: Danke für den Link. In dem Artikel steht auch noch, dass der Architekturwettbewerb noch in diesem Jahr starten und schon im Februar 2014 ein Gewinner präsentiert werden soll. Dann sollen die Pläne für Tower und Congress Center auch öffentlich werden (da freue ich mich schon drauf)! Am Wettbewerb sind offenbar "sechs namhafte Architekturbüros" beteiligt, zu den Juroren gehören u.a. auch Lüscher und Neuköllns Baustadtrat Thomas Blesing. Es ist sicher eine kluge Idee die entscheidenden Köpfe mit in die Jury zu holen (wenn das denn eine bewusste Entscheidung und keine Vorgabe ist), so sind sie in die produktive Umsetzung eingebunden. Auch gut, dass Senator Michael Müller das Projekt unterstützt. Wie schon gesagt stimme ich ihm auch zu, dass dieses Projekt Neukölln und Berlin weiter voranbringen kann.

  • Inzwischen berichten weitere Medien über die Pläne. Es gibt einige neue Informationen:


    -es sollen wohl nur 50 Etagen (aber wie gehabt auf 176m) und sogar ca. 700 neue Zimmer werden
    -zudem sollen das EG und eine Freifläche davor sowie die oberste Etage öffentlich nutzbar sein!
    -Den Wettbewerb wird Herwarth + Holz durchführen, die Entwürfe werden anschließend 14 Tage im Estrel öffentlich ausgestellt
    -2015 soll es mit dem Bauen los gehen (dann wird das Congress Center voraussichtlich bereits in der Abschlussphase sein)


    http://www.ahgz.de/unternehmen…nkreter,200012207073.html
    http://www.deal-magazin.com/index.php?cont=news&news=34469
    http://www.immobilien-zeitung.…el-und-bueroturm-bekommen


    Edit: Danke Matte, ist berichtigt.

    Einmal editiert, zuletzt von jan85 () aus folgendem Grund: falsche Angabe berichtigt

  • ^^Wenn der Berliner Senat schlau ist (was ich bezweifel da Politiker), stellt er als Forderung für eine Bebauung den Bau eines Teilstücks der A100 durch den Investor.
    M.E. soll ja die A100 am Estrel vorbei führen

  • Nunja, von der Sonnenallee bis zur momentanen Auffahrt an der Grenzallee ist es nun wirklich nicht weit. Es wäre daher meines Erachtens nach nicht "schlau" den Investor hiermit zu provozieren und möglicherweise zu vergraueln.


    Der Investor ist bereit viel Geld zu investieren und hält seit langem zum Standort und sichert Arbeitsplätze und will noch mehr davon in naher Zukunft schaffen.


    Außerdem zahlt zum großen Teil der Bund für den Ausbau. Der Ausbau würde zudem die Verbindungen für das Estrel nur minimal verbessern, was nicht ansatzweise eine Kostenbeteiligung gerechtfertigen würde.

  • ^^
    Das ist kein provozieren dies ist Geschäft.
    Berlin muss kalkulieren mit welchem Gewinn der Investor rechnet und entsprechende Forderungen machen.
    An der Reaktion sieht man dann wie wichtig es dem Investor ist und was man rausschlagen kann.


    Schau dir doch die Reaktionen der Investoren auf total dämliche Bürgerinitiativen an.
    Die geben nach.


    Heißt Berlin kann hier Kohle machen bzw. sparen.


    Ist m.E. Win Win für beide.


    Sagen wir, der Investor hat eh schon ausgeschachtet, dann kann er gleich paar Meter tiefer graben und ein "Gießen" anstatt Berlin ein Jahr nach Eröffnung anfängt technisch irre kompliziert und teuer das Gebäude zu untertunneln.


    Gleiches sollte Berlin bei den U-Bahnen machen.
    In den Planungen (bestimmt schon verworfen) ist auch eine Linie Ales nach Weißensee.
    Die führt am Haus der Statistik vorbei, was neu bebaut werden soll.
    Hier würde ich als Auflage Investor einen Tunnel für eine zukünftige U-Bahn sehen.
    Dafür kann er auch ein Stockwert höher bauen ;-)

  • Natürlich weil der Senat will das diese Hässliche Brache weg soll eine Wirtschaftliche Investition will und die Chance auf das höchste Haus der Stadt möchte verpflichten sie den investor eine Autobahn zu bezahlen so ganz Privat???Wer ist denn nun dum du oder Politiker????????