Frankfurter Stadtgespräch

  • Mensch Guderian, dass die Bahn aber von Frankfurt nach Berlin umziehen musste, geht natürlich in Ordnung!? In Hamburg hätte sie sich immerhin um einen weiteren starken Geschäftsbereich erweitert. Da ging es ja nicht einfach so um ein "pures" Abwerben oder Herrn Mehdorns Liebe zu Hamburg.


    "Die Rede war von bis zu 1000 hochbezahlten neuen Arbeitsplätzen für Hamburg, welche entsprechend in Berlin vernichtet worden wären." Mhh, warum gilt das Argument nicht auch für andere Städte?


    Und was waren bitte bei Hamburg die illegalen Mittel im Vergleich zum Berliner vorgehen?


    Der Berliner Flughafen wird übrigens nur deshalb vom Staat gebaut, weil sich kein privates Konsortium fand, dass den neuen Flughafen unter gegebenen Umständen auf eigene Kosten bauen wollte. (Unter anderen Bedingungen wäre dies möglich gewesen, aber die Politik wusste es ja mal wieder besser...)


    Was Du immer wieder missachtest, ist die Tatsache, dass wir Berlin den Erfolg, den es durch echte Standortvorteile hat, nicht neiden. (Kultur, Größe, Hauptstadt, günstige Mieten etc.). Es geht nur um die Subventionierung! Es ist schon verwunderlich, dass ausgerechnet die wirtschaftlichen Hauptstädte der größten Zahler, Frankfurt und München, die höchsten Steuersätze in Deutschland haben, Berlin aber deutlich darunter liegt.

  • Guderian


    ich denke, hier haben inzwischen viele deinen punkt verstanden, dass das arme berlin ja so viel zu leiden hatte und nun doch endlich seinen angestammten platz als einzige stadt in deutschland einzunehmen versucht und dabei jedes mittel recht ist und eigentlich der böse westen doch vielleicht noch was drauf legen könnte.
    aber vielleicht kannst du das ja ab jetzt in den entsprechenden berlinthreads verbreiten, denn hier dürfte das keinen mehr interessieren. ihr habt einen maroden verlag unter aus vieler sicht dubiosen unständen bekommen, also gut. das thema ist sowas von durch.
    argumentativ zu erwiedern scheint mir da einfach nicht sinnvoll, eventuell machst du einfach einen thread auf, warum berlin besser ist und frankfurt, hamburg, und wer nicht noch alles die bösen...
    stadtgespräch frankfurt ist das hier kaum mehr...


    just my some cents

  • Volle Zustimmung Garcia!


    Was wir zur Zeit an Umzügen - vor allem nach Berlin - erleben ist zu großen Teilen einem verzerrten Wettbewerb geschuldet.
    Da wir hier im Frankfurt-Forum sind möche ich da auch ganz konkret die Region beschuldigen, ihren Leistungsträger auszusaugen anstatt zu unterstützen.



    Guderian:


    Die frühere BRD war sehr wohl multipolar. Sie ist es auch immer noch. Finanzen und wichtigster Flughafen waren in Frankfurt, Verischerungen in Düsseldorf und München, Medien in Köln (Deutsche Welle, RTL, Messen wie die Photokina) und München (Filmstudios), Hamburg hatte den Hafen und Zeitschriftenverlage.
    Wobei diese beispielhafte Einteilung jetzt natürlich sehr grob ist.


    München war dabei nie heimliche deutsche Hauptstadt. Dafür ist Bayern einerseits zu sehr Freistaat und zum anderen lag damals das wirtschaftliche Gewicht viel zu sehr in NRW.


    Was wir im Moment erleben ist eine massive - und im Zeitalter der IT wirtschaftlich nicht mehr nachvollziehbare, durch Politik und Medienhype angeheizte Konzentration auf den Standort Berlin, der letzten Endes der Nation mehr Schaden als Nutzen bringt.


    Ich hätte nichts gegen eine starke, florierende Hauptstadt mit internationalen Renomee. Aber dass eben das internationale Gewicht zu Lasten des gesamten Restlandes gehen muss, ist nicht ok. Selbst as Frankfurt-Fan würde ich mich auch nicht darüber freuen, wenn alles finanztechnische von Düsseldorf oder München hier her ziehen würde. Dafür sind diese Städte zu schön.


    Und um mal was positives über Berlin zu sagen: Ich bin begeistert, wie unsere Hauptstadt einige Hollywood Produktionen auf ihr Studiogelände ziehen konnte und daurch z.B. wirklich international zur Beanntheit der BRD beiträgt - notfalls auch mit Subventionen. Das war und ist meines Erachtens der richtige Weg. Es gibt viele Branchen die immer neu entstehen. Und warum ist z.B. die Games Convention nicht in Berlin?
    Ich könnte mich auch grün ärgern, dass sie nicht in Frankfurt ist. Aber gerade im dotcom bereich haben z.B. beide Städte gepennt. und jetzt mit Umschichtungssubventionen abzuwerben fänd ich eben Mist.
    Wenn sich hingegen irgendwo entsprechende Unternehmen von sich aus konzentrieren und dann ein Umzug erfolgt ist das was ganz anderes!


    Aber gut jetzt. Da fallen mir wieder tausend Dinger ein, wo der fehlende Zusammenhalt im Rhein-Main-Gebiet Synergien und Attraktivität kostet

  • Guderian (insbesondere zu Post #561)


    Was Du vielleicht noch nicht wußtest (natürlich sehr unwahrscheinlich, weil Du ja eigentlich alles weißt): In Frankfurt gibt es eine bundesweit sehr hohe (höchste?) Psychiaterdichte. Wir brauchen die bei weitem nicht alle!!! Vielleicht kann Super-Wowi ja hier ein paar (natürlich mit dem Versprechen auf mietfreie Praxisräume) nach Berlin abwerben. Dann hast Du es nicht soweit...


    Sorry, aber das mußte raus und jetzt schreib ich hierzu auch bestimmt nichts mehr, da zwecklos! ;)

  • Das gefährliche für Frankfurt ist doch die recht wesentliche ausrichtung als Finanzmetropole - glücklicherweise versucht ja keiner der Grossen seinen Sitz nach Frankfurt zu verlegen -. Der Arbeitsmarkt in Frankfurt war lange Zeit leergefegt, für Arbeitnehmer gab es lange recht goldene Zeiten, so dass sie wegen kleiner Gehalterhöhungen bereit waren, den Arbeitgeber zu wechseln. Viel meiner Frankfurter Kollegen wohnten weit ausserhalb Frankfurts und pendelten Stundenlang täglich nach Frankfurt. die ganzen Wanderarbeiter, die am Wochenende nach Hause zu Ihrer Familie pendelten, zeigt eigentlich dass die region aus verschiedenen Gründen für Familien nicht attraktiv ist, hier spielen sicher auch die Mietpreise und dass soziale Umfeld eine grosse Rolle. Diese Situation hat sich allerdings zu laten der Arbeitnehmer verändert, die Freisetzungen in den grossen Banken werden ein übriges tun.


    Der Niedergang der Commerzbank liegt nicht allein in der Dreba begründet, diese fusion ist ja anscheinend auch politisch gewollt, sondern begann eigentlich schon mit der vollständigen Übernahme der Eurohypo die ja neben den Baufinanzierungen ein beträchtiches Kommunalgeschäft und finnazierungen im internationalen Bereich mit sich gebracht haben, die sich heute als erheblich riskant erweisen, aber bereits in den letzten beiden Jahren zu erheblichem Wertbercihtigungsbedarf führten.

  • Natürlich ist Frankfurt nur als Finanzmetropole wirklich bekannt - das wird ja auch tagtäglich so in den Medien verbreitet.
    Aber dennoch besteht Frankfurt nicht nur aus Banken, auch andere Branchen sind durchaus stark vertreten. Spontan fallen mir da Verlage und Werbeagenturen ein, sowie natürlich die IT-Branche. Gibt da bestimmt noch ein paar andere Felder.


    Und was die Attraktivität für Familien angeht, darf ich als Familienvater sagen, dass Mutmaßungen aufgrund der vielen Pendler die Realität verzerren. Fakt ist, dass Frankfurt gerade im Bereich Kinderbetreuung vergleichsweise gut aufgestellt ist (ich habe das Drama gerade hinter mir) und sehr wohl in einigen Neubaugebieten explizit auch an junge Familien gedacht wird, ich nenne einfach mal Riedberg, Frankfurter Bogen oder das Lindenviertel in Höchst. Dort ist derzeit die Situation so, dass der Markt in einigen Bereichen fast leergefegt ist - also irgendjemand kauft/mietet ja die Objekte. Ich zähle übrigens auch dazu. Dass gerade bei den günstigen Objekten die Architektur hier im Forum oft keinen Blumentopf gewinnt, ist ein anderes Thema. :lach:


    Natürlich bekomme ich in einiger Entfernung irgendwo in der Wetterau oder im Odenwald mein Reihenhaus mitsamt Grundstück billiger, aber das ist doch nun vollkommen normal und kein expliziter Nachteil der Stadt Frankfurt. Irgendwo weit draußen in der Pampa ist halt außer Wald und Wiese sonst auch nichts. Das hat halt vielen Leuten lange Zeit nichts ausgemacht, wenn man dafür ein Haus statt einer Wohnung finanzieren konnte. Zumal die Pendelei ja subventioniert wurde/wieder wird. Aber der aktuelle Trend ist doch spürbar ein anderer - zumindest erlebe ich es so.


    Just my 2 cents :)

  • Es läppert sich langsam: 9 mal rot 2 mal grün 2 mal grau


    @ mik
    Was wir zur Zeit an Umzügen - vor allem nach Berlin - erleben ist zu großen Teilen einem verzerrten Wettbewerb geschuldet.
    Es ist ja nicht so, als wenn das deutlich finanzkräftigere Frankfurt nicht versucht hätte, diese Verzerrungen Berlins durch eigene Angebote zu egalisieren bzw. umzukehren. Es hat nur nicht funktioniert, weil der Verlag selbst umziehen wollte! Darüber macht man sich in der Frankfurter Politik auch gar keine Illusionen. CDU-Fraktionschef Markus Frank sagt: "Suhrkamp hat lange auf diesen Umzug hingearbeitet - die wollten nie in Frankfurt bleiben." Berlin bietet dem Verlagswesen aus Sicht von Suhrkamp einen echten Wettbewerbsvorteil. Dabei spielt es keine Rolle, ob dies Einbildung oder Realität ist, das Unternehmen sieht es so.


    München war dabei nie heimliche deutsche Hauptstadt. Dafür ist Bayern einerseits zu sehr Freistaat und zum anderen lag damals das wirtschaftliche Gewicht viel zu sehr in NRW.
    Damals vielleicht, heute nicht mehr. Warum nicht, weil sich seit Jahren eine schrittweise Gewichtsverlagerung nach München vollzieht. Seit Jahrzehnten wird München tendenziell wichtiger, andere Entscheidungszentren unwichtiger. Das Land ist noch nicht zentralisiert, aber es zentralisiert sich. Der Prozess schreitet dauerhaft fort, weil Konzentrationen (neudeutsch Clusterbildung) wirtschaftliche Vorteile bieten. Schon die pure Existenz von Städten beweist das.


    Was wir im Moment erleben ist eine ... durch Politik und Medienhype angeheizte Konzentration auf den Standort Berlin, der letzten Endes der Nation mehr Schaden als Nutzen bringt.
    Nennen wir es einen Hype, dann bleibt immer noch die Tatsache bestehen, das Berlin aus Sicht vieler Menschen und Unternehmen attraktiver ist, als anderen Städte. Ist an der Sache nichts dran, dann wird die Blase irgendwann platzen und es kommt tatsächlich zu jener Massenflucht aus Berlin. Die Bildung dieser Blase geschieht dennoch freiwillig. Niemand wird gezwungen nach Berlin (oder München) zu ziehen.


    Ich hätte nichts gegen eine ... Hauptstadt mit internationalen Renomee. Aber dass eben das internationale Gewicht zu Lasten des gesamten Restlandes gehen muss, ist nicht ok.
    Ich hab auch nichts gegen Gravitation, aber das Treppensteigen dadurch so schwer wird, ist nicht ok. Wie soll denn bitte eine Stadt internationales Gewicht erlangen, wenn sie schon national keine Bedeutung besitzt? Man kann das Eine nicht ohne das Andere haben. Ein Bekenntnis zur Multipolarität ist auch ein Bekenntnis zur internationalen Bedeutungslosigkeit. Gewicht und Konzentration sind zwei Seiten derselben Medaille.


    Selbst als Frankfurt-Fan würde ich mich auch nicht darüber freuen, wenn alles finanztechnische von Düsseldorf oder München hier her ziehen würde. Dafür sind diese Städte zu schön.
    Und diese Städte würden auch nicht hässlicher werden, wenn sie Pleiteinstitute wie HypoRealEstate und WestLB verlieren würden. Allein der Versuch, große internationale Banken abseits von Deutschlands Bankenzentrum etablieren zu wollen, zeigt wie hier der Marktwirtschaft Hohn gesprochen wird. Grade die vielen Landesbanken müssen sich entscheiden. Entweder sie bleiben bei einfachen Produkten, die sie lokal vermarkteten. Oder sie gehen nach Frankfurt, wo sie auch das Wissen finden, wie das Controlling bei hoch strukturierten Anlageprodukten funktioniert. Man kann nicht gegen den Strom schwimmen.


    Und um mal was positives über Berlin zu sagen: Ich bin begeistert, wie unsere Hauptstadt einige Hollywood Produktionen auf ihr Studiogelände ziehen konnte und daurch z.B. wirklich international zur Bekanntheit der BRD beiträgt - notfalls auch mit Subventionen. Das war und ist meines Erachtens der richtige Weg. Es gibt viele Branchen die immer neu entstehen.
    Die Filmbranche ist nicht neu entstanden! Berlin hat mit den billigeren und besser ausgebildeten Filmemachern andere deutsche Standorte verdrängt. Trotz weit höherer Subventionen der Filmförderung NRW haben die kleineren Subventionen in Berlin-Brandenburg hier zu einer Konzentration der Filmbranche geführt. Einzig verbliebener nationaler Konkurrent ist München. Es ist exakt dasselbe, was in der Verlagsbranche passiert.


    Und warum ist z.B. die Games Convention nicht in Berlin?
    Weil das Messegeschäft die meist subventionierte (verzerrte) Branche in Deutschland ist. Die GC hätte in Leipzig gar nicht erst entstehen können ohne 1 Mrd. Euro Steuergelder für den Neubau der Messehallen. Soviel Geld zu verschwenden lohnt sich für Berlin nicht. Der Messestandort boomt auch so, durch Umzüge (ILA früher Hannover, Bread&Butter früher Köln, Popkomm früher Köln), etliche Neugründungen (Typo, Premium, Fashion Week, Republica, Boot&Fun) und Wachstum bestehender Messen (ITB, IFA jetzt jährlich, Grüne Woche). Und nicht zu vergessen die vielen hundert Kongresse jedes Jahr.


    Das die Games Convention nach Köln geht, liegt letztlich daran, das der Branchenverband BIU (früher mit Sitz in Frankfurt heute in Berlin) von Herstellern dominiert wird, deren Deutschland Sitze in Köln sind und die Reisekosten sparen wollen. Ginge es nach Hotelkapazitäten oder Flugverbindungen, dann hätte die Messe woanders (vielleicht sogar in Frankfurt) stattfinden müssen. Köln ist von sich aus keine attraktive Messestadt.


    Ich könnte mich auch grün ärgern, dass sie nicht in Frankfurt ist. Aber gerade im dotcom bereich haben z.B. beide Städte gepennt.
    Weder Frankfurt noch Berlin haben gepennt. Beide Städte haben dem Verband attraktive Angebote mit reichlich versteckten Subventionen vorgelegt. Der Verband hat nach seinen eigenen Kriterien entschieden. Diese eine Messe ist aber nicht der dotcom Bereich. Da gibt es noch viel viel mehr, auch in Frankfurt.

  • Nachtrag: Crytek, Deutschlands größtes und bekanntestes Entwicklerstudio, ist übrigens auch nicht in Frankfurt gegründet worden. Sondern im schönen (und beschaulichen) Coburg, 41.283 Einwohner auf 48,3 km² und ein Mohr im Wappen. Das Unternehmen existierte schon sieben lange Jahre in Coburg bevor es 2006 seinen Hauptsitz nach Frankfurt am Main verlegte. Aus irgend einem Grund dachten die drei Firmengründer damals, ihr Unternehmen wäre in Frankfurt besser aufgehoben. Für die Coburger wird sich das Gerede von der Größe und Internationalität Frankfurts nach einem Hype angehört haben. Aber die drei Brüder haben sich dadurch nicht beirren lassen. Und wenn die Frankfurter noch nicht ganz verblödet waren, dann haben sie das Unternehmen bei der Suche nach einer geeigneten Immobilie in ihrer Stadt nach Kräften unterstützt.


    Natürlich war auch diese Entwicklung schlecht für die Multipolarität unter den deutschen Computerspielstädten und ein herber Verlust für die oberfränkische Spielekultur. Aber eigentlich können wir froh sein, wenn überhaupt eine deutsche Stadt in dem Bereich etwas Bedeutung erlangt. Hamburg, Köln, München, Stuttgart und Frankfurt saugen ständig Unternehmen aus ihrer Umgebung auf. Das die Namen dieser Städte überhaupt irgend Jemandem bekannt sind, der nicht dort wohnt, hat nur mit Zentralisierung zu tun. Jegliche Beschwerde dieser Städte bzgl. irgendwelcher Umzüge nach Berlin ist daher pure Heuchelei. Insbesondere dann, wenn es sich wie bei Suhrkamp um Unternehmen handelt, die ursprünglich in Berlin gegründet wurden.



    EDIT: Und siehe da, Frankfurt war nicht blöd. "Die Frankfurter Wirtschaftsförderung hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben die Ansiedlung von 33 Unternehmen gefördert, wodurch 500 Arbeitsplätze entstanden seien. Als Beispiele nannte Martens-Jeebe das Unternehmen Crytek, das Computerspiele herstellt, ..." Unnötig zu erwähnen, das geförderte Ansiedlung nur ein Euphemismus für subventionierte Abwerbung ist. Schafft eure eigene Wirtschaftsförderung ab, dann könnt ihr euch auch guten Gewissens über die anderer Städte beschweren! Das ist doch in deinem Sinne, garcia?

  • Zur Abwechslung mal wieder was Positives :)
    Das genehmigte Bauvolumen in FFM betrug 2008 1,71 Mrd. Euro (inkl. dem 500 Mio Brocken EZB). Das ist bundesdeutscher Spitzenwert! Auch für 2009 ist Frankfurt lt. Edwin Schwarz trotz Finanzkrise "gut aufgestellt".
    Details unter FAZ.net

  • Hauptversammlungen von Post und Postbank in FFM

    Überraschend finden dieses Jahr die Hauptversammlungen der Bonner Unternehmen Deutsche Post (21.04.) und Postbank (22.04.) in der Frankfurter Jahrhunderthalle statt. Das berichtet die FNP. Bisher hatten diese Veranstaltungen in Köln stattgefunden, und zwar in der früheren Kölnarena. Die sei aber zu groß, weswegen man nach Frankfurt ausweiche, so ein Post-Sprecher.


    Ob da die Deutsche Bank ihre Finger mit im Spiel hatte ... ;)

  • Auf der Seite der Stadt Frankfurt kann man erfahren:


    Magistrat beschließt Umgestaltung des Buchrainplatzes




    Schon vor ein paar Jahren habe ich Ähnliches gelesen, damals betraf es die
    Große Friedberger Straße - später war es die
    Schäfergasse – und irgendwann wurde auch die Hasengasse erwähnt.


    Im letzten Jahr war die Straße (Platz) An der Staufenmauer / Fahrgasse dran gewesen – und jetzt hat es den Buchreinplatz erwischt...


    Leider befinden sich alle zuvor genannten Straßen nach wie vor im Ihrem „ursprünglichen“ Zustand und es findet sich auf der Seite der Stadt auch nichts neues darüber...

  • Interconti Frankfurt


    Ein Hotel, dass für mich zu den SCHLIMMSTEN Schandflecken gehört, die Frankfurt zu bieten hat, ist das Interconti...


    Dummerweise komme ich an diesem Kasten jeden Tag vorbei und rege mich von mal zu mal mehr darüber auf...!


    Wie kann ein Hotel dieser Kette in einer derart prominenten und wichtigen Stadt wie Frankfurt bitte solch ein Erscheinungsbild haben? Mittlerweile ist man ja bei drei Fassaden angekommen: das vom Main aus gesehen links angebaute Treppenhaus ist dunkelgrau verkleidet, das an der rechten Seite des Gebäudes überhaupt nicht und das Hotel selbst steht vor Dreck auf der Fassade... Auch die alten Fenster in unterschiedlichen Tönungen tragen nicht gerade zu einer Entschärfung der Optik bei.


    Frage in die Runde: Meinen die das ernst??? Wieso sehen die keinen Handlungsbedarf? Die Konkurrenz wird ja nicht gerade kleiner... Ich verstehe das wirklich überhaupt nicht...! Schließlich geht es beim Interconti um ein Hotel in prominentester Lage. Für Leute, die am Main spazieren gehen, Besucher der Stadt, die über die Brücke fahrend an diesem Ding vorbei müssen etc. ...


    Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass hier im Forum mal von einer Sanierung, bzw. Aufwertung gesprochen wurde... Den Beitrag finde ich allerdings nicht mehr...


    Hat der Hotelkonzern finanzielle Probleme? Falls ja, nehme ich meine Kritik natürlich zurück... Falls nicht, schüttele ich weiterhin jeden Tag zwei mal den Kopf, wenn ich von Sachenhausen kommend über die Brücke fahre...!


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    Mod: Kein Projekt, daher verschoben.

  • ^ "Schön" nach dem aktuellen Geschmack ist das Interconti sicher nicht. Jedoch trifft Deine Kritik nicht ganz den Nagel auf den Kopf: Die Fassade von beiden Flügeln besteht auch einem sehr hochwertigen Naturstein, schau es Dir mal aus der Nähe an. Diese hat allenfalls eine gewisse Patina, die Fassade steht ganz sicher nicht vor Dreck.


    Den Anbau mit dem Fluchttreppenhaus finde ich persönlich recht passend, aber das kann man ganz sicher unter Geschmackssache abhaken.


    Was beide Geäude vielleicht mal nötig hätten sind neue Fenster, soweit man das aus der Ferne beurteilen kann, und - da bekleckert sich das Interconti wirklich nicht mit Ruhm - eine Neugestaltung der Außenanlagen zum Main: Diese sind für ein fünf-Sterne-Haus ziemlich peinlich.


    Ob die Intercontikette in irgendwelchen Schwierigkeiten steckt, vermag ich nicht zu sagen. Wir buchen dieses Hotel immer wieder gerne für hohe Gäste - es ist eines der besten Häuser der Stadt und zu Messezeiten regelmäßig ausgebucht. Alle Gäste waren bisher im Main-Seitigen Teil untergebracht und vor allem über Lage und Aussicht sehr begeistert.

  • Hi Mahlzeit...


    Ich verstehe was Du meinst... Dennoch kann man (wie Du es ja selbst bemerkt hast) als 5-Sterne-Haus eine gewisse Außenwirkung haben oder sollte sie zumindest anstreben. Diese hat das Interconti in sämtlichen Belangen nicht... Patina hat für mich etwas liebenswertes, morbides - hat auf jeden fall aber Charme... Diese verdreckte Fassade (die zum Main hin viel dreckiger ist als auf der Straßenseite) geht wirklich gar nicht. Der Natrustein macht auf der Straßenseite noch halbwegs was her, auf der Mainseite hingegen nicht... Das Gebäude selbst ist sicherlich gar nicht schlecht - es könnte, bzw. SOLLTE halt nur mal generalüberholt werden...


    Vom Service des Interconti habe ich auch nur Gutes gehört, aber den kritisiere ich ja auch nicht. Viel schlimmer, dass ein so gutes Haus sich so schlecht darstellt.


    Angesichts des Zustandes aber kann es einfach nicht mehr lange dauern, bis sich was tut... Ich hoffe es zumindest...

  • Es gab mal einen Beitrag hier, in dem behauptet wurde eine umfangreiche Renovierung (dreistellliger Mio-Betrag) des Interconti stände kurz bevor.
    Ich finde das Interconti alleine wegen der Lage übrigens nicht so schlimm wie manch andere Sünde in Frankfurt.

  • zu 575:
    zum Abregen hilft dem Frankfurter vielleicht ein Besuch in Prag: der monumentale Interconti-Klotz dort mitten in der Altstadt ist kaum zu toppen ...... und ist trotzdem gut besucht von Russen und Asiaten.... dort ist das Hotel aber wirklich ein Stachel im Fleisch!


    Da die meisten "Interconti-Kisten" in den letzten Jahren mit Fremdkapital noch und nöcher beladen wurden von irgendwelchen Heuschrecken-Konstruktionen, würde ich mir auf absehbare Zeit keine Hoffnung machen, daß da Luft für Refurbishments bleibt.


    Wirklich häßlich in der Ecke finde ich auch nur die kleinere Interconti - Dependance gegenüber, die Tanke und das Ex DinersClub -Gebäude ..... da tut und tut sich nix ...

  • Ich stimme nicodemus ohne Einschränkungen zu. Das Interconti ist Frankfurts größter, sehr prominent am Mainufer gelegener, von allen einsehbarer Alptraum und benötigt dringend ein upgrade.


    Apropos Alptraum. Hannelore Elsner macht jetzt Werbung für Frankfurt, Zielgruppe ist wohl 60+ ? Sehr erschreckend: Frau Elsner trägt eine Waffe im Schulterholster während sie in die Kamera lächelt und das Nachtleben Frankfurts anpreist - ich finde das sind doch sehr unglückliche Assoziationen von wegen "Hauptstadt des Verbrechens" und so. Creiert wurde es von der TCF. Zu sehen auch bei der BILD Werbung für Frankfurt oder hier Bericht der AHGZ


    Schade man hätte ja auch Sonya Kraus oder Kaya Yanar nehmen können...

  • ^ Mod: Zitat des kompletten Vorbeitrags entfernt. Bitte auf unsere Richtinien achten.
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    Also Hannelore Elsner ist sehr beliebt und ich finde es gar nicht so schlecht, auch wenn es jetzt vielleicht die Gruppe 20-30 nicht so anspricht, aber die gehen ja auch nicht in den Tigerpalast. Die Kreation ist nicht der Hit aber immerhin spricht der Satz "Manchmal glaube ich..." ja doch ganz direkt das Problem an, nämlich, dass viele meinen hier gäbe es nur Banken und keine Theater, Konzerte, Opern oder Mainufer...

  • Die Uni Klinik macht's vor: Fassaden Lifting am Mainufer

    Sollte das Interconti unverändert an seiner dunkelgrauen Fassade festhalten, würde man so ziemlich gegen den Strom schwimmen, besonders in Frankfurt.


    Vergleichbare prominente graue Fassaden wie das Ex-Allianz Haus an der Hauptwache, das Historische Museum oder das Technische Rathaus wurden schon aufgehellt bzw werden ganz abgerissen. Auch die Aufhellung des Selmi Hochhauses wäre noch zu nennen. Es würde schon sehr wundern, wenn sich beim Interconti in den kommenden Jahren nichts tut.


    Übrigens: Selbst das etwas banale Hauptgebäude des Uni Klinikums entlang der anderen Mainseite (gegenüber des Westhafens) hellt nun infolge einer Modernisierung seine Fassade auf. Man konnte in den letzten Wochen bereits den Aufbau des Baugerüsts mitverfolgen.