Frankfurter Stadtgespräch

  • Wachstumspotentiale - Planungsamtsleiter Lüpke im Interview

    Die FR bringt am heutigen Tag ein Interview mit dem Leiter des Stadtplanungsamtes, Dieter von Lüpke, welches das prognostizierte Bevölkerungswachstum und die daraus resultierenden Aufgaben der Stadt zur Wohnraumentwicklung zum Gegenstand hat.


    Darauf angesprochen, dass die derzeit vorhandene Reserve von 18.000 Wohneinheitem nicht ausreichen wird, nennt von Lüpke folgende Verdichtungs- bzw. Entwicklungsflächen:


    • den Bereich auf beiden Seiten einer einzuhausenden Autobahn A661
    • den Sommerhoffpark am nördlichen Mainufer (unter Einbeziehung von Teilen des Gutleuthafens), hierzu gibt es auch schon einen Themenstrang im Forum
    • den nördlichen Rand von Niederrad (Verbindung des Stadtteils mit dem Flussufer)
    • die Verdichtung der Bürostadt Niederrad im Zuge eines "Stadtumbauprojektes", hier der Strang zur exemplarischen Lyoner Str. 19 und zum allg. Trend zur Umwandlung von Büros in Wohnungen


    Daneben seien "weitere neue Städtebauprojekte erforderlich", wozu er sich jedoch (leider) nicht näher äußert. Gleichzeitig stellt der Amtsleiter auch klar, dass man weder ein Wachstum der Stadt an ihren äußeren Rändern anstrebt noch eine Weiterentwicklung des "Wohnen am Fluss" in östlicher Richtung; der Wohnungsbau im Osthafen, dessen Potential von Lüpke mit ca. 3000 Wohnungen für 7500 Menschen angibt, wird nicht projektiert.


    Den im Zusammenhang mit der steigenden Bevölkerung entstehenden Planungsdruck bei Schulen und Kindertagesstätten thematisiert ein weiterer FR-Artikel.

  • Nochmal zu den S-Bahn-Stationen: es sind ja nicht nur die drei genannten, sondern alle unterirdischen S-Bahn-Stationen auf Frankfurter Stadtgebiet sind mittlerweile in einem absolut inakzeptablem Zustand. Auch ander Konstablerwache fehlen die Deckenverkleidungen. Mühlberg, Ostendstraße und Lokalbahnhof wirken aber mit Abstand am schäbigsten. Und das obwohl insbesondere die beiden letztgenannten architektonisch noch die gelungensten innerhalb Frankfurts sind. Komplettreinigung, und Austausch des Mobiliars (Sitzgelegenheiten, Fahrplanaushänge, Beschilderungen, ...) würden dort ja womöglich sogar schon reichen. Aber wie ich die DB kenne wird man wohl selbst darauf noch ewig warten müssen.

  • Der Zustand der unterirdischen Stationen ist in der Tat beschämend. Den versifften Wänden, den riesiegen Wasserflecken an der Decke (Ostendstrasse), den omnipräsenten Graffitti und den zerstörten Sitzmöglichkeiten steht die Deutsche Bahn völlig gleichgültig gegenüber. Die Milliardengewinne werden halt für Prestigeprojekte gebraucht.....
    Der Stadt sind juristisch die Hände gebunden, da die DB Eigentümerin der Stationen ist. Ob sie wenigstens den Verfall der Stationen beim Unternehmen anmahnt, darf bezweifelt werden.

  • Zu den S-Bahn Stationen: Wenigstens ist das Thema jetzt auf der Agenda der schwarz-grünen Koalition. Ohne Druck wird die DB ohnehin nicht handeln, dafür ist der reflexartige Kosten-Senkungsdruck im Unternehmen viel zu tief verankert. Wenn sich die DB Station und Service AG jedoch für die Verwendung der jährlichen 20 Millionen Euro an Stationsgebühren rechtfertigen muss, kommt sicherlich neuer Schwung in die Angelegenheit. Diese Gelder wurden in den letzten 15 Jahren sicherlich nur minimal in die Stationen reinvestiert. Es kann nicht sein, dass die Stadt Millionensummen für die Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes und der Hauptwache (A- und B- Ebene) ausgeben wird, aber die jeweiligen Stationen verwahrlosen. So konterkariert man eminent wichtige Prestige-Maßnahmen, die der Stadt eine international angemessene Visitenkarte ausstellen sollten. Ich bin jedenfalls gespannt, was man in den kommenden Monaten zu diesem Thema hören wird.

  • Übersicht der voraussichtlichen Fertigstellungen für 2011

    Das Journal Frankfurt veröffentlichte eine anschauliche Übersicht der Fertigstellungen in diesem Jahr, die ich auf die voraussichtlichen Fertigstellungen der größeren Bauprojekte reduziert habe. Zeitlich offen bleiben u.a. Ankündigungen zum neuen Behördenzentrum (Campanile?), dem ehemaligen Polizeipräsidium und der Bebauung am Goetheplatz. Vielleicht kann dieser Kalender ja als kleine Orientierung dienen bis mehr Details vorliegen.


    Journal Frankfurt Quelle: Teil 1 und Teil 2


    FAZ Quelle: FAZ


    Januar: Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG verlegt seine Europazentrale von London an den Main und zwar in das Büro- und Hotelgebäude The Squaire. Mehr als 2800 Mitarbeiter der Deutschen Bank ziehen nach einer fast dreijährigen Sanierungsphase der Zwillingstürme wieder in die Zentrale. Ebenso erwartet man von Tishman Speyer eine "Ankündigung" zum 160m hohen Taunusturm.


    Februar: Die Dom-Römer GmbH will sich an einen festen Zeitplan halten, damit es mit dem Bau der neuen Altstadt vorangehen kann. Bis März sollen die Architektenleistungen für die acht bereits beschlossenen Fachwerkrekonstruktionen ausgeschrieben und vergeben sein. Bis zum April wird zudem an der Tiefgarage gearbeitet. Bei den ineinander verschlungenen Zwillingstürme der EZB wird mit dem Rohbau der Obergeschosse begonnen. Währenddessen wird der Tower 185 seine Endhöhe erreichen (200 Meter). Auch der Kuhhirtenturm in Alt-Sachenhausen soll bis dahin verwirklicht sein.


    März: Ein Preisgericht aus Architektur, Politik und Verwaltung entscheidet über die bis zu 27 Siegerentwürfe für die Neubebauung des Dom-Römer-Areals.


    April: Abriss des Bestandgebäudes an der Taunusanlage für einen Credit Suisse Tower (60m).


    Mai: Die letzten Reste des Betonblocks Technisches Rathauses werden entfernt. Zudem wird der U-Bahnzugang verlegt und der "Krönungsweg" auf sein ursprüngliches Niveau abgesenkt. Im Europaviertel soll der Sommer bereits im Europagarten genossen werden können. Auch im Ostend wird mit dem Büroneubau der BDO Wirtschaftsprüfer an der Hanauer begonnen.


    Juli: Das Weseler Werft Ausflugslokal von Walden-Gastwirt Thomas Klüber am Mainufer eröffnet wahrscheinlich die Pforten. Laut FAZ soll der Startschuss für das Einkaufszentrum Skyline Plaza und dem Honsell-Dreieck an der Großmarkthalle im Sommer fallen (beide mit 2-jähriger Bauzeit).


    August: Kofler & Kompanie sowie die Gastroexperten Micky Rosen und Alex Urseanu werden im Thurn und Taxis Palais eröffnen. Ebenso soll das 5-Sterne-Hotel Jumeirah in den 96 Meter hohen Turm am MyZeil einziehen. Das sanierte Filmmuseum feiert die Wiedereröffnung und das Historische Museum beginnt mit dem Abriss des Beton-Hauptbaus.


    September: Im Spätsommer (hiermit kann also auch der Altweibersommer gemeint sein) will die DIC vermutlich damit anfangen die Bestandsbauten am Degussa Areal abzureissen, vorausgesetzt es besteht ausreichend Mietinteresse.


    Oktober: Die neue Landebahn Nordwest wird in Betrieb genommen. Ebenso wird das Städel Museum seinen neuen Museumsanbau mit dem Thema "Max Beckmann und Amerika" eröffnen.


    Dezember: Der Tower 185 wird fertiggebaut und die verbliebenen Mieter können ihre neuen Büros beziehen. Das Kongress-Zentrum an der Skyline Plaza soll begonnen werden (eine Bauankündigung für den Hotelturm folgt).


    Mit der Frauen Fussball WM (Juli) und der IAA (September) finden zudem weitere Highlights in diesem Jahr statt. Auch in der Kommunalwahl am 27. März entscheidet sich die Zukunft vieler Infrastrukturprojekte Frankfurts.

  • Ein besonderes Naturschauspiel kann man momentan am Main erleben: Der Main ist über die Ufer getreten und hat v.a. Teile der Uferpromenade am südlichen Mainufer überschwemmt ... ist zwar nicht wünschenswert, aber dennoch faszinierend, weil eben ungewöhnlich & selten!


    Leider hatte ich aber keine Kamera dabei um es bildlich festzuhalten.

  • Frankfurt säuft ab

    Das Mainufer lohnt in der Tat gerade einen Besuch. Bis morgen soll der Pegel definitiv noch steigen. Damit ist auch die Promenade am Mainkai hochwassergefährdet. Das kommt selten vor. Zwei Impressionen von vorhin, von Dribbdebach nach Hibbdebach geguckt:



    Die Banker bekommen vielleicht auch bald nasse Füsse, so wie dieser Baum:



    Bilder: epizentrum


    Ich bin sicher, thomasfra kann auch ein paar schöne Hochwasserfotos hochladen. Ihm bin ich vorhin begegnet.

  • Danke für die Bilder. Bin Anwohner nähe Friedensbrücke (Untermainkai 69). Die Situation sieht nördlich von Sachsenhausen entspannt aus. Auf Sachsenhäuserseite werden die Ruderklubs angespült, ein Training mit normalem Einstieg ist nicht möglich.
    Laut HR ist die Hochwasserlage in Hessen unter Kontrolle bzw. Stabil, außer der Main ist noch steigend. In Fechenheim und in Höchst sind die Ufergebiete gesperrt bzw. sind die Hauptverbindungstrassen in Mainnähe gesperrt.


    Link für aktuelle Lins im Hessen text:
    http://www.hr-text.hr-online.d…erator/index.jsp?page=197


    Richtig gefährlich sieht es im Augenblick nicht aus. Aber wenn aus 160 M Flußbreite 200 werden und man die Fließgeschwindigkeit bei steigender Höhe betrachtet ist es schon ein bisschen aufregend.


    Viele Grüße aus dem Bahnhofsviertel.

  • Ankauf von Steuersünderdaten stärkt den Standort FFM

    ... ist eine interessante Theorie.
    Den Off-Shore-Vermögensverwaltern ist - durch tausende deutscher Selbstanzeigen und Geldabflüsse - in den letzten 2 Jahren eine gigantische, milliardenschwere Klientel weggebrochen. Kunden die in der Vergangenheit ihren Cash in der Schweiz oder Liechtenstein angelegt haben und dort von Banken wie Julius Bär oder UBS betreut worden sind, trauen sich nicht mehr, das auch weiter zu tun. Ärger mit den deutschen Finanzämtern droht ihnen immer, selbst wenn sie jede Summe angeben. Die schweizer Banken können dieses Geschäft im Heimatland nicht mehr erfolgreich weiterbetreiben und wollen es gleichzeitig aber auch nicht einfach aufgeben. Die Lösung: Die Filialen in Deutschland stärken und davon profiert vor allem Frankfurt, wie dieser Bericht anschaulich zeigt: Reuters Artikel
    Ich denke wir dürfen in nächster Zeit weitere Ansiedlungen kleinerer schweizer Vermögensspezialisten in Frankfurt beobachten.


    Edit: Ein weiteres Indiz dafür ist z.B. folgende Meldung: http://www.immobilien-zeitung.…uero-in-frankfurt-am-main

    Einmal editiert, zuletzt von itchedSky () aus folgendem Grund: Interessante Zusatzinfo

  • Hochwasser

    Damit es uns an dieser Stelle in Erinnerung bleibt: Der Main hat derzeit einen recht ordentlichen Pegelstand von knapp 4,80 Meter und sorgt damit für die höchste Hochwasser-Meldestufe 3. Auch die exotischen und teilweise empfindlichen Pflanzen am Nizzaufer stehen unter Wasser:



    Wahrscheinlich wegen des Hochwassers wurden die Stutzungsarbeiten an den Platanen unterbrochen, wie man hier schön sieht:



    Bilder: epizentrum


    Auch die Arbeiten an der Sanierung der Alten Brücke ruhen derzeit. Siehe auch hier. Die aktuellen Mainpegelstände mit Vorhersagen findet man beispielsweise hier.

  • Beim Eisernen Steg sieht es ähnlich aus. Er kann vom Museumsufer aus betreten werden, doch dann ist irgendwann Sackgasse.


    Das Hochwasser lockt viele Schaulustige an.




  • Main-Hochwasser 16/01/2011

    Bei meiner fast schon Gewohnheits-Tour am Main entlang war ich heute leider nicht so ruhig unterwegs wie sonst. Menschenmassen schoben sich am Ufer entlang.
    Ein paar Fotos vom Main - zunächst das derzeitige Lager für Ausflugsdampfer und Flußkreuzfahrtschiffe im Osthafen, dann weiter in Richtung Innenstadt, bis es mir dann definitiv zu voll wurde:









    Alle Bildrechte liegen bei mir!

  • Tankstellensterben

    Hallo zusammen,


    das Innenstadttankstellensterben beobachte ich schon lange mit großem Ärger. Ich wohne seit vielen Jahren sehr gern mitten in der City, zahle bereitwillig hohe Mieten für Wohnung und TG-Stellplätze meiner Autos und es wird immer unbequemer, mal eben vollzutanken, sei es vor einer Reise oder eben nur so zwischendurch. Mittlerweile muss man an den Alleenring oder an die letzte Citytanke im Grüneburgweg fahren. Aral in der Mendelssohn, BP an der Friedrich-Ebert-Anlage, Aral auf der Theodor-Heuss-Allee, alle schon seit Jahren weg, dann die Aral im Oeder Weg und jetzt die Shell im Sandweg. Sicher hab ich auch noch einige vergessen in anderen Ecken. Rentiert sich der Betrieb wegen hoher Mieten für die Betreiber nicht oder ist das ggf. politisch gewollt, dass Tanken aus der City verschwinden sollen? Und was sind die Pläne für die Grundstücke, z. B. aktuell im Sandweg und das im Oederweg, das schon seit der Schließung der Aral verwahrlost?


    Viele Grüße,
    Euer Schöni


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    Mod: Beitrag aus einem Projekt-Thread hierher verschoben.

  • Ich kann mit vorstellen, dass das durchaus so gewollt ist.
    Tankstellen stellen ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential dar - angefangen bei der Brandgefahr, der Verseuchung von Boden und Grundwasser, dem dirch sie angezogenen zusätzlichen Straßenverkehr, etc.
    Dazu benötigen sie, um wirtschaftlich zu sein, recht große Flächen, auf denen sie auch noch Lärm (Autos, Waschanlagen) erzeugen. Dazu der Wettbewerb mit dem stationären Handel (Lebensmittel, Cafés, Bäckerei, Lottoannahme) - da ist eine Verdrängung an den Stadtrand und in Industriegebiete verständlich.


    Dazu passt ja auch das Konzept des "Steckdosen-Hybrid-Fahrzeugs". das zu Hause an der Steckdose aufgeladen werden kann, und erst beim Weg aus der Stadt heraus, am Stadtrand mit Benzin für die Überlandfahrt aufgetankt wird.


    Welche Tankstellen sind jetzt eigentlich noch innerhalb des Alleenrings übriggeblieben? Mir fällt die Aral an der Hanauer Landstraße, Höhe Zoo ein, die Freie Tankstelle gegenüber, neben der ehemaligen Post an der Bärenstraße und in der Ostendstraße gab es noch die Taxi-Tankstelle - existiert die noch?

  • Zusätzlich zu den von Xalinai zutreffend beschriebenen negativen Begleiterscheinigungen einer Tankstelle, dürften auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielen.


    Grundsätzlich dürfte wohl die Faustregel gelten: Je zentraler, umso höher die Kosten für den Tankstellenbetreiber (Grundstück, Miete etc.). Unter dieser Prämisse fangen schon die Zwänge/Probleme an, denn ein Tankstellenbetreiber hat hinsichtlich der Preisgestaltung so gut wie keinen Spielraum, und zwar sowohl was den Verkauf als auch was den Einkauf betrifft:
    - zum einen, weil Autofahrer nun mal sensibel auch auf kleinste Preisunterschiede reagieren und günstigere Tankstellen bevorzugen bzw. ihr Tankverhalten danach ausrichten ... höhere Preise kann eine solche Tankstelle nicht durchsetzen
    - zum anderen, weil die Mineralölkonzerne so gut wie keine Preisdifferenzierungen vorrnehmen, d.h. alle Tankstellen müssen den gleichen Preis zahlen ohne Rücksicht auf Lage und evtl. dadurch bedingter erhöhter Kosten ... darüber hinaus sind die Einkaufspreise so gestaltet, dass die Tankstellen idR mit dem Verkauf von Benzin/Diesel gerade mal ihre Kosten decken können, erst Zusatzleistungen wie der Verkauf von Snacks, Getränken etc. oder Autowäschen macht die Sache profitabel.
    Im innerstädtischen Bereich stehen sie aber dabei in unmittelbarer Konkurrenz zu Supermärkten und Kiosken. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Zusatzgeschäft wohl nicht so umsatzstark & profitabel sein dürfte wie bei Tankstellen am Stadtrand.


    Wenn man diese Gesichtspunkte berücksichtigt, kann man denke ich verstehen, dass immer mehr innerstädtische Tankstellen aufgeben müssen. Ich finde es auch schade, v.a. die Tankstellen im Sand- und Oeder Weg haben mir gut gefallen, die hatten irgendwie was (die waren ja so eine Art Tante-Emma-Läden unter den Tankstellen), auch in architektonischer Hinsicht hatten sie ihre Reize.


    Aja, eine weitere zentral (aber dann auch irgendwie doch auch am Stadtrand) liegende Tankstelle gibt es an der Stresemannallee/Gartenstrasse (Esso bei der Allianz in Shsn).

  • Das Geschacher geht los - Wer wird Nachfolger von Schwarz?

    Auch wenn Kritik durchaus mal berechtigt war (Stichwort Goetheplatz), geht die überaus erfolgreiche Amtszeit von Planungsdezernent Schwarz (CDU) im Sommer nach 11 Jahren zuende. Die Liste der Errungenschaften ist lang, aber hätte durchaus auch länger sein dürfen. In der FNP ist zu lesen, dass FDP-Stadtrat und Ordnungsdezernent Volker Stein sich als Nachfolger ins Spiel bringt. Außerdem will die CDU wieder mehr Kompetenzen wie die Verkehrsplanung (derzeit in der Hand des Verkehrsdezernats) an das Planungsdezernat übertragen. Gerade im Hinblick auf die städtebaulich immens wichtige Situation an der Berliner Strasse oder am Mainkai sind diese Bestrebungen zumindest eine Überlegung wert.


    Die Bewerbung Steins um das Schlüsselressort Planung trifft bei der CDU auf grosse Skepsis. Ich kann diese Kritik an dem oft profilierungssüchtigen Stein nur allzu gut nachvollziehen. Die FDP setzt meist auf das Dogma der "autogerechten Stadt mit Vorfahrt für das Gewerbe". Den Bedürfnissen einer bürgernahen und modernen Stadt werden solche Ansichten der 50er Jahre sicher nicht gerecht. Man kann nur hoffen, dass diese wichtige Position von einem echten Fachmann oder zumindest einem Pragmatiker besetzt wird.

  • Tankstellensterben

    Hallo Xalinai, hallo Merlin,


    das mit dem Tante Emma Laden-Feeling finde ich treffend beschrieben, im Oederweg wurde man geradezu familiär behandelt, völlig anders als beispielsweise an der Essotanke stadteinwärts an der Messe, dort halte ich nicht mehr an, auch wenn die Reservelampe seit Mannheim brennt.


    Diese in Wohnhäuser integrierte Bauweise findet man immer seltener, fand ich irgendwie auch immer cool, urban. Und was z. B. an Stelle der BP an der Friedrich-Ebert-Anlage entstanden ist, ist dagegen mehr als langweilig und stand ja dann auch viele Jahre lang leer. Die Ecke Mendelssohn/Bockenheimer hat hingegen zumindest optisch einigermaßen profitiert, würde ich sagen, oder?


    Mal sehen, wann sich die Aral im Grüneburgweg dem Trend beugt und aufgibt.


    Viele Grüße
    Euer Schöni