Leipzig: Gebäude f. Wissenschaft, Kultur, Medizin, Bildung, Sport

  • ^ ich finde die Proportionen eigentlich stimmig. Dass nun aus 2 Geschossen in der gleichen Höhe 4 Geschosse gemacht werden, ist sicher eine generelle Entwicklung seit sehr langer Zeit. Obwohl man auch sagen muss, dass der Name für das Quartier "Protzdendorf" nicht nur äußerlich passte sondern auch im Inneren der alten Villen. Wer das Glück hatte mal ein paar derer zu besuchen, wird wissen was ich meine. Deswegen sind Erwartungen der genau gleichen Proportionen sicher nicht gerechtfertigt.


    Ich meinte mehr das gesamte Bauvolumen, unabhängig von der Verteilung auf die einzelnen Etagen - da hätte eine Schrumpfung von 10-15% nicht geschadet. Wobei abzuwarten ist, wie es mit ein paar Büschen und Bäumchen davor aussehen wird, das könnte den Eindruck auch noch verbessern...



    Der Umbau zum Karl-Heine-Gymnasium startet mit dem Neubau der Brücke über die Kleine Luppe und der Befestigung der alten Ufermauer.


    Dazu die Visus:





    Quelle: http://www.m4-architektur.de/frames.html M 4 A R C H I T E K T E N.


    Von den Alternativen hab ich leider noch nichts gesehen... was mir sehr gut gefällt, ist die Anpassung an den Bestand. Dabei wird teilweise Bezug
    auf den ursprünglichen Plan genommen, der eine Doppelschule vorsah, die entsprechend gespiegelt den Innenhof umschließen sollte:



    Noch besser wäre der Verzicht auf den Versatz der Fenster gewesen, der vermutlich nicht unbedingt notwendig war und keine Verbesserung darstellt.
    Die neue Turnhalle passt sich zwar im Material an und der Effekt der durchbrochenen Fassade sieht von innen wahrscheinlich ganz gut aus, von außen
    könnte es doch etwas gleichförmig wirken, wenn es sich in dieser Form über die ganze Breite hinzieht (ist aber auf der Visu noch nicht wirklich
    zu erkennen).


    Interessante und naheliegende Entwicklung - aus Platzgründen werden beim Rahn-Bildungscampus im Graphischen Viertel Sport- und Erholungsflächen auf das Dach der Sporthalle wandern.

    Bereits bei der Klinger-Schule waren die Dachflächen u.a. für Freiluftunterricht vorgesehen.




    Zitat

    Das Gelände ist schwer einsehbar

    Trotzdem hab ich vor etwa einem Jahr ein paar Bilder gemacht...


    Zunächst die alte Turnhalle von außen, dann der Innenhof:







    "Die Brücke über die Luppe ist insofern bemerkenswert, als es die erste Brückenkonstruktion in Deutschland ist, deren Hauptträger in
    Lichtbogenschweißung hergestellt wurde." :cool:

  • Ich finde es wirklich toll, dass es wieder eine Schule wird. Ich habe jahrelang darin studiert und das Gebäude ist grandios, wie es verwunschen wie ein Wasserschloss im Palmengarten liegt. Es ist höchst funktional und dennoch sehr verspielt und bietet viel Aufenthaltsraum. Es freut mich somit sehr, dass es zu seiner ursprünglichen Funktion zurückgeführt und auch wieder erlebbar gemacht wird.
    Auch den leichten Bruch zu den Ergänzungsbauten finde ich angemessen, da sie trotzdem im selben Geiste gebaut werden, aber auch klar anzeigen, dass sie zeitgenössisch sind. Schön, dass man das Geld in die Hand nimmt und nicht einfach einen anderen Standort mit Flachbauten versehen hat.

  • Letzte Woche ist die neue Grundschule Forum Thomanum für 129 Kinder und 6 Lehrer offiziell eingeweiht worden. Rund 10 Mio Euro wurden dabei verbaut, davon ein Großteil mittels Spenden. Über die Eröffnung berichtete die LVZ.


    Ansicht Schreberstraße





    Der Neubau wurde hier schon kritisiert. Ich finde auch, dass der Putz einen wenig professionellen Eindruck hinterlässt. Man sieht jede Zigarettenpause.





    Der Altbau hingegen ist wieder recht hübsch saniert worden. So sah er noch bei der Grundsteinlegung vor zwei Jahren aus.


    Und heute so:



    Bilder: Cowboy

  • Umbau Karl-Heine-Gymnasium

    Zuletzt hier.


    Hier noch mal ein Blick entlang der Kleinen Luppe nach Westen. Die Ufermauer muss aufgrund ihres schlechtem Zustands ebenfalls erneuert werden. Im Hintergrund die Baustelle für den Ersatzneubau der Brücke, über die man später zum Karl-Heine-Gymnasium gelangt.




    Wenn man schon mal da ist, dann noch ein kurzer Blick auf die alte Turnhalle.


  • Kann der gewiss nötige Schwimmhallenbau im inneren Osten nicht besser platziert werden als auf dem Otto-Runki-Platz?! Gerade dort, wo durch die Haltestelle nebst Berufsschule mit ernormen Menschenmengen zu rechnen ist, ergibt es keinen funktionalen Sinn, eine Platzfläche auf die Breite eines Fußweges zurecht zu stutzen. Städtebaulich eingerückt sähe eine Schwimmhalle allerdings auch bescheiden aus. Verkehrlich ist zwar eine Haltestelle in der Nähe, doch eine Station weiter ergibt sich mit der Hermann-Liebmann-Straße eine ungleich vernetztere Anbindung.


    Genau dort sind auch Flächen größentechnisch geeignet: Gegenüber der nordwärtigen Bushaltestelle zwar recht klein (ca 800 m ² Grundfläche) und neben der Sporthalle Rabet bis zur Liebmannstraße bessere 1.100 m², wobei das marode Eckgebäude die Funktionsräume übernehmen könnte.


    Gerade jetzt zur Baumblütezeit sieht man sehr gut, wie wichtig Platzräume (Runkiplatz) sind, für eine angenehme menschliche Abfolge aus Straßenkanten und Freiflächen. Es muss dich innert der Stadträte soviel Verständnis geben, dass diese Zusammenhänge begreiflich sind.

  • Der Neubau des Funktionsgebäudes des FC Inter sorgt offensichtlich für einige Turbulenzen. Allein dass der Bau laut Berichten ohne Baugenehmigung begonnen wurde, ist schon bemerkenswert. Jetzt wurde das noch nicht fertige Objekt abgefackelt, wahrscheinlich durch Brandstiftung (MDR). Ich spare mir mal Spekulationen über die Brandstifter, die Aufklärungsrate bei solchen Delikten ist ohnehin extrem niedrig. Der Verein scheint aber insgesamt viel Unmut aus den unterschiedlichsten Ecken auf sich gezogen zu haben, ob berechtigt oder unberechtigt.

  • Ich glaube in kaum einer Stadt ist die Vereinspräferenz so ideologisch aufgeladen wie in Leipzig. Es sind auch nicht nur zwei sondern mit RB, Chemie, Lok, Roter Stern und Inter fünf Vereine, die sich untereinander alles andere als grün sind. Chemie und Roter Stern vielleicht mal ausgenommen.

  • Das waren bestimmt diese Stiernacken-Hools von RB, also diejenigen die aus Rache auch den BVB-Bus zerbombt haben…


    Die CG-Gruppe hatte ja damals medienwirksam das Inter-Stadion angekündigt – passiert ist bis heute nichts am Postbahnhof. Ich denke wenn der Verein auch infrastrukturell fest in der Stadt verankert wäre dann würden auch die Ressentiments gegen diesen von vielen "alteingesessenen" Fußballfans kritisch beäugten „Emporkömmling“ nach und nach verschwinden. Das einige Hohlköpfe aus der rechten Ecke dann immer noch etwas gegen den integrativen Ansatz des Clubs hätten...geschenkt.

  • Ich glaube in kaum einer Stadt ist die Vereinspräferenz so ideologisch aufgeladen wie in Leipzig. Es sind auch nicht nur zwei sondern mit RB, Chemie, Lok, Roter Stern und Inter fünf Vereine, die sich untereinander alles andere als grün sind. Chemie und Roter Stern vielleicht mal ausgenommen.

    Also Berlin und Hamburg fallen mir da auch ein.




    Aber mal zurück zum Thema:

    Kann der gewiss nötige Schwimmhallenbau im inneren Osten nicht besser platziert werden als auf dem Otto-Runki-Platz?! [...] Gerade jetzt zur Baumblütezeit sieht man sehr gut, wie wichtig Platzräume (Runkiplatz) sind, für eine angenehme menschliche Abfolge aus Straßenkanten und Freiflächen. Es muss doch innert der Stadträte soviel Verständnis geben, dass diese Zusammenhänge begreiflich sind.

    Sehe ich ganz ähnlich. Der Parkplatzstreifen nebenan wären eigentlich wesentlich besser dafür geeignet. Vor allem durch den dortigen Schulbau und eine Art "Campus Effekt". Gegebenenfalls wären hier auch schon Volumen Planungen für eine zukünftige Erweiterung der Schule stattfinden können.


    Also Schul- wie Sport/Freizeitbauten, mit einer logischen Schließung des Blockrands, wenn auch nicht in der ehemaligen Gebäudehöhe. Mit der Bebauung des Runkiplatzes nimmt man eigentlich eine Gestaltungsvariante des Viertels weg.

  • Das neue Seniorenzentrum im Viereck Max-Liebermann-/Olbricht-/Hedwig-Burgheim-Straße nimmt immer mehr Gestalt an. Mich dünkt, daß jeder verfügbare Quadratmeter auf dem Gelände genutzt wird. Die Max-Liebermann-Straße erhielt eine nördliche Fassung.












  • Zitat von Saxonia

    Ich glaube in kaum einer Stadt ist die Vereinspräferenz so ideologisch aufgeladen wie in Leipzig.


    Ich glaube, in kaum einer anderen Stadt gibt es eine ähnlich hohe Vielzahl an Fußballvereinen mit ähnlich aktiver Fanszene und ähnlich vielseitiger (manchmal auch zweifelhafter) Fankultur wie in Leipzig- im Osten (abgesehen von Berlin) schon gar nicht.


    Wer die Geschehnisse um den FC Inter die letzten Wochen verfolgt hat, bei der besagtes Funktionshaus ohne Baugenehmigung bis zum Brand den Höhepunkt darstellte, der weiß, dass sich der Fußballneuling in letzter Zeit wenig beliebt gemacht hat. Ich persönlich glaube nicht, dass Fans anderer Mannschaften für die Brandstiftung verantwortlich sind.

  • Das stimmt wohl. Wenn jetzt Chemie den Durchmarsch in die Regionalliga schafft, wird es richtig kuschelig. Vor allem die Polizei dürfte dann froh sein, dass RB wenigstens seine U23 aus dem Verkehr zieht.

  • Leipzig erhält für Schulen, Straßenbau und Öffentlichen Nahverkehr erneut Geld aus dem Zukunftssicherungsfonds des Freistaates. Insgesamt fließen Fördermittel in Höhe von 6,44 Millionen Euro. In die Sanierung von Schulen fließen 896.000 Euro. Nutznießer sind das Johannes-Kepler-Gymnasium, die Luise-Otto-Peters-Schule, die Carl-von-Linné-Grundschule und die Heinrich-Mann-Grundschule.


    PM Dirk Panter, MdL (SPD)
    http://www.dirk-panter.de/aktu…er-unsere-wachsende-stadt