Frankfurter Stadtgespräch

  • Man darf gespannt sein, ob die ABG dieses Investitionsprogramm stemmen kann. Zum einen wird die ABG noch nicht alle Grundstücke entschieden haben geschweige denn besitzen. Außerdem sprechen wir hier von durchschnittlich 280 Mio. Euro über die nächsten 5 Jahre. Man wird ein Heer von Planern und Ingenieuren benötigen, da die Projekte ja nicht wie ein Skyline Plaza sind, wo man auf einen Schlag 400 Mio. ausgegeben hat, sondern vom Durchschnitt wahrscheinlich eher zwischen 20 und 50 Mio. Euro bei Neubauten liegen werden, d.h. alleine hier werden es 15 bis 40 Projekte sein. Dazu noch die Sanierungen im kleineren Rahmen von sagen wir mal 10 Mio. durchschnittlich, also noch einmal 65 Projekte...


    Für die ganzen Threads kann Schmittchen schon einmal Speicherplatz fürs DAF kaufen... :)

  • Wohnungs-Not macht erfinderisch - 4000 neue Wohnungen realistisch

    Das "Wohnungsbau-Programm 2017" für mittlere Einkommen ist längst nicht so abwegig wie es hier aufgenommen wird.


    Die im FNP Artikel vorgestellten Flächen ergeben doch schon eine Masse von 2040 Wohnungen, also schon mehr als die halbe Miete von den angepeilten 4000 Wohnungen:
    Bockenheim Kulturcampus: Bis zu 1500 Wohnungen
    Höchst Klinik: 300 Wohnungen
    Niederrad Umwandlungen: 120 Wohnungen
    Gas-Union Gelände: 120 Wohnungen


    Nicht mitgerechnet sind Wohnprojekte für höhere Einkommen wie Henninger-Areal, Degussa oder Europaviertel. Gerade in Niederrad, Merton, Kaiserlei und Gallus liegt durch Büroflächen-Leerstand noch enormes Wohnflächen-Potenzial in bezahlbaren Gegenden brach. Ich sehe hier das Glas eindeutig halbvoll, denn (Wohnungs-)Not macht bekanntlich erfinderisch.

  • Mousonturm-Chef beging womöglich Selbstmord

    Die FAZ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, man habe am Dienstag den neuen Leiter des Mousonturms, Niels Ewerbeck, tot aufgefunden. Die Polizei geht im Moment von einem Freitod aus.


    Ewerbeck war seit Jahresbeginn Chef des im September nach achtmonatiger Renovierung wiedereröffneten Mousonturms.

  • Untere Berger Straße, Hausnummern 6 und 8

    Reden wir von diesen beiden Häusern?
    Das sind doch die Nummer 6 und 8 (und nicht 5 und 7).
    Immerhin sind die Plakatierungsverbotsschilder schön einheitlich...
    :lach:
    ...


    Die Hausnummer 6 soll zumindest zeitweise eine künstlerische Verwendung finden. Mehr dazu auf diese Website: www.pdlc.de
    Die Hausnummer 8 wird derzeit gerade ebenfalls dafür hergerichtet.


    Eigene Fotos:


  • Occupy - leben Totgesagte wirklich länger?

    ^ Ja, die sind wirklich ganz putzig. Und wenn man mal drauf achtet, entdeckt man sie auch an viele Stellen der Stadt wieder, meist etwas erhöht. Beispielsweise in diesem Bild, oben an den Schornsteinen des ersten Hauses an der Goethestraße.


    Eigentlich wollte ich ja zeigen, wie schnell man mit Rollrasen eine Belagerung vergessen machen kann, denn vom vormals ziemlich angegriffenen (bzw halb zerstörten) Park ist nichts mehr zu sehen. Wobei die Gruppe, die sich an den Sitzbänken zum Willy-Brandt-Platz hin breitgemacht hat, immer noch da ist, epizentrum hat das hier schonmal gepostet.



    Doch ich war noch nicht ganz von Ecke A nach Ecke B gelaufen, da hatten schon wieder ein paar Aktionswütige trotz Absperrung Biertisch- und bänke auf den Rasen geschleift, begleitet von einem übelst lauten Ghettoblaster. Wie lange die Aktion ging, weiß ich nicht, so lange wollte ich nicht warten.



    -Bilder von mir-

    Einmal editiert, zuletzt von Robbi () aus folgendem Grund: Rechtschreibung

  • Dafür findet leider Opernplatz on Ice um Lucae Brunnen erneut nicht statt. Namhafte Sponsoren standen bereits parat und die Stadt gab ihr Ok. Leider fehlten (mal wieder) die nötigen Zusagen zum entscheidenden Zeitpunkt. Was in jeder größeren Stadt Europas oder auch in Wiesbaden seit Jahren problemlos funktioniert, wird hier zum Dauerärgernis. Peinlich sowas.

  • ^ Ich habe gerade einen Déjà Vu. (Da war doch was um 2003/2004...?) Ich erwarte jetzt im Blätterwald sehr bald das allgemeine Gemeinschaftsbedauern über das Verschwinden des deutschen SPD-Hauptsprachrohrs. Ob sich - wie damals - wieder ein Investor zur Lebensverlängerung finden wird? Wieder eine SPD-nahe Organisation?

  • Mittlerweile muss leider sagen, dass es mir lieber ist, dass die Rundschau "stirbt" und man sie dafür wenigstens noch in guter Erinnerung behalten kann.
    Mit journalistischer Qualität haben die Artikel (vom Lokalteil mal abgesehen) nicht wirklich viel zu tun...

  • Obwohl ich kein Fan der Frankfurter Rundschau bin, fände ich es schade, wenn sie ganz verschwinden würde. Eine gewisse Vielfalt an Meinungen gehört zu einer Stadt wie Frankfurt dazu. Ohne die Rundschau kommt nach der FAZ erst einmal lange lange Zeit nichts und dann ein paar unbedeutende Blättchen (meiner Meinung nach). Vielleicht überlebt ja ein Teil der Rundschau in reduzierter Form. Könnte mir vorstellen, dass ein rein lokales Blatt mit gutem Namen (!) für den Frankfurter Raum in begrenzter Auflage profitabel wirtschaften könnte. Genug Frankfurter mit Interesse an einer eher lokalen Berichterstattung müsste es doch geben. Dazu müssten allerdings wahrscheinlich eine Menge der 500 Angestellten das Unternehmen verlassen, so viele Mitarbeiter wird eine Lokalzeitung wohl nicht brauchen...

  • Die Frage ist auch genereller Natur. Wie oft habe tagsüber schon Sport-, Wirtschaft- oder gar Boulevardnachrichten im Web gelesen und am nächsten Morgen bekomme ich in einer Print-Version den gleichen Text serviert. Da liegt leider auch ein bisschen Wahrheit im Niedergang der Print-Medien. Wer sich dann nicht inhaltlich absetzt, den erhascht die biologische Weisheit, was sich nicht anpasst stirbt aus, neues Leben entsteht.

  • Rundschau Pleite schlimmer als Suhrkamp Abzug

    Die Rundschau ist weit mehr als ein normaler Betrieb, der mit jedem mittelständischen Unternehmen vergleichbar wäre. Ja, die journalistische Qualität hat nachgelassen. Ja, das Management ist inkompetent. Ja, vielleicht hat man sich mit den vielen Umzügen übernommen. Dennoch ist sie weitaus tiefer mit der Frankfurter Stadtkultur verwurzelt als man wahrhaben will. Wenn man mal den investigativen Journalismus ausklammert, ist auch das Sponsoring von unzähligen Regional-Veranstaltungen, Talkrunden (wie im Sachsenhäuser Depot) oder weiteren sozialen Engagements von hoher Bedeutung. Daher wäre eine Pleite noch eine Stufe schlimmer als der Abzug von Suhrkamp nach Berlin einzustufen. Wenn bedeutsame, überregionale Zeitungen sterben, stirbt ohne Frage auch ein Stück Demokratie in Form des abnehmenden politischen Diskurses. Ich hoffe sehr, dass sich bis Januar noch ein Investor findet um sich der Konkursmasse anzunehmen.

  • Könnte mir vorstellen, dass ein rein lokales Blatt mit gutem Namen (!) für den Frankfurter Raum in begrenzter Auflage profitabel wirtschaften könnte. Genug Frankfurter mit Interesse an einer eher lokalen Berichterstattung müsste es doch geben. Dazu müssten allerdings wahrscheinlich eine Menge der 500 Angestellten das Unternehmen verlassen, so viele Mitarbeiter wird eine Lokalzeitung wohl nicht brauchen...


    Die reine Lokalzeitung ist die FNP. Über deren Qualität kann man sicher kontrovers diskutieren, aber wer über Lokales am besten informiert sein möchte muss die FNP lesen und nicht den Lokalteil der FAZ oder der FR.

  • Ich denke, als reine Lokalzeitung hätte eine "Rest-FR", gerade in Konkurrenz zur FNP, keine Chance, sie müsste regionaler "aufgestellt" sein und eine gekonnte Mischung zwischen Vereinsberichterstattung und großen regionalpolitischen Themen zwischen Aschaffenburg und Mainz sowie Darmstadt und Friedberg hinkriegen; das u.a. macht die Qualität der Regionalteile der FAZ – Rhein-Main-Zeitung und Rhein-Main & Hessen aus, der Blick über den Rand des Frankfurter Suppentellers.
    Außerdem war das journalistische Personal zuletzt oberflächlich und uninformiert. Ohne erkennbar eigenen Standpunkt sind oft nur Pressemeldungen zitiert worden, ohne die Zusammenhänge zu referieren, die Vorgeschichte, die Absichten und Gründe, die hinter bestimmten Meldungen und Nachrichten stehen – Verlautbarungsjournalismus würde ich das nennen. Keine eigene Recherche, nicht mal ein Blick ins eigene Archiv, kein roter Faden bei langjährigen Themen.
    Wenn dann in den Artikeln auch noch Straßen falsch benannt, Amtsgericht und Landgericht verwechselt werden, nicht zwischen U-Bahn und S-Bahn unterschieden wird und ähnliche Nachlässigkeiten, verdichtet sich der Eindruck, dass dort Leute sitzen, die sich nicht für das interessieren, worüber sie schreiben und letztlich keine Ahnung haben.
    Dazu hat sicher beigetragen, dass altgedientes Personal, dass in lokaler Politik und Verwaltung gut vernetzt war und durch langjährige Tätigkeit viel Erfahrung und Detailwissen erworben hatte, durch schlecht bezahlte Aushilfen und Berufsanfänger ersetzt wurde, die nur ein mageres Zeilenhonorar bekommen.

  • Mouson-Geschichte

    Zur Kultureinrichtung Mousonturm gab in diesem Thread kürzlich aus traurigem Anlass einen Beitrag. Zum geschichtlichen Hintergrund des Hauses Mouson hat die Stadt auf ihrer "Social Media Newsroom"-Website einen kleinen Abriss erstellt. Lesenswert.

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