Frankfurter Stadtgespräch

  • Für mich ist das Ganze einfach nur ein Skandal! Die Bude ist großartig. Das Essen schmeckt und ist wahnsinnig vielfältig, die Bude zieht Leute in die Wallanlage, was schließlich auch der Zweck der Anlagen ist, sie sollen als Lebensraum in der Großstadt diehnen.


    Wer entscheidet denn so etwas!?! Einfach nur skandalös!:Nieder:


    Wenn ich nicht wüsste dass ich da ganz schön alleine wäre würde ich mich dranketten wenn die Bagger kommen :D

  • Die Schließung wäre ein Rückfall in ganz alte Zeiten und eine massive Fehlentscheidung, die man noch bereuen wird. Das alte kleinkarierte Haudrauf-Denken und amtliches Geltungsbedürfnis der 60er und 70er schlägt hier mit voller Wucht zu. Alleine die beamtendeutsche Formulierung "Bereinigung von Fremdeinflüssen" ist schon ein Skandal an sich.


    Es handelt sich hier ja nicht um eine seelenlose Imbissbude 0815, sondern um eine stadtbekannte Institution wie das Best Worscht of Town oder dem Maincafe. Warum ohne Not Dinge zunichte machen, die funktionieren? Eine Stadt wie Frankfurt, die sich über seine Toleranz und urbane Vierfältigkeit definiert, hätte hier deutlich mehr Gelassenheit und Fingerspitzengefühl an den Tag legen können.


    Wenn die Stadt wenigstens konsequent wäre in ihrem Drang "aufzuwerten". Die Aufhübschung des Bundesrechnungshofs, der Berliner Strasse oder des Sudfass Areals laufen völlig ergebnislos seit mehr als 10 Jahren vor sich hin. Ein schöneres Stadtbild ist nicht unerwünscht, aber dann bitte dort wo es dringend nötig tut und nicht dort wo es kaum stört.

  • "Bereinigung von Fremdeinflüssen" - dazu würde vor allem gehören, den ganzen Müll aus den Frankfurter Grünanlagen zu entsorgen. Dazu würde meiner Meinung nach auch gehören, die Grünanlagen für die Bürger attraktiv zu halten.
    Ein Faktor, der mit in Frankfurt sehr stark auffällt: Parks und Grünanlagen sind sehr wenig einladend, weil sehr wenig gepflegt. Da wuchert alles kreuz und quer. Da verkommen Ecken, die mit kleinstem Aufwand wunderschöne Flächen sein könnten, wenn sich nur jemand darum kümmern würde.


    Ich finde es traurig und halte es auch für etwas lächerlich, dass in Frankfurt die Aufwertung an den Punkten beginnt, die niemanden stören. Eine Imbissbude muss weichen, die sich in das Stadtbild integriert. Schlechte Wege, Müll, ungepflegtes Aussehen bleiben.
    Meiner Meinung nach sollte man gerade in den Grünanlagen Gastronomie bieten, um dort zum Verweilen anzuregen. Dies funktioniert beispielsweise in München ganz wunderbar. Ein schöner Biergarten kostet eventuelle Investoren keine Unsummen, die Stadt verdient mit, für den Gast bleibt es bezahlbar und somit wird eine großer Teil der Bevölkerung angesprochen.


    Frankfurt - das könnt ihr sicher besser!

  • Sehr wenig einladend? Sehr wenig gepflegt? Da geht der Lokalpatriotismus mit mir durch, da muss ich entschieden widersprechen! Zugegeben, besonders die Wallanlage ist in einigen Teilen nicht "wie aus dem Ei gepellt", jedoch sicherlich auch nicht ungepflegt und vermüllt. Andere innenstädtische Parks (Rothschildpark, Mainwiesen, Grüneburgpark) sind jedoch im Gegenteil in sehr gutem Zustand und bieten teilweise zusätzlich die von Dir eingeforderte Gastronomie. Sehr positiv an nahezu allen Frankfurter Grünanlagen ist das uneingeschränkte Recht, den Rasen betreten zu dürfen - darunter leidet vielleicht die Optik, aber die Aufenthaltsqualität steigt gewaltig. Hier könnten viele Städte von Frankfurt lernen.


    In Sachen Hamburgerbude muss ich Dir aber "leider" Recht geben. Diese Schließung IST peinlich ;-)

  • Also ich finde es hauptsächlich für die Leute, die dort arbeiten, schlimm, das die Bude wegsoll.
    Aber mir hat sie dort nie wirklich gefallen und das Essen ist eben Imbißbuden-Qualität. Ich hätte mir halt gewünscht, das man dort an der Stelle Gastronomie beläßt, aber es eben modern oder passend entwickelt und den jetztigen Betreibern die Möglichkeit gibt, so ihr Geschäft weiterzuführen, aber auch den Ansprüchen an die Wallanlage gerecht werden.


    Interessant ist doch auch, das das Thema erst jetzt auftaucht, wo doch schon vor einem Jahr die Kündigung kam.

  • Kurze Info.


    Auf der Seite von Frankfurt.de gibt es eine neue Version der Luftbild-Karte. Die Bilder sind vom Sonntag den 12.04.2009 und werden ab November auch in noch höher aufgelöster Form als DVD verkauft.


    Hier der Link

  • Gegenüber kenne ich das Suppenrestaurant Ecke Öderweg und Eschersheimer Landstraße und das Metropolis mit seinen Restaurants im Erdgeschoß. Ist der Dönerladen neu?

  • Noch ein Wort zur Hamburger Bude. So ungerecht und unangemessen ich das Vorgehen der Stadt finde, ist die exponierte Lage der Bude sicherlich der Hauptverursacher.


    Sie fällt pikanterweise mitten in die Achse "MyZeil-Metropolis-Hilton Hotel", also eine Gegend in der die Stadt besonders Eindruck schinden will. Bald befinden sich in diesem Dreieck drei 5 Sterne Hotels (inkl. Jumeirah). Außerdem benutzt das gesamte Holzhausenviertel den Oeder Weg um in die Stadt zu kommen und muss durch dieses Nadelöhr an der Bude vorbei schlendern. Mit anderen Worten: Ein Hamburger Schuppen passt wohl aus Sicht mancher Entscheidungsträger nicht mehr ins Milieu. Ich vermute, dass man einen "Starbucks" oder "Vapiano" an dieser Stelle wohl eher nicht verjagen würde.

  • Frankfurt im Städteranking mal wieder vorne

    Städterankings haben es ja so in sich, die ausländischen Surveys sehen Frankfurt jedenfalls immer ein bisschen weiter vorne als innerdeutsche Rankings:
    Beispiel von heute Platz 3 im "European Cities Monitor 2009"

  • Sport Scheck eröffnet im türkisgrün gekachelten Neubau in der Schäfergasse (siehe hier und die darauffolgenden Beiträge) am 5. November. Laut Webseite sind an den ersten vier Tagen "großartige Aktionen" geplant.

  • Frankfurt als "City of Sustainability"

    Auf der Expo Real in München teilte Wirtschaftsdezernent Markus Frank mit, Frankfurt wolle sich künftig als "City of Sustainability" positionieren.


    Zusammen mit der Frankfurter Umweltdezernentin Manuela Rottmann und dem Planungsdezernenten Edwin Schwarz solle eine Expertenkommission einberufen werden, die Kriterien für ein neues Markenzeichen „City of Sustainability“ erarbeiten soll:


    =6167353"]http://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2855&_ffmpar[_id_inhalt]=6167353


    Eher früher als später wird eine Großstadt (Freiburg also mal außen vor) in Deutschland bzw. Europas die Marke "grüne Stadt" im Schilde führen wollen, und wenn tatsächlich Frankfurt dies schaffen würde, so wäre das eine großartige Errungenschaft für die Stadt von nicht zu unterschätzende Bedeutung!
    Man stelle sich vor, Frankfurt als erste Stadt mit grüner Skyline ...

    Die Vorteile wären enorm, sowohl in Bezug auf nachhaltig erfolgreiches Wirtschaften als auch zur Verbesserung des (überregional bislang eher mäßigen) Images Frankfurts als lebenswerte Stadt.

    Bleibt zu hoffen, dass es sich hier um ein ernst gemeintes Bemühen handelt und nicht um bloße Podiumsreden. Die bereits zu sehenden Ansätze verleihen den Absichten der Stadt zumindest eine gewisse Glaubwürdigkeit.

  • "Hamburger am Turm": Satiremagazin will Imbissbude retten

    Es kommt Leben in die Diskussion um die Imbissbude am Eschenheimer Tor: Das in Frankfurt ansässige Satiremagazin TITANIC will die Bude zum Kunstobjekt umgestalten und vielleicht, analog zum Grüngürteltier (Info), ein "Brutzeltier" erfinden. Einige TITANIC-Redakteure seien auch bereit sich an der Imbissbude festzuketten um den Abriss zu verhindern.


    Inwieweit man dieses Engagement ernst nehmen kann ist bei der TITANIC natürlich schwer zu sagen, doch die Diskussion hat jetzt die breite Öffentlichkeit erreicht. Bei der Frankfurter Rundschau sind Dutzende Leserbriefe eingegangen, die den Erhalt fordern. Eine ausgelegte Unterschriftenliste im Imbiss gegen die Schließung ist bereits sieben Seiten lang. Die Junge Union spricht sich dafür aus, die Entscheidung zum Abriss zurückzunehmen.


    So sieht es auch die Mehrheit der Teilnehmer einer Online-Umfrage der FR: 91% sprechen sich für den Erhalt aus, lediglich 6% finden die Entscheidung richtig.


    FR-Artikel

  • European Cities Monitor 2009

    Die wichtigsten Business cities in Europa 2009


    1. London (Vorjahr: 1.)
    2. Paris (2.)
    3. Frankfurt (3.)
    4. Barcelona (5.)
    5. Brüssel (4.)
    6. Madrid (7.)
    7. München (9.)
    8. Amsterdam (6.)
    9. Berlin (8.)
    10. Mailand (13.)
    11. Genf (11.)
    12. Hamburg (17.)
    13. Zürich (10.)
    14. Birmingham (21.)
    15. Düsseldorf (12.)


    Auch noch interessant:


    - Die Top 3 haben sich seit 1990 nicht verändert, wobei London und Paris konstant einen großen Abstand zum drittplatzierten Frankfurt aufweisen.
    - München und Hamburg holen auf, Berlin und Düsseldorf fallen züruck. Düsseldorf, 1990 noch auf Platz 6, landet nur noch auf Rang 15.
    - Die bekanntesten Business-Städte sind London und Paris gefolgt von Barcelona auf Platz 3. Brüssel und Frankfurt teilen sich Platz 4.

  • "Hamburger am Turm"

    ^Sehr schön. Also, könnte man sagen ein Sieg der Politik über die Beamten in der Verwaltung. Werde jetzt auch mal in der Hamburgerbude am Turm essen gehen. Kult-Imbisse sind ja jetzt schon eine Weile in. Hatte vor einigen Jahre mal eine Doku über Frankfurter Imbisbuden gesehen. Eine Bude war eine Fernefahrer Bude mit üppigen Fleischklöpse, eine andere das Best Worscht in Town (Snak Point) im Grüneburgweg, eine weitere war das Gräfvöllsing (Erfinder der Rindswurst) in der Hanauer und zuletzt das Bubis in der Taunus Str. Das Bubis gibt es leider nicht mehr, der Snak Point hat ziemlich expandiert. Ableger gibt es nun im Nordwest Zentrum, in der Bergerstrasse und in der Hanauer. Den Fernfahrer Schuppen habe ich nie besucht, aber mittlerweile gibt es ja auch einige neu populäre Läden.
    Nahe dem gemalten Haus in der Schweizer Straße gibt es ein Curry Wurst Laden, ähnlich dem Snak Point. Nahe dem Messeturm hat ein Ex-Banker eine Würstschen Bude aufgemacht und war damit schon in einigen Talkshows. Leider habe ich den Laden noch nicht ausgemacht. Könnte aber der Laden am T185 sein. Am Osthafen nahe dem Hochbunker wurde ich bei einer Stadtführung auf eine Bude aufmerksam welche angeblich die besten Schnitzel in Frankfurt haben soll, leider weiß ich den Namen nicht mehr.

  • Mäcklers neues Buch: Hessens schlimmste Bausünden

    Ein neues Buch von Architekt Christoph Mäckler und Kulturjournalist Manfred Schuchmann prangern auf 136 Seiten die schlimmsten "Architektursünden in Hessen" an (so auch der Titel des Buches). Bahnhofsvorplatz, Konstabler- und Hauptwache dürfen da natürlich nicht fehlen (zum Glück werden ja alle drei angegangen). Verwunderlich ist die Erwähnung der Louisenstraße in Bad Homburg, die für mich eher zu den gelungeneren Fußgängermeilen im hessischen Bundesland zählt. Die Forderung des Buches: Mehr Anpassung an das bauliche Umfeld. Ebenso müssten Gestaltungsbeiräte, Bausatzungen und Wettbewerbe unter Architekten her.


    Hier die Quellen:
    FNP: http://www.fnp.de/fnp/interakt…30566.de/index.php?skip=0
    FR: http://www.fr-online.de/in_und…und-Nachkriegsbauten.html


    Vor knapp einem Jahr gab Mäckler ein Interview in der Welt in der er mit dem Großteil deutscher Städte ("potthässlich") hart ins Gericht geht. Unrecht hat er damit nicht, obwohl man schon auf recht hohem Niveau klagt.
    http://www.welt.de/kultur/arti…e_sind_potthaesslich.html

  • Schillerstraße 29

    Juhuuu DAFs,


    ich frage mich jetzt schon seit einiger Zeit was es mit dem leerstehenden Gebäude in der Schillerstraße an der Ecke zum Turm hin auf sich hat!?
    Das Gebäude liegt an einer stark frequentierten, zentralen Stelle - steht aber seit Ewigkeiten leer. Ich könnte mir vorstellen das egal ob Gastro
    oder Einzelhandel, in den oberen Etagen evtl. Büros an dieser Stelle eigentlich schwer zu finden sind. Warum ist da bisher nichts geschehen!?
    Vielleicht weiss ja einer von Euch was!?


    Anbei zwei PICs vom Objekt (Sorry wegen der schlechten Quali):




    Bilder von mir (sieht man doch :lach:)