Ich sehe darin kein zeitpolitisches Problem, schließlich beweisen andere Metropolen vor allem in Asien das Gegenteil. Für mich ist der Abriß des alten Ku'damm-Ecks der Hauptgrund für den Niedergang des Kurfürstendamms! Es war in seiner funktionalen Vielfalt Anziehungs -und Ausgangspunkt sowohl für Berliner als auch für Besucher. Der Neubau dagegen ist nur Herberge mit Klamottenabteilung! Und die grelle Wandzeitung treibt Passanten bei Dunkelheit zusätzlich in die Flucht!
Stadtgespräch Berlin / dies und das
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Licht ist Leben. Licht verkörpert Lebendigkeit am Tag und in der Nacht.
Wer an L.A. und seine sonnigen Baywatch Strände denkt oder an das Lichtermeer von Werbung in Tokio hat instinktiv das Bild von aktiven Städten vor Augen.
Menschen fühlen sich von Licht und dessen Austrahlung angezogen und messen ihm Wichtigkeit und Energie bei.
Berlin ist, das muss man leider sagen, eine der unbeleuchtedsten Weltstädte und hat enormes Aufholpotential. Auch das Image von Berlin ist nicht von Bling Bling dominiert. Die besten "Licht" Bauten zeigen jedoch schon den Weg in die Zukunft; O2 World, DB Tower, Quartier 2006- Friedrichstr.
Innerhalb Deutschlands hat wohl München mit der Allianz Arena (seinem Las Vegas Bau) die Nase vorn....
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Hätte man beim Neubau des Ku'damm-Ecks konsequent die alte Funktionalität beibehalten, so wäre dieser Bau von wesentlich höherer Attraktivität gekennzeichnet und übte positiven Einfluß auf das Umfeld. Hier mal wieder einer meiner "Over-The-Top"-Entwürfe dazu:

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Kein Kommerz am Bebelplatz
Wegen seiner historischen Bedeutung werden ab sofort (?) keine kommerziellen Veranstaltungen wie etwa die 'Fashion Week' auf dem Bebelplatz stattfinden (Artikel in der Morgenpost). Auch die Kunsteisbahn, die jeden Winter aufgebaut wurde, ist von dem Beschluss betroffen. Die Veranstalter waren nach eigenen Angaben von der Entscheidung völlig überrascht.
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Die Nutzung des Platzes war bisher doch eher zurückhaltend - im Gegensatz zu den häufigen Veranstaltungen mit Ramschcharakter am Potsdamer Platz oder auch am Pariser Platz...
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^ Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Die Nutzung war bisher ja durchaus moderat und keinesfalls ganzjährig. Und bei Sanierungsarbeiten hat die Stadt ja offensichtlich auch keine Probleme, alles mit Werbung vollzuhängen. Das wird sehr schwierig, einen atmosphärisch ähnlich schönen Platz für Fashion Week und Kunsteisbahn zu finden (was im Endeffekt ja auch dem Eindruck zu gute kommt, den Besucher von Berlin haben). Schloßplatz und Washingtonplatz als Vorschläge sind jedenfalls überhaupt nicht vergleichbar und als Vorschläge beinahe als frech zu bezeichnen. Von Frau Alice Ströver wüsste ich unabhängig davon gern, wie viele Plätze es "zwischen Hauptbahnhof und Kanzleramt" gibt. Ich zähle da einen.
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Schlage den Lidl-Parkplatz am Westhafen als Favoriten für die Fashion-Week vor.

Also ich verstehe ja die Entscheidung. Ist ja auch gar nicht so schlimm. Gibt schließlich gleich um die Ecke weitere sehr repräsentative Plätze.
Allerdings sind die vorgeschlagenen Ausweichplätze nun wirklich nicht gerade die besten -
buergm: An welchen Platz denkst du denn da? Gendarmenmarkt und Pariser Platz haben einen ähnlichen Charakter und liegen in der Nähe, aber warum sollte man 'gediegene' Veranstaltungen nicht auch auf dem Bebelplatz erlauben? Ich wünschte mir, amn würde gegen manche Ballermann-Veranstaltung vorgehen - der Pariser Platz leidet meiner Meinung nach viel mehr über die Nachfrage nach repräsentativem Raum.
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^ Dito. Also mir fällt es sehr schwer, ähnlich repräsentative und geeignete Orte in Mitte zu benennen, auch wenn es die angeblich en Masse gibt. Insgesamt wird das den Druck auf den Pariser Platz noch erhöhen und das Brandenburger Tor noch öfter zugestellt sein.
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also ich denke da in erster Linie tatsächlich an den Gendarmenmarkt.
Für die 'gediegene' Fashionweek kann man sicher auch andere Plätze benutzen, die nun nicht so repräsentativ sind. Auch den Pariser Platz (...was denn nun? gediegene oder Ballermann-Veranstaltung? Und wiso darf das auf den Bebel-Platz und nicht auf den Pariser Platz?), Hackescher Markt wäre auch ganz passend m.M.n., oder meinetwegen auch am Potsdamer Platz.
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^ Gut, der Gendarmenmarkt wäre wohl tatsächlich geeignet, es stellt sich allerdings die Frage danach, wann, wie lange und vor allem wie er umgebaut wird.
Der Hacke'sche Markt ist mit Freisitzen und Märkten belegt, der Pariser Platz ist wie bereits geschrieben bereits dauerbelegt mit Veranstaltungen und verträgt kaum noch zusätzliches, der Potsdamer Platz wird ja bereits regelmäßig von Ballerman-mäßigen Veranstaltungen genutzt. "Zahlreiche Alternativen", wie von den beiden Kulturpolitikerinnen behauptet, stelle ich mir wirklich anders vor.
Zu guter Letzt nützen diese ganzen Vorschläge der Eisbahn allerdings nichts, denn sämtliche Alternativen sind rund um die Weihnachtszeit natürlich bereits belegt.
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Mal wieder schafft man sich seine eigenen Probleme...Wie wärs mit dem Kulturforum? Da finden keine Weihnachtsmärkte statt und man beschwert sich doch darüber, dass die Ecke nicht richtig wahrgenommen wird.
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Ballermann am Brandenburger Tor
Nach dem Verbot für kommerzielle Veranstaltungen auf dem Bebelplatz betrachtet der Tagesspiegel einmal die aktuelle Situation um den Pariser Platz.
Auch hier gibt es Stimmen, die gegen eine Eingrenzung der Kirmis-Atmosphäre und für eine striktere Auswahl der genehmigten Veranstaltungen sind. Laut dem zuständigen Ordnungsamt würden allerdings schon strengere Kriterien angelegt als früher - das Problem ist das nach wie vor extrem große Bedürfnis, von der Prominenz dieses Ortes zu profitieren.
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Knapp 5000€/m2 ist nicht billig. Das stimmt schon. Aber Berlin will sich ja nicht mit Städten wie Gelsenkirchen messen (nichts gegen Gelsenkirchen), sondern mit Metropolen wie London/New York, wo man gerne mal 10.000 bis 11.000 €/m2 ausgeben kann.
Von daher relativieren sich die teuren Berliner Quadratmeterpreise.
Ich finde es super, dass solche Immobilien in Berlin, vor allem an der Stelle, nämlich in Mitte gebaut werden.Novaearion, kannst du nicht mal ein paar Schnappschüsse vom Baufortschritt von L219 machen? Würde mich freuen und andere interessiert das sicher auch

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Nur das man in Berlin halt nicht so viel verdienen kann wie in NY oder London, insofern werden einfach nur die normalen Bürger verdrängt. Aber ich freue mich, dass im Zentrum nachverdichtet wird

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Um verdrängt zu werden, bedarf es aber trotzdem Jemanden der diese Preise zu zahlen bereit ist. Offenbar besteht da auch in Berlin keine Mangelware.
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^Relativ. Wenn man sich einen Immoatlas anschaut dann ist der übergroße Teil des berliner Stadtgebietes noch äußerst preiswert bzgl. Mietzins/m2. Kann es sein dass da in der berliner Debatte über "Gentrifizierung" etc. mal wieder nur über die untersten 10% und obersten 10% der Haushaltseinkommen diskutiert wird?
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Mitte hatte über lange Zeit einen hohen Leerstand zu verzeichnen, der sich in den letzten Jahren aber drastisch verringert hat. Wenn ich mich richtig erinnere von über 8% auf unter 2%. Die Nachfrage ist nach wie vor hoch. Entsprechend passen sich auch die Mieten an.
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