Frankfurter Stadtgespräch

  • Für all die, die nach dieser Probe auf eine ähnliche oder noch spektakulärere Illumination hoffen, verweise ich auf die PM in Schmittchens Beitrag ... schade, das was man im Video sehen konnte war gefällig und ein Blickfang, aber ist in dieser Weise von den Eigentümern sicherlich nicht erwünscht. Schließlich handelt es sich um ein Bürohochhaus und nicht um eine Discokugel ...


    Weitere Informationen zum Beleuchtungskonzept und zur Generalprobe am kommenden Freitag in einer aktuellen Pressemittlung von CA Immo:


    [INDENT]... Am kommenden Freitag, den 16.12. wird ab 18 Uhr eine technische Generalprobe dieser Beleuchtung durchgeführt. Hierzu wird mit speziellen, nur für diesen Tag entwickelten Programmen die Leistungsfähigkeit des Beleuchtungssystems getestet. So wird Tower 185 zur Einweihung der Beleuchtung mit einem kleinen „Lichtfeuerwerk“ einmalig in ganz besonderem Glanz erstrahlen. Im Anschluss wird dann die "normale", deutlich dezentere Alltagsbeleuchtung ...[/INDENT]

  • Insgesamt sehe ich es ähnlich wie merlinammain und Ranger, als einmalige Sache ganz nett, aber auf Dauer sollte man im Hinterkopf behalten, dass Wolkenkratzer einfach nur hohe Bürogebäude und keine Eventflächen sind. Die Sehnsucht nach letzterem ist ähnlich sinnig wie der Wunsch danach, die ganze Innenstadt mit 600 Meter-Türmen zuzupflastern (den man hier durch die Zeilen auch manchmal liest).

  • Das hört sich aber recht normativ an, RMA. :p


    Ich finde die Illumination nicht übertrieben, aber schließe mich dem an, dass es wesentlich langsamer laufen sollte.

  • FFM - Frankfurt Fragt Mich

    Leider weitgehend unter Ausschluss einer breiten Öffentlichkeit ging am Sonntag die zweite Phase der "Frankfurter Bürgerhaushaltes 2013" zu Ende.


    Zuvor ein wenig Statistik:


    • Registrierte Benutzer: 2787
    • Bürgervorschläge: 1328
    • Bewertungen: 46135


    Die Hundert bestbewerteten Vorschläge werden nun von der Verwaltung hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit geprüft.


    Selbst der Top-Vorschlag bekam lediglich 153 Pro-Stimmen, so dass das Ganze aus meiner Sicht eher eine Ideensammlung denn eine echte Bürgerbeteiligung war. Die Idee war meiner Meinung nach gut - doch bei einer relativ minimaler Teilnahme denke ich, dass andere Formen direkter Demokratie sinnvoller sind. Viel Redundanz erzeugen Dubletten, aktuelle Themen (es ging um den Haushalt 2013...) sowie Vorschläge zu Themen, die nicht in der Hand der Kommune liegen.


    Aus unserer Sicht interessante Punkte in den Top-100:


    • Verzicht auf das Museum für Weltkultur. Die Parkschützer haben ordentlich mobilisiert: Insgesamt 7 fast deckungsgleiche Vorschläge.
    • Verzicht auf das Stadthaus, Rettung des "Dompanoramas" , keine Überbauung des Archäologischen Gartens (O! Welch idyllischer Ort!) - ebenfalls 7 Vorschläge
    • Desweiteren kamen die Kleinmarkthalle auf's Tapet, die "EZB-Brücke", Konsti & Hauptwache, die Nord-West-Landebahn sowie etliche - größtenteils sinnvolle (!) - Vorschläge rund um das Thema Auto- und Fahrradverkehr.


    Über sehr viele Ideen kann man als rational denkender Mensch nur den Kopf schütteln, aber das Ganze war irgendwie mehr großer Spielplatz als ernsthaftes Forum. Ich selbst habe mir eine Nacht um die Ohren geschlage und für die meisten Vorschläge meine Stimme abgegeben. Nur 23 aus den Top-100 bekamen ein "pro" von mir...

  • Angenehme "Frankfurter Unaufgeregtheit" auch online sichtbar

    Danke für die Infos zur Auswertung der FFM-Umfrage.


    Mögliche Gründe für geringe Beteiligung:
    Natürlich ist die geringe Beteiligung nicht befriedigend. Dennoch muss man bedenken, dass die Aufforderung zum Mitmachen relativ plötzlich kam. Wäre mir das Info-Zelt auf dem Roßmarkt nicht per Zufall aufgefallen, hätte ich wahrscheinlich nicht davon gehört. Zudem ist die Online-Demokratie noch immer nicht sehr ausgeprägt und nicht durch alle Altergruppen gleichstark benutzt.


    Einflussnahme von Lobby-Gruppen spielte keine große Rolle:
    Eine einseitige Ausrichtung auf Einzelinteressen oder Lobby-Einflußnahme ist ebenso nicht erkennbar. Der Bau eines American Football Stadions oder der Bau einer FSV-Südtribüne sind beispielsweise auf wenig Gegenliebe gestoßen. Es ist zudem ziemlich eindeutig, dass das geplante Weltkulturenmuseum (Sudfass wurde als Alternative empfohlen) oder das geplante Bürgerhaus auf dem Archäologischen Garten auf ein großes Echo stoßen und auch ohne Lobbies nicht gleichgültig "hingenommen" werden.


    Sehr angenehm empfinde ich zudem die Gelassenheit zum großen Thema Altstadt. Insofern war es eine gute Erfahrung die Frankfurter Unaufgeregtheit zu vielen stadtplanerischen Themen zu erleben. Natürlich wird auch über Nachtflugverbote gestritten, aber ein handfestes "Frankfurt21"-Streitthema war nicht zu erkennen.


    Ideen-Austausch dient der Aufklärung:
    Ich bin auf viele interessante Ideen gestossen und zurecht über eigene Fehlinformationen aufgeklärt worden. Zudem habe ich selber sehen können für was sich Leute interessieren (z.B. Verkehr). Man konnte versuchen, den ein oder anderen Testluftballon zu starten um zu sehen wie die Resonanz ist. Es war somit allemal lohnenswert an der Umfrage teilzunehmen und sich auszutauschen.


    Einige der Vorschläge halte ich zudem für überlegenswert:
    - Höhere Besteuerung von Wettbüros und Spielcasinos (die Anzahl der Etablissements hat sich in 5 Jahren mehr als verdoppelt und das meist in guten Wohnlagen); ähnliches kann man auch bei Tatoo bzw. Piercing-Studios und Solarien feststellen.
    - Höhere Besteuerung von "Immobilienleerstand" an zentralen Orten (z.B. Leipziger Str, Berger Str, Westend, Bahnhofsviertel): Mehr dazu auf dem Leerstandsmelder in Frankfurt.
    - Abschaffung des teuren Pulic-Viewings auf dem Roßmarkt oder am Mainufer (hierauf hat die Stadt schon reagiert und möchte zur EM wohl kein PV in der Innenstadt anbieten)
    - Standmieten in der Kleinmarkthalle über 2013 hinaus fördern und urwüchsigen Charakter erhalten
    - Keine Neuanschaffung von den "CO2 Schleudern" und lärm-verursachenden Laubbläsern
    - Umrüstung der historischen Gaslaternen anstatt diese komplett zu ersetzen (Erhalt von Lokalkolorit)
    - Teuren Umbau des Grüneburgparks verschieben (immerhin 3 Mill. Euro)
    - Verzicht auf Mainfest am nördlichen Mainufer
    - Bau des Behördenzentrums verschieben
    - Entschleunigung des nördlichen Mainufers

  • Was bitte soll "höhere (!) Besteuerung von Immobilienleerstand" sein? In wie fern wird Leerstand bisher denn überhaupt besteuert? Und weshalb sollte Leerstand besteuert werden? Der Eigentümer hat ja schließlich keine Einnahmen, von Gewinnen ganz zu schweigen.

  • Zur Besteuerung von Immobilienleerstand

    Der Vorschlag zum Immobilienleerstand ist nicht mehr als eine Anregung für die Planer der Stadt. Natürlich sollten sich Experten des völlig unübersichtlichen deutschen Steuerrechts besser mit dem Thema auskennen. Die Stadt sollte sich zumindest mit dem Thema beschäftigen und diese Experten konsultieren. Es wäre zudem interessant zu sehen wie andere deutsche Städte mit dieser Problematik umgehen.


    Eines steht fest: Das spekulative Kaufen von Immobilien nur um jahrelang tatenlos darauf sitzen zu bleiben so wie im ehemaligen Kaufhof an der Leipziger Strasse geschehen, scheint jedenfalls nicht ruinös zu sein. Es passiert in Frankfurt viel zu oft, dass zentrale Lagen über Jahre hinweg grundlos leer stehen. Entlang der Berger Stasse könnte ich aus dem Stehgreif gleich 10-15 Beispiele nennen, wo ganze Gebäude vor sich hin "schimmeln". Der Zerfall von Gründerzeitlern sollte aber auf keinen Fall "reine Privatsache" sein.


    Gerade Frankfurt sollte aus seiner eigenen Geschichte gelernt haben. Die Hausbesetzungen der späten 60er Jahre waren eine Antwort auf die völlig destruktiven Praktiken von Immobilienspekulanten. Das Bauerbe des Westends konnte so zumindest teilweise erhalten werden und es fand endlich ein Umdenken in der Stadtplanung statt. Heute gehört das einst verfallene Westend zu den teuersten Wohnnachbarschaften Deutschlands und die alten Stadtvillen stehen heute nicht mehr leer. Auch heute muss die Stadt darauf achten, dass bei spekulativen Immobiliengeschäften die richtigen Anreize gesetzt werden und das Bauerbe erhalten bleibt. Nicht zuletzt werden im Bahnhofsviertel nach jahrzehntelanger Stagnation endlich wieder historische Gebäude saniert und die Stadt hatte daran durch ihre Fördergelder einen entscheidenden Anteil.

  • Tourismus-Boom in Frankfurt

    In diesem Artikel der Frankfurter Rundschau am 21.12. wird von steigenden Besucherzahlen gesprochen.


    Hier sind die neusten Zahlen der Frankfurter Tourismus- und Congress GmbH (TCF):

    • In den ersten zehn Monaten diesen Jahres kamen 3,23 Millionen Übernachtungsgäste nach Frankfurt: Ein Plus von 7% zum Vorjahr. Zum Vergleich: Im Jahre 2002 kam man lediglich auf 2,26 Millionen Gäste.
    • Insgesamt blieben diese Gäste für 5,37 Millionen Nächten in Frankfurt: Ein Plus von 6,6%
    • Damit liegt man über dem Bundesdurchschnitt, wo sich diese Zahl nur um 3% erhöhte.
    • Es gab eine starke Zunahme bei Individualreisenden: Von allen Gästen sind 70% Geschäfts- und 30% Individualreisende. Vor wenigen Jahren waren es noch 80:20.


    Sicherlich waren ein paar Sondereffekte für dieses Plus verantwortlich. Die Frauen-Fussball WM und auch die IAA mögen eine Rolle gespielt haben wie auch der anhaltende Tourismus Boom aus Asien. Im Jahr 2012 soll das Deutsche Chorfest mit 20.000 Teilnehmern plus Anhang vom 7. bis 10. Juni zusätzliche Gäste in die Stadt spülen.

  • Bing bing bing

    Nach der allseits beliebten Google Streetview hat nun auch Microsoft mit dem Suchdienst "Bing" sein "Streetside" veröffentlicht: Siehe, was Spiegel Online dazu schreibt.


    Das Thema scheint nicht mehr so heiß zu kochen, wie zu Hochzeiten der Google-Hysterie. Ich hoffe, viele derjenigen, die seinerzeit der Veröffentlichung von Bildern ihren Immobilien widersprochen haben, ärgern sich heute über den undurchdringlichen Grauschleier, der sich über sie gelegt hat.


    Kurz gesagt: Ich habe auch nach einer Stunde virtueller Rundfahrt noch keine weggepixelte Fassade gefunden. Die Freude lässt allerdings nach, wenn man feststellt, dass die Microsoft-Mannen bislang die Frankfurter Innenstadt größtenteils außenvor gelassen haben: Auf den blauen "Kerl" neben der Vogelperspektive klicken.


    Gut abgedeckt sind dafür die meisten Vororte, auch Offenbach, MZ, WI. Die Fotos im Frankfurter Westen (dort kann ich es exakt beurteilen) sind gerade mal zwei Monate alt: Im Oktober dieses Jahres bei herrlichem Herbstwetter wurde Zeilsheim fotografiert, ebenfalls sehr empfehlen kann ich einen "Flug" durch die höchster Altstadt - unbedingt IE und Vollbildansicht nutzen!


    Hier geht es zur Bing Karte von Frankfurt, rechts neben dem Button für die Vogelperspektive lässt sich "Streetside" aktivieren.

    Einmal editiert, zuletzt von mahlzeit () aus folgendem Grund: Link eingefügt

  • Seit Dienstag gibt es die deutsche Onlineausgabe des Wall Street Journals, der auflagenstärksten Zeitung der USA sowie der auflagenstärksten Wirtschaftszeitung weltweit. http://www.wsj.de
    Die Redaktion sitzt, wie auch die ebenfalls zur NewsCorp gehörende Wirtschaftsnachrichtenagentur Dow Jones, in Frankfurt. Genauer: In den Baseler Arcaden.

  • In den Baseler Arcaden.


    So allmählich frage ich mich, ob Links nach Google Maps noch igendeinen Sinn haben.
    Die Standard-Karte ist (im Vergleich mit den historischen Bildern von Google Earth) von 03/2002, also fast zehn Jahre alt. Da kann man in Frankfurt fast genausogut mit dem Ravenstein Plan kommen. :lach:

  • So allmählich frage ich mich, ob Links nach Google Maps noch igendeinen Sinn haben.
    Die Standard-Karte ist (im Vergleich mit den historischen Bildern von Google Earth) von 03/2002, also fast zehn Jahre alt. Da kann man in Frankfurt fast genausogut mit dem Ravenstein Plan kommen. :lach:


    Wenigstens versorgt uns die Stadt Frankfurt immer schön mit neuen Luftbildern. Und die Bilder, die im Sommer 2011 angefertig wurden, sind laut Stadtvermessungsamt spätestens im Frühjahr 2012, online. Juhu! :daumen:


    =2533273"]Klich mich!

  • So allmählich frage ich mich, ob Links nach Google Maps noch igendeinen Sinn haben.


    Das dachte ich gerade auch. Das ganze Westhafen-Quartier ist ja noch im Bau. Echt peinlich. Überhaupt sieht's gerade in den Neubaugebieten im wahrsten Sinne des Wortes wüst aus. Bei Streetview könnte man das ja noch verstehen, aber bei Karten, die eh von Drittanbietern gekauft werden?


    Leider ist das alles andere als ein singuläres Problem, Berlin, Hamburg, Köln und Stuttgart sind bei 2006, München immerhin bei 2007, aber bei Großstädten mit einem ausgeprägten Baugeschehen (also eigentlich alle genannten außer Köln und Stuttgart) ist das wenig akzeptabel.

  • Neues Stadion für die Eintracht

    Ich bin mir nicht sicher wohin mit der Meldung aber ich denke hier passt das ganz gut. Heute meldete die Frankfurter Rundschau und diverse Fan-Foren, dass Peter Fischer plane bis 2018 ein eigenes Stadion zu bauen, da die Miete auf dauer zu einer zu großen Belastung werde und die Eintracht in ihrer Konkurenzfähigkeit einschränke. Ein Platz sei wohl auch schon gefunden bis 2018 hätte Fischer das Stadion gern fertig, da bis dahin noch der aktuelle Mietvertrag mit der Stadt Frankfurt läuft.
    Mehr gibts hier!


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    Mod: Beitrag verschoben, da kein auch nur ansatzweise konkretes Bauprojekt.

  • RMA : Das wirklich Schräge an der ganzen Sache ist ja, dass man in Google Earth zunächst auch die veraltete Karte angezeigt bekommt, nach Anwahl der Ansicht "Historische Karten" sofort die neueste (also in Frankfurt immerhin 12/2009) angezeigt bekommt. Ebenso gratis, wie in Google Maps aber dafür mit einigen schönen Zusatzoptionen. An den Kosten für das Kartenmaterial kann es also wohl nicht liegen.

  • Auf dem Telenorma-Areal ... (Mod: Zitat gekürzt. Für den gesamten Text das blaue Quadrat anklicken.)


    Hallo zusammen


    ich habe bis Ende September in diesem Gebäude gewohnt- seit der "Eröffnung" sozusagen- Oktober 2008
    Man kann sogar aufm letzten Photo meinen Gummibaum im 4 Stock sehen :)
    Ich bin berufsbedingt nach Wien umgezogen und bin kein Architekt, habe aber dieses Forum gefunden weil es mich interessiert was genau vorm Gebäude entsteht und zwar weil das highlight war definitiv der Skylineblick. ich weiss es nicht ob/wo in ffm so eine stelle gibt, wo man alle hochhäuser aus dieser nähe sieht ( min. aus der eigenen, bzw gemieteten wohnung). und die spardabank mit dem lichtspiel... einfach ein traum. und wenn jetzt zb noch ein Hochhaus vorm Gebäude entsteht , dann ist es einfach nur noch ein Gebäude mit unglücklich ausgewählten Fassadenfarben. aber wenn dort zb ein Park entsteht (was der Vermieter mir im März 2011 gesagt hat, als ich ernsthaft drüber nachgedacht habe, eine Wohnung dort zu kaufen) dann würde ich jederzeit wieder nach ffm zurückkommen und wieder dort wohnen.