Frankfurter Stadtgespräch

  • ^ Ich habe gerade einen Déjà Vu. (Da war doch was um 2003/2004...?) Ich erwarte jetzt im Blätterwald sehr bald das allgemeine Gemeinschaftsbedauern über das Verschwinden des deutschen SPD-Hauptsprachrohrs. Ob sich - wie damals - wieder ein Investor zur Lebensverlängerung finden wird? Wieder eine SPD-nahe Organisation?

  • Mittlerweile muss leider sagen, dass es mir lieber ist, dass die Rundschau "stirbt" und man sie dafür wenigstens noch in guter Erinnerung behalten kann.
    Mit journalistischer Qualität haben die Artikel (vom Lokalteil mal abgesehen) nicht wirklich viel zu tun...

  • Obwohl ich kein Fan der Frankfurter Rundschau bin, fände ich es schade, wenn sie ganz verschwinden würde. Eine gewisse Vielfalt an Meinungen gehört zu einer Stadt wie Frankfurt dazu. Ohne die Rundschau kommt nach der FAZ erst einmal lange lange Zeit nichts und dann ein paar unbedeutende Blättchen (meiner Meinung nach). Vielleicht überlebt ja ein Teil der Rundschau in reduzierter Form. Könnte mir vorstellen, dass ein rein lokales Blatt mit gutem Namen (!) für den Frankfurter Raum in begrenzter Auflage profitabel wirtschaften könnte. Genug Frankfurter mit Interesse an einer eher lokalen Berichterstattung müsste es doch geben. Dazu müssten allerdings wahrscheinlich eine Menge der 500 Angestellten das Unternehmen verlassen, so viele Mitarbeiter wird eine Lokalzeitung wohl nicht brauchen...

  • Die Frage ist auch genereller Natur. Wie oft habe tagsüber schon Sport-, Wirtschaft- oder gar Boulevardnachrichten im Web gelesen und am nächsten Morgen bekomme ich in einer Print-Version den gleichen Text serviert. Da liegt leider auch ein bisschen Wahrheit im Niedergang der Print-Medien. Wer sich dann nicht inhaltlich absetzt, den erhascht die biologische Weisheit, was sich nicht anpasst stirbt aus, neues Leben entsteht.

  • Rundschau Pleite schlimmer als Suhrkamp Abzug

    Die Rundschau ist weit mehr als ein normaler Betrieb, der mit jedem mittelständischen Unternehmen vergleichbar wäre. Ja, die journalistische Qualität hat nachgelassen. Ja, das Management ist inkompetent. Ja, vielleicht hat man sich mit den vielen Umzügen übernommen. Dennoch ist sie weitaus tiefer mit der Frankfurter Stadtkultur verwurzelt als man wahrhaben will. Wenn man mal den investigativen Journalismus ausklammert, ist auch das Sponsoring von unzähligen Regional-Veranstaltungen, Talkrunden (wie im Sachsenhäuser Depot) oder weiteren sozialen Engagements von hoher Bedeutung. Daher wäre eine Pleite noch eine Stufe schlimmer als der Abzug von Suhrkamp nach Berlin einzustufen. Wenn bedeutsame, überregionale Zeitungen sterben, stirbt ohne Frage auch ein Stück Demokratie in Form des abnehmenden politischen Diskurses. Ich hoffe sehr, dass sich bis Januar noch ein Investor findet um sich der Konkursmasse anzunehmen.

  • Könnte mir vorstellen, dass ein rein lokales Blatt mit gutem Namen (!) für den Frankfurter Raum in begrenzter Auflage profitabel wirtschaften könnte. Genug Frankfurter mit Interesse an einer eher lokalen Berichterstattung müsste es doch geben. Dazu müssten allerdings wahrscheinlich eine Menge der 500 Angestellten das Unternehmen verlassen, so viele Mitarbeiter wird eine Lokalzeitung wohl nicht brauchen...


    Die reine Lokalzeitung ist die FNP. Über deren Qualität kann man sicher kontrovers diskutieren, aber wer über Lokales am besten informiert sein möchte muss die FNP lesen und nicht den Lokalteil der FAZ oder der FR.

  • Ich denke, als reine Lokalzeitung hätte eine "Rest-FR", gerade in Konkurrenz zur FNP, keine Chance, sie müsste regionaler "aufgestellt" sein und eine gekonnte Mischung zwischen Vereinsberichterstattung und großen regionalpolitischen Themen zwischen Aschaffenburg und Mainz sowie Darmstadt und Friedberg hinkriegen; das u.a. macht die Qualität der Regionalteile der FAZ – Rhein-Main-Zeitung und Rhein-Main & Hessen aus, der Blick über den Rand des Frankfurter Suppentellers.
    Außerdem war das journalistische Personal zuletzt oberflächlich und uninformiert. Ohne erkennbar eigenen Standpunkt sind oft nur Pressemeldungen zitiert worden, ohne die Zusammenhänge zu referieren, die Vorgeschichte, die Absichten und Gründe, die hinter bestimmten Meldungen und Nachrichten stehen – Verlautbarungsjournalismus würde ich das nennen. Keine eigene Recherche, nicht mal ein Blick ins eigene Archiv, kein roter Faden bei langjährigen Themen.
    Wenn dann in den Artikeln auch noch Straßen falsch benannt, Amtsgericht und Landgericht verwechselt werden, nicht zwischen U-Bahn und S-Bahn unterschieden wird und ähnliche Nachlässigkeiten, verdichtet sich der Eindruck, dass dort Leute sitzen, die sich nicht für das interessieren, worüber sie schreiben und letztlich keine Ahnung haben.
    Dazu hat sicher beigetragen, dass altgedientes Personal, dass in lokaler Politik und Verwaltung gut vernetzt war und durch langjährige Tätigkeit viel Erfahrung und Detailwissen erworben hatte, durch schlecht bezahlte Aushilfen und Berufsanfänger ersetzt wurde, die nur ein mageres Zeilenhonorar bekommen.

  • Mouson-Geschichte

    Zur Kultureinrichtung Mousonturm gab in diesem Thread kürzlich aus traurigem Anlass einen Beitrag. Zum geschichtlichen Hintergrund des Hauses Mouson hat die Stadt auf ihrer "Social Media Newsroom"-Website einen kleinen Abriss erstellt. Lesenswert.

    Einmal editiert, zuletzt von epizentrum () aus folgendem Grund: Medium -> Media

  • "Skyline" für die Hosentasche

    Ich kann zwar kein schönes Bild liefern, aber mir ist aufgefallen, dass es ein oft fotografierter Teil der Frankfurt Skyline geschafft hat, auf einem gesetzlichen Zahlungsmittel abgebildet zu werden.


    Seit einigen Wochen wird eine deutsche 2-€-Münze ausgegeben "10 Jahre Euro", auf deren Rückseite der heutige EZB-Turm mit dem Euro-Denkmal abgebildet ist. Vielleicht kann man es auf diesem Bild sogar erkennen. Das ist jetzt nur ein Scan auf dem Fotokopierer, mal sehen, ob ich noch ein besseres Bild hinkriege.


  • Fassadenteile / -fenster

    Auch wenn die Qualität des Bilds nicht die Beste ist (aus'm Auto raus uffgenomme) denke ich wir sollten es dokumentieren. 2 Fassadenelemente bekamen wohl einen Fensterwechsel. Wegklappen kann man soweit ich es weiß nur das oberste kleinere, auf dem Foto sind bei 2 Fassadenelementen alle Fenster draußen. Hoffen wir mal das Beste, es wird kein Serienfehler sein :)


  • Aus der Rubrik "Buntes/Panorama"


    Focus Online, 21.01.2013:


    11.25 Uhr: Auf der A3 Köln – Frankfurt droht in Höhe Frankfurt-Flughafen Gefahr durch Schneebruch und herunterfallende Eisschollen vom direkt an der Autobahn gelegenen Bürogebäude „The Squaire“.

  • Die Gemengelage an dieser Stelle ist für mich ohne Knoten im Hirn eigentlich gar nicht mehr zu durchblicken. Ich bin in den 80ern groß geworden, was bedeutet: klare Feindbilder, Schwarz-Weiß-Denken (in die Politik übertragbar: Schwarz-Rot), klare Verhältnisse... Aber das? Auf der einen Seite kann man ja verstehen, wenn eine Partei eine Gruppe "Wutbürger", die - so zumindest das Klischee - ohnehin nicht kompromissbereit (und damit für Politik m. E. ungeeignet:lach:) ist, nicht aufnehmen will. Dass Stimmen aus dieser "Sozialen" Partei dies aber mit Argumenten zu begründen versuchen, die eine soziale Diskriminierung (diesmal halt von unten nach oben > die bösen S-Klasse-Fahrer vom Lerchesberg) beinhalten, finde ich schon echt witzig. Wer reich genug ist darf sich halt nicht über das gleiche aufregen, wie der Pöbel... wo kämen wir denn da hin. Fazit: Das Schubladendenken bleibt uns erhalten, nur die Komode hat jetzt mehr Fächer. Oder so ähnlich...:lach:

  • U-Bahn Station Willy-Brandt-Platz

    Kein Bauprojekt in dem Sinne, aber eine – auf alle Fälle für Eintracht Fans – interessante Eröffnung fand gestern in der U-Bahn Station Willy-Brandt-Platz statt. Dort wurden unter Teilnahme zahlreicher Eintracht Legenden wie Grabi, Charly Körbel, Bum Kun Cha und Tony Yeboah die „Säulen der Eintracht“ enthüllt. Ca. 15.000 Fans hatten an der Abstimmung einer Internetumfrage teilgenommen und so die dort nun zu sehenden Helden auserkoren.


    Mehr von den Säulen sieht man im Maintower Bericht, mehr von den Eintracht Legenden im Hessenschau Bericht.

  • DFB Leistungszentrum soll nach Frankfurt!

    Gute News aus dem Videotext des Hessen-Fernsehens:


    Laut dortigem Bericht von heute treibt der Deutsche Fussballbund (DFB) die Planungen für ein Leistungszentrum voran und
    favorisiert zur Ansiedlung aufgrund "der Nähe zum DFB sowie der infrastrukturellen Rahmenbedingungen" Frankfurt am Main als Sitz, berichtete der Verband am Freitag (25.01.13)!:daumen:


    Man führe Gespräche mit der Stadt, sagte der DFB-Generalsekretär Sandrock.


    Das LZ soll mehrere Fussballplätze umfassen, ein Fitness- und Rehabilitationszentrum sowie Laufstrecken.
    Genutzt werden soll es von allen DFB-Teams, für die Trainerausbildung und die Schiedsrichter.
    Geplante Kosten: € 40 Mio!


    Das Zentrum soll an der Commerzbank-Arena entstehen!

    2 Mal editiert, zuletzt von skyliner () aus folgendem Grund: 40 Mio Euro :-) iss klar+Nachtrag der Örtlichkeit

  • Leistungszentrum für 40 Mio €

    Bevor das ganze DFB-amtlich ist, muss noch im Oktober der DFB-Bundestag seinen Segen geben, berichtet der HR heute. Die Kosten für das Leistungszentrum belaufen sich auf 40 Mio € wie auch in anderen Quellen nachzulesen ist.

  • Multifunktionsarena:


    - Ausschreibung für Bau/Betrieb startet (noch?) im Januar
    - Geplant sind ca. 12.000 Plätze, VIP Logen, Business Seats
    - Investoren gibt es noch keine


    http://www.european-news-agenc…lichen_perspektive-53992/


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    Ich habe eigentlich immer noch die Hoffung, dass die Arena neben der Commerzbank Arena gebaut wird, so könnte sich dann vlt in ferner Zukunft das Gebiet in ein Sports/Entertainment Komplex ähnlich wie in South Philadelphia (Xfinity live) entwickeln: -> http://xfinitylive.com/index.cfm?page=map-parking


    Ausserdem sollte man meiner Meinung nach eher mit 15.000 Plätzen planen, damit hätte man auch die Möglichkeit in Zukunft Internationale Events nach Frankfurt zu holen (z.B. Eishockey WM).