Frankfurter Stadtgespräch

  • Minderkosten

    Wir schreiben hier im Forum ja immer wieder über Kosten- und Terminüberschreitungen von städtischen Bauprojekten und schämen uns fremd bzw. ärgern uns dusselig über die "ineffiziente" Nutzung "unserer" Steuergelder. Prominentestes Beispiel dürfte der Dauerbrenner Städtische Bühnen sein.


    Um zu belegen, dass "im Hochbauamt sehr viel Wert auf Effizienz, Kostendisziplin und Wirtschaftlichkeit gelegt wird", bringt die Stadt heute eine =15106399"]Pressemitteilung mit diesbezüglich gegenteiligen, positiven Nachrichten. Bürgermeister und Dezernent Olaf Cunitz habe die Bauabrechnungen von sechs Vorhaben abgezeichnet, bei denen die geplanten Kosten letzlich unterschritten wurden. Zusammen mit zwei weiteren Projekten handele es sich um Minderkosten von fast 1,8 Mio. Euro. Es handele sich um die folgenden Projekte:


    • Sanierung der naturwissenschaftlichen Fachräume der Bettinaschule
    • Sanierung von Räumen der Herderschule
    • Sanierung der Aulen des Lessinggymnasiums
    • Sanierung der Aulen der Ernst-Reuter-Schule
    • Fassadensanierung/Sonderbaukontrolle der Johann-Hinrich-Wichern-Schule
    • Bauabrechnung Sanierung Kita 115 in der Heinrich-Seliger-Straße
    • Erster Bauabschnitt der Fassadensanierung der Comeniusschule
    • Sanierung der Aula in der Elisabethenschule


    Der Bericht erwähnt freilich nicht das durchschnittliche Verhältnis von tatsächlichen zu geplanten Kosten über alle Projekte des Hochbauamtes (bspw. nach Bauarten gruppiert). Auch vom Grad der Termintreue ist nicht die Rede. Aber immerhin: 1,78 Mio. Euro sind 1,78 Mio. Euro. Insofern: Glückwunsch.

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    Das klingt in der Tat erst einmal gut und ich persönlich sehe das auch so. Ketzerisch könnte man (der politische Gegner) allerdings auch sagen, (da es sich wohl nur um Schul-/Kitaprojekte handelt) mal wieder wird auf Kosten der Kinder und Bildung gespart... :D Jeder wie er´s braucht, man kennt das ja.

  • Zur Ehrenrettung der Bauverwaltung sei mal nebenbei erwähnt, dass viele Kostensteigerungen nicht auf individueller Unfähigkeit oder bürokratischem Unvermögen beruhen, sondern auf einem Webfehler des Vergaberechts.


    Die Vergabe von Bauleistungen hat an den günstigsten Anbieter zu erfolgen; da haben Hochbauamt, Grünflächenamt u.a. rechtlich wenig Spielraum. Die Folge war schon häufiger, dass Baufirmen, um überhaupt an städtische/öffentliche Aufträge zu kommen, unrealistisch niedrige Preise geboten haben, daraufhin den Zuschlag bekommen mussten – und dann Pleite gingen. Die Folge waren erneute Ausschreibungen zu höheren Preisen, Zeitverzögerungen, Störungen im Bauablauf, Mehrleistungen bei anderen Gewerken usw usw. Für daraus resultierende Preissteigerungen muss am Ende das Hochbauamt, der Dezernent oder sonstwer politisch den Kopf hinhalten, obwohl die Ursache eigentlich ein Fehler im System ist. Zwei kleine Beispiele, bei denen das so war bzw. ist, sind der Cafeteria- und Bibliotheksneubau der Helmholtzschule im Ostend und mindestens eine Sportplatzsanierung (Kunstrasenplatz Seckbach).


    In der Schweiz soll man gute Erfahrungen damit gemacht haben, den Auftrag an den jeweils Zweitbilligsten zu vergeben; ob's stimmt, weiß ich nicht.

  • In der Schweiz soll man gute Erfahrungen damit gemacht haben, den Auftrag an den jeweils Zweitbilligsten zu vergeben; ob's stimmt, weiß ich nicht.


    Das Verfahren ist ziemlich zuverlässig in der Bestimmung eines realistischen Marktpreises für eine Leistung, da derjenige, der durch bewusst/unbewusst zu niedrige Kalkulation, Weglassen notwendiger Leistungen (in der Hoffnung, Nachberechnen zu können) und ähnliche Tricks das billigste Angebot macht zuverlässig rausfliegt. Damit hat keiner ein Interesse daran, einfach nur der Billigste zu sein, sondern man versucht den niedrigsten realistischen Preis zu erreichen - die Einsparung staatlicher Stellen kann man sich in manchen Verfahren ausrechnen, wenn man Zugriff auf Ausschreibungsdaten hat und einfach durchrechnet, was die erneute Ausschreibung (+Verzögerung) im Vergleich zur Preisdifferenz zum Zeitbesten gekostet hat - stets unter der Annahme, dass der dann nicht Pleite gegangen wäre. Da Eigentümergemeinschaften heute zumeist auch Aufträge ausschreiben, kann man sich das Verfahren ja im Einzelfall "im Kleinen" anschauen.


    Das umgekehrte Prinzip findet sich bei den Online-Auktionen (Eb*y o.ä.) mit Bietassistent, bei denen man als Höchstbietender effektiv das bezahlt, was der Artikel dem Zweitbietenden wert gewesen wäre (zuzüglich einer Bietstufe) - das eigene Höchstgebot wird nicht verwendet.

  • Dieser Artikel - in dem es eigentlich um die Mietpreise für Künstlerateliers geht - nährt die Hoffnung, dass sich im Laufe etwas tut. Denn die Künstler ziehen noch dieses Jahr dort aus. Allerdings dürfte der Hintergrund keinen kurzfristigen Projektstart verkünden; die Räume waren nach meiner Kenntnis sowieso nur befristet vermietet gewesen. http://www.faz.net/aktuell/rhe…er-substanz-12134257.html


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    Mod: Verschoben, da es nicht um das frühere Polizeipräsidium an der Friedrich-Ebert-Anlage geht. Sondern um das Anzag-Stammhaus bzw. Atelierfrankfurt an der Hohenstaufenstraße, zeitweise auch von der Polizei genutzt.

  • Ich weiß nicht, wie es Euch geht: Mein erster Gedanke, wenn ein Hochhaus "mal wieder" unter den ominösen 60 Meterm bleiben muss, ist: "Verdammter Brandschutz, übertreiben wir es in Deutschland nicht ein wenig?"


    Dann aber sieht man so ein Video:


    HH-Brand in Grosny


    Eingedenk meines Arbeitsplatzes im 15. Stock blicke ich dann beruhigt in Richtung Notausgangschild und arbeite entspannt weiter. Ober poste einen Link im DAF.


    Lieber weniger Hochhäuser, dafür aber sichere, gute und schöne!

  • Bing

    Autsch. Die Titelseite des Bing-Suchdienstes (das ist ein Konkurrent zu Google, falls nicht bekannt ;)) zeigt den Deutschen Usern zur Zeit eine sensationell veraltete, dazu ganz schlechte Collage der Frankfurter Skyline. Peinlichst. Aber schaut selbst: Klick bzw. auf Bing selbst, solange das Bild dort noch zu sehen ist.

    Einmal editiert, zuletzt von epizentrum () aus folgendem Grund: Das deutsche Artikeln sind blöde

  • Sowas fällt mir auch oft in den Nachrichten bzw. auf Nachrichtenseiten auf, zumal die Skylinebilder im Moment ja für jede zweite Horrormeldung zur Euro- / Schuldenkrise herhalten müssen. Teilweise ist man da bei auf Film geschossenen Bildern der 1990er Jahre angekommen. :nono:

  • Wirft der große Umzug hier seine Schatten voraus, oder geht der Euromammonleuchtreklame einfach nur ein ausgewechseltes Licht auf? Heute vor dem (alten) BfG/EZB-Turm:



    Bild: epizentrum


    Das Journal Frankfurt war übrigens gleichzeitig vor Ort: "Augenblicke".

  • Institut für vergleichende Irrelevanz geräumt

    Es ist nicht so, dass ich nicht etwas entsprechendes erwartet hätte, aber traurig und unverständlich ist es trotzdem. Mitte Februar erging ein Urteil, wonach das Institut für vergleichende Irrelevanz (Kettenhofweg 130), kurz IvI, geräumt werden darf, mehr in diesem Beitrag. Dafür war ein massiver Polizeieinsatz nötig, weil rund 100 Unterstützer des IvI das Urteil nicht anerkennen und die Räumung verhindern wollten. Eine Chronologie des vergangenen Montagvormittags bietet die FR. Darüber hinaus hat mich dieser an Mitglieder der Uni gerichtete Brief des Unipräsidenten erreicht, ich hoffe es ist ok, diesen hier einzustellen:


    "Liebe Studierende,


    wie Sie vielleicht bereits wissen, ist es parallel zur Räumung eines ehemaligen Universitätsgebäudes am Kettenhofweg 130 zu gewalttätigen Aktionen auf dem Campus in Bockenheim und im Westend gekommen. Dabei wurde gezielt eine größere Zahl von Fensterscheiben zerstört. Der Schaden beläuft sich auf ca. 100.000 Euro. Die Universität muss dafür wie schon in anderen Fällen selbst aufkommen. Derlei Sachbeschädigungen können nicht versichert werden. Der entstandene Schaden entspricht einem Gegenwert von 100 Tutorien und Übungsgruppen. In Zeiten knapper öffentlicher Kassen und steigender Studierendenzahlen heißt das: Wir müssen das Geld an anderer Stelle einsparen.


    Die Goethe-Universität ist eine liberale Universität. Sie lebt vom offenen Diskurs. Die gewaltsamen Aktionen sind jedoch ein Angriff auf unsere Universität. Der Steuerzahler hat allein auf dem Campus Westend knapp eine halbe Milliarde Euro zur Modernisierung der Lehr- und Forschungsgebäude investiert. Die neuen Gebäude stellen ein schützenswertes öffentliches Gut dar. Wir profitieren davon alle. Wir tragen dafür alle auch die Verantwortung. Lassen Sie uns dieses Gut gemeinsam schützen – auch für kommende Generationen von Studierenden und Forschenden.


    Mit freundlichen Grüßen


    Ihr
    Werner Müller-Esterl"

  • Jahresabschluss 2012: Defizit deutlich geringer als geplant

    Das Defizit des städtischen Haushalts im vergangenen Jahr beträgt lediglich 51,7 Millionen Euro und nicht wie ursprünglich geplant 262 Millionen Euro. Das liegt vor allem an deutlich höheren Einnahmen aus Gewerbesteuer, ferner an geringen Zinsbelastungen und höheren Zuflüssen an Einkommenssteuer. Wie immer wurde mit 626,8 Millionen Euro für den Sozialbereich am meisten ausgegeben, das sind erstaunliche 33% der Gesamtausgaben.


    Das moderate Defizit ist eine sehr erfreuliche Nachricht, da sich die Möglichkeiten der Stadt voraussichtlich nicht noch weiter einengen. Bleibt zu hoffen, dass diese Spielräume vernünftig genutzt werden, etwa für sinnvolle Investitionen statt Verteilung durch breit gestreute Zuschüsse. Weitere Einzelheiten zu der heutigen Mitteilung des Kämmerers sind in einer städtischen =15810384"]PM nachzulesen.

  • Frankfurt ein Hot-Spot?

    Ich weiß nicht ob über diesen Artikel schon berichtet wurde. Geothermie wird in Frankfurt ja jetzt schon ausgiebig genutzt aber jetzt sind Geologen auf eine stärkere geothermische Anomalie mit Temperaturen >40° zwischen Hauptbahnhof und Alter Oper gestoßen. Sie ist wohl geeignet für die Energiegewinnung.
    Bericht der FAZ

  • Hauptstadt des Verbrechens

    Nach der neuesten Kriminalitätsstatistik der Polizei behauptet Frankfurt den ersten Platz dieser Rangliste.
    Tendenziell zeigt sich zwar ein Nord-Süd-Gefälle, dennoch tanzt Frankfurt in dieser Hinsicht unerfreulicher Weise aus der Reihe.


    mMn sollte man das Entlastungs-Argument "Flughafen" deshalb nicht weiter überstrapazieren, sondern einsehen, dass einiges bei uns noch im Argen liegt. Schließlich hat München auch einen großen Flughafen und Hamburg seinen riesigen Hafen. Darüber hinaus stellen wir auch die einzig richtig große Stadt Deutschlands - Berlin - deutlich in den Schatten. Berlin dürfte aufgrund seiner Siedlungs- und Bevölkerungsstruktur deutlich größeren Herausforderungen als Frankfurt gegenüberstehen ... Frankfurter Problemviertel wie zB Bonames sind im Vergleich zu Berliner Problembezirken (zB Neukölln = halbe EWzahl Frankfurts) ein Witz.
    Und auch insbesondere im Vgl. zu München ist ein erschreckend hoher Unterschied festzustellen.


    Ich bin mal auf die Stellungnahmen bzgl. dieser Statistik in den kommenden Tagen von Seiten der Verantwortlichen (Stadt & Land) gespannt.


    Quelle

  • Offensivere Stadtbildpflege wäre mal ein Anfang

    Ja, die leidige Kriminalitätsstatistik. Forever #1. In jeder Zeitung der Republik wird wieder ein Artikel mit 3 Sätzen stehen in der Frankfurt als "die unsicherste Stadt" Deutschlands tituliert wird. Aber um ehrlich zu sein, hat die Stadt auch zu wenig in den letzten 10-15 Jahren unternommen um dieses Stigma loszuwerden.


    Der "Broken Windows" Zusammenhang zwischen Stadtbildpflege und Kriminalität ist in Frankfurt besönders schön zu beobachten. Gerade bei der Vermüllung des Stadtbilds (Tags, Graffiti, allgegenwärtiger Müll, zerkratzte Scheiben, zerstörte Beleuchtung, die B-Ebenen) orientiert man sich fleißig an der "Null-Bock Kultur" Berlins und nicht etwa den deutlich aufgeräumteren Süd-Metropolen München, Wien, Zürich. Die Pflege des Bestands von Plätzen, öffentlichen Gebäuden, Haltestellen wird in Frankfurt noch viel zu stiefmütterlich, ja sogar dilettantisch behandelt. Man schaue sich alleine mal den Zustand der Eisernen Brücke, der zentralsten Brücke der Stadt, an mit verranztem/stinkendem/meist kaputtem Aufzug, Boden als Mülldeponie, Tags an jedem Winkel (der Holbeinsteg sieht mittlerweile ähnlich ramponiert aus). Die Stadt sendet hier das Signal, dass "jeder für sich" sorgt und man notfalls auf sich alleine gestellt ist. Gerade bei den "kleinen Dingen", die für ein Sicherheitsgefühl sorgen, ist massig Aufwärtspotenzial vorhanden.

  • Ich kann deine Empfindungen nicht teilen, Golden Age. Abstoßend fand ich eher so manche Eindrücke aus München, wo man die Polizei schonmal Obdachlose in den Mannschaftswagen tragen sieht, damit die Aperol Spritz-Fraktion beim morgendlichen Prada-Shopping nicht die Nase rümpfen muss. Wenn die gleiche Truppe in der Goethestraße über selbige stolpert, so ist das für mich eins: ehrlich. Verwahrlosung findet man dagegen in Bremen, Kiel oder mittlerweile auch vielen Städten des Ruhrpotts, Berlin würde ich als Sonderfall mal aus dieser Debatte heraushalten. Am öffentlichen Raum generell nicht interessiert ist man im Südwesten der Republik, sofern man ihn nicht von den stilsicheren Urahnen ererbt hat, den deswegen auch.


    In Frankfurt am Main wird, was die polizeiliche Toleranz angeht, ebenso wie die die Erscheinung des öffentlichen Raums, meines Erachtens ein gutes Gleichgewicht aus diesen beiden Extremen gehalten. Deine Empfindungen bezüglich der Brücken kann ich nicht nachvollziehen, insgesamt hat sich der öffentliche Raum, insbesondere das Nizza-Ufer am Untermainkai, aber auch der Zustand der öffentlichen Plätze in den letzten Jahren eher verbessert denn verschlechtert (An der Hauptwache, Opernplatz, Zeil). Die Pläne für noblere Gestaltungen von An der Hauptwache und der Konstablerwache gibt es ja auch schon längst, ihre Umsetzung ist einzig auf die etwas längere Bank geschoben.


    Dass sich dabei teilweise die untalentiertesten Vertreter ihrer Zunft (Prominentestes Beispiel wohl Rossmarkt / Goethe- / Rathenauplatz) an Plätzen austoben dürfen, ist noch am ehesten diskussionswürdig, da sich diese pseudohippe Kälte mit Sichtbeton-Bänken et cetera durch sämtliche Platzgestaltungen der letzten Jahre zieht, dies hat aber nichts mit der Kriminalitätsstatistik zu tun. Auch sind die wenigen Stationen des öffentlichen Nahverkehrs, wo der meines Erachtens übelste aller ehemaligen Staatsbetriebe, die Deutsche Bahn, die Hände mit im Spiel hat, in überaus repräsentablem Zustand.


    Eine ernsthafte Herausforderung, aber darüber darf man ja aus Gründen der political correctness nicht mit konkreten Begriffen reden, wird, dies aber für alle großen Städte gleichermaßen, die „Zuwanderung aus Südosteuropa“ sein, die den Kommunen aber auf nationaler und EU-Ebene verordnet wurde, ohne dass sie irgendetwas dagegen tun konnten. Wenn man im Laufe der letzten Jahre mal regelmäßig die Polizeipresse verfolgt hat, sehe ich da viel eher ein echtes Problem, was auf die Stadt zukommt.


    Zuletzt noch zum Sicherheitsgefühl: im Zuge der starken (nationalen) Zuwanderung der letzten Jahre und der damit unweigerlich verbundenen Gentrifizierung haben klassische Kandidaten wie das Bahnhofsviertel und das Gallus schon nicht unerhebliche Teile ihres ehemaligen Schmuddel-Images abgelegt, das Ostend wird schon sehr bald folgen. Sicher verschwindet die Kriminalität damit nicht, sondern wird erstmal nur verlagert (von mir aus gerne nach Offenbach), aber auf jeden Fall ist das subjektive Sicherheitsgefühl damit in den genannten Vierteln schon gestiegen und wird es auch weiter tun.


    In diesem Sinne: man sollte nicht nur sehen, woher wir stehen, sondern auch woher wir kommen. Insbesondere im Kontext der gestiegenen Bevölkerungszahlen.

  • Wenn ich mich vor einiger Zeit nicht verlesen habe, stand Frankfurt bei der Straßenkriminalität etwa gleichauf mit Bremen und Bielefeld - also auf den hinteren Plätzen. Bei Wirtschaftskriminalität und Rauschgiftdelikten dürfen wir uns allerdings keine Hoffnugen machen. Frankfurt ist bei Weitem nicht die gefährlichste Stadt Deutschlands - aber die Hauptstadt des Verbrechens pro Einwohner bleibt Frankfurt natürlich. Allerdings ist meiner Kenntnis nach auch die Quote der Arbeitsplätze pro Einwohner die höchste für eine deutsche Großstadt.

  • Die Statistik hinkt leider! Frankfurt mag zwar die Stadt mit den meisten Strafdelikten in Deutschland sein, doch dürften die meisten davon wohl nicht die Allgemeinheit betreffen, zum Beispiel der illegale Aufenthalt in Deutschland. Einem Ausländer ist wohl nur schwer anzusehen ob er gültige Aufenthaltspapiere besitzt oder sich illegal und damit strafbar in Deutschland aufhält. Der Illegale wird sich ganz im Gegenteil sehr gesetzestreu verhalten, immer schön bei grün über die Straße gehen, sich höflich und zuvorkommend verhalten, usw um nicht in das Raster einer Polizeikontrolle zu kommen.


    Frankfurt ist ein Verkehrsknotenpunkt und mit Hamburg wohl eines der ersten Anlaufziele für illegale Einwanderer. Für Illegale bieten sich in Frankfurt auch viele Arbeitsmöglichkeiten freiwillige, so wie unfreiwillige, von Bauarbeit, Putzen bis hin zur Prostitution.


    Jeder aufgegriffene Illegale taucht auch in der Statistik auf.


    Weitere Knackpunkte sind Wirtschaftskriminalität und vorallem Vandalismus, der in Frankfurt desöfteren zu sehen ist.


    Nicht zu vergessen ist die Straßenkriminalität mit Diebstahl, da in Frankfurt sich kurz- oder langfristig viele Touristen aufhalten, ist dies ein Magnet für Taschendiebe, von denen es in Frankfurt nicht wenige gibt.


    Ja und last but not least die Mafia in Frankfurt! Die übelsten Gewaltdelikte sind wohl im Frankfurter Rotlicht- und Drogenmilieu anzusiedeln. Es geht hier um viel Geld, da geht leider oft sehr schnell die Moral verloren, wie man an den zwei Toten im Hotel Luxor vor ein paar Monaten gesehen hat. Den Normalbürger tangiert diese Gewalt jedoch nicht, es ist klar abgegrenzte Milieukriminalität.


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    Statistik hin oder her...ich als geborener Frankfurter fühle mich absolut sicher in der Stadt. Ich hatte in meinem Leben nur zwei Ereignisse wo ich "dumm angemacht wurde" von unnetten Mitbürgern, jedoch ohne irgendwelche Konsequenzen. Man kann in Frankfurt feiern, sturzbetrunken durch die ganze Stadt nachhauselaufen und sich sicher sein, das einem eigentlich nichts passieren wird. Keine Gangster die auf einen Lauern, keinen Pistolenkugeln denen man ausweichen muß.


    Für jeden Nichtfrankfurter ergibt sich ein anderes Bild, er sieht die Statistik und bekommt dabei ein Schaudern. Also die Statistik ist für Frankfurt sicher kein Aushängeschild. Ich schließe mich meinen Vorrednern an, dass die Stadt zu wenig gegen Vandalismus unternimmt und möchte noch die gewerbsmäßige Bettelei in der Innenstadt anmerken, die auch ein Schandfleck ist.