Frankfurter Stadtgespräch

  • Frankfurt auf Platz 7 der weltbesten Städte

    Noch ne Studie gefällig?
    Laut der jährlich durchgeführten Studie von MERCER ist FFM la wieder auf Platz 7 der weltweit lebenswertesten Städte gelandet, gleichauf mit München, aber noch hinter Düsseldorf...
    Focus

  • Max Hollein geht NICHT nach Wien. Er bleibt den Frankfurter Ausstellungshäusern erhalten. Das lukrative Angebot der österreichischen Kulturministerin wurde abgelehnt. Hollein war verantwortlich für einige spektakuläre Ausstellungen in der letzten Zeit. http://www.faz.net/s/RubFBF93A…ntent.html?rss_googlefeed


    Als Linktip gibt es noch ein sehr gut gemachtes Frankfurter Online-Kulturfernsehen: http://www.artsite.tv/


    Wer sich über Frankfurter (Rhein-Main) Kunst-Ausstellungen etc. informieren will, der ist bei meinem Linktip "artsite.tv" genau richtig aufgehoben.

  • Märchenbrunnen am Willy-Brandt-Platz verwahrlost: Nachdem der Märchenbrunnen am Willy-Brandt-Platz aufwendig saniert wurde und zu den schönsten Brunnnenanalgen der Stadt gezählt werden kann, ist er dieses Jahr noch nicht in Betrieb genommen worden und verwahrlost wieder. Im Brunnenbecken sammelt sich Müll. Weiß jemand warum das so ist?

  • Frankfurt mit den meisten Firmenneugründungen

    Auch eine interessante Meldung, die sicherlich einiges über die Zukunftsfähigkeit FFM's aussagt.
    - Frankfurt hat die mit Abstand meisten Neugründungen Deutschlands zu bieten. immerhin sechs Neueröffnungen pro 1.000 Einwohner. Damit überholt die Stadt erstmals Düsseldorf, den bisherigen Spitzenreiter.


    Hier der Link zur Meldung


    Quelle: Eine Untersuchung der databyte GmbH mit ihrem Business-Informationsservice nextbiz

  • Mercer-Städteranking: Sicherheit

    Vielleicht sollte man noch anmerken, dass die "Kriminalitätshauptstadt" Frankfurt beim Kriterium Sicherheit zusammen mit Düsseldorf und München die sichersten deutschen Städte bilden (alle Platz 12, weltweit).


    Berlin (Platz 40), Hamburg und Leipzig (Platz 41) sind da weit abgeschlagen, von den anderen deutschen Städten ganz zu schweigen ...


    Mehr hier:
    http://www.mercer.com/pressrel…dynamic/idContent/1307990

  • ^ Von "den anderen deutschen Städten" kann schon deshalb keine Rede sein, weil sie in dieser Studie nicht getestet wurden. Und keine Ahnung, welche Kriterien beim Thema Sicherheit ausschlaggebend waren, die Anzahl der Straftaten war es offensichtlich nicht.

  • ^Das "Kriterium" war persönliches Empfinden von Expats. Es wurden Fragebogen an ausländische Expats großer Konzerne verteilt und diese mußten verschiedene Punkte benoten. Die restlichen deutschen Städte fehlen weil es dort nicht genug Expats gibt (wirtschaftliche Bedeutung)... ;)

  • Um einer Off-Topic-Rüge im Hauptwache-Thread zu entgehen, kopiere ich folgendes Zitat hierher.


    Zitat von tosoul

    und ich lebe lieber in einer sehr durchmischten architektur, die mir zeigt, dass man in einer lebendigen stadt lebt, als zum beispiel in einer stadt wie prag, in der meine schwester lebt, die nur so vor baudenkmälern strotzt, in der ich mir aber immer wie in einem museum vorkomme.


    Eine reichlich haarsträubende Sicht der Dinge, die mit der Realität nicht das geringste zu tun hat. Ausgerechnet das über die Jahrhunderte geformte, von zig Baustilen geprägte und vor lauter Lebenslust sprudelnde Prag mit eintöniger Architektur und musealen Zuständen in Verbindung zu bringen, ist fast schon wieder genial. Die Altstadt ist bis tief in die Nacht belebt (wie viele deutsche Städte am Tag nicht), in der es zahlreiche Bauwerke von der Gotik bis zum Jugendstil zu bestaunen gibt. Und wer auf moderne Bürocluster steht, kommt außerhalb des Zentrums ebenso auf seine Kosten wie der Fan osteuropäischer Trabantenstädte in einem der vielen Vororte. Von abwechslungsloser Architektur kann in Prag nun wirklich keine Rede sein...

  • Das Prag belebt ist, hat aber nicht zwangsläufig was mit der Architektur zu tun. Barcelona ist schließlich nach der in Deutschland etablierten Ästhetik wohl hässlich wie sonst was, sprudelt aber genauso vor Leben.


    Es geht hier ja nicht um die Frage, was jetzt direkt besser ist, sondern wie Frankfurt dazu steht.
    Dass Frankfurt keine historische Innenstadt mehr hat (und diese, politisch wie finanziell, auch nicht so einfach mal schnell rekonstruieren kann) zeigt doch schon, dass der Weg mehr oder weniger eher nach vorne führt.
    Gerade das Hochjubeln eines "alten Stadtgrundrisses" ist mir unverständlich. Vor allem jener der ganz netten Vorkriegszeil, die zwar hübsch, aber auch irgendwie im Vergleich zu heute mickrig war. Die Zeil mit der Hauptwache voran spielt eher in der Sportart "New York - Times Square" (Natürlich andere Liga), also groß, modern, ungemütlich, aber beeindruckend. Es ist ein urbaner Hotspot. Da Gemütlichkeit einzuführen wäre schon eine Negation der Großstadt im Allgemeinen. Wo soll Frankfurt den sonst richtig großstädtisch erscheinen? Nur Außerhalb der Innenstadt? Und bevor das jetzt falsch ausgelegt wird - Ja Paris und Berlin stellenweise sind historisch und großstädtisch. Aber eine Vorkriegshauptwache, total kleinteilig gegliedert, niedrigere Gebäude... das passt einfach nicht mehr zur heutigen Funktion des Areals in der Stadt und Region.


    Frankfurt kann in vielen innerstädtischen Bereichen wesentlich faszinierender sein, wenn man versucht was möglichst beeindruckendes zu erreichen, anstatt was historisierend-gemütliches.
    Ich fände ein paar Werbetafeln und Bildschirme auf dem Allianzgebäude besser, als eine historisierende Fassade oder ganz und gar ein Rückbau auf Vorkriegsdimensionen.
    Frankfurt ist nicht Prag. Die (potenziellen) niedlichen und gemütlichen Quartiere sind differenziert über die Stadt verteilt und könnten ja als solche konzentriert gefördert werden. Aber die Zeil gehört da bestimmt nicht dazu!


    Man sollte sich wirklich an Erfolgsstädten wie London, Bracelona, vielleicht sogar ein wenig Rotterdam oder auch Warschau orientieren. Und dann seinen eigenen Weg finden, mit historischen oder historisierenden Quartieren und beeindruckenden, ökologisch durchkonstruierten oder ästhetisch anspruchsvollsten modernen Quartieren und natürlich auch durchmischten Quartieren, in denen die Anhäufung der Stile der Stadt auf einen Punkt kollabiert, wie beim Hochhaus hinter dem Thun und Taxis Palais...


    Dieses "früher war alles besser" bzw. historisch ist immer und überall und auch nur als Fragment implantiert besser, ist zu so einer Art Dogma geworden, das mich tierisch aufregt, weil es eigentlich gegen fast alles spricht, was das heutige Frankfurt ausmacht. Und ich mag da heutige Frankfurt irgendwo! Ich könnte mir gut vorstellen, dass man es ergänzt, aber nicht seine modernen positiven Punkte komplett austauscht.

  • Ich bin mir nicht sicher ob es wünschenswert sein sollte sich dem alten Stadtgrundriss wieder anzunähern!? Wir sind nun mal in nicht mehr das "alte Frankfurt" sondern mittlerweile eine moderene Stadt mit Metropolen-Avancen. Nicht nur das es nicht sinnvoll wäre, es wäre auch einfach nicht funktional und ein Fake dazu. Sicher sollte man seine Geschichte achten, aber man sollte sich auch stets bewusst sein das es sich um Geschichte handelt. Wir leben hier bereits in einer bemerkenswerten Symbiose von "Alt" und "Neu", ich sehe keinen Grund warum wir uns zurück entwickeln sollten.


    Es ist eine Sache den Schillerplatz wieder herzustellen, das begrüße ich ausdrücklich. Diese moderne Großstadt jedoch in ein städtebauliches Vorkriegs-Korsett zu zwängen wäre dagegen einfach völliger Irrsinn!

  • Aber auch bei fragemtarischer "Stadtreparatur" muss man doch irgendwie den Kontext sehen. Beim Thurn und Taxis Palais hat man einen gewollten, ganz harten Kontrast.
    Aber beim Schillerplatz? Ich kann mir das irgendwie überhaupt nicht vorstellen und bin da mal sehr, nun ja, gespannt :D


    Abgesehen von dieser "soviel historisch wie irgends möglich" Manie, die zur Zeit umgeht, finde ich schon so Denkansätze wie "Weltkulturerbe"-Schutz von Dom und Römer äußerst bedenklich. Nicht, dass dies hier gefordert würde, aber es kam schon zur Sprache. Und gerade was z.B. in Dresden sinnvoll sein kann, hat sich für Köln (Messehochhäuser) z.B. als eher schädlich herausgestellt.


    Und in Frankfurt ist das "Alte" eben eher Bonus als Hauptcharakter.


    Edit: Was ich noch vergessen hab: Durch den alten Kitsch wird Frankfurt kein Stück lebendiger. Eher durch Attraktionen, und das wird die Zeil so nie werden. Prag lebt doch von den Touristen, die durch den Seltenheitswert der Dimension der Historie kommen. Ein paar Rekos in frankfurt werden auch nicht soooo viele mehr nach Frankfurt locken. Da wäre das Geld für ein gescheites Museum oder ein Musical-Theater oder sonstwas besser verwendet. Köln ist z.B. häßlich und lebendig (für deutsche Standarts). Und das wegen dem Ruf, den die Stadt eben hat.Nicht nur wegen dem Dom alleine. Und die Kö in Düsseldorf besticht auch nicht durch das Prädikat "gemütlich" oder "schön", sondern eher durch das Prädikat "exklusiv".
    Die Frage ist also ganz allgemein, welches Leitbild braucht Frankfurt? und welches Leitbild kann Frankfurt überhaupt realistisch umsetzen? Bestimmt nicht "Shopping wie um 1900"!

  • ich würde auch nie behaupten, dass prag nicht schön sei und sicherlich gibt es auch "moderne" ecken. man kann aber nun wirklich nicht behaupten, dass in prag eine gute mischung von historischer und aktueller architektur ist. prag lebt von dem grossflächig historischen, den, wie oben schon genannt touristen, die grade auch das wollen. dort wollen sie keine neuen modernen gebäude sehen, sondern eben das alte, ohne das jetzt irgendwie wertend zu meinen. und sicher ist ein spaziergang abends durch die strassen von prag eine kleine zeitreise. eine gefühlte zumindest.
    in frankfurt ist die situation aber anders und da ist für mich gefühlt eher das jetzt, was sich in der architektur wiederfindet. sicherlich gibt es genügend "hässliche" dinge, die ich lieber anders hätte, aber anders bedeutet für mich nicht unbdeingt eine verspielt-historisierende fassade etc.
    zum beispiel denke ich, dass das palais-quartier etwas sehr spektakuläres wird, und da grade das einkaufszentrum mit seienr dachstruktur. modern, ultramodern vielleicht, aber eben spektakulär!

  • Ich halte ja auch nix davon, auf Teufel komm raus alles wieder auf alt machen zu wollen. Sehe aber (außer in dem ein oder anderen Beitrag) nirgends ein Dogma von wegen "früher war alles besser", erst recht nicht in der gebauten Realität. Schauen wir uns doch um. Viel zu viele Neu- oder Umbauten in Frankfurt sind billigster Investorenschund, ziemlich häufig auch noch ohne die geringste Rücksicht auf die Umgebung. Unteres Mittelmaß wie der Umbau des Allianz-Gebäudes an der Hauptwache wird hier ja schon fast als großer Wurf gefeiert... Wirklich gute neue Architektur, wie Frankfurt Hoch 4 äh das PalaisQuartier, die Neubebauung des Rundschau-Areals oder um mal ne andere Gegend zu erwähnen die Messehalle 3, hat man ja jetzt auch nicht allzu oft - und historisierende Neubauten kann man sogar an einer Hand abzählen...


    Ich find überhaupt eure ganze Diskussion grad ziemlich am Ziel vorbeiführend. Reduziert auf "alt" in Form von historischen/historisierenden ornamentbeladenen Steinfassaden vs "neu" in Form von Glas/Stahl-Dekonstruktivismus, wie man derzeit den Eindruck hat, wird man nie zu einem Ergebnis kommen.
    Auch moderne Gebäude können ein Dach haben, stehende Fensterformate, die selben Materialien wie Altbauten und eine ansprechende Fassadengliederung. Das hat einfach was mit Bautradition zu tun, die grade in der heutigen Zeit der immer größer werdenden Beliebigkeit in der Architektur echt mal wieder angesagt wäre. "Historisierend" ist sowas dann aber noch lange nicht. Wenn schon dann würde noch am ehesten das Wort "traditionell" passen, was in meinen Augen aber nicht im Geringsten im Widerspruch zu "modern/zeitgemäß" steht.
    Das was am Ende darüber entscheidet welche Architektur passt und welche nicht, ist der Ort. Genausowenig wie in der Bürostadt Niederrad oder am Flughafen was historisierendes passt, hat in den Gründerzeitvierteln oder den Altstädten irgendeine Glas-Stahl-Monstrosität oder ein Bauhaus-Würfel was verloren (von netten Kontrasten mal abgesehen, aber in Frankfurt ist der Altbaubestand schon zu dezimiert als dass man noch ernsthaft versuchen dürfte die wenigen noch einigermaßen komplett erhaltenen Altbauquartiere mit Kontrasten zu "beglücken").


    Letztenendes geht es doch auch eigentlich gar nicht um gemütlich vs beeindruckend sondern um (Aufenthalts-)Qualität! Denn ob was belebt ist oder nicht hängt neben der Nutzung nunmal auch vor allem davon ab.
    Und da kann man sich auch ruhig mal am Vorkriegszustand orientieren. Grade wenn ich so an die Gestaltung von Plätzen denke, die vor dem Krieg funktionierten und extrem was hergemacht haben (Bahnhofsvorplatz zum Beispiel, aber eben auch der Schillerplatz) - und mik: die waren dabei noch nicht mal "gemütlich" oder "provinziell"/ungroßstädtisch. Wieso muss man das Rad unbedingt neu erfinden und hoffen dass es rund läuft wenn man den Platz auch einfach wieder in den alten Zustand zurückversetzen kann, mit ein paar den heutigen Gegebenheiten angepassten Details?
    Dass natürlich auch die Architektur selbst ihren Teil dazu beitragen muss dass Aufenthaltsqualität geschaffen wird, steht natürlich außer Frage ;)


    Und wenn ich die Wahl hätte zwischen "beeindruckend, weil groß, modern und hässlich" oder "beeindruckend, weil groß und schön" (in der Regel dann irgendwas historisches) muss ich nicht lange überlegen was mir lieber ist...
    Und "neu"/"alt" bzw "modern"/"unmodern" ist als Gradmesser für Urbanität ja sowieso vollkommen sinnfrei:
    Paris besteht fast nur aus Altbauten und niemand käme auf die Idee die Stadt als provinziell zu bezeichnen...
    Wozu braucht Frankfurt einen Times Square? Frankfurt ist nicht New York, sondern Frankfurt. Wenn man das bauliche Potential das die Stadt bietet mit seinen 2 Tage bis über tausend (ok, das ist nur eines, dann eben nahezu tausend ;) ) Jahre alten Gebäuden, mal anständig nutzen und weiterentwickeln würde, die richtige Architektur am richtigen Ort einsetzt, "Bautradition" beachtet, und zudem der Neu- und Altstadt mal eine Radikalkur verpasst (vor allem diese vorstadttypischen 50er-Jahre-Wohnblocks sind nicht gerade Urbanität fördernd) - von Rekonstruktionen bis hin zu Glas-Stahl-Architektur ist da je nach Ort so ziemlich alles erlaubt - wäre das Ergebnis tausendmal geiler als es New York je sein könnte.

  • Zu Prag vs. Frankfurt: Ich weiß nicht, ob ich mich manchmal so missverständlich ausdrücke. Mir ging es lediglich um die (implizierte) Aussage, dass Prag keine durchmischte Architektur hätte und museal anmutet. Soviel mehr durchmischte Architektur wie in Prag geht ja nun wirklich kaum. Und auch an spektakulärer moderner Architektur mangelt es dort nicht. Erinnert sei an Gehry's tanzendes Haus, an den Funkturm im Stadtteil Zizkov, an das Prager Congress Center im Stadtteil Vysehrad oder an Hochhausprojekte wie Tower City. Also alles kein Vergleich zu wirklichen Museumsstädten wie der Hessenpark (oder von mir aus auch Rothenburg ob der Tauber).

  • Bisher 10% mehr Touristen in 2008

    - Von Januar bis April 2008 besuchten 9,76% mehr Touristen die Stadt als im Vergleichszeitraum 2007 (insgesamt 1,13 Mio. Besucher)
    - Deutlich mehr Besucher kamen dabei aus Osteuropa, Indien (+59%), Russland (+13%) und den Arabischen Golfstaaten
    - Auch aus den USA (+6,26%), Spanien, Japan und China kamen vermehrt Besucher
    - Dagegen kamen weniger Briten und Italiener als im Vorjahr


    http://www.fr-online.de/frankf…frankfurt/?em_cnt=1351645

  • dampframme
    Also, an Billigfood-gastronomie wird es rund um die Zeil niemals mangeln...von daher hab ich gar nix dagegen in ein paar hübschen Pavillons, schön mit sympathischen Mit-Millionären, mein überteuertes Nepp-Sushi oder turboedle Grüne Sosse zu verkosten...köööstlich..


    Neidisch ?