Frankfurter Stadtgespräch

  • Ach, dass der öffentliche Nahverkehr schnell verdreckt, ist denke ich mal nicht der Punkt, sondern typisch für jede Großstadt. Viele Menschen bedeuten halt viel Dreck. Es ist nur die Frage, wie damit umgegangen wird. Wie kann es in Berlin, Brüssel oder Paris sein, wo der ÖPNV zudem erheblich günstiger ist, dass die Stationen deutlich gepflegter sind als im Rhein-Main-Gebiet, ja sogar oft erheblich gepflegter als die Stadt selbst?


    In der Tat zeigen die herausragenden Stationen Westend und Schweizer Platz, die meines Wissens zu 100 % dem VGF gehören, dass die Probleme da anfangen, wo die Deutsche Bahn ihre Finger mit im Spiel hat. Und das sind nunmal unter anderem die wichtigsten Stationen Tiefbahnhof Hauptbahnhof, Hauptwache und Konstablerwache.


    Ähnlich wie bei den Fahrpreisen hat man den Eindruck, dass die Kuh des vom Steuerzahler bezahlten Strecken- und Stationsnetzes auch hier gemolken werden soll, bis alles kurz vorm Zusammenbruch steht, bevor man irgendwie mal tätig wird. Für mich ist die Deutsche Bahn der überhaupt mieseste Betrieb der öffentlichen Personenbeförderung in ganz Europa.

  • ^
    Nicht ganz - UK ist in Teilen noch viel schlimmer, hat aber auch rund 40 Jahre Niedergang mit und nach British Rail hinter sich. Allerdings hat sich dort ja auch die DB schon eingekauft :).


    Zu F:
    Stimmt schon, die Stationen im "Mischbetrieb" sind deutlich vergammelter. Wirklich schlimm ist es allerdings in den Stationen, in denen ausschließlich die DB die Finger im Spiel hat - siehe Ostendstraße oder OF Marktplatz. Wie sich die DB Pflege vorstellt, sieht man dort besonders krass:


    In der Station Ostendstraße hat man z.B. in einer wohl höchst auf Effizienz bedachten Aktion für mehr Lichtausbeute der völlig verdreckten Wandfunzeln gesorgt, indem man zw. 20 und 40cm breite Streifen an der Wand weiß angepinselt hat.
    Ich wollte erst nicht wahr haben, dass das der Endzustand sein soll, ist aber jetzt schon seit Wochen so...


    Die VGF schafft es dagegen sogar die schon vom Design her ranzig wirkenden Stationen der A-Strecke ab Hauptwache auswärts halbwegs sauber zu halten. Da werden auch mal im Jahresrhythmus Wandverkleidungen und Decken geputzt - das ist für die DB wohl gänzlich undenkbar, siehe OF.

  • Und täglich grüsst das Murmeltier...

    Ja, die Bahn investiert nicht in seine morbiden Regionalbahnhöfe. Im Osten kommt die Sonne auf und der Papst ist katholisch. Man kommt sich langsam vor wie in einer Endlos-Schleife. Ich schäme/ärgere mich für den Zustand der angesprochenen Bahnhöfe mittlerweile zu sehr, nutze sie nur noch für Notfälle und bin daher ganz aufs Fahrrad umgestiegen.


    Aber die Bahn kann es sich leisten. Die Nutzer lassen es sich ja auch größtenteils gefallen und nehmen den jahrzehntelangen Zerfall geräuschlos und höchstens zähneknirschend hin. Wer beschwert sich denn mal bei der DB Regio Hessen über die horrenden Zustände an den hiesigen Bahnhöfen? Scheinbar zu wenige. Der Kundendialog wird ja sogar erwünscht wie auf der DB Regio Webseite zu sehen. Hier wäre zielgerichtetes Wutbürgertum nun wirklich mal angebracht, gerade wenn man mal München, Hamburg oder sogar Bonn besucht hat und die dortigen Stationen kennt.


    Immerhin gibt es zwei Dinge zu loben:
    1.) Die Bahn hat erkannt, dass sie eine schlechte Visitenkarte ausstellt. Sie will bis 2019 258 Millionen Euro in Hessens Bahnhöfe investieren. Das wäre trotzdem gut, denn für die S-Bahn Stationen Hauptwache, Hauptbahnhof & Flughafen zeichnet sich die Bahn sogar fast zu 90% zuständig.
    2.) Die Stadt hat das Problem ebenso erkannt nach jahrzehntelanger Resignation bzw. Desinteresse. Man fragt sich wie es sein kann, dass der Verkehrsausschuss die Zustände erst jetzt so heftig anprangert und die Idee mit dem RMV-Druckmittel in Erwägung zieht. Bei diesem Angst erregenden Schneckentempo erwarte ich frühestens 2025 eine halbwegs passable Lösung.

  • Scheinbar wird das Forum hier von irgendwelchen Verantwortlichen für was auch immer gelesen: seit gestern sind die Absperrungen der Rolltreppen zwischen Mittelbahnsteig C-Ebene und B-Ebene an der Hauptwache entfernt. Die Rolltreppen gehen natürlich immer noch nicht, immerhin kann man sie wieder betreten. Problemlösung auf DB-Art?

  • Haushalt der schwarz-grünen Koalition

    Nachdem die SPD sich die letzte Woche geäußert hatte, meldete sich vor 2 Tagen der schwarz-grüne Magistrat zu Wort (FNP-Artikel). So wird man einen ausgeglichnen Haushalt erst 2020 erreichen können. Dieses Jahr liegt das Defizit voraussichtlich bei minus 270 Millionen Euro, womit die 2-Mrd.-Euro-Grenze bald erreicht wäre.


    Hier die Entscheidungen:


    • Erhöhung der Gewerbesteuer wird nicht angestrebt.
    • Erhebung einer "Bettensteuer" als Tourismus- und Kulturförderabgabe wird diskutiert und auch von der CDU abgenickt.
    • Erhöhung der Eintrittsgelder für städtische Einrichtungen wird angestrebt.
    • Eine "Reformkommission" soll alle freiwilligen Leistungen der Stadt überprüfen.
    • Es sollen 100 neue Stellen in den Ämtern geschaffen werden, wobei Personalausgaben maximal um 1% steigen dürfen.
    • Es wurde wieder beteuert, dass der 80 Millionen Bau des Museums der Weltkulturen vorerst nicht kommen wird.
    • Der Bau des Stadthauses am Dom wird kommen, allerdings nicht aus dem städtischen Haushalt.
    • Beim Umbau des Bolongaropalasts wählt man die billigere Variante (d.h. 25 Mill. statt 37 Mill. Euro). Die Planungswerkstätten sollen dort mehr Klarheit bringen und will sich somit wohl auch mehr Zeit kaufen.
    • Bis 2015 soll eine Kleinkinder-Betreuungsquote von 48 Prozent erreicht werden. Das wäre ein recht starker Zuwachs.
    • Beim Verkehr gibt es eine Überraschung: Die 4,4 Mio. teure Verlängerung der U5 von Preungesheim zum Frankfurter Berg soll nun doch realisiert werden damit Landeszuschüsse nicht verfallen. Der Ausbau der Hansaallee zwischen Bremer und Wolfsgangstraße soll deswegen ausfallen (zum Glück!!!).


    Kommentar: Über eine Erhebung einer "Bettensteuer" scheint man sich langsam bei allen Parteien (außer der FDP) einig zu sein, über die Höhe wird noch diskutiert. Mal sehen wie die Hotels darauf reagieren und ob Projekte wie das Grand Hyatt davon betroffen sein werden. Die Verlängerung der U5 ist ein wichtiger Impuls. Allerdings gab es keine Neuigkeiten aus der Koalition zur nordmainischen S-Bahn, A661 Einhausung, U-Bahn ins Europaviertel, der Straßenbahn in der Stresemannallee oder der S-Bahn ins Gateway Gardens. Allesamt sind wichtige Infrastruktur-Verbesserungen, die man aber wohl lieber von Fall zu Fall angehen möchte. Jedes einzelne Projekt kann durchaus wie ein "regionales Konjunkturpaket" wirken, das ist mal eine willkommene Ausnahme in Zeiten des eisernen Sparens.


  • ...
    Kommentar:
    Allerdings gab es keine Neuigkeiten aus der Koalition zur nordmainischen S-Bahn, A661 Einhausung, U-Bahn ins Europaviertel, der Straßenbahn in der Stresemannallee oder der S-Bahn ins Gateway Gardens. Allesamt sind wichtige Infrastruktur-Verbesserungen, die man aber wohl lieber von Fall zu Fall angehen möchte. ...


    Nicht ganz:
    - die Nordmainische ist keine Sache der Stadt, hier ist der Bund am Zug;
    - die Verlängerung der U5-Europaviertel ist längst in der Pipeline, derzeit wird die Genehmigungsplanung erarbeitet (soll bis Ende Mai vorliegen), welche zugleich Grundlage der Förderanträge ist;
    - für die Straßenbahn in der Stresemannallee hat das Planfeststellungsverfahren begonnen mit der Offenlegung der Pläne ab übermorgen;
    - S-Bahn-Gateway-Gardens dürfte auch (fast) in trockenen Tüchern sein, weil das den Haushalt nicht belastet; der städtische Anteil wird über die Grundstücksverkäufe refinanziert (die Stadt hatte Gateway Garden zu 100% vom Bund gekauft).

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick () aus folgendem Grund: Einfügung

  • Energiegipfel überall

    Das Land Hessen hatte im Rahmen des Energie-Gipfels Nov. 2011 beschlossen, für die Windenergienutzung eine Flächennutzung des Landes von 2% zu erreichen. Hierzu sind Planungen in Arbeit, parallel aber auch Initiativen zur Bürgerbeteiligung und Akzeptanzerhöhung.
    In Wiesbaden gibt es nun eine Diskussion über mögliche Standorte, und in Frankfurt?


    Im Raum Frankfurt, der sicherlich einer der größten Energienutzer in Deutschland darstellt, sind die Möglichkeiten eher beschränkt. Der RP Darmstadt hat für seinen Zuständigkeitsbereich Karten veröffentlicht, in denen sogenannte „Suchräumen für Windvorrangflächen“ aufgeführt sind.


    Für das Frankfurter Stadtgebiet sind kleinere Flächen im Westen (Zeilsheim/Liederbach) und Nordwesten (Praunheim/Eschborn und Kalbach/Oberursel) sowie eine größere im Osten (Bergen/Niederdorfelden/Bishofsheim) eingezeichnet.

    Auszug aus Plan Regionalverband FrankfurtRheinMain
    Im Rahmen einer Überarbeitung des Planes (ca. 15.05.) sollen ggf. die Abstände verringert werden, sodass die Flächen noch größer ausfallen können


    Für den Bereich Bergen-Enkheim gab es schon Interessenten, die aber politisch damals nicht gewollt waren, sprich die Frankfurter Planungs-Ämter und der Dezernent haben sich dagegen ausgesprochen. Artikel FAZ vom letzten Jahr
    Aufgrund der o.g. Planungen werden diese Windenergieanlagen, sofern sie als Vorrangflächen bestätigt werden, in absehbarer Zeit realisiert.


    Damit wird Frankfurt seinem Anteil am Gesamtproblem zwar nicht gerecht, aber zumindest als Zeichen einer Beteiligung an der Lösung einen Schritt vorgehen. Eine weitere Blockade würde ich als unsolidarisch mit den Regionen ansehen, die durch WEA oder den Ausbau der Stromtrassen belastet werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Goldfischbauch () aus folgendem Grund: Ergänzung Rechteinhaber Planauszug

  • Demnächst "Astor Film Lounge" in der Zeilgalerie

    Der im Thread zum Umbau der Zeilgalerie angesprochene Vertrag mit der Premium Entertainment GmbH von Hans-Joachim Flebbe ist unterschrieben, die vierte "Astor Film Lounge" Deutschlands wird in Frankfurt eröffnet. Das "Premiumkino" soll 203 Sitzplätze erhalten, genauer Ledersessel mit verstellbarer Rückenlehne. Getränke werden an den Platz gebracht. Die Karten sollen im Internet verkauft werden. Der Eröffnungstermin steht dem Journal zufolge noch nicht fest.


    Auch eine Cocktailbar ist vorgesehen. Mehr zum Konzept auf der Website der "Astor Film Lounge".

  • So sehr ich mir als Cineast sowas wünsche – die Preistgestaltung ist, wenn man mal die Webseite für die Berliner Variante, wo die Kaufkraft nicht gerade reichlich vorhanden ist, als Referenz nimmt, aber ziemlich sportlich. Wie sollen die Preise dann erst hier werden? Lohnt sich sowas in Zeiten, wo man BluRay und 60"-LCD für den Heimgebrauch für unter 2000 Euro bekommt? Gerade wenn man bedenkt, dass sowas wie Getränke an den Platz oder Loge vor einigen Jahrzehnten im Kino schonmal selbstverständlich und nicht irgendeinem Premium-Segment vorbehalten. Das Angebot scheint sich mir eher an Prosecco-Jetset und Sugar Daddys denn Cineasten zu richten.

  • Wahrscheinlich eher wie in München 15/18 bzw. 10 Euro für Kinder.
    Wobei ich sagen muss, dass ich mir die Preise deutlich sportlicher vorgestellt habe. Das sind nur wenige Euro mehr als man ohnehin auch schon in einem Multiplex lassen würde, und der Sitzkomfort dürfte deutlich gesteigert sein.
    Was saß ich schon auf Kinositzen, teilweise gab es im Turmpalast ja nicht mal mehr Sitze, nur noch lehnen :D


    Bin gespannt, ob sich das Konzept durchsetzt, ich werde aber nicht mal aus Neugier hingehen.

  • RMA:


    Zu Zeiten meiner Ausbildung gabe es für die Cineasten die Gilde-Kinokarte für 5DM, damit bekam man dann in den Gilde-Kinos bundesweit die Eintrittskarte für 2 DM weniger als regulär, meist waren das dann auch wieder 5 Mark.


    Aber das waren nicht die Kinos mit Getränkeservice am Platz. Die Kinos mit zwei Bier zur Eintritskarte waren auch nichts für Cineasten...


    Und heute zahle ich im Metropolis auch regelmäßig zwischen 8,50 und 13 Euro, je nach Tageszeit und Aktualität. Da ich nicht an Kinderprogramm und die Reste vom Fest im Luxuskino glaube, sind das grade mal 4-5 Euro Aufschlag - dafür saubere Sitze, Platz, Service, keine Tütenraschler und Chipsknurpsler, das ist ein Angebot. Atmosphäre hat ihren Wert und der muss halt bezahlt werden. Und die krieg ich auch mit Beamer und BD daheim nicht hin.


    Wenn das Kino das dann nicht hält, was es verspricht, war der erste Besuch auch der letzte - aber erst mal sehen wie es wird.


    Übrigens sind die Gutscheinangebote (sowohl Astor Berlin als auch Metropolis und Cinemaxx OF) trotz Mehraufwand der Verpackung günstiger als der Einzelpreis.

  • Nun wenn man mal bedenkt das ein 3D-Film im CineStar Metropolis (Donnerstags bis Sonntags) ohnehin schon bei 11,90 €*für's Ticket + 1,- € für die Brille, also knappen 13,- € liegt, dann sind die Preise für die „Luxusvariante“ wirklich wesentlich gesitter als ich befürchtet habe. Und ich verkneife mir jetzt mal die Erläuterung zum Zustand des Metropolis, das wurde hier ja schon zu genüge erörtert.


    Auch ich bin Cineast, war letztes Jahr an die 60 Mal im Kino und einige Male davon im CineMagnum. Ich werde den Laden in Zukunft sicher sehr vermissen, war er doch Preis-Leistungstechnisch mit eines der besten 3D-Kinos der Stadt, was die Bildqualität angeht sicher die unangefochtene Nummer 1.


    Das Problem des Kinos war (und ist) aber nunmal das es nur einen Saal hat und Spielplan-bedingete Schwankungen bei den Kinobesuchern leider nicht kompensieren kann. Ist der aktuelle 3D-Blockbuster ein Flop, ist der Saal eben leer, die laufenden Kosten für's Kino liegen aber nicht auf eis.


    Nun gibt es nur zwei Möglichkeiten, entwerder man schliesst sich einem anderen Kino/einer anderen Kette mit mehr Sälen an um Synergien beim Einkauf der Filme, Steigerung des Angebots, etc. zu Nutzen (ich hätte ja auf die E-Kinos/Cineplex gegenüber getippt) oder man macht eine Luxusvariante draus um sich über höhere Einnahmen abzusichern.


    Fazit: Die Schliessung des CineMagnum ist sicherlich schade, aber ich bin froh das dort wieder etwas neues entsteht und wenn es wirtschaftlich nun mal nicht anders darstellbar ist, dann eben die Luxusvariante. Es wäre nur jammerschade wenn wir auch dieses Kino ganz verlieren. Zudem sind die Preise jetzt sicherlich nicht's für jede Woche, aber moderat genug um sich ab und an mal ein Highlight dort anzusehen.

  • ... heute natürlich: Blockupy. Ironischerweise blockieren (noch) nicht Demonstranten die Innenstadt, sondern die Heerscharen der Polizei. Wenn man sich Seiten wie diese und jene anschaut und bei Twitter, facebook & Co. nach Blockupy etc. sucht, weiß man, warum es dieses massive Polizeiaufgebot gibt. Die Veranstalter der ursprünglichen Demo selbst warnen inzwischen die Anlieger davor, ihnen sei die Kontrolle über die Veranstaltung entglitten, und sie rechneten mit einer erheblichen Zahl radikaler Demonstranten bzw. mit Randalierern. Ein paar Eindrücke rund um Neue Mainzer, Taunusanlage und EZB von heute morgen:






    Viele Geschäfte in der Innenstadt haben heute schon geschlosssen, am Freitag und Samstag werden wohl die meisten ihre Läden verrammelt haben. Banken demontieren ihre Schilder von Gebäuden (!), und am Frankfurter Hof entfernt man doch tatsächlich die kleinen Kieselsteine aus den Blumenbeeten vor dem Haus:



    Bilder: epizentrum

  • ^ Es ist unsäglich... Immerhin konnte das Occupy-Camp weitgehend friedlich geräumt werden, wie u.a. die FAZ berichtet. Der VGH Kassel hat zwar heute Vormittag die Räumung des Camps (bis Sonntagnachmittag) ebenso wie die Verbotsverfügungen für die geplanten Blockupyveranstaltungen bis Freitag bestätigt. Damit geht er noch über das Verwaltungsgericht hinaus, das zumindest den für heute Abend geplanten Rave genehmigte. Natürlich hat man jetzt einen Eilantrag beim BVerfG eingereicht... Aber wie es aussieht, muss man wohl trotz des Verbots davon ausgehen, dass das etliche Teilnehmer nicht kümmern wird. Wirklich erschreckend, was für ein Aufgebot da angefahren wurde, die Bilder (und verlinkten Texte) sprechen wirklich für sich, danke für's hochladen, epizentrum!


    Zu dem Sinn den es macht, den Kapitalismus dadurch zu bekämpfen, dass man (vermutlich) randalierend durch die Straßen zieht, muss denke ich nichts gesagt werden. Ich hoffe nur sehr, dass sich solche Krawalle nicht in Frankfurt etablieren, wie etwa die alljährlichen Ausschreitungen zum 1. Mai in Berlin oder Hamburg. Wie ernst oder unvorhersehbar die Lage ist, zeigt auch eine Rundmail, die ich eben von der Uni Frankfurt bekommen habe - sämtliche Universitätsgebäude bleiben wegen der aktuellen Lage auf dringendes Anraten der Behörden hin vom 17.-20.05. geschlossen. Außerdem haben laut FNP viele Arbeitgeber im Bankenviertel ihren Angestellten geraten, zuhause zu bleiben, oder in Alltagskleidung statt Anzug aufzutauchen.

  • ^



    Ich geb euch vollkommen recht!


    Es kann nicht sein dass hirnlose Randalierer und arbeitsfaules Pack unsere schöne Stadt belagern und verwüsten!


    Mir tut die Polizei leid, die solche Entscheidungen ausbaden und ihre Köpfe hinhalten muss....


    Ich hoffe es geht einigermassen friedlich ab.
    Ich würde lieder das Fressgassfest genießen anstatt mich zu Hause zu verkriechen.

  • ^
    Dann würde ich mich einfach nicht verkriechen sondern rausgehen wie immer - ich halte das erstmal für ziemliche Panikmache, die vor allem dafür sorgt, dass die Stadt wirklich lahmgelegt wird und genau das soll ja wohl erreicht werden.


    Ich ärgere mich jedenfalls sehr, dass mein Arbeitgeber die Hosen voll hat und ich am Freitag einen kompletten Arbeitstag verliere.


    Am Sonntag werden wir sehen ob der ganze Aufwasch berechtigt war, ich glaube jedenfalls nicht an Bürgerkrieg...

  • Ich habe noch nie so eine gewaltige Panikmache im Vorfeld einer Demonstration erlebt und Frankfurt hat schon einige Demonstrationen erlebt. Ich persönlich verliere durch die Panikmache einen sehr gut bezahlten Auftrag am Samstag.


    Lasst euch bitte durch die Panikmache nicht beirren, diese Demonstration ist nicht die Manifestierung der Randale, sie ist eine friedliche Demo. Lasst euch die Bürgerrechte nicht madig machen, denn das Recht auf Demonstration ist im Grundgesetz festgeschrieben, theoretisch könnte man in jeder Demonstration ein Randalepotential sehen. Da ich nicht arbeiten darf werde ich lustigerweise auch gegen die Zockermentalität im Lande demonstrieren ;)


    Die Panikmache gehört wahrscheinlich dazu die Demonstration schon im Vorfeld zu kriminalisieren, den seien wir mal ehrlich von angekündigten 30.000 Demonstranten und 8.000 Polizisten, was für einen Anteil machen ein paar dutzend Randalierer!?


    Hoffen wir darauf das alles friedlich bleibt!

    Einmal editiert, zuletzt von Azichan () aus folgendem Grund: Flüchtigkeitsfehler verbessert!

  • Nein, hier geht es nicht darum friedliche Demonstranten zu kriminalisieren. Die Polizei hat nun einmal die Aufgabe die Bevölkerung zu schützen! Und wenn sich tausende Gewaltbereite ankündigen & zu Randale aufrufen, dann muss die Polizei dem Nachgehen. Das heißt nicht, dass wirklich so viele Randalierer nach Frankfurt kommen, im Netz ist ja schnell mal etwas gepostet. Aber man stelle sich mal vor, wie die Polizei von Bürgern und Medien zerrissen wird, wenn sie nicht so wie jetzt handelt, es so schwerer Ausschreitungen kommt. Dann ist das Geschrei wieder groß, dass die Polizei unfähig sei, dass man doch genug Hinweise gehabt hätte dies zu verhindern und warum man denn nicht die Bevölkerung schützt.


    Mir tun die Polizisten wirklich leid. Kommt es zu Krawallen, müssen die körperlich (und politisch) den Kopf hinhalten, bleiben die Krawalle - vielleicht auch gerade wegen dieser massiven Vorkehrungen - aus, dann wird der Polizei Pannikmache vorgeworfen. Dabei machen diese Leute nur ihre Arbeit und versuchen die Bevölkerung zu schützen.


    Außerdem gebe ich zu Bedenken, dass die Verwaltungsgerichte bisher fast immer für die Meinungs- & Demonstrationsfreiheit entschieden & Demos erlaubt haben bzw. Verbote aufgehoben haben. Egal ob es um Neonazis, Islamisten oder sonstige Extreme Ansichten ging. In diesem Land darf eigentlich jeder seine Meinung kund tun. Dass diesmal Demonstrationen in so großem Ausmaß verboten werden, liegt nun einmal auch an den vielen Hinweisen auf geplante Gewalt. Hier sei nur mal an die Zettel erinnert, die Einwohner der Innenstadt erhalten haben, ihren Sperrmüll auf die Straße zu stellen. Ich glaube kaum, dass die "Demonstranten" dies nur zum wärmenden Feuer machen haben wollten.


    Azichan, ich wünsche dir wirklich einen schönen Tag und dass du und deine friedlichen Freunde ihre Meinung & Forderungen auch ordentlich darstellen könnt - ohne dass ein paar wenige mit ihren Randalen (wie im Fußball) alles überschatten! Letztlich sind es ja diese Randalierer und nicht die Polizei, die dafür sorgen das eure Forderungen nicht in den Medien gezeigt werden, sondern nur die (möglichen) Krawalle!