Frankfurter Stadtgespräch

  • Ankauf von Steuersünderdaten stärkt den Standort FFM

    ... ist eine interessante Theorie.
    Den Off-Shore-Vermögensverwaltern ist - durch tausende deutscher Selbstanzeigen und Geldabflüsse - in den letzten 2 Jahren eine gigantische, milliardenschwere Klientel weggebrochen. Kunden die in der Vergangenheit ihren Cash in der Schweiz oder Liechtenstein angelegt haben und dort von Banken wie Julius Bär oder UBS betreut worden sind, trauen sich nicht mehr, das auch weiter zu tun. Ärger mit den deutschen Finanzämtern droht ihnen immer, selbst wenn sie jede Summe angeben. Die schweizer Banken können dieses Geschäft im Heimatland nicht mehr erfolgreich weiterbetreiben und wollen es gleichzeitig aber auch nicht einfach aufgeben. Die Lösung: Die Filialen in Deutschland stärken und davon profiert vor allem Frankfurt, wie dieser Bericht anschaulich zeigt: Reuters Artikel
    Ich denke wir dürfen in nächster Zeit weitere Ansiedlungen kleinerer schweizer Vermögensspezialisten in Frankfurt beobachten.


    Edit: Ein weiteres Indiz dafür ist z.B. folgende Meldung: http://www.immobilien-zeitung.…uero-in-frankfurt-am-main

    Einmal editiert, zuletzt von itchedSky () aus folgendem Grund: Interessante Zusatzinfo

  • Hochwasser

    Damit es uns an dieser Stelle in Erinnerung bleibt: Der Main hat derzeit einen recht ordentlichen Pegelstand von knapp 4,80 Meter und sorgt damit für die höchste Hochwasser-Meldestufe 3. Auch die exotischen und teilweise empfindlichen Pflanzen am Nizzaufer stehen unter Wasser:



    Wahrscheinlich wegen des Hochwassers wurden die Stutzungsarbeiten an den Platanen unterbrochen, wie man hier schön sieht:



    Bilder: epizentrum


    Auch die Arbeiten an der Sanierung der Alten Brücke ruhen derzeit. Siehe auch hier. Die aktuellen Mainpegelstände mit Vorhersagen findet man beispielsweise hier.

  • Beim Eisernen Steg sieht es ähnlich aus. Er kann vom Museumsufer aus betreten werden, doch dann ist irgendwann Sackgasse.


    Das Hochwasser lockt viele Schaulustige an.




  • Main-Hochwasser 16/01/2011

    Bei meiner fast schon Gewohnheits-Tour am Main entlang war ich heute leider nicht so ruhig unterwegs wie sonst. Menschenmassen schoben sich am Ufer entlang.
    Ein paar Fotos vom Main - zunächst das derzeitige Lager für Ausflugsdampfer und Flußkreuzfahrtschiffe im Osthafen, dann weiter in Richtung Innenstadt, bis es mir dann definitiv zu voll wurde:









    Alle Bildrechte liegen bei mir!

  • Tankstellensterben

    Hallo zusammen,


    das Innenstadttankstellensterben beobachte ich schon lange mit großem Ärger. Ich wohne seit vielen Jahren sehr gern mitten in der City, zahle bereitwillig hohe Mieten für Wohnung und TG-Stellplätze meiner Autos und es wird immer unbequemer, mal eben vollzutanken, sei es vor einer Reise oder eben nur so zwischendurch. Mittlerweile muss man an den Alleenring oder an die letzte Citytanke im Grüneburgweg fahren. Aral in der Mendelssohn, BP an der Friedrich-Ebert-Anlage, Aral auf der Theodor-Heuss-Allee, alle schon seit Jahren weg, dann die Aral im Oeder Weg und jetzt die Shell im Sandweg. Sicher hab ich auch noch einige vergessen in anderen Ecken. Rentiert sich der Betrieb wegen hoher Mieten für die Betreiber nicht oder ist das ggf. politisch gewollt, dass Tanken aus der City verschwinden sollen? Und was sind die Pläne für die Grundstücke, z. B. aktuell im Sandweg und das im Oederweg, das schon seit der Schließung der Aral verwahrlost?


    Viele Grüße,
    Euer Schöni


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    Mod: Beitrag aus einem Projekt-Thread hierher verschoben.

  • Ich kann mit vorstellen, dass das durchaus so gewollt ist.
    Tankstellen stellen ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential dar - angefangen bei der Brandgefahr, der Verseuchung von Boden und Grundwasser, dem dirch sie angezogenen zusätzlichen Straßenverkehr, etc.
    Dazu benötigen sie, um wirtschaftlich zu sein, recht große Flächen, auf denen sie auch noch Lärm (Autos, Waschanlagen) erzeugen. Dazu der Wettbewerb mit dem stationären Handel (Lebensmittel, Cafés, Bäckerei, Lottoannahme) - da ist eine Verdrängung an den Stadtrand und in Industriegebiete verständlich.


    Dazu passt ja auch das Konzept des "Steckdosen-Hybrid-Fahrzeugs". das zu Hause an der Steckdose aufgeladen werden kann, und erst beim Weg aus der Stadt heraus, am Stadtrand mit Benzin für die Überlandfahrt aufgetankt wird.


    Welche Tankstellen sind jetzt eigentlich noch innerhalb des Alleenrings übriggeblieben? Mir fällt die Aral an der Hanauer Landstraße, Höhe Zoo ein, die Freie Tankstelle gegenüber, neben der ehemaligen Post an der Bärenstraße und in der Ostendstraße gab es noch die Taxi-Tankstelle - existiert die noch?

  • Zusätzlich zu den von Xalinai zutreffend beschriebenen negativen Begleiterscheinigungen einer Tankstelle, dürften auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielen.


    Grundsätzlich dürfte wohl die Faustregel gelten: Je zentraler, umso höher die Kosten für den Tankstellenbetreiber (Grundstück, Miete etc.). Unter dieser Prämisse fangen schon die Zwänge/Probleme an, denn ein Tankstellenbetreiber hat hinsichtlich der Preisgestaltung so gut wie keinen Spielraum, und zwar sowohl was den Verkauf als auch was den Einkauf betrifft:
    - zum einen, weil Autofahrer nun mal sensibel auch auf kleinste Preisunterschiede reagieren und günstigere Tankstellen bevorzugen bzw. ihr Tankverhalten danach ausrichten ... höhere Preise kann eine solche Tankstelle nicht durchsetzen
    - zum anderen, weil die Mineralölkonzerne so gut wie keine Preisdifferenzierungen vorrnehmen, d.h. alle Tankstellen müssen den gleichen Preis zahlen ohne Rücksicht auf Lage und evtl. dadurch bedingter erhöhter Kosten ... darüber hinaus sind die Einkaufspreise so gestaltet, dass die Tankstellen idR mit dem Verkauf von Benzin/Diesel gerade mal ihre Kosten decken können, erst Zusatzleistungen wie der Verkauf von Snacks, Getränken etc. oder Autowäschen macht die Sache profitabel.
    Im innerstädtischen Bereich stehen sie aber dabei in unmittelbarer Konkurrenz zu Supermärkten und Kiosken. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Zusatzgeschäft wohl nicht so umsatzstark & profitabel sein dürfte wie bei Tankstellen am Stadtrand.


    Wenn man diese Gesichtspunkte berücksichtigt, kann man denke ich verstehen, dass immer mehr innerstädtische Tankstellen aufgeben müssen. Ich finde es auch schade, v.a. die Tankstellen im Sand- und Oeder Weg haben mir gut gefallen, die hatten irgendwie was (die waren ja so eine Art Tante-Emma-Läden unter den Tankstellen), auch in architektonischer Hinsicht hatten sie ihre Reize.


    Aja, eine weitere zentral (aber dann auch irgendwie doch auch am Stadtrand) liegende Tankstelle gibt es an der Stresemannallee/Gartenstrasse (Esso bei der Allianz in Shsn).

  • Das Geschacher geht los - Wer wird Nachfolger von Schwarz?

    Auch wenn Kritik durchaus mal berechtigt war (Stichwort Goetheplatz), geht die überaus erfolgreiche Amtszeit von Planungsdezernent Schwarz (CDU) im Sommer nach 11 Jahren zuende. Die Liste der Errungenschaften ist lang, aber hätte durchaus auch länger sein dürfen. In der FNP ist zu lesen, dass FDP-Stadtrat und Ordnungsdezernent Volker Stein sich als Nachfolger ins Spiel bringt. Außerdem will die CDU wieder mehr Kompetenzen wie die Verkehrsplanung (derzeit in der Hand des Verkehrsdezernats) an das Planungsdezernat übertragen. Gerade im Hinblick auf die städtebaulich immens wichtige Situation an der Berliner Strasse oder am Mainkai sind diese Bestrebungen zumindest eine Überlegung wert.


    Die Bewerbung Steins um das Schlüsselressort Planung trifft bei der CDU auf grosse Skepsis. Ich kann diese Kritik an dem oft profilierungssüchtigen Stein nur allzu gut nachvollziehen. Die FDP setzt meist auf das Dogma der "autogerechten Stadt mit Vorfahrt für das Gewerbe". Den Bedürfnissen einer bürgernahen und modernen Stadt werden solche Ansichten der 50er Jahre sicher nicht gerecht. Man kann nur hoffen, dass diese wichtige Position von einem echten Fachmann oder zumindest einem Pragmatiker besetzt wird.

  • Tankstellensterben

    Hallo Xalinai, hallo Merlin,


    das mit dem Tante Emma Laden-Feeling finde ich treffend beschrieben, im Oederweg wurde man geradezu familiär behandelt, völlig anders als beispielsweise an der Essotanke stadteinwärts an der Messe, dort halte ich nicht mehr an, auch wenn die Reservelampe seit Mannheim brennt.


    Diese in Wohnhäuser integrierte Bauweise findet man immer seltener, fand ich irgendwie auch immer cool, urban. Und was z. B. an Stelle der BP an der Friedrich-Ebert-Anlage entstanden ist, ist dagegen mehr als langweilig und stand ja dann auch viele Jahre lang leer. Die Ecke Mendelssohn/Bockenheimer hat hingegen zumindest optisch einigermaßen profitiert, würde ich sagen, oder?


    Mal sehen, wann sich die Aral im Grüneburgweg dem Trend beugt und aufgibt.


    Viele Grüße
    Euer Schöni

  • Nach Suhrkamp verlässt jetzt auch Eichborn Frankfurt

    Nachdem sich der Eichborn-Verlag durch jahrelange Misswirtschaft fast selbst ruiniert hat, sucht er nun durch eine Fusion mit dem Berliner Aufbau Verlag (der vor drei Jahren einmal insolvent war) Schutz und Deckung. :nono:
    Stern Bericht 50 Arbeitsplätze gehen in Frankfurt verloren. Natürlich tönt die Presse unisono von einer weiteren Stärkung des Verlagsstandortes Berlin und einer Schwächung der Buchmessestadt Frankfurt die nicht von der Hand zu weisen ist. Unter Betrachtung der immer stärker werdenden Marktmacht der Großverlage wie Random House (Bertelsmann) u.a. scheint mir in der Hauptstadt aber eher ein großer, zukünftiger Verlagsfriedhof zu entstehen.


    Aber was auch immer passiert, beide Verlage müssen sich darüber im Klaren sein, dass in Retrospektive, also wenn man dereinst auf die Unternehmensgeschichten zurückblicken wird, feststellen wird, dass sie ihre erfolgreichste, ihre schimmerndsten und glanzvollsten Zeiten in Frankfurt gehabt haben werden.


    Warum scheint es in der Stadt wenig sensible Antennen für mögliche Abwanderungsgelüste von Unternehmen zu geben? Ist es wirklich so schwer sich mit rennomierten, für das Image der Stadt lebenswichtigen Frankfurter Unternehmen regelmäßig zu treffen und die Lage zu sondieren und eventuell gegenzusteuern? Dass hier wenig passiert zeigt das Beispiel des Autozulieferers Continental und des Großventile-Herstellers Samson, aber auch des Betreiber des Industrieparks Griesheim die sich in der Vergangenheit immer wieder beschwert haben, dass sich die Stadt nicht um sie kümmere.

  • Itched Sky: Hier möchte ich fast mal eine Lanze für die (Politiker der) Stadt Frankfurt brechen. Ich glaube, gerade in Punkto "Wirtschaftsförderung" wird spätestens seit Markus Frank einiges getan. Das Frankfurt (oder auch andere Städte) bei Versprechungen/Subventionen der ach so "sexy-en" Stadt Berlin nicht immer mithalten kann, ist leider Fakt.


    Hier sind wir wieder beim leidigen Thema, daß sich vom Geld der Hessen (insbesondere von Frankfurt im Rahmen des "tollen" Länderfinanzausgleiches) klamme Städte den Luxus leisten können, Institutionen mit Mietfreiheiten/sonstigen Verbilligungen abzuwerben. Selbst ohne irgendwelche "Gimmicks" gewinnt (insbesondere bei Verlagen) in letzter Zeit und wohl auch in Zukunft bei der Frage "Frankfurt oder Berlin" leider aktuell die (wirtschaftlich wenig attraktive) Hauptstadt.


    Aber ansonsten gilt: "Reisende soll man nicht aufhalten". Wenn ein Unternehmen aus Frankfurt weggehen will, dann geht es! Da macht im Zweifel niemand etwas daran. Das ist meist schon länger gereift, und durch nichts und niemanden aufzuhalten. Was hat Frankfurt der Börse nicht alles noch angeboten? Erfolglos, das muss man leider so hinnehmen.


    Wir sollten aber alle unsere Möglichkeiten nutzen, was für mich heißt, daß ich nach Suhrkamp-Büchern, nun halt auch Eichborn-Bücher meiden werde! Wenn jeder danach handelt, haben wir auch eine gewisse Macht. Meine "schwarze Liste" der Verlage wird (nach der leidigen Umzugsdiskussion der Buchmesse nach München, für die einige Verlage seinerzeit plädierten, und die seither von mir keinen Umsatz mehr sehen) jedenfalls immer länger...;)

  • Hessen zahlt, andere bekommen und locken mit dem Geld

    SKYLINER - gut, dass Du das angesprochen hast. Hessen zahlt im Länderfinanzausgleich und kommt da auch so schnell nicht raus. Andere Länder bekommen das Geld und zeigen den Hessen (u.a.) die lange Nase. Bestes Beispiel: Rheinland-Pfalz. Die bekommen Geld aus dem Länderfinanzausgleich. Herr MP Beck wirbt sogar in Hessen(!) damit, dass man doch nach Rheinland-pfalz kommen solle, denn dort würde auch ein zusätzliches Kindergartenjahr finanziert vom Land. Das ist pervers.
    Und ähnlich macht es Berlin mit renommierten Kulturfirmen wie Verlagen. Man kauft sich die Kultur mit netten Dumping-Angeboten, um zu zeigen, wie toll doch Berlin ist. Dabei ist Berlin so elendig pleite.
    Und davon abgesehen: was ist der Eichborn-Verlag noch für eine Hausmarke? Fast keine mehr. Solange der riesige Fischer-Verlag nicht nach Berlin ziehen will, ist alles noch ok.

  • Solange vor allem die Buchmesse nicht abwandert, ist alles noch OK. Denn die ist definitiv eins der Aushängeschilder der Stadt und immens wichtig für die internationale Sichtbarkeit.


    Dass sie auch in Zukunft langfristig in Frankfurt bleibt, halte ich für gesichert, denn der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat und behält seinen Sitz in Frankfurt - er bekommt ja derzeit ein neues Domizil in der Innenstadt - und verleiht hier seine Auszeichnungen, ist laut Wikipedia an der Deutschen Bibliothek beteiligt (ebenfalls hier) und veranstaltet hier die Buchmesse. Wenn da ein kleiner Verlag wegen Fusion (!) nach Berlin abwandert, fällt das glaube ich nicht weiter negativ auf, es sollte nur kein Trend werden.

  • S-Bahnhof-Sanierung? Die Bahn macht weiter wie bisher

    Probleme an den Bahnhöfen Höchst und Rödelheim - Barrierefreiheit
    Bei den S-Bahnhöfen der Deutschen Bahn Hauptwache, Hauptbahnhof, Flughafen, Westbahnhof, Griesheim, Rödelheim oder Höchst (Forumsbeitrag) wird es wohl kaum zu schnellen Verbesserungen kommen. Auch wenn sich OB Roth über die Zustände am Höchster Bahnhof in der FR echauffiert und in Rödelheim auch über Barrierefreiheit diskutiert wird (FR Artikel), sind Sofort-Maßnahmen der Bahn nicht abzusehen. Ab heute stellt das Verkehrsdezernat in Rödelheim zumindest einen Bus-Shuttle zur Verfügung um Menschen mit Gehbehinderung eine Überquerung der Gleise möglich zu machen (eigentlich unfassbar!). Auch der behinderten- und familienfeindliche Bahnhof Höchst wird voraussichtlich erst 2014 umgebaut. Das sind kaum gute Aussichten.


    Bahnchef Grube äussert sich zu Bahnhöfen
    In der ARD Talkshow "Beckmann" wurde Bahnchef Grube gestern zu den desaströsen Zuständen vieler Bahnhöfe befragt. Beckmann selbst führte das Beispiel des S-Bahnhofs Bad Vilbel an. Obwohl die Stadt im reichen Speckgürtel Frankfurts liegt, sähe es aus wie nach einem "Partizanenkrieg" mit zerschossenen Fenstern. Da die Bahn nicht auf Sanierungsaufforderungen reagiere, steckt die Stadt nun eigenes Geld in eine Sanierung.


    Grube antwortete auf gewohnt technokratische Weise. Er meinte zwar ein Bahnhof wäre eine "Visitenkarte der Bahn", aber man besäße nun mal 5,400 Bahnhöfe. Davon sind ca. 2000 Bahnhöfe in einem "sehr guten Zustand" (von insgesamt 6 internen Qualitäts-Kategorien; also Noten 1 bis 6). Die Bahn möchte nun die Bahnhöfe sanieren, wo die Verkehrsaufkommen am grössten sind. So sollen 100 Bahnhöfe im Jahr renoviert bzw. verschönert werden. Bei 3,400 zu sanierenden Bahnhöfen sollte also in einem Zeitraum von ca. 30 Jahren eine Sanierung möglich sein. Angeblich hätte das Konjunkturprogramm diesen Prozess beschleunigt, aber der Sanierungsstau bei der Bahn bleibt trotzdem mehr als offensichtlich. So kann die Prognose für Frankfurt nur lauten: Es bleibt vorerst alles beim alten. :Nieder:

  • Hauptbahnhof Frankfurt

    Wenn es schon mal um die Bahnhöfe geht: Schon lange frage ich mich, ob denn am Hauptbahnhof der Tunnel, der die Bahnsteige in der Nähe des Endes der Bahnsteighalle miteinander verbindet, auf Dauer so bleiben soll.
    Ich finde, dass dieser in einem wirklich schlimmen Zustand ist. Ich benutze diesen beim Umsteigen nur, wenn ich es eilig habe, manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden und dann kam ich mir einige Male schon vor, als ob ich einen Ausflug in die Frankfurter Kanalisation unternommen hätte. Eigentlich untragbar für einen der wichtigsten Bahnhöfe des Landes.

  • Die Lösung kann dann doch nur sein, das die Bahn Kooperationen mit Städten eingeht. Wenn Städte sich eine Sanierung leisten können, dann sollen diese auch die Möglichkeit bekommen, dieses zu tun. Entweder kann man dann die Städte an zukünftigen Erlösen aus neuen Geschäften beteiligen oder die Bahn übernimmt nur nur noch den Fahrbetrieb innerhalb der Gebäude und der Rest wird von Städten oder Privatinvestoren übernommen und bewirtschaftet. Das muß nicht für alle Bahnhöfe geschehen, aber im Moment gibts ja nur die Wahl zwischen die Bahn tut was oder es passiert nix.


    Der Tunnel im HbF ist wohl bei der Renovierung "vergessen" worden. Ich denke er liegt einfach zu weit außerhalb des täglichen Sichtfeldes, so dass man ihn einfach so lässt. Nicht schön, aber typisch.


    Die Bundesregierung muss eben bei der Bahn komplett umschwenken, das Denken als Privatbetrieb mit Hinblick auf den Börsengang hat ja einfach dazu geführt, das man sich "hübsch" und "schlank" gespart hat und nun das Ergebnis sieht.