Taunusturm-Projekt: Planungs-Thread 2003-2011 (geschlossen)

  • Schade. Die Form einer Kiste also wieder. Der alte Entwurf war zwar nicht das non plus ultra imho, aber interessant hätte ich gerade die Höhenstaffelung gefunden und die Wohneinheiten im Turm. Das fällt nun weg und hört sich für mich wie ein weiteres 0815 Hochhaus an. Auch wenns höher ist. Naja mal schauen wie das aussehen soll. In jedem Fall wird sich der Bau wohl verzögern, wenn doch noch so viel Planungsarbeit und Bürokratie anfällt.

  • Hm, die Erhöhung ist erstmal zu begrüßen, und zwar weniger weil damit die durchschnittliche Höhe Frankfurter Hochhäuser einmal mehr ziemlich genau getroffen wird (was eigentlich eher schade ist - zuwenig Abwechslung), sondern weil die Skyline-Ansicht von Osten her dadurch harmonischer wird.


    Der krasse "Sprung" / die deutliche Stufe links von der Commerzbank, die ja auch noch mit der hohen Antenne auf der "linken" Seite abschließt, wird dadurch vermindert. Ich glaube, das wird sich positiv auf das Gesamterscheinungsbild auswirken.


    Dass ein Restaurant oben enthalten sein soll, ist natürlich auch zu begrüßen. Jetzt kommen wir allerdings auch schon zu den Kritikpunkten:


    Schade, dass keine Wohnungen mehr im Turm selbst enthalten sein sollen; schade auch, dass man auf die langweilige Grundform einer Kiste zurückgreift, dass die Abstufungen entfallen (was für mich das größte Plus am alten Entwurf war), und dass man auf Glas statt auf Stein setzt. Es war ja fast schon zu befürchten, dass da kostenoptimiert wird.


    Aber: lasst uns erstmal den Entwurf abwarten, vielleicht sieht's am Ende ja doch auch mit abgestuftem Glas und den Mosaik-Verkleidungen ganz gut aus. Darunter kann ich mir im Moment noch gar nichts vorstellen.


    Das größte Problem an der ganzen Geschichte ist, dass sich der Baustart jetzt noch lange hinauszögern kann, wenn's Krach in der Koalition geben sollte. Hoffentlich geht das gut und der Investor verliert nicht nach ein paar Monaten kleingeistiger Streitereien die Lust an dem Projekt.

  • Erstmal Danke für die Zusammenfassung der neuen Informationen, Cyfi. :daumen:


    Aufgrund derer bin ich aber nicht so begeistert. Der ursprüngliche Entwurf war für mich perfekt für diesen Platz, brachte er doch ein ordentliches Maß an Urbanität an diese Stelle.
    Besonders reizvoll waren in diesem Zusammenhang die abgestuften Kuben mit dem Wohnanteil, der ja einen Hauch von Leben hoch oben beinhaltete, da die Kuben ja doch eine ordentliche Höhe erreichten.
    Desweiteren erachte ich das Zusammenspiel mit dem Taunustor als geradezu perfekt, die Fassade wäre neu und originell gewesen, wenn auch bieder und dennoch überraschend verspielt, aber dieser Stil finde ich passt am besten in die Stadt, auch im Zusammenspiel mit der restlichen alten verbleibenden Baumasse an dieser Stelle, zB. das alte Commerzbank Gebäude.
    Was die Höhenabstufung angeht sehe ich das anders. Die geplanten 135m wären ideal als Abstufung zur Wallanlage gewesen, ein schönes Auslaufen, gerade auch wegen der Kuben.


    Natürlich ist es schwierig über den neuen Entwurf zu urteilen wenn man nur ein paar Fakten zur Hand hat, aber das was ich da lese stimmt mich leider nicht optimistisch.
    Man kann leicht das Gefühl bekommen das nur aus Kostengründen umgeplant wird, bei gleichzeitiger Kastenarchitektur und nun erhöhter Bauhöhe, die in meinen Augen nur versucht die verlorene Fläche der Kuben kostengünstiger zu ersetzen.
    Diese Planung halte ich soweit für verfehlt.
    Dazu zählt für mich auch der geplante Einsatz einer Vollglasfassade mit Mosaik"vorhang".
    siehe zB. : http://www.architectureweek.co…13172_image_7.600x738.jpg
    Die Form könnte nur etwas werden wenn die vorgehängten Mosaikfassagen zB. Rundungen aufweisen um die reine Kantenstruktur aufzulösen.


    Die Ankündigung das es auf der obersten Etage ein Restaurant geben soll und evtl weitere Angebote auf dem Dach halte ich zwar für erfrischend, jedoch war dies auch im alten Entwurf so geplant.
    Vor allem der Galerierundgang beim alten Entwurf wäre faszinierend geworden.


    Was die neue Höhe angeht, sofern sie überhaupt zugelassen wird (da andere Entwickler nachziehen werden wenn es darum geht den HHRP auszuhebeln), befürchte ich nun das sich zukünftig in Frankfurt wirklich nur noch 150m als kostengünstigste und effizienteste Lösung durchsetzen werden.
    Was dies für das Stadtbild bedeutet muss ich ja nicht gross ausführen.
    Eine mögliche interessante Durchmischung an Bauhöhen oder Höhenabstufungen wird so nicht gewährleistet können.

  • Der bisherige Entwurf hätte mir auch besser gefallen als eine "Kiste" (trotz 'nur' 135 m), dennoch hoffe ich, dass die schwarz-grüne Koalition bei 150 m mitspielt.
    Schließlich sollte laut altem HH-Rahmenplan auf diesem Gelände nur 115 m gebaut werden dürfen, analog Japan-Center.
    Als im März 2000 das 135-m-Modell präsentiert wurde (das dann 2001 noch einmal um 90 Grad 'gedreht' wurde), war die Aufregung zunächst auch sehr groß, aber es wurde sich schließlich dem Druck der Investoren gebeugt.
    Ob sich die Geschichte ein zweites Mal wiederholt, wird sich zeigen.

  • Optimallösung: die Stadt erlaubt 150 Meter, aber nur unter der Bedingung, dass das ursprüngliche Design (annähernd) erhalten bleibt:) .
    In jedem Falle finde ich es sehr bedauernswert, dass es nicht - wie versprochen -gleich los geht, vor allem für die Taunusanlage, die an dieser Stelle dringend aufgewertet werden müsste.

  • Man kann ja froh sein, dass überhaupt was gebaut wird.


    Aber seien wir mal ehrlich. Glasmosaik...blablabla.
    Meine Interperation:
    Ein Glaskasten mit bunten Gläsern (uih...sehr innovativ!).
    Der alte Entwurf war um Längen besser, dadurch, dass er sich harmonisch an die Wallanlage und am Japan Center angepasst hat. Auch hätte der alte Entwurf viel mehr zur Urbanität an dieser Ecke beigetragen.


    Ich bin auch auf den neuen Entwurf gespannt, aber was soll schon bei rauskommen??....eine Kiste mit Glasfassade. Der alte Entwurf hatte viel mehr Persönlichkeit, jetzt wirds doch nur ein weiteres 08/15 Gebäude, da können auch 15 Meter mehr nicht drüber hinwegtrösten.
    Schade.

  • Ganz ehrlich? Ich kann die Begeisterung für den alten Entwurf nicht nachvollziehen. Viel zu massiv und düster, hätte die Taunusanlage in finstere Nacht verwandelt. Klar, der abgestufte Baukörper hätte einen gewissen Reiz gehabt - aber diese Mega-Geschossfläche auf nur 135 Metern? Nein, 'Schön' ist etwas anderes, IMHO.


    Die Ankündigung lässt nun einen gewaltigen Raum für Spekulationen, es könnte ganz schlimm kommen - aber auch ganz schick. Ich bin auf jeden Fall gespannt und freue mich auf schlanke 150 Meter, die hier viel besser wirken werden!

  • So sehe ich das auch. Der alte Entwurf bietet sicher auch Anlass zur Kritik, einen gewichtigen Punkt hat mahlzeit schon genannt, und bevor man von Enttäuschung spricht, sollte man den neuen Entwurf schon einmal gesehen haben. Auf Grundlage der bisherigen Informationen kann sich bestimmt keiner ein auch nur annähernd scharfes Bild machen. Dies gilt besonders für die Gestaltung der Fassade, hier scheint in der Tat nahezu alles möglich.

  • Natürlich kann man ohne Informationen nichts zu dem "neuen" Kaiserkarree sagen aber meiner Meinung nach war der alte Entwurf einfach perfekt, vllt das beste hochhaus für diese Stelle.
    Weiß jemand ab wann man mit neuen Informationen rechnen kann?

  • 1. ich bin hauptsächlich verwundert, was die vorgehensweise des bauherren angeht. wenn jetzt eine neue baugenehmigung erforderlich ist, verzögert das doch alles erheblich.
    wenn es um einsparungen geht, dann hätte man vielleicht am alten entwurf auch etwas einsparen können.


    2. andererseits gilt auch: abwarten. wer weiß wirklich, was jetzt kommt. die anderen von tishmanspeyer gebauten häuser sind doch ganz ansehnlich!


    3. richtig erheiternd finde ich aber viele kommentare - jetzt wo es wohl nicht gebaut wird, war "kaiserkarree" das traumhaus aller...:lach:
    den einwand mit der torsituation kann ich ja auch etwas verstehen - aber auch mit 135 m wäre es wohl ein schiefes tor geworden. und normalerweise schreien alle nur nach "höhe, höhe":lach:

  • Bezüglich der Höhe - Baugenehmigung. Der Opernturm wurde ja wohl auch deswegen höher zugelassen, weil TS 5 400 qm zum Rohtschildpark dazugibt. Vielleicht gibt es ja einen ähnlichen Deal bezüglich einer Vergrößerung der Taunusanlage. Das wäre gar nicht schlecht.

  • Dieser Deal wurde schon mit dem Hochhaus in genehmigter Form gemacht. Ein Flügel der Bestandsgebäude ragt nämlich, warum auch immer, trotz Wallservitut in den Anlagenring herein. So oder so wird die Flucht wieder hergestellt. Eine Vergrößerung der Parkanlage wäre nur durch Zurückweichen hinter diese Flucht denkbar, was weder wünschenswert noch von der Ausnutzung her möglich wäre.


    Auf diesem Foto von ec8or von Mai 2007, aufgenommen vom Trianon, ist das gut zu sehen:



    Bild: ec8or

  • Ich denke nicht, dass es dem Bauträger nur darum geht, Geld zu sparen. Ich kann mir vielmehr vorstellen, dass die etwas komplizierte Doppel-U-Struktur mit unterschiedlichen Höhen der auskraygenden Gebäudeteile des bisherigen Entwurfs im Rahmen der Vermietung nicht unbedingt gut ankommen, insbesondere wenn man den Turm an verschiedene Mieter vermieten will, die jeweils nur einige Etagen beziehen wollen.


    Ich fand den bisherigen Entwurf auch interessant, allerdings auch nicht perfekt. So wirkte zB die Struktur mit den unterschiedlichen höhen der Aukragungen mE doch recht unruhig. Auch eine 'perfekte' Torsituation mit dem Japan-Center hätte sich gerade nicht ergeben, da das Gebäudteil des bisherigen Entwurfs, das zur Taunusanlage hin die Torstiuation herbeiführen sollte höher geplant war, als das Japan-Center.


    Insgesamt bin ich gespannt auf den neuen Entwurf und kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass Tishman Speyer hier auf eine 08/15-Kiste setzt. Erst wenn man den neuen Entwurf kennt, wird man sich ein Urteil bilden können. Ich hoffe jedenfalls, dass sich das ganze nicht allzusehr verzögert.

  • Ich finde diesen "Fortschritt" absolut herausragend, sehr erfreulich und bedeutend, wenn nicht gar entscheidend als Beleg dafür, daß das Kaiserkarree tatsächlich (bald!?) gebaut wird.


    Darauf kommt es m. E. an, und nicht auf ein paar Monate früher oder später.


    Mit einem Hinweis auf Tishman Speyer (samt Bauzaun) fing es auch beim Opernturm an und dann ging alles recht flott...:)

  • hier nun ein bild des tishman-speyer-banner. daneben hängt jetzt ein schild von einer bewachungsfirma, hatte dies im ersten moment für ein schild einer abrissfirma gehalten...:nono: auch wenn noch unklar ist, was gebaut wird, könnte man ja die alten kästen mal abreissen!



    ps nicht rummeckern wg der grösse, hab hier ein kleines problem...

  • Aber der Abriss kostet ja auch Geld! Man wird logischerweise immer erst so spät investieren wie nötig, rein aus wirtschaftlichen Gründen (Zinsersparnis, Liquidität etc.). Du kaufst Dir auch nicht heute einen Ledermantel, den Du erst in 2 Jahren benötigst!


    Ungeachtet dessen, kann es sich auch um steuerliche Gründe handeln. Hier können Zeiträume zwischen Erwerb, Abbruch und Neubau eines Objektes zu unterschiedlichen steuerlichen Auswirkungen (entweder: sofort abzugsfähiger Aufwand oder: Herstellungskosten = Aufwand über die Abschreibung auf die Nutzungsdauer des Gebäudes verteilt) führen etc. pp.


    Also alles Sachen, die wir Laien so gar nicht durchschauen können, sag ich mal.


    Auch ich war am 02.07.2008 an der künftigen Baustelle, da hat definitiv das Schild der Bewachungsfirma noch nicht gehängt. Es tun sich also Kleinigkeiten. Durch die Umplanung ist die Verzögerung aber verständlich. Ich denke aber, wir werden in nicht allzu langer Zeit neues von dem Projekt hören. Es handelt sich hier immerhin um Tishman Speyer, und die haben sich noch immer durchgesetzt...;)

  • Ausschreibungen ruhen

    Tishman Speyer hat alle Firmen die Ihnen in der 1. Runde die Baugrubenerstellung angeboten haben eine Info geschickt, daß es Ende August mit einem geändert Konzept (also auch Baugrubentiefe) weitergeht.


    Logischerweise ändert sich bei einem geänderten Baukörper über der Erde auch der Teil in der Erde, und zwar nicht nur in der Ebene sondern auch in der Tiefe. Kann sein, daß nun auch eine Spezialgründung erforderlich wird. So etwas nach dem architektonischen Neuentwurf zu berechnen (optimiert) dauer halt.


    Schau'n mer mal....


    the _foundator

  • Was ist eine "Spezialgründung"? Bei geringerer Grundfläche und höherem Gebäude erhöht sich halt die Flächenpressung. Ergo gibts halt mehr, dickere oder längere Pfähle. Vom System einer KPP wird man wohl kaum Abrücken.
    Tatsächlich wird doch aber auch sicherlich die Baugrube über das gesamte Baufeld reichen, da wird man trotz schlankerem Trum auf keine Fläche verzichten wollen.