Leipzig: The Post - Revitalisierung ehemalige Hauptpost

  • Die Fassade ist nun schon eine Weile zum großen Teil abgerüstet, bis auf die Bilder von betonbrille von Mitte Januar "von oben" gibt's aber irgendwie noch keine Aufnahmen, daher hier mal welche "von unten". Inzwischen ist man beim Dachgeschossaufbau auch schon um einiges weiter:






    Und der Schriftzug "POST" ist wieder sichtbar:



    Beim Motel One scheint die Fassade fast fertig zu sein, ich nehme mal an, dass hier bald die Abrüstung erfolgt:




  • Ich finde es, ehrlich gesagt, einfach nicht überzeugend. Die dunklen Fenster hätten meines Erachtens, ein wesentlich kräftigeren Eindruck gemacht. Auch kommen nun wieder die "Fehler" der Entstehung zur Entfaltung - das Fassadenstück mit dem Schriftzug ist aus zu dunklem Material. Kein Muschelkalk oder einfach eine weiße Fassade welche dann auch die hell-blau/graue Fensterfront zu Geltung bringt. Das weiße Fensterraster wirkt wie eine Velux-Schlacht (nix gegen den Hersteller) und hat keinerlei Feinzügigkeit. Ganz anders bei dem neuen Dachgeschoss, wo man ein feinere Gliederung erkennen kann.


    Hier hat sich der Denkmalschutz wirklich und abermals vertan. Die kuriose öffentliche Aufregung der schwarzen Fenster und des DGs durch die Retter einer "DDR-Architektur" haben das noch verstärkt. Eine Investition von 100 Mio. Euro hätte noch definierter und vor allem für den Augustusplatz prädestinierter ausfallen können.


    Das Ergebnis ist unter den Möglichkeiten. Sehr sehr schade. Aber zum Glück gibts auf allen Ebenen einen Generationenwechsel...

  • Mir hätte die Version mit den dunkleren Scheiben zwar auch ganz gut gefallen, aber den Denkmalschützern kann man bei gründlicher Überlegung diesbezüglich eigentlich keinen Vorwurf machen. Diese Glasfront ist essentiell für das Erscheinungsbild des Denkmals. Die dunkleren Scheiben und vergoldeten Profile wären doch ein erheblicher Eingriff gewesen. Kein Denkmalschützer, der seine Arbeit ernst nimmt, könnte dem zustimmen.
    Ansonsten finde ich das Gebäude auch in dieser Version sehr ansehnlich. Gut gelungene Sanierung eines wirklich hochwertigen Gebäudes.

  • ^ Sehe ich ähnlich. Ich fand Messing und dunkle Scheiben auch eleganter, finde das jetzt im Ergebnis aber doch recht überzeugend, bleibt man damit doch relativ nah an der originalen Erscheinung, was ja doch recht selten der Fall ist. Sieht dann halt auch einfach ein wenig mehr nach Ost- statt Westmoderne aus :)

  • Mein einziger Kritikpunkt: Die Glasscheiben bzw. die Fassadenstücke für Technikraum (oder Küche, o.Ä.) im Dachgeschossaufbau sind deutlich dunkler als die Fensterscheiben im bestehenden Gebäude. Von daher wirkt der Dachgeschossaufbau wie ein Fremdkörper. Zum Vergleich: die überarbeitete Visualisierung von den FUCHSHUBER Architekten.










    Bilder von mir.

  • Mein einziger Kritikpunkt: Die Glasscheiben bzw. die Fassadenstücke für Technikraum (oder Küche, o.Ä.) im Dachgeschossaufbau sind deutlich dunkler als die Fensterscheiben im bestehenden Gebäude. Von daher wirkt der Dachgeschossaufbau wie ein Fremdkörper.

    Dort oben werden gastronomische Einheiten platziert. Aber genau das war ja schon mein Kritikpunkt - die Fassade wurde von Denkmalschutz wieder so verändert, dass es mich gerade nicht mehr überzeugt. Es ist nicht mehr so wirklich stimmig.

  • Für die doch recht große Fassadenfläche finde auch ich den Eindruck sehr ansprechend. Kein unnötige Unruhe und die "französischen Balkons" geben dem ganzen noch etwas Lockerheit wie auch eine gewisse 1960er Jahre Eleganz.

  • Motel One III


    Das Baustoffgerüst wurde demontiert und die Gerüste wurden bis auf das Erdgeschoss zurückgebaut. Zurzeit erfolgen die letzten Arbeiten am Sockelbereich von Erdgeschoss und erstem Obergeschoss.



    Beim Hotelneubau stehen nur noch am Erdgeschoss die Gerüste. Der Personentunnel wurde wieder abgebaut.



    Der Sockel wird mit Naturstein verkleidet.



    Die Sockelmontage nähert sich dem Ende zu.

  • An sich ist der Bau gar nicht so schlecht, aber warum hat man in der Mitte nicht eine Betonung vorgenommen, sei es durch einen großen Erker, ein sichtbares Portal, Skulpturen, eine Installation oder einen sonstigen Kunstgriff.
    So wirkt das alles irgendwie viel zu monumental. Die Ansätze und die Bauausführung sind durchaus sehr gutes Niveau, aber in der groben Strktur des Gebäudes hätte viel mehr Potential gelegen!

  • Die Baumasse strahlt schon eine gewisse Eleganz aus, unabhängig kleinerer Details... Vor ein paar Tagen konnte ich mal kurz die Motel One Fassade aus der Nähe betrachten - deren Gliederung und die Materialien wirken schon ansprechend und hochwertig. Nur die Staffelgeschosse sehen von weiten etwas drückend aus.


    In Summe eine glückliche Fügung lange brach liegender Potenziale für die Innenstadt.