Frankfurter Stadtgespräch

  • Ich würde eher in Richtung Bomebnverrdacht gehen.
    Gestern standen Autos einer Kampfmittelbergungsfirna auf dem Gelände.
    Evtl auch nur weitere Sondierungen.

  • Etwas seltsam ist es schon. Anscheinend wurde wieder Erde angefahren. Die Rampe in die Baugrube war zwischenzeitlich im Einfahrtsbereich weg (hier gab es Ankerbohrungen), jetzt ist man dabei, die Fläche mit der angefahrenen Erde aufzufüllen. Interessant die zwei brunnenartigen Löcher in der Grube: eins im beschriebenen Bereich, eins im tief ausgehobenen.

  • Ehemaliges Gaswerk Ost (Schielestraße)

    Die FR gestern und die FNP heute berichten von einer Absicht der Stadt, das frühere Gaswerk Ost zu verkaufen. Grundlage war zunächst die Beobachtung von Männern in Anzügen. Mittlerweile soll der Bau- und Liegenschaftsdezernent Jan Schneider Verhandlungen mit mehreren Interessenten bestätigt haben. Die benachbarte Samson AG, Hersteller von Mess- und Regeltechnik, soll zu diesem Kreis gehören.


    Das Gaswerk Ost wurde zwischen 1914-12 nach einem Entwurf der Architekten Peter Behrens, in Frankfurt auch durch das Verwaltungsgebäude der Farbwerke Hoechst bekannt. Auf dem sehr großen Areal wurde auch eine Kokerei betrieben. Entsprechend belastet wird der Boden sein. Verschiedene erhaltene Gebäude sind denkmalgeschützt, darunter die früheren Verwaltungsgebäude an der Schielestraße. Nach der Denkmaltopographie umfasst der Schutz das "Ensemble aus Wohnhaus, Pforte, Büro- sowie Sozialgebäude, Werkstatt, Uhren- und Reglerhaus, ehem. Maschinen- und Kesselhaus mit Schornstein und zwei von ehem. vier Flüssigkeitshochbehältern".


    Frühere Verwaltungsgebäude an der Schielestraße, heute u. a. vom Verein Integrative Drogenhilfe als Hilfseinrichtung "Eastside" genutzt:



    Bild: Karsten Ratzke (mit Lizenz CC0 1.0 Universal @Wikimedia)


    Das ehemalige Maschinen- und Kesselhaus mit Schornstein und die beiden erhaltenen Flüssigkeitshochbehälter:



    Bild: Schmittchen


    Übrigens soll die Samson AG nach diesem Beitrag von 2012 auch das frühere Audi-Zentrum Hanauer Landstraße 264 erworben haben. Mittlerweile steht ein Abbruchbagger auf dem Gelände.

  • Hilmar Hoffmann

    Im Alter von 92 Jahren ist der ehemalige Kulturdezernent Hilmar Hoffmann gestern in Frankfurt gestorben. Er sei auf dem Parkplatz des Elisabethen-Krankenhauses zusammengebrochen, wo er einen Termin gehabt haben soll; Rettungsversuche blieben erfolglos. In seiner Amtszeit von 1970 bis 1990 stellte er unter Oberbürgermeister Walter Wallmann und ab 1986 auch unter der SPD-geführten Stadtregierung bedeutende kulturelle Weichen für die Stadt. Er prägte das Museumsufer und das Museumsuferfest, entwickelte die Städtischen Bühnen mit Theater und Oper weiter (bspw. ds Mitbestimmungskonzept), initiierte Stadtteilbibliotheken und Bürgerhäuser und förderte eines der ersten kommunale Kinos Deutschlands.

  • Mod: Beiträge zum jüngst wieder aktuell gewordenen Hochhausprojekt Neue Mainzer 57-59.
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    Sehr schön, daß der nun endlich gebaut werden soll.
    Den verfolge ich schon seit 2001.
    Kann mir jemand mal genau erklären, ab wann sich die Türme "trennen"? Das ist im Grunde genommen doch kein Doppelturm, sondern hier gibt es einen gemeinsamen Kern.
    Man erkennt das auf den Bildern schlecht, aber m.M.n. ist das obere Drittel dann durch diese Glasgänge getrennt.
    Ich hoffe übrigens, daß diese angedeuteten doppelstöckigen horizontalen Fassadenelemente geändert werden

  • Ich warte ebenfalls schon seit 17 Jahren .Wie ich das alte Design finde ? Nun gut , es hat natürlich etwas sehr klassisches , ein bisschen "boxy" vieleicht.Durch den aktuellen HH-Boom haben wir den Luxus , über das Design zu reden.Vor 18 Jahren hätten viele Forumer einen Luftsprung gemacht bei einem neuen 200er.Ob er nun so gebaut wird , wurde nirgends verkündet...

  • Sieht für mich ein wenig so aus wie die EZB, bevor man ihr den Ansatz einer Umdrehung verpasst hat. Nicht schlecht, aber aufregend ist anders (siehe Omniturm...). Apropos Omniturm: dagegen wirkt dieser Entwurf ausgesprochen solide und zugeknöpft, ohne viel Esprit und Eleganz.
    Dennoch, wie gesagt: nicht schlecht und mit Potential - das aber noch längst nicht ausgeschöpft ist.


    Hat mich komischerweise sofort daran erinnert:



    Bild ZDF/Arte


    Obwohl es doch ziemlich anders aussieht...

  • Endlich Dixie Toiletten am Mainufer

    Um der hohen Belastung Rechnung zu tragen, scheint die Stadt reagiert zu haben und es wurden nun endlich vermehrt Dixie-Klos entlang des Mains aufgestellt. Das entlastet die Museen und Restaurants und ist für Touristen, Familien und Sporttreibende eine gute Alternative. Bravo hierfür an die Stadt, denn dieses Problem musste dringend angegangen werden und ist eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität rund um den grössten Hotspot der Stadt, dem Mainufer.


    Nicht gut bzw. desaströs ist der Zustand DER Frankfurter Touristenbrücke Eiserner Steg, für die man sich als Frankfurter nur in Grund und Boden schämen kann. Von oben bis unten beschmiert, die Aufzüge total zerstört (und übel riechend) und überall viel zu viel Müll (wo sind die Mülleimer?). Eine Generalsanierung wäre mal wieder dringend nötig, da die Brücke den Touristen einen Zustand der Rückständigkeit vermittelt. Ich habe mir mittlerweile abgewöhnt meine Gäste über diese Chaos-Brücke zu führen, dann lieber die Alte Brücke, wo man sieht was Sanierungen alles bewirken können in puncto Beleuchtung, Sauberkeitsgefühl, etc.

  • Praktisch mögen die Dixie Toiletten ja sein, aber schön und hochwertig sieht anders aus. Ich finde es ein wenig beschämend für einen Hotspot. Man könnte da mal auf unsere Nachbarn die Franzosen schauen. In Madrid habe ich auch schon schönere Lösungen gesehen. Man sollte sich nicht immer mit der erstbesten Lösung zufrieden geben.

  • Man darf vor allen Dingen davon ausgehen, dass die nicht gerade schmückenden Plastikboxen nach Beendigung des IronMan am Sonntag zügig wieder eingesammelt werden.

  • Öffentl Toiletten am Main - Austerität als Ausrede fürs Nichtstun

    Guter und richtiger Einwand. Die Dixie-Klos sind scheinbar nur für den Iron Man aufgebaut worden, denn ansonsten wird am Main auch kein Sport getrieben oder um 22:30 Uhr ein Picknick gegessen. Der Main ist nämlich menschenleer und es gibt ausserhalb des Iron Mans kein natürliches Bedürfnis mal aufs Klo gehen zu müssen :nono:


    Natürlich sind Plastikboxen kein Allheilmittel, aber es wäre besser als der derzeitige Zustand, nämlich nichts. Ein gutes Beispiel wie Frankfurt es machen sollte, wäre, wie so oft, die Freie Hansestadt Hamburg. Diese untehält, man höre und staune, an der Außenalster eine öffentliche Toilette, die 24/7 geöffnet ist und auch entsprechend gereinigt wird. Was würde in Frankfurt dagegen sprechen außer eine völlig falsch verstandene, mißratene Austeritäts-Politik, die als Ausrede fürs Nichtstun vorgeschoben wird?? :mad:

  • Burnout

    Die anhaltende Dürreperiode und die weitere Hitzewelle gerade ist vielerorts Gesprächsthema. In Frankfurt leiden die Grünflächen sehr unter der Trockenheit, und der Sommer ist noch lange nicht vorüber. Am Mainufer zwischen Friedensbrücke und Holbeinsteg beispielsweise sieht es aktuell so aus:




    Bilder: epizentrum

  • Warum nutzt man nicht das Wasser, das es direkt nebenan gibt? Sollte man die Verantwortlichen mal nach Dubai schicken, um Nachhilfe zu bekommen?

  • Genau das haben wir uns (ein Bekannter und ich) heute auch gefragt als wir von einem Krankenhausbesuch zurück fuhren.
    Ein Feuerwehrboot könnte hier Wunder bewirken (oder bewirkt haben, denn es ist ohnehin zu spät jetzt).
    Es ist ja nicht so dass die Trockenheit erst seit gestern vorhanden ist.
    Die Parks sehen leider nicht besser aus, die Wallanlagen entwickeln sich zu Staubpisten. Wirklich übel und eine wirkliche Schande des Magistrats.


    Im Taunus selbst ebenfalls ein trauriges Bild, extrem trocken wie ich es noch nie erlebt habe. Waldbrandgefahr hoch 10. Und wenn es tatsächlich mal heftig gewittern sollte können da noch ganz andere Sachen runterkommen.





    Bilder: Adama

  • Die Frage ist ob das bei aktuell Niedrigwasser im Rhein mit Schifffahrtseinschränkungen und Wasserentnahmeverboten in vielen angrenzenden Regionen (Wiesbaden, Vordertaunus, Rheingau etc.) so eine gute Idee gewesen wäre. Man darf nicht vergessen, dass der Main künstlich aufgestaut wird um die Schifffahrt weiterhin zu ermöglichen - eigentlich wäre der Wasserstand noch deutlich niedriger. Und trotzdem sind derzeit selbst im stark ausgebaggerten Osthafen nur 1,5 m Pegel.

  • Die Optik ist das Eine (wenig schlimme), die Brandgefahr durch achtlos weggeworfene Zigarettenstummel das Andere, insbesondere in den Waldgebieten. Unterdessen gab es keine 300 km südöstlich in München den ganzen Sonntag lang sintflutartige Regenfälle. Verrückt, und mit der Hitze soll es jetzt in Deutschland erst richtig losgehen.