Frankfurter Stadtgespräch

  • Eine der großen Frankfurter Zuwachsflächen, von denen der Regionalverband spricht und für die seit Jahrzehnten Baurecht besteht, an die aber keiner rangeht, ist der B 446 "Seckbach-Nord" (in Kraft seit 25.2.1986!), ein über 71 ha großes Baugebiet rechts der Friedberger Landstraße zwischen Festeburg und Lohrberg. Wie gesagt, es besteht Baurecht.


    Der B-Plan B 515 "Preungesheim Ost" hat zwar nominell einen größeren Geltungsbereich (86 ha), aber die Wohnbauflächen betragen nur 23 ha, während im B 446 (71 ha) die Wohnbauflächen fast 29 ha betragen.

  • Eine der großen Frankfurter Zuwachsflächen, von denen der Regionalverband spricht und für die seit Jahrzehnten Baurecht besteht, an die aber keiner rangeht, ist der B 446 "Seckbach-Nord"


    ... die aber im =51048&_ffmpar[_id_eltern]=2805"]Grüngürtel liegt und daher bis auf Weiteres sakrosankt ist.
    Vorher wird man viele andere Flächen in den Blick nehmen, um den facettenreichen Charakter der Stadt zu erhalten (also von dörflicher bis hin zu weltstädtischer Anmutung).
    Die politische Diskussion, ob das immer so bleiben soll, ist im Moment noch nicht zu erwarten, stattdessen sind selbst Areale wie der Pfingstberg scheinbar nicht diskussionswürdig, obwohl man dort für eine ÖPNV-Anbindung sorgen könnte, indem man den allfälligen Stadtbahn-Lückenschluss Bockenheimer Warte-Ginnheim in Angriff nimmt und die Strecke hinter Bonames-Ost entsprechend weiterführt. Das Problem der am Pfingstberg vorfindlichen ökologischen Ausgleichsflächen könnte man vermutlich lösen.


    Mein "Cetero censeo" lautet: Offenbach eingemeinden und viele weitere Entwicklungsflächen unter dem Label "Frankfurt" vermarkten.

  • Schönheit ist mir dann ehrlich gesagt auch wichtiger als eine möglichst hohe Anzahl von Wohnungen.


    Warum müssen höhere Gebäude direkt hässlich sein? Zumal es auch genug kleinere Wohnhäuser in Frankfurt gibt, selbst in Toplagen, die völlig verwahrlost aussehen. Klar, Ecken wie Berger und Leipziger Straße sind durchaus erhaltenswert, doch schon in deren Parallelstraßen könnte man von mir aus gerne so einige Schandflecke durch moderne und höhere Wohnhäuser ersetzen. Ich sehe den Widerspruch nicht.

  • Metropolit : ich würde sagen Jein. Die Fläche gehört irgendwie zum Grüngürtel, gehört aber nicht zu den durch RechtsVO besonders geschützten Landschaftsschutz- oder Naturschutzgebieten; darin erscheint die Fläche als weißer Fleck.


    Im übrigen war der B 446 schon in Kraft, lange bevor die Grüngürtel-Charta ersonnen wurde. Sie hebt den B-446 auch keineswegs auf oder hindert dessen Umsetzung. Ich vermute eher, dass die Eigentumsverhältnisse extrem zersplittert sind dort und man ohne ein aufwändiges Umlegungsverfahren keine bebaubaren Flächen zustandebrächte. Außerdem fehlt die Erschließung. Aber wie gesagt: es gibt Baurecht! Wenn ich dort ein nach Lage und Größe bebaubares Grundstück hätte und die Erschließung gesichert wäre, dürfte ich bauen.

  • Bürogebäude für Flüchtlinge?

    Thomas Daily berichtet heute, dass es in Berlin und Stuttgart Überlegungen gibt leerstehende Bürogebäude für Flüchtlinge zu nutzen.


    Von Frankfurt ist noch nicht die Rede, aber auch hier gibt es natürlich einige Objekte, die für so etwas theoretisch in Frage kämen. Mir fällt da auf Anhieb das leerstehende Neckermann-Gebäude an der Hanauer Landstraße ein. Schauen wir mal was draus wird.

  • Fände ich eine gute Sache. Unterkünfte werden händeringend gebraucht und das Neckermanngelände erscheint mir wesentlich leichter entsprechend herzurichten als eine Turnhalle o. ä.


    Wäre zu dem auch eine viel menschenwürdigere Unterbringung. Also da wäre ich sofort dafür, leider wird sich wohl unter dem derzeitigen Eigentümer nicht viel tun... Zumindest wenn die Dinge die vor einem Jahr durch die Presse geisterten, noch richtig sind.

  • Find ich auch eine klasse Idee. In dem Neckermanngebäude könnte man sehr gut vorübergehend schätzungsweise an die 1000 Flüchtlinge unterbringen. So wie es aussieht passiert da die nächsten paar Jahre eh nix.

  • Wie die FAZ heute berichtet hat die Stadt den Vertrag mit der Leiterin des Museums für Weltkulturen, Clémentine Deliss, aufgelöst, was einer fristlosen Kündigung entspricht.


    Wie zu erwarten war, klagt Frau Deliss gegen die Kündigung.


    Die Gründe für die Kündigung sind nach wie vor öffentlich nicht bekannt, aber die FAZ schreibt etwas von Gerüchten um Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen. Allerdings sei die treibende Kraft hinter der Kündigung nicht das Personalamt, sondern das Kulturamt.

  • Ergebnisse der Bürgerbefragung 2014 jetzt öffentlich

    Auf Frankfurt Statistik Aktuell finden sich jetzt die Ergebnisse der Bürgerbefragung 2014, über die auch schon verschiedentlich in der Presse zu lesen war.


    Als wesentliche Problembereiche werden in absteigender Reihenfolge Wohnungsmarkt (40%), Verkehrssituation (27%), Kriminalität (11%), ÖPNV (9%) und Verhältnis Deutsche/Ausländer (9%) genannt.


    Vor allem das Thema Wohnungsmarkt ist in seiner Bedeutung seit 2012 deutlich gewachsen.


    Genauere Infos lassen sich in den folgenden Dokumenten finden:


    - Bürgerbefragung 2014: Image der Stadtverwaltung
    - Bürgerbefragung 2014: Image der Stadt aus Bürgersicht
    - Bürgerbefragung 2014: Bindung an die Stadt und Zufriedenheit mit Lebensbereichen
    - Bürgerbefragung 2014: Sicherheitsgefühl in der Stadt
    - Bürgerbefragung 2014: Die größten Stadtprobleme

  • Viel interessanter finde ich, dass die Stadt Frankfurt einen Anteil von 47% der Befragten, die sie für korrupt halten, als "eine Minderheit" deklariert und einen Anteil von rund einem Viertel der Befragten, der die Stadt für schmutzig hält, zum Problem macht.


    Wer Frankfurt kennt, wird die Probleme der Neubürger verstehen - eine Wahrnehmung als Stadt der Museen ist bei einer Häufigkeit von ein, zwei Museumsbesuchen pro Jahr im Schnitt, erst nach einigen Jahren gegeben. Und auch das grüne Frankfurt nimmt man erst wahr, wenn man auch (Frei-)Zeit in der Stadt verbringt und nicht, etwa als Wochenendheimfahrer, nur unter der Woche zwischen Job und Wohnung unterwegs ist.


    Und das Sicherheitsgefühl? Die Statistiken zeigen, dass dass allgemeine Sicherheitsgefühl eher gestiegen ist, bis auf einige wenige Gebiete - es wurde leider nicht gezeigt, wie viele der Befragten die entsprechenden Gebiete überhaupt kennen, wie regelmäßig sie dort hin kommen, um Aussagen zur Sicherheit machen zu können: Wenn ich nicht gelegentlich zum Fotospezialisten in der Taunusstraße gemusst hätte, wäre ich in 40 Jahren in Frankfurt wohl keine zwanzig Mal ins Bahnhofsviertel gekommen. Wenn man mich dazu befragt hätte, hätte ich keine Aussage zur Sicherheit dort machen können.

  • Das ist klar, zumal Sie ja sicher ausschließlich tagsüber, zu normalen Geschäftszeiten, bei dem Fotoladen waren. Als langjähriger (Kern-)Citybewohner, der viel in seiner Stadt unterwegs ist, kann man da differenzierter Meinung sein.

  • Viel interessanter finde ich, dass die Stadt Frankfurt einen Anteil von 47% der Befragten, die sie für korrupt halten, als "eine Minderheit" deklariert und einen Anteil von rund einem Viertel der Befragten, der die Stadt für schmutzig hält, zum Problem macht.


    Ähem - die Fragen zielen auf positive und negative Eigenschaften, allerdings sagen 47%, dass "korrupt" nicht zutrifft, während dies nur 3% für zutreffend halten. Die anderen 50% wagen kein Urteil.
    Zum Vergleich: 54% sagen, die Stadtverwaltung sei zuverlässig, aber nur 4% sagen, dass sie das nicht sei. Auch hier bleiben immerhin 42% unentschlossen, aber dies dürfte zu einem guten Teil auf fehlende Erfahrungswerte zurückzuführen sein.
    Mit den verschiedenen Kategorien wird m.E. dennoch ein differenziertes Bild deutlich: Die, die ein Urteil wagen, halten die Stadtverwaltung für zuverlässig und nicht korrupt.
    (Und ich arbeite nicht für die Stadt Frankfurt ;) )

  • http://www.fr-online.de/frankf…exy,1472798,31694444.html


    Frankfurt hat ein Imageproblem.


    Meine Einschätzung:


    Für mich nichts neues, lebe schon seit Jahren in Hamburg und muss mir ständig anhören wie hässlich doch Frankfurt ist. Vor allem Menschen die noch nie in Frankfurt waren haben ein sehr schlechtes Bild von Frankfurt und gerade diese Menschen behaupten auch noch Frankfurt wäre eine hässliche Stadt. Sogar eine Stadt wie Düsseldorf geniesst ein deutlich höheres Ansehen. Kenne aber auch genug Leute, die mit guten Eindrücken wieder kommen...


    Im Ausland sieht es anderes aus, da wird Frankfurt sogar vor München und Hamburg eingestuft, das liegt wohl daran, dass fast jeder die Skyline und den Airport kennt, aber niemand so richtig was mit Hamburg und München anfangen kann.


    Ich kann nur sagen, in Deutschland gibt es keine Stadt die sich so rasant entwickelt wie Frankfurt (klar es gibt auch viel Nachholbedarf). Wenn die Entwicklung so anhält, dann wird Frankfurt in 5-10 Jahren einen richtigen Hype erfahren und ziemlich angesagt sein.

  • Wenn die Entwicklung so anhält, dann wird Frankfurt in 5-10 Jahren einen richtigen Hype erfahren und ziemlich angesagt sein.



    Frankfurt ist schon heute ziemlich angesagt, nur haben wir nicht Sprüche à la "Hamburg - meine Perle" / "Berlin - arm aber sexy". Wenn man den Blickwinkel in der Tat ein wenig erweitert, merkt man, dass niemand über Düsseldorf etc redet (klick und klick). Was den Frankfurtern fehlt, ist Selbstbewusstsein, ihre Stadt auch nach außen gut zu verkaufen. Gerade bei "Alt"-Frankfurtern (mehr als fünf Jahre wohnhaft) bemerke ich häufig noch, dass das Schlechtreden der eigenen Stadt scheinbar zum guten Ton gehört. Das ist meiner Erfahrung nach bei Münchenern und Hamburgern ganz anders.

  • Tag der Deutschen Einheit

    Da Frankfurt die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit ausrichtet, wird es rund um den 3. Oktober eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Ausstellungen in der Stadt geben. Einen guten Ausgangspunkt für Informationen bietet =27745736"]frankfurt.de. Auf dem Römerberg sind seit einigen Tagen bereits die Ampelmännchen von Ottmar Hörl zu bewundern:



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