City & Wallring | Thier-Galerie [realisiert 09/2011]

  • Auch ich habe die Thier-Galerie getestet.


    Sorry fürs Off-Topic, aber: ein paar Absätze würden in einem solchen Text wesentlich zur Lesbarkeit beitragen:


    Mit der Thier-Galerie hat die Dortmunder-City eine attraktive, teilweise hochwertige, Ergänzung zum bestehenden Einzelhandel hinzu bekommen. Der Haupteingang zur Galerie, die 27.500 m² neue Einzelhandelsfläche geschaffen hat, befindet sich am Berlet-Haus, welches zunächst abgerissen und dann neu gebaut wurde. Das "neue" Berlet-Haus ist deutlich schöner als sein Vorgänger und das liegt nicht nur an der Außenterasse, die ergänzend zur Food-Lounge im 2. Obergeschoss geschaffen wurde. Erfreulicherweise kann der Mieter Starbucks auch ein paar Außensitzplätze anbieten, was den Bereich um den Haupteingang sicherlich noch etwas auflockert und das Center gewissermaßen auf den Westenhellweg verlängert. Lässt man den Haupteingang hinter sich, erreicht der Besucher bereits nach kurzer Dauer die erste und auch einzige Glas-Rotunde. Von oben fällt viel Tageslicht in die Ladenstraße, die sich in der Rotunde befindenden Rolltreppen (goldene Farbe) bringen den Besucher wahlweise ins Unter-/1.- oder 2. Obergeschoss. Zudem sind hier Aufzüge vorhanden. Der Eingangsbereich am Westenhellweg ist durchweg ansprechend gestaltet, die Brachenverteilung ist an diesem Punkt extrem gut gelungen. Gelangt man über die Rolltreppen/Aufzug in die Food-Lounge im 2. Obergeschoss, eröffnet sich einem der Blick auf 14 verschiedene Gastronomieanbieter. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei, ganz egal ob jung oder alt. In einem Center wird natürlich kein 5-Sterne Restaurant verlangt, so dass man mit dem vorhandenen Angebot absolut leben kann. Die Food-Lounge ist durch die Glas-Rotunde mit Tageslicht durchflutet. Der ursprünglich geplante Außenbereich auf dem Dach des Berlet-Hauses, konnte aufgrund der dort vorhanden Technik leider nicht umgesetzt werden. Es sind ausreichend Sitzplätze zur Verfügung, zudem gibt es die bereits angesprochene Außenterasse. Die Food-Lounge ist funktional gestaltet, man soll hier nicht wohnen, sondern lediglich essen und eine Pause vom Shoppen machen. Daher ist alles soweit zufriedenstellend. Zudem befinden sich in der Food-Lounge auch WCs (ebenfalls an der rechten Ladenstraße auf dem Thier-Areal vorhanden). Auffällig ist die aufgeklebte, goldene Applikation an der Rotunde. Ein großer Nachteil an dieser Stelle ist, dass man von hier nicht direkt zum 2. Obergeschoss des Centers auf dem Thier-Areal herüber laufen kann, sondern zunächst wieder ins 1. Obergeschoss zurück muss, um sich dann Richtung Thier-Areal bewegen zu können. Auf dem Weg dort hin, durchläuft man auch das Glasgebäude an der Silberstraße, welches mit seinen Treppen und Aufzügen irgendwie an eine U-Bahn-Haltestelle erinnert. Erreicht man dann das Thier-Areal, fällt einem erneut zunächst das viele Tageslicht auf, welches durch das weitläufige Glasdach in die Galerie fällt. Danach erblickt der Besucher das drei-eckige Haus-im-Haus, eine völlig neue Art von Shopping-Center. Durch das große Glasdach erscheint dieser Bereich des Centers zunächst deutlich größer, als er es in der Realität eigentlich wirklich ist. Jeweils rechts und links in der Ladenstraße liegen auf halber Wegstrecke die Aufzüge. Die Beschilderung in diesem Bereich ist sicherlich ausbaufähig. Über Brücken gelangt der Besucher in die Ladenstraße des Haus-im-Haus. Möchte er die Rolltreppen (schwarze Farbe) benutzen, muss er jedoch zurück die ursprüngliche Ladenstraße. Die Fläche im 2. Obergeschoss des Haus-im-Haus, wo eigentlich eine Kulturinsel vorgesehen war, wird nun als Lagerfläche für die Mieter genutzt. Auch hier kommt wieder die aufgeklebte, goldene Applikation zum Einsatz. Die goldene Krone des eigentlichen Centers ist dagegen geairbrusht worden. Ein Problem könnte sich mit dem Glasdach an warmen Tagen ergeben, lassen sich doch eindeutig zu wenig Fenster öffnen. Zudem fällt negativ auf, dass die Ladenstraße im 2. Obergeschoss nicht komplett rundherum durchlaufbar ist. Dies ist u.a. ärgerlich, da genau hier zukünftig noch ein Fitnessstudio eröffnen wird. Möchte man von hier zur Food-Lounge, besteht wieder dasselbe Problem wie vorhin geschildert. Mit dem Eingang Hoher Wall besteht zudem eine Zugangsmöglichkeit im 1. Obergeschoss, die in ihrer Gestaltung zu gefallen weiß. Der Außenbereich am Hohen Wall bietet die Hövels-Hausbrauerei mit Biergarten, eine Fläche des Eiscafés sowie zukünftig ein Restaurant mit Cocktail-Angebot. Ebenfalls ist hier noch ein Kinderspielplatz geplant. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Thier-Galerie ein wirklich schönes Shopping-Center geworden ist, welches jedoch auch seine Schwächen hat. Neben der schlechten Beschilderung und der teilweise stickigen Luft unter dem Glasdach bei warmen Temperaturen, werden von den Besuchern unter anderem die Steuerung der Aufzüge oder die Toiletten bemängelt. Die Mieterliste der Thier-Galerie bietet neben den Standard-Mietern einige neue Marken. Neben Primark, Hollister, Tommy Hilfiger und Gant im Erdgeschoss weiß ganz besonders das Untergeschoss mit Mietern wie Bench, Adidas, O'Neill, Billabong/Elements, G-Star und Theo Wormland zu gefallen. Auch in den anderen Branchen werden teilweise neue, interessante Mieter angesiedelt, mit denen die Mehrheit der Besucher in Zukunft sicherlich noch die ein oder andere Entdeckung verbinden wird. Die wichtigsten Faktoren (Verkaufsfläche, Architektur, Fassade, Innen-Gestaltung, Mieter, Service-Angebot, Erreichbarkeit, Parkplätze) zusammengenommen, gibt Thier2011.de der Thier-Galerie ein Gut minus. (2-). In der Zukunft neu hinzukommende Mieter, gestalterische Veränderungen oder Events können den Eindruck natürlich noch verbessern.

  • Sorry fürs Off-Topic, aber: ein paar Absätze würden in einem solchen Text wesentlich zur Lesbarkeit beitragen:


    Zitat von Dortmunder

    Auch ich habe die Thier-Galerie getestet. [...] Danach erblickt der Besucher das drei-eckige Haus-im-Haus, eine völlig neue Art von Shopping-Center.


    Hmm, ich frage mich, was an diesem sog. "Haus-in-Haus" so völlig neu sein soll? Die Situation ist doch lediglich dem Grundstückszuschnitt geschuldet. Mit diesem Innenbereich gelingt es halt einen für die Geschäftslagen zwingend erforderlichen Rundlauf für die Kunden und keine lineare Struktur zu schaffen. Etwas besonderes erkenne ich daran also nicht.


    Stimmt wurde nicht in der Planungsphase davon berichtet, dass in diesem Haus im Haus auch eine Art "Kulturforum" eingerichtet werden soll? Gut, die Aktionsflächen werden in der Regel erst eingerichtet, sobald der erste Besucheransturm vorüber ist. Aber wird neben kommerziellen Aktionen auch tatsächlich Platz für "wahre" kulturelle Veranstaltungen sein - und ist das in einem Konsumtempel überhaupt erforderlich?


    Ich bin beruhigt, dass auch einige andere User die TG nicht nur uneingeschränkt positiv sehen. Aber als Ergänzung des Einzelhandelsangebotes in der Dortmunder City finde ich sie schon gelungen, so dass die "restliche" City auch weiterhin genug eigene Anziehungskraft behalten und nicht von dem EKZ überstrahlt wird.


    Die Banalität der Food Lounge dient nur dem Erhalt von Altem Markt und Klepping als "Gastro-Hotspot" ;) in der City.

  • Aber als Ergänzung des Einzelhandelsangebotes in der Dortmunder City finde ich sie schon gelungen, so dass die "restliche" City auch weiterhin genug eigene Anziehungskraft behalten und nicht von dem EKZ überstrahlt wird.


    Und genau das war sollte das Ziel gewesen sein. Wenn es an der Thier-Galerie nichts auszusetzen gegeben hätte, dann wärel der Westenhellweg jetzt wahrscheinlich am Ende. Ich denke, eine gute Mischung. Wir Dortmunder sind erfreut.

  • Benevolo

    Warum soll das "Haus im Haus" dem Grundstückszuschnitt geschuldet sein? Das Areal ist großzügig bemessen und der Schnitt hat den Planern sicherlich keine schlaflosen Nächte bereitet. Ich kann jetzt nur spekulieren, aber aufgrund des bewussten Verzichts auf einen großen Ankermieter mussten die Verkaufsflächen zwangsläufig kleinteilig gestaltet werden. Soll heißen: Während ein großer Mieter mit noch nicht einmal einer Hand voll Eingängen auskommt, benötigt jede kleine Einheit einen separaten Eingang inkl. Fensterfront. Durch das "Haus im Haus" entstanden zusätzliche Ladenzeilen und diese ermöglichen eben genau jene.

  • nur so

    Verstehe den Streitpunkt hier nicht ! Die Thier Galerie hat Ihre Aufgabe mehr als erfüllt. Ich finde die Architektur, innen wie außen gelungen. Der Geschäftemix ist ebenfalls akzeptabel zumal wir hier ja nicht in Düsseldorf sind.
    Zusätzlich sind nun die anderen Geschäfte ringsum gezwungen ebenfalls zu renovieren oder umzubauen. Dies geschieht ja bereits. Also was will man mehr ?
    Außerdem ist die "Haus im Haus" Gestaltung der eigentliche "Eye-Catcher" egal aus welchem Grund sie nun entstanden ist.
    Immer auch daran denken wie die Gegend vor dem Bau aussah :daumen:

  • Haus-in-Haus

    Ich schwöre ich habe nicht abgeschrieben und den Artikel erst später gelesen, aber die Immobilienzeitung greift die Fragestellung nach der Besonderheit "Haus-in-Haus" auch auf (Artikel leider nicht online) und begründet es ebenfalls mit dem Grundstückszuschnitt.


    Wichtig für ein EKZ ist es einen Rundlauf zu erreichen, um keine unvermietbaren Randlagen zu erhalten. So wurden die innenliegenden Flächen halt als separates Haus tituliert. Ich erkenne hier bloß keine Besonderheit. Der Innenbereich ist für mich gestalterisch-architektonisch nicht als eigenständiges Gebäude zu erkennen. Er ist halt der Gebäudekern.


    Ähnlich ist es doch beim LP, wo die im Gebäudekern liegenden Geschäfte aufgund der größeren Grundfläche des Komplexes allerdings als nicht als solcher zu erkennen ist.


    Ist ja auch alles nicht schlimm. Für mich ist das Theme "Haus-in-Haus" (bislang) lediglich eine Marketingstrategie, um eine Besonderheit an der TG herausstellen zu können. Ich hatte halt - wie bereits erwähnt - aufgrund der Herausstellung irgendetwas anderes erwartet.


    Mir gefällt die Thier-Galerie und jetzt gilt es zu beobachten, welche mittel- bis langfristigen Auswirkungen sie speziell auf den Ostenhellweg hat und wie lange nun die wertige Entwicklung des ehemaligen Karstadthauses an der Kampstraße dauert. Dem oberen Westenhellweg tut sie jedenfalls gut. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Kunden bei Möbel Büker gesehen, einschließlich mir. :D

  • Verstehe den Streitpunkt hier nicht ! Die Thier Galerie hat Ihre Aufgabe mehr als erfüllt. Ich finde die Architektur, innen wie außen gelungen. Der Geschäftemix ist ebenfalls akzeptabel zumal wir hier ja nicht in Düsseldorf sind.


    Geschäftemix.
    Es gibt einige Geschäfte, die ein mehrwert für Dortmund bedeuten. Aber vieles gibt es bereits lange.
    Deichmann habe 'ich' hier direkt im Hause am Westenhellweg 60. Der Unterschied? Hier am Westenhellweg hat Deichmann ca 4 x soviel Auswahl. Links von mir ist Douglas: gleiche Geschichte. Hier ist viel mehr Auswahl
    Das Gleiche für Thalia und noch zig andere Geschäfte.


    Warum sind diese Geschäfte überhaupt In der TG vertreten? Nun, einfache Antwort: sie sind vertraglich verpfichtet. Sie müssen mit einer - auch wenn noch so klein - in jeder ECE vertreten sein.


    Ich habe mich zB auch auf das Geschäft mit Bürobedarf gefreut. Na vergiss es. Es grenzt schon an einem Wunder, dass sie Papier in der Größe A4 haben. Die Geschäfte sind soooooo klein. Dagegen ist Kaufhof reine Luxus.

  • Die Galerie ist vor noch nicht mal zwei Wochen mit vielen Vorschusslorbeeren (auch von mir) eröffnet worden. Nach den ersten Sichtungen wurde sie allerdings von einigen Dortmundern Usern teilweise kritisiert. Im weiten Teilen kann ich die Kritik und das Lob nachvollziehen.


    Die Außenansicht:
    Der Aufbau der alten Fassade des Berlethauses (Haupteingang) und auch der Eingang an der alten Thier-Brauerei sind gut gelungen. Links neben dem Eingang hat ein Brauhaus eröffnet, was ich als ebenfalls positiv empfinde. Das Center fügt sich gut in den Citykern ein.


    Die Innenansicht:
    Was den Geschäfte-Mix angeht, hat sich meine Vermutung bestätigt. Bis auf wenige Ausnahmen ist das Angebot in der Thier-Galerie und dem LP identisch, also insgesamt ansprechender als beispielsweise im Duisburger Forum. Der Eingangsbereich "Thier-Brauerei" ist mit einem edlen Schachboden verlegt, oben drüber thront ein Kronleuchter. Das waren die positiven Eindrücke. Die Food-Lounge sieht aus wie ne Mensa und ist zu eng, die Galerie zu unübersichtlich, teilweise billigwirkende Verarbeitung (Deckenfarbe, aufgeklebte Folien) im Inneren. Gänge zu eng, deshalb kaum Sitzgelegenheiten. Teilweise stehen die Sitzmöglichkeiten im Weg. Auf- und Abgänge sind nicht immer an einer Stelle, ähnlich also wie im Duisburger Forum.


    Apropos Forum: Das Haus im Haus hatte schon in Duisburg seine Premiere, siehe hier


    Mein Fazit: Vielleicht ist es eine glückliche Fügung für die Innenstadt, dass die Thier-Galerie in Sachen Aufenthaltsqualität (insbesondere Gastronomie und Sitzgelegenheiten) nur eine Ergänzung und keine wirkliche Alternative zur Innenstadt darstellt. Für die Bewertung der Thier-Galerie ist dies aber unerheblich, wie ich finde. Die Galerie ist die gewünschte Ergänzung zur Innenstadt (40% bisher nicht ansässige Geschäfte), aber nicht das gewünschte Highlight. ;)

  • Also ich kann mich den Meinungen hier nicht so ganz anschließen. Ich finde die TG sehr gelungen. Vor allem von innen ist sie sehr hochwertig geworden. Die hellen Farben, die im innern benutzt wurden, vor allem das Gold, erschaffen eine warme Atmosphäre und wirken darüber hinaus nicht billig oder kitschig. Auch die Sandsteinfassade bringt eine enorme Qualität in diesen Teil der Innenstadt, der vor ein paar Jahren noch sehr heruntergekommen war. Das mit den Anbietermix ist doch anderswo genauso. Egal in welche Stadt man kommt, überall gibt es bis auf wenige Ausnahmen die gleichen Geschäfte. Daher habe ich auch keine Weltneuheiten in der TG erwartet, sondern Geschäfte, die es auch bereits in vielen anderen deutschen Städten gibt. Die "üblichen Verdächtigen" halt. Die Kritikpunkte an der "Food-Lounge" kann ich auch nur teilweise nachvollziehen. Klar wirkt sie etwas "Kantinenmäßig", trotzdem kann man dort aus vielen Schnellimbissen auswählen und die Terasse zum Westenhellweg finde ich ebenfalls sehr gelungen. Das Gastronomie-Angebot der Innenstadt wird somit sinnvoll ergänzt. Und zwar in einem akzeptablen Rahmen, sodass nicht alle Welt zum Essen und Verweilen nur noch die Food-Lounge aufsucht. Klar ist nicht alles erste Sahne, aber die TG hat meiner Meinung nach mehr Charme als die meisten Galerien und Einkaufszentren in Deutschland und ich hab schon viele gesehen.


    Das es Kritikpunkte gibt, steht ausser Frage, vor allem die Möglichkeiten zum Verweilen oder die Auflockerung durch Pflanzen o.ä. fehlen, aber wäre alles das Beste vom Besten, dann wäre die restliche City doch nicht mehr nötig. So ist die TG eine wunderbare Ergänzung zur ohnehin schon sehr attraktiven City, die durch das neue Einkaufszentrum an vielen Stellen einen Schub erfährt. Positivster Effekt sind wohl die Nachfolgewirkungen auf das nähere Umfeld, wo zurzeit viele Projekte verwirklicht werden, bzw. in den Startlöchern stehen. Ich finde, das der Dortmunder Innenstadt nichts besseres hätte passieren können. Mit der TG lockt man neue Besucher in die Innenstadt, vllt. auch von weiter weg als vorher, ein ganzes "Viertel" wurde mit einem Schlag komplett aufgewertet und in Zukunft stehen noch weitere Projekte an, die den Hellweg und das nähere Umfeld enorm stärken (Lensing-Carée, ehem. Quelle-Haus, "Baby-Walz" etc.). Daher sollte man zufrieden sein mit der Thier-Galerie, anstatt alles zu zerreden, da sie die City weiter nach vorne gebracht und ergänzt hat, ohne sie zu ersetzen.


    Wenn man nun in die Zukunft schaut mit allen Projektern die noch anstehen (die hoffentlich auch alle verwirklicht werden), der Hellweg sich weiter entwickelt und auch die Kampstraße inklusive Karstadt-Haus komlett saniert ist, dann haben wir wohl eine der attraktivsten Innenstädte der Republik.

  • Ich schließe mich meinen Vorrednern an, dass die Thier Galerie sich sehr gut in die bestehende Einkaufsstraße einfügt und sie lediglich ergänzt und nicht ersetzt. Sie wurde offenbar nicht zum Verweilen gebaut, sondern nur zu ihrem eigentlichen Zweck - dem Einkaufen. Für die neuen Geschäfte besuche ich die Galerie sehr gerne, aber ich bin dann doch froh, dass ich meinen Haupteinkauf wie bisher auf dem Hellweg erledigen kann. Dort finde ich ein angenehmeres Umfeld mit mehr Platz und Weite, sowie vielfältige Verweilmöglichkeiten. Somit macht die Thier Galerie meiner Meinung nach dem Hellweg keinerlei Konkurrenz.


    Schön finde ich an der neuen Galerie den großen Tageslichteinfall und die Farbgestaltung an sich. Ich finde aber die Verkleidung des obersten Teils des Innenhauses furchtbar billig. Das passt gar nicht zum sonstigen guten Eindruck was die Materialien betrifft. Im Vergleich zum Limbecker Platz finde ich gut, dass echte Pflanzen eingesetzt wurden. Die Plastikpflanzen im LP sind nur kitschig und unpassend und - sogar Plastiktulpen scheinen dort verwelken zu können.
    Dafür ist der LP was die Gehfläche angeht viel großzügiger als die Thier Galerie. Ich will nicht wissen wie eng es an einem Adventssamstag dort werden wird. Da hätte man mehr Platz einplanen müssen wie ich finde.


    Ein letzter Kritikpunkt ist der Durchgang vom Eingang am Westenhellweg zum eigentlichen Galeriekern. Hier wurden meine Erwartungen beim ersten Besuch herb enttäuscht, denn hinter so einer schönen Fassade wie der des Berlethauses vermutet man kein Rhein-Ruhrzentrum Charme sondern eher hochwertige Materialien und Eleganz. Da war ich froh, dass - wenn einmal zum Kern angekommen - sich die Galerie wesentlich hochwertiger und den Erwartungen entsprechend darstellte. Aber wie gesagt, der erste wichtige Eindruck ist eher negativ wie ich finde.


    Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die unmittelbar angrenzenden Häuser möglichst bald renoviert werden da die Fassade des ehemaligen Berlethauses so eher fehl am Platze aussieht und eher künstlich eingefügt wirkt. Aber ich bin da sehr zuversichtlich, denn in der ganzen Stadt hört man mittlerweile nur noch Hämmer und Werkzeuge. Hier ist wirklich ein Modernisierungsschwung in Gang gekommen der Dortmunds Einkaufsmeile nochmal enorm aufwerten wird.

  • Haus im Haus

    Haus im Haus sollte etwas besonderes sein?


    Ist das nicht eher standard? Eine selbstverständlichkeit?


    Am Westenhellweg gibt es kaum noch Geschäfte mit 'normalen' Eingangstüren. Es ist eher Regel, dass sich die Tür automatisch öffnet.


    So nicht bei der Thier Galerie. Beim ehemaligen Berletthaus öffnen sich die Türen nur nach aussen und müssen manuell geöffnet werden. (beim Praktiker Baumarkt gekauft)


    In der Presse war immer Sprache von Wandmalerei. Auf Fotos sind schöne Wände - goldfarbig - zu sehen. Mal anschauen, dachte ich. Kunststoff bezogene Wände?


    Hier und in der Presse (aber da verstehe ich es noch - werbepartner wollen nicht kritisiert werden) - lese ich immer gehobene Einrichtung! Aber wo? Ich hab es nicht gefunden.
    Nur einige Geschäfte haben sich bemüht diese Ansprüche gerecht zu werden. Aber das Haus selber wirkt billig.


  • Sorry, aber deine Kritikpunkte sind lächerlich. Man kann wohl alles nach deutscher Tradition zerreden. Das Haus ist für dich billig, weil die Türen nicht automatisch aufgehen? Oh mein Gott... Zum Glück hat die Mehrheit nicht so eine exklusive Meinung und befürwortet die Thier-Galerie.

  • Türen, die nur nach aussen aufgehen

    Eine exclusive Meinung oder Anforderung?


    Mitnichten. Wer im Rollstuhl sitzt oder mit einem Kinderwagen unterwegs ist, wird zählen können wie ätzend das ist. Ich dachte, es gäbe hier primär Architekten? Wird das hier in Deutschland nicht im Studium vermittelt?


    Ich habe in mehreren Topics schon beschrieben, dass ich einiges absolut nicht verstehe. Das bedeutet nicht, dass ich Gegner bin von der Thier Galerie. Zurück zu der eigentlichen Frage. Was ist besonderes am Haus im Haus?

  • Haus im Haus

    Warum muß den hier jetzt das Besondere diskutiert werden ? Es sieht doch einfach nur gut aus ? Z.B. die Stegverbindungen die eine so genannte Insellösung schaffen. Das haben wir übrigens auch im Konzerthaus.


    Ich muß aber leider zugeben, dass mir das Forum in Duisburg schon etwas besser gefällt (weiß gar nicht wieviel qm das hat) aber ich kann die steigende Kritik hier nicht so ganz verstehen. Von den Leuten die ich persönlich kenne gibt es jedenfalls nur positive Reaktionen.


    Außerdem muß man doch auch froh sein, dass die TG überhaupt gebaut wurde. Wieviel geplante Projekte in Dortmund sind denn inzwischen schon gestorben?? Denken wir doch nur an die geplanten Hotel - oder Hochhausbauten sowie an unseren "schönen" HBF. Da wird sich auch in 10 Jahre noch nichts tun trotz diverser Versprechen!

  • ...Ich muß aber leider zugeben, dass mir das Forum in Duisburg schon etwas besser gefällt (weiß gar nicht wieviel qm das hat)...


    Das Forum hat eine Verkaufsfläche von 57.000qm. Die meiste Fläche belegen dabei jedoch die Großmieter, z.B. Karstadt, Saturn, H&M, The Sting, Mayersche Buchhandlung, Pohland und C&A. So kommt das Forum insgesamt nur auf etwa 80 Mieter.

  • Hallo alle zusammen.
    Ich bin in der letzten Woche das erste Mal in der neuen Thier - Galerie gewesen und muss sagen, dass sich meine Befürchtungen einer nicht wirklich gelungenen Bereicherung bestätigt haben. Generell stehe ich großen Einkaufszentren skeptisch gegenüber, da sie zumeist einiges an Attraktivität aus der Stadt heraussaugen können und in direkter Konkurrenz zur bestehenden Einkaufszone stehen.
    In gewisser Hinsicht ist in der TG sicherlich eine schöne Ergänzung des Einkaufsangebotes zu erkennen. Abzuwarten bleibt jedoch, wie sich der Alltag nach dem Hype des Neuen gestaltet. Durch vertragliche Verpflichtungen sind viele Ketten gezwungen in die TG einzuziehen obwohl es mindestens ein Dutzend gar nicht wollten. DIe Frage, die sich dabei stellt, ob es sich einige dauerhaft leisten, den neuen Verkaufsstandort als zusätzliche Marktfläche zu betreiben, oder ob (wie es wahrscheinlicher sein dürfte) dies zu lasten der bisherigen Fläche läuft.
    Momentan erscheint mir der Wahn der Städte ein großes Einkaufszentrum haben zu müssen, in den letzten Jahren auszuufern. Am Standort Essen ist sehr negativ zu erkennen, wie sich durch die Präsenz des LP das Leben der Stadt zuungunsten der Innenstadt verschoben hat. Selbiges ist für die eigentlich sehr gelungene Dortmunder City (vielleicht nicht in dem Ausmaß) auch zu erwarten.
    Wie ich quasi aus der Ferne mitbekommen habe, plant die ECE in Bochum ein ähnliches Projekt, was dann allmählig schon die Frage aufwirft, woher die zusätzliche Kaufkraft für diese Fülle an Shoppingcentern kommen soll.
    Zugegebenermaßen hat Dortmund durch die Randlage im Ruhrgebiet gegenüber anderen einen gewissen Standortvorteil um Kaufkraft aus dem Umland anzuziehen. Dennoch bleibt die Befürchtung, dass Dortmund in dieser Hinsicht das richtige Maß ein wenig überdreht.

  • @Bud_Spencer

    Willkommen im DAF. Deine Befürchtung bezüglich der "Geschäftsverlagerungen" teile ich nicht. Während sich am Westenhellweg ein Flagshipstore neben dem anderen reiht, beschränken sich die Verkaufsflächen in der Galerie auf zumeist kleinteilige, ja fast schon winzige Einheiten. Das führt unweigerlich zu kleineren Sortimenten. Zudem sind meiner subjektiven Wahrnehmung nach die Preise höher als auf dem Westenhellweg.


    Sei es nun eine glückliche Fügung oder ein gut ausgearbeiteter Bebauungsplan: Gegensätzlicher können Konzepte (Westenhellweg vs. Galerie) kaum sein. Die Galerie bietet sich geradezu für den schnellen Einkauf an. Hat man dagegen etwas mehr Zeit, lohnt sich weiterhin der Weg zur guten, alten Fußgängerzone. Wohl eher eine glückliche Fügung ist die mäßig vorherrschende Aufenthaltsqualität, siehe im Besonderen den Foodcourt. Für die innerstädtische Gastronomieszene z.B. auf dem Alten Markt oder an der Kleppingsstraße, sollte das nicht von Nachteil sein.


    Die Frage nach der zusätzlichen Kaufkraft ist in der Tat berechtigt. Hier kommt es wahrscheinlich über kurz oder lang zu einem Verdrängungswettbewerb zwischen den einzelnen Städten und Gemeinden. Sieger wird wie immer der Standort mit dem besten Gesamtpaket.

  • Nick

    Man kann doch die Gastronomie in der Thier-Galerie (Food-Lounge) überhaupt nicht mit der Gastronomie in der City vergleichen. In der Food-Lounge geht es um einen kleinen (schnellen) Snack, in der City halten sich die Menschen in den Restaurants am Alten Markt und an der Kleppingstraße sicherlich etwas länger auf und das Essen ist meist erheblich reichlicher und aufwändiger produziert. Vergleichbares hat die Thier-Galerie nur mit der Hövels Hausbrauerei zu bieten. Das mit der Aufenthaltsqualität ist zudem ein subjektiver Eindruck. Da hat jeder seine eigene Meinung zu.