Leipzig: The Post - Revitalisierung ehemalige Hauptpost

  • Da bei fast jedem Sanierungsobjekt von KSW im Zentrum (Harkortstraße 3 bzw. ehm. Kosmos Hotel) eine Außenwerbung hängt, gehe ich davon aus, es handelt sich hierbei um nichts Anderes als ein MITGAS & Co.-Riesenlogo. Oder schöner wäre ein Adventskalender, da dieser Rohbau jetzt zu einem Hotel geworden ist
    http://www.bilder-hochladen.net/files/big/jqqw-fp-01f7.jpg



    und dieses Gebäude langsam zu 'Herrenlosen Häusern der Stadt Leipzig' gehört. :lach:
    http://s7.directupload.net/images/131031/jrvy5icw.jpg


    Bilder ge_urlt. Gemäß den Richtlinien bitte keine Bilder zitieren. C.

  • Ein wenig Dämmerlicht bringt BILD ins Dunkel: http://leipziglive.bild.de/web…tet_sich_fuer_die_zukunft


    Quintessenz:
    - KSW will "nächsten Sommer" mit dem Bau des Camus-Projektes beginnen
    -

    Unternehmenssprecher Jörg Zochert: „Das Gerüst dient der Vorbereitung für die denkmalhistorische Untersuchung und der Sicherung. Außerdem wird hier der diesjährige Leipziger Adventskalender hängen.“


    - die Baugenehmigung sei aber noch nicht durch


    AHA (nicht die Band)

  • "The Post"- wers braucht. Ganz schönes Geschwurbel was man da so liest. Das Filmchen mutet auch eher an wie eine Kinovorschau. Allein die Visualisierung der Post ist sehr überzeugend und das Marketinggeblubber wird man ja später zum Glück auch nicht mehr sehen müssen.

  • ^ Wenn nur Leipziger Investoren und Studenten mit schmalem Geldbeutel angesprochen werden sollen, kann man das Projekt in dieser Größenordnung auch gleich wieder vergessen und das Hauptpost-Areal verfällt auf weitere Jahrzehnte hinaus.


    Ansonsten ist die Mischung aus "Wohnen, Leben, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit" besser als die ursprüngliche Planung der Youniq AG, zumal auch die Öffentlichkeit mehr davon profitieren wird. Das Marketingsprech ist nervig, wohl aber notwendig, wenn man das Bauvorhaben erfolgreich umsetzen möchte.


    Zum Gebäude muss ich gestehen, dass ich den Wert der Architektur erst mit der Visualisierung richtig zu schätzen weiß. Wenn das Ergebnis in real ebenso überzeugt, dann wird die Revitalisierung wirklich eine großartige Bereicherung für den Augustusplatz. Es ist sicher nicht übertrieben zu sagen, dass der Augustusplatz ohnehin einer der architektonisch vielfältigsten und qualitativ hochwertigsten Plätze in Deutschlands ist. Neben der äußeren Hülle wird sicher auch der Innenbereich mit der geplanten gläsernen Überdachung ein Kraftakt werden.



    Visualisierung am Tag. Mir gefällt, dass das horizontale Fensterband am Grimmaischen Steinweg am Zwanziger-Jahre-Bau fortgesetzt wird. Das verbindet die beiden Gebäude aus verschiedenen Bauepochen.




    Auch die Visualisierung bei Nacht macht was her



    Und der künftige Blick vom Gebäude auf die vielfältige Bebauung am Augustusplatz

    Bilder: thepostleipzig.com

  • Wow! Die Visualisierungen sehen verdammt anziehend aus! :daumen: Würde ich glatt einziehen wollen.


    Was ich nur nicht verstehe, warum man auf sämtlichen Bestandsgebäuden immer noch Penthouse bauen bzw. "einen draufsetzen" muss? Beim abendlichen Bild könnte man vermuten, oben blickt der Innenhof heraus. Aber ansonsten gut abgestimmt!

  • ^
    ... von Penthouse-Wohnungen steht da nichts.


    Meinte auch eher, sie sehen wie welche aus.


    Laut L-IZ wird es dieses Jahr keinen großen Adventskalender geben, auch nicht an der THE POST, wie ein Bild-Reporter schrieb. Der Grund ist, dass er restauriert werden muss, der einer Neuanschaffung gleich kommt. Aber nach 17 Jahren wäre ein neues Motiv auch ganz gut.

  • Ich finde, das Staffelgeschoss ist eine architektonische Bereicherung für die ehemalige Hauptpost und für das Ambiente am Augustusplatz. Letztendlich geht es bei dieser Entscheidung auch "um die Kohle", auch ohne teure Penthouses (die sicher teuer weg gehen würden wie warme Semmeln).


    Mit der baulichen Entwicklung am Cityring, bislang eher vernachlässigt, kann man inzwischen sehr zufrieden sein. Neben diesem Projekt steht die Neubebauung am Wintergartenhochhaus kurz vor dem Start. Das neue Intercity-Hotel am Tröndlinring wurde dieses Jahr verwirklicht. Dahinter schließt nächstes Jahr die neue Zentrale der SAB an. Das Ringmessehaus befindet sich in der Realisierung (so der Unister-Gott weiter will) und die Höfe am Brühl sind realisiert. Das Hochhaus am Goerdelerring ist zumindest noch nicht vom Tisch. Das Sol Meliá geht ebenso nächstes Jahr an den Start, das Trias und die neue Propsteikirche werden nächstes Jahr fertiggestellt. Darüber hinaus werden die Pläne am Wilhelm-Leuschner-Platz mit Eröffnung des Citytunnels sicher konkreter werden und ich bin mir sicher, dass auch das Matthäi-Areal weiter in den Fokus der Investoren rücken wird.


    Statt von "der The Post" zu sprechen, darf hier gern weiter der gewohnte Begriff "Post" oder "Hauptpost" verwendet werden. The Post gefällt mir auch nicht. Den Threadtitel habe ich aufgrund des Projektnamens geändert.

  • Die am Augustusplatz neu errichteten Gebäude (Cityhochhaus, Gewandhaus, Paulinum und Oper) haben eine größere Baumasse als die Gebäude, die vorher dort gestanden haben. Die alte Hauptpost verträgt daher ein aufgesetztes Staffelgeschoss bzw. dieses veränderte Gebäude passt sich in den aktuellen Maßstab ein.


    Die drei am Georgiring stehenden Wohnplattenbauten wirken schon jetzt zu klein. Hier könnte ich mir eine Bebauung mit höheren Gebäuden vorstellen. Natürlich erst in ferner Zukunft.

  • Ich finde auch, per se ist gegen eine Aufstockung nichts einzuwenden, hätte mir aber gewünscht, dass man sich ein wenig mehr am Bestandsgebäude orientiert, indem man den Aufbau etwas stärker horizontal betont und ihn vielleicht ähnlich wie den, ähh, Mittelrisaliten zum Augustusplatz und den, ja, Erker zum Grimmaischen Steinweg noch mit hellem Beton einfasst.

  • Was will der Künstler uns damit sagen? Fast schade, dass schon Winter ist und die Bäume kein Laub mehr tragen...


    Laut Visualisierung hat man ja vor die Uhr wieder anzubringen. Im Wiki-Artikel zur Post steht, die sei in den 90er Jahren abmontiert worden. Ist sie noch eingelagert oder kann jemand etwas näheres zum Verbleib sagen?


  • Laut Visualisierung hat man ja vor die Uhr wieder anzubringen. Im Wiki-Artikel zur Post steht, die sei in den 90er Jahren abmontiert worden. Ist sie noch eingelagert oder kann jemand etwas näheres zum Verbleib sagen?


    Nach meinen Informationen ist sie abgebrannt.

  • Wenn man hinter die Schranke oder in die gedruckte Ausgabe der Leipziger Volkszeitung vom 08.01.2014 gucken kann, schon :lach: :


    Holger Krimmling von der Geschäftsleitung des Leipziger Projektentwicklers KSW erklärte, dass sich seine Firma mit der Stadtverwaltung nun über alle wesentlichen Punkte des Vorhabens geeinigt hätte. "Natürlich laufen noch Abstimmungen bei einigen Details, aber wir arbeiten mit den Fachämtern eng zusammen, sind optimistisch, im Mai die Baugenehmigung zu erhalten."


    Der Baustart soll unmittelbar nach dem Ende der Fußball-Weltmeisterschaft am 13. Juli erfolgen, da die Spiele auch auf dem Augustusplatz gezeigt werden. Die geplante Nutzermischung wird nun nun noch enger am Themenkreis Wissenschaftler, Startup-Firmen und Studenten ausgerichtet sein, versichert Krimmling. "Wir sind in guten Gesprächen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die diesen City-Standort als ideal für ihre Zwecke ansehen." Dabei reicht das Spektrum von Natur- und Sozialwissenschaften über Medizin bis Biotechnologie.


    Wie bereits berichtet wird die historische Aluminium-Vorhang-Fassade der 1961 bis 1964 errichteten Hauptpost denkmalgerecht aufgearbeitet, allerdings mit einer m.E. doch deutlichen Änderung. Gert-Ingulf Müller vom Leipziger Architekturbüro Fuchshuber & Partner: "Dabei tauschen wir lediglich die taubenblauen Glasflächen durch ein eleganteres Schwarz aus." Auch zu der Uhr unter dem Schriftzug "Post" wird eine Aussage getroffen: Sie wird wieder angebracht.


    Rechts neben dem alten Posteingang wird ein weithin sichtbarer, zentraler Zugang zu dem gesamten Ensemble geschaffen. Zu diesem gehören auch noch das frühere Telegrafenamt am Grimmaischen Steinweg, ein Altbau sowie zwei geplante Neubauten im Hof. Das Erdgeschoß ist für eine Reihe von Gewerbeeinheiten und Anlieferzufahrten vorgesehen. Der oben genannten Ausrichtung zuliebe verzichtete die KSW als ein Ergebnis der gemeinsamen Abstimmung mit der Stadtverwaltung darauf, eine große Filiale des französischen Sportartikelherstellers Decathlon als Mieter aufzunehmen. Zu den übrigen Läden zählen voraussichtlich eine Buchhandlung, Bank, Bäcker, Bio- und Supermarkt.


    Eine Treppe soll künftig an dem Haupteingang in die erste Etage hinaufführen. Die Situation ist auf den Visualisierungen im Beitrag #67 angedeudet, insbesondere bei dem Bild in der Nacht.[/B] Im Inneren des Komplexes ist ein großer Campus-Hof geplant, bei dem mit Cafés, Geschäften, Sitzmöbeln und Grün viel Aufenthaltsqualität geschaffen und so der nahegelegene Uni-Campus ergänzt werden soll. Jörg Zochert von der KSW-Geschäftsleitung stellt richtigerweise fest, dass die Mensa an der Moritzbastei oft völlig überlastet ist. In der ehemaligen Schalterhalle soll daher als ein Publikumsmagnet eine privat betriebene Mensa mit günstigen Speisenangeboten in eingerichtet werden. "Der Name Mensa ist nicht markenrechtlich geschützt", meint Zochert. "Die Architektur der Schalterhalle wie auch der benachbarten Fernsprechhalle bleiben auf diese Weise für jedermann erlebbar."


    Wie ebenfalls schon berichtet sollen in einem Teil der Hauptpost und den Neubauten im Hof ingesamt 384 Studentenapartments und 85 Service-Wohnungen sowie eine Tiefgarage entstehen. Selbstverständlich hat der geplante gläserne Dachaufbau auf der 110 Meter langen Hauptpost nun rein gar nichts damit zu tun, dass sich solche Flächen derzeit hervorragend vermarkten lassen. Architekt Gert-Ingulf Müller: "Hier ging es hauptsächlich um die Gestaltung, nicht um zusätzliche Flächen. ... Wir haben Respekt vor der klassischen Moderne der Sechzigerjahre, setzen über dem historischen Gebäude aber zugleich ein Zeichen für das Heute und die Zukunft." Wie ebenfalls schon berichtet soll in dem Aufbau eine öffentliche Panoramabar ihren Platz finden, die einen wunderbaren Ausblick vom Hauptbahnhof über den Augustusplatz bis zum Europahaus biete.

  • Leipzig: The Post - Revitalisierung ehemalige Hauptpost (i. Pl.)

    Als Pathos der Vermarktung kritisiert das Stadtmagazin kreuzer den Werbefilm der KSW-Gruppe zur Hauptpost. Ebenso kritisch wird das Staffelgeschoss gesehen, weil dadurch die zurückhaltende Architektur zum Augustusplatz hin zerstört würde und das Erscheinungsbild der Oper beeinträchtigen würde. An der künftigen Nutzung
    der Hauptpost gibt es aber offenbar nichts zu kritteln.






    Die Skybar wird als "retromoderne Interpretation eines Postschalters" im neuen gläsernen Dachaufbau unterkommen. Hier eine Visualisierung:





    Bild: The Post