Frankfurter Stadtgespräch

  • Chaoten wohin man schaut

    Einige Demonstranten haben die Fassade des Skyper erklommen und ein Transparent mit der Aufschrift "Wie reagiert die Börse wenn der Mensch ausstirbt" gehisst. Irgendwo beim 11. oder 12. Geschoss und damit direkt vor den Fenstern unserer Frankfurter Niederlassung.


    Unmöglich und durch nichts zu rechtfertigen. Ich habe es gesagt und sage es nochmal: Demonstriert gegen was ihr wollt, aber zündet meine Stadt nicht an! :Nieder:


    Von der Gefährdung für das eigene und das Leben anderer wollen wir hier mal gar nicht reden...

  • Seit Mittag ist sehr viel ruhiger in der Stadt, einige Straßen fast ohne Verkehr. Die Gewerkschaftsdemo zog gerade hindurch, und die war tatsächlich bunt und entspannt. Von der Nacht und dem Morgen liegt im Ostend allerdings an jeder großen Kreuzung Müll und Abgefackeltes herum. Wie frustriert, hirnbefreit und aggressionsgeladen muss man sein, wenn man Metallketten zwischen Ampelmasten in Kopfhöhe der Autofahrer spannt, Polizeiautos anzündet, Steine nach Menschen schmeißt und alles zerstören möchte, was zufällig auf dem Weg liegt?


    Die bunte und ruhige Seite des Demonstrationstages heute: (Demonstriert wird übrigens gegen alles und jeden.)




    Bilder: epizentrum

  • Moselstraße 20

    Das zur Sanierung der Moselstraße 20 aufgebaute Gerüst ist bei dem Sturm heute vormittag bis zum Erdgeschoss zusammengerauscht. Ob wer verletzt wurde kann ich nicht sagen. Aufgrund des Großaufgebots an Polizei und Feuerwehr verbot sich mir, ein Paparazzo Photo. Aber das waren schon gewaltige Gerüstmassen, die da zusammengefaltet auf der Straße lagen.


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    Mod: Das Darmstädter Echo hat ein Foto.

  • Die Standort-Initiative Neues Niederrad e.V. (SINN) richtet einen Wettbewerb aus, um einen neuen Namen für die Bürostadt zu finden.


    And the winner is ... Rothenham.
    Das ist mit "Südweststadt" und "Südstadt" das Ergebnis der SINN-Initiative für einen neuen Namen für die Bürostadt Niederrad. Die Entscheidung liegt jetzt beim Ortsbeirat.
    http://www.hr-online.de/websit…tandard_document_55135699


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    Mod: Verweis eingefügt

  • Rottenham West : Slaughterhouse East

    Sehr gut. Sehr sehr gut. Hoffentlich wird es rothenham. Dann hätten wir nicht nur mal wieder was richtig gut international Klingendes, sondern auch ein schönes Westpendant zum Schlachthofviertel, das leider nicht mehr so heißt. (Letzteres sollte ein Witz werden: slaughterhouse east - rotten ham West)

  • Rothenham.... nu ja, kann ich erst mal nix mit anfangen.
    Eigentlich heißen Stadtteile in Frankfurt ja ~heim, aber es ist ja auch kein Stadtteil. Meines Erachtens passt "Südweststadt" wie die Faust aufs Auge - Lage, Baujahr, Stadtbild, dazu noch kein eigener Stadtteil...

  • "Rothenham"

    Zugegeben: Die Sache ist nicht einfach. Aber finde bislang keinen Vorschlag befriedigend. "Rothenham" assoziiert irgendwie (auch) "Rotterdam" - nicht unbedingt ein Sehnsuchtsort. Sollte man sich - gegenteilig - an das Hamburger Edel-Altbau-Quartier erinnert fühlen (Rotherbaum ?), wäre das ziemlich peinlich. Hoffen wir, dass die Umnutzung dort gut gelingt. "Altbau" und "Tradition" wird es dort aber nicht geben. "Südend" wäre der letzte 1:1- Aufguß zu "Westend, Nordend, Ostend" - Nicht wirklich kreativ und auch nicht stimmig, weil diese drei Himmelsrichtungen in Ffm. Blockrand-bebaute Quartiere aus dem 19.Jahrhundert bezeichnen.
    "Südweststadt" ist m.E. zu nah an "Nordweststadt". Letztere ist in Ffm. nach wie vor nicht gut beleumundet. Wie wäre es mit "Niederrad-Neu"? (O-ton "Nordend-West", Nordend-Ost" etc...). Wenn das nicht gangbar ist, sollte man es auch mit "Lyon" noch mal versuchen - immerhin eine Partnerstadt von Ffm. Wie wäre es mit "Lyon-Stadt" (O-ton: "Bürostadt", jetzt aber neu und anders). Klar ist auch: Speziell "Lyoner Viertel" erinnert stark an das betreffende Lebensmittel ("Lyoner"). Also, es ist wirklich knifflig. Vielleicht hat ja jemand noch die zündende Eingabe. Bislang ist das Ganze aber ziemlich <gewurstelt>.

    6 Mal editiert, zuletzt von m.Ro80 () aus folgendem Grund: in Details jetzt besser ...

  • Ich finde es nicht verkehrt, sich bei der Namensgebung auf alte Flur- oder Gemarkungsnamen zu beziehen (wie z.B. Rebstock, Römerhof, Riedberg, Gallus, Gutleut); letztlich sind auch die auf *heim oder *hausen lautenden Stadtteile alte Gemarkungsnahmen. Insofern wäre Rothenham natürlich naheliegend, würde gewissermaßen Goldstein entsprechen.


    Bei der Bürostadt dürfte der Rekurs auf den Stadtteil Niederrad fehl gehen, weil der größte Teil des Viertels in der Gemarkung Schwanheim liegt; das würde auch durch Präzisierung anhand der Himmelsrichtungen nicht besser. Niederrad-Rothenham klänge nicht schlecht, oder?

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Link repariert

  • Vielleicht hat man, um nicht mit "Rotherham" (Yorkshire) verwechselt zu werden, aus dem "r" im ursprünglichen Gut "Rother Hamm" ein "n" gemacht. Dann aber doch wieder ein "m" am Ende weggelassen... hmmmm... damit es doch irgendwie englisch klingt?!... Warum wählt man nicht die Schreibweise "Rotherhamm", wie auch Hamburg sein "Rotherbaum" hat?
    Die "ham"-Version in Verbindung mit dem "th" verleitet sofort dazu, den Ortsteil englisch auszusprechen. Und will Nestlé seine angelsächsischen Kunden in Zukunft wirklich an einem Ort begrüßen, der so klingt wie "rotten ham" - verdorbener Schinken?
    "Nestlé: good food, good life and rothenham in frankfurt".

  • In der von mir verlinkten Karte ist die Schreibweise "Rothenham". In dieser Karte von 1888 heißt es hingegen "Rother Hamm". Unter seit irgendeiner vergangenen Rechtschreibreform heißt es "Roter Hamm". Ich denke, da hat niemand jemals was verwechselt, es hieß halt immer so, seit es dort was zu heißen gab. Die Verenglischung scheint mir ein Phänomen unserer Tage zu sein.

  • Die neue Kriminalstatistik ist raus, auch aufgeschlüsselt nach Gebietskörperschaften. Karte unter:
    http://www.spiegel.de/panorama…rer-region-a-1032335.html
    Frankfurt hat den "Spitzenplatz" an Neumünster abgeben müssen, wenn auch nur knapp (16.972 vs 16.938 je 100.000 Einwohner), was vermutlich daran liegt, dass sich in Neumünster die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende von Schleswig Holstein befindet, und die alle erst einmal eine Anzeige wegen illegaler Einreise bekommen (gleiches passiert in Hessen in Gießen, allerdings ist Gießen nicht kreisfrei, so dass die Quote durch den Landkreis verwässert wird).