Frankfurter Stadtgespräch

  • Die 10.000m² halte ich auch für überholt. Das sind ja Preise die werden schon in anderen Lagen und weniger anspruchsvollen Bauten verlangt. In erster Reihe zum Main in solch einem Bau rechne ich auch eher mit >12.000€/m²

    Die bereits fertigen Wohnungen der letzten Bauabschnitte kosten 1960 EUR / 97m² Kaltmiete. Ich denke auch in Sachen Kaufpreise wird man hier einen neuen Maßstab setzen.

  • Das Standesamt hat erste Zahlen zu 2020 veröffentlicht, wie die FAZ berichtet:


    • In 2020 starben nur 60 Personen mehr als in 2019 (7.596, davon 2.096 aus dem Umland, die in Frankfurt starben). Es gibt also keine signifikante Übersterblichkeit durch die Corona-Pandemie.
    • Es wurden 19.913 Kinder in Frankfurt geboren (-78 zum Vorjahr), davon 4.851 aus dem Umland.
    • 2.624 Bürger wurden eingebürgert, nach 2.907 im Vorjahr.
    • Die Zahl der Eheschließungen und Eheanmeldungen sank deutlich (wahrscheinlich Pandemie-bedingt). Es gab 3.957 Anmeldungen (Vorjahr: 4.326) und 2.700 Eheschließungen (Vorjahr: 3.068). Die Zahl der Anmeldungen ist immer höher als die Zahl der Eheschließungen, denn man kann nicht nur am Wohnort heiraten, sondern z.B. auch im Urlaub oder am Heimatort der Brautleute.
  • Hast Du die reduzierten Todesfälle durch weniger Verkehr und die gewöhnliche Grippe (der die Schutzmaßnahmen ja auch vorbeugen) schon gegengerechnet?

  • Die Todesursache ist in diesen Zahlen nicht enthalten.

    Das ist auch ein schwieriges Thema. Siehe dazu auch diesen Artikel in der FAZ für ganz Deutschland.


    In Kurzfassung:

    • Die Standesämter melden nur das jemand tot ist, ohne die Todesursache.
    • Einzelne Ursachen wie z.B. Verkehrsunfälle herauszurechnen, ist schwierig, da es sich um indirekte Effekte des Lockdowns handeln könnte. Man bekommt hier sehr schnell Definitionsprobleme was man raus rechnet und was nicht
    • Konkret: Der Rückgang der Verkehrsunfälle im Frühjahr spielt für die Gesamtzahl der Toten in Deutschland fast keine Rolle.

    Einmal editiert, zuletzt von sipaq () aus folgendem Grund: Mod-Hinweis rausgenommen und Zusammenfassung des wichtigsten Punktes ergänzt.

  • Ok, den Artikel lese ich so: Da man nicht abwarten will, bis (typischerweise im Februar/März) die detaillierten Statistiken zu den einzelnen Todesursachen (z.B. Influenzastatistik, Verkehrstote) vorliegen, schaut man jetzt auf die nur die Gesamtsterblichkeit betrachtenden Zahlen des Standesamts und schreibt schon mal irgendwas, es war noch Platz in der Zeitung.

  • Der Oberbürgermeister stellt in einem Interview mit der Bild vom 10. Januar (1. Teil) einen "Frankfurt-Plan" für die Innenstadt in Aussicht. Über mehrere Wochen möchte er die "zentralen Plätze" durch Schausteller, Foodtrucks, Vereine und Pop-up-Geschäfte bespielt wissen. Auch die im Dezember nicht gut angekommene Idee (siehe #2.555 ff.) einer vergünstigten Fahrkarte greift er erneut auf. Langfristig sieht er Potenzial bei der Zeil und möchte, dass für die Gastronomie, wie schon im Sommer 2020, die Möglichkeit geschaffen wird, dauerhaft mehr Außenbereiche anzubieten. Der Weihnachtsmarkt könne auf die Zeil ausgedehnt werden. (Außerdem hält er die von dem Interviewer servierte Kritik an der Impfstoffstrategie der Regierung für richtig.)

  • ^ Ja, kann man: die Gemeindeordnung nennt es Abberufung; und dafür brauchts keine Verurteilung.


    1. Schritt: Antrag von mindestens der Hälfte der Stadtverordneten

    2. Schritt: Absetzungsbeschluss der StVV mit 2/3-Mehrheit

    3. Schritt: Bürgerabstimmung, bei der mind. 30% der Wahlberechtigten für die Abberufung stimmen müssen


    Eigentlich ganz einfach.

  • Möglicherweise ist das nicht der richtige Thread.


    Laut einem Artikel der Frankfurter Neuen Presse vom 19.01.2021 (letzte Absatz) überlegt Peek & Cloppenburg, sich auf zwei Etagen zu beschränken und die übrigen Geschosse als "Wohnfläche zu verkaufen". Es soll um "alle Filialen" gehen; der Artikel selbst beschäftigt sich mit der Zeil.


    Wäre es denn rechtlich möglich, das Warenhaus auf der Zeil derart umzubauen?

  • Die andere Frage, die sich bei derlei Plänen ja stellt, ist doch auch, ob das überhaupt technisch möglich ist. Gerade Kaufhäuser haben ja eine sehr große Raumtiefe, so dass man diverse Zimmer ganz ohne Fenster hätte. Halte ich für schwer vorstellbar, daraus Wohnungen zu machen...

  • Theoretisch könnte man kleinere oder größere, begehbare und begrünte Lichthöfe nach Innen schaffen. Ansonsten dürfte die Raumtiefe wohl tatsächlich ungünstig sein.

  • Der Hochhausteil des P&C-Gebäudes ist noch immer das schmale Handtuch, das schon Neckermann genutzt hat. Von der Zeil zur Reineckstraße gemessen sind es gerade mal 20m.

    Das Haus in Offenbach in dem meine alte Wohnung liegt misst 18,4m. Die 2-Zimmer-Wohnungen zeigen alle mit allen Fenstern entweder nach Norden oder Süden und die Distanz vom Fenster zur "dunklen" Seite der Wohnung misst ziemlich genau 8m. Wenn man auch hier einen Erschließungsflur zwischen zwei Reihen Wohnungen legt, könnte der etwas breiter ausfallen als unsere 1,4m - aber das Prinzip wäre das Gleiche.

    Hier hätte man das entgegengesetzte Extrem zum Parkview: Für Wohnungen wäre die Raumhöhe beeindruckend.