Frankfurter Stadtgespräch

  • [nicht-ernst-nehmen]
    Wahrscheinlich wird ein neuer Student für MAB gesucht, da der vorherige frustriert aus dem Fenster des Baubüros gesprungen ist... :lol:
    [/nicht-ernst-nehmen]

  • Deutsche Post will Bankenriesen schmieden

    Laut einen Bericht der "Financial Times Deutschland" will die Post mit ihrer Tochtergesellschaft Postbank die mit Abstand größte deutsche Privatkundenbank aufbauen. Gespräche sollen mit drei Banken, die als Fusionspartner in Frage kommen, geführt worden sein. Diese sollen Deutsche Bank, ING und Allianz sein. Die Deutsche Bank könnte ihre "Kleinkundentochter" Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG einbringen, die Allianz die Tochtergesellschaft Dresdner Bank, die ING die Onlinebank ING-Diba. Es soll eine Fusion unter Gleichen werden., d.h. die jeweiligen Mutterkonzerne würden ihre Anteile behalten. Notfalls würde die Postbank auch als Juniorpartner fungieren. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2008 soll eine Entscheidung fallen.


    Quelle: FTD, 6.02.2008
    http://www.ftd.de/unternehmen/…0Bankenriesen/313307.html


    Falls es tatsächlich zu einer Fusion zwischen zwei der genannten Banken kommen sollte - was oft angekündigt, aber bisher nie geschafft wurde - hätte das sicher auch Konsequenzen für den Standort Frankfurt.


    Deutsche Bank, ING Diba und Dresdner Bank sitzen in Frankfurt, die Postbank ist in Bonn und die Allianz in München. Da kann man nur hoffen, dass die Vertreter der Stadt nicht schlafen und Frankfurt frühzeitig als künftigen Sitz der "Super-Bank" ins Spiel bringen, z.B. durch die Veröffentlichung des neuen Hochhausrahmenplans!

  • ING-Diba: Ich gehe davon aus, dass die Politik als nach wie vor großer Anteilseigner der Postbanktochter Deutsche Post den Verkauf der Postbank an irgend ein ausländisches Institut vor dem Hintergrund einer zersplitterten deutschen Bankenlandschaft verhindern wird. Die ING-Diba wäre damit aus dem Rennen, wird jedoch von der Deutschen Post hofiert, um den Preis für die Postbank hochzutreiben.

    Allianz-Dresdner Bank:
    Vor nicht all zu langer Zeit hieß es aus dem Hause Allianz "Wir kaufen keine Bank mehr", denn die Dresdner ist im Allianzreich regelrecht eingegangen und heute nur noch ein Schatten ihrer selbst. War sie früher die zweitgrößte deutsche Bank, gleicht sie heute mehr einer Versicherungsbürokette mit angeschlossenen Bankschaltern. Da darüberhinaus der Vertrieb von Allianzprodukten an die Dresdner-Bank-Kunden nach wie vor kein Selbstläufer ist, erschließt sich mir der Sinn einer Fusion mit der Postbank nicht. Diese ist nämlich eine auf kleine, private Kunden ausgerichtete Bank ohne großes Firmenkunden-, Auslands- oder Investmentgeschäft und brächte das originäre Bankgeschäft der Dresdner in den letztegenanntnen Bereichen kaum voran. Letztlich hätte die Allianz nach einer Fusion nur noch mehr "Filialen", mit denen sie nichts Rechtes anzufangen weiß. Der einzige Sinn, den ich sehe, entstünde, wenn sich die Allianz von der Dresdner Bank trennen wollen würde. So einfach ins Ausland oder an die Deutsche Bank verscherbeln täte dem eigenen Ruf wohl nicht besonders gut. Die Dresdner Bank aber auszugliedern, mit der privatkundenstarken Postbank zu verschmelzen und sie nach einigen Jahren der Gesundung des Deutschlandsgeschäfts komplett an die Börse abzugeben, könnte sinnvoll sein. Das ist aber reine Spekulation meinerseits.


    Deutsche Bank: Wie ich es lese, will die Deutsche Post ihren Teil der Postbank in eine gemeinsame Holding einbringen, also weiterhin an der Bank beteiligt bleiben, ihr aber eine eigenständige Entwicklung mit einem starken und erfahrenen Partner ermöglichen. Eine solche Holding gemeinsam mit der Deutschen Bank wäre aus meiner Sicht ein großes Ungleichgewicht. Auf der einen Seite eine der weltgrößten, angesehensten und mit allen Wassern gewaschene Investmentbank, auf der anderen Seite ein Logistikkonzern, der mit seiner Bank in den letzten Jahren nichts recht anzufangen wusste. Was glaubt die Deutsche Post bei einer solchen Paarung langfristig zu gewinnen? Und wäre die Deutsche Bank tatsächlich bereit, ihr Privatkundengeschäft, das nach der Dot-Com-Blase zu recht wieder verstärkt in den Fokus der Deutschen Bank geriet, um die Ertragsschwankungen des Investmentgeschäfts zu glätten, auszugliedern und quasi zum Teil an einen Partner "abzutreten"?


    Commerzbank: Mein heimlicher Favorit für eine Fusion mit der Postbank. Denn

    • erstens ist der Größenunterschied zur Deutschen Post nicht so stark wie bei der Deutschen Bank,


    • zweitens kann sich die Commerzbank, die in den letzten Jahren für alles geboten bzw. sich interessiert hat, was in Deutschland an Banken zu haben war (Schmidtbank, Eurohypo, Berliner Bank und bis zu einem gewissen Grad auch SachenLB und IKB), eine solche Chance für externes Wachstum nicht entgehen lassen, denn diese Chance kommt nie wieder, und


    • drittens passen die corporate colors perfekt :lach:



    Wie auch immer das ausgehen mag, ich bin mir sicher, dass die Postbank über kurz oder lang nach Frankfurt wandert.

  • Gute Diskussionspunkte! Die Coba-Option wäre sicher auch nicht schlecht, aber mein Favorit wäre die Dresdner-Bank-Option. Wie Du schon schreibst, sieht und hört man nicht mehr viel von der Dresdner, seit sie im Allianz-Reich eingebunden ist. Würde sich die Allianz dazu entschließen, die Dresdner wieder "loszuwerden", wäre das die ideale Möglichkeit. Und für Frankfurt könnte das bedeuten: eine fusionierte Privatkunden-Großbank aus Dresdner und Postbank hätte wieder ihren Hauptsitz in Frankfurt! :)

  • ^^Die Allianz ist superglücklich mit ihrem Frankfurter Teil. Die höchsten Gewinne werden in Frankfurt erwirtschaftet und die höchsten Gehälter dort gezahlt. Ich glaube kaum das man den ehemals DIT genannten Geschäftsbereich verhökern will. Mir soll es aber nur recht sein. Die Kaltschnäuzigkeit und Arroganz den Hessen in der letzten Zeit gegenüber stößt mir säuerlich auf.



    Die Fakten:
    - Den 13500 Investmentbanker der Deutschen Bank wurde ein Durchschnittsgehalt von 415000 €uro gezahlt.


    - Davon bekamen einige mehr als der populäre Vorstandsvorsitzende


    Quellchen: http://www.faz.net/s/RubEC1ACF…Tpl~Ecommon~Scontent.html


    Das liegt wohl aber daran das bei Banken die meisten Leuten an den "kleinen" Bankkaufmann denken der Omas-Sparbücher verwaltet. Bei Reedern und Vorstandsvorsitzenden denken die meisten an das Mega-Business. Gerade in den Vorständen und den Reedereien sitzen doch wenige mit Millionengehalt. Was gezahlt wird und wie sich Einkommen verteilen wissen die wenigsten... Mir soll alles recht sein was Frankfurt in den Köpfen der Allgemeinheit stärkt und ein Hochhaus als Konsequenz macht sich immer gut. Das müssen wir alle bedenken. Die wichtigste Sache ist das der Standort Frankfurt gestärkt wird. Wohnhochhäuser sind noch viel zu schlecht vom Ruf her. Gerade im Bereich der hochwertigen Wohnflächen besteht mit Sicherheit bedarf und darauf will ich auch hinaus!


    Warum also keine hochwertigen Wohnhochhäuser bauen??? Wir brauchen ausgefallene und edle Wohnhochhäuser für den Finanzplatz Frankfurt...


    Gerade in den USA ist man aufgeklärter was solche Dinge betrifft. Ob nun die Mutterfirma hier oder irgendwo sitzt ist mir schnuppe. Wichtig ist das architektonisch und für die Bevölkerung etwas geboten wird!

  • Bauboom in Frankfurt (Hessenschau vom 09.02.08)

    Gestern kam n schöner Beitrag über einige aktuelle Projekte in Frankfurt,
    alles unter dem Motto "Hochhausboom" ...


    Da die Beiträge auf der Website vom HR direkt ins Archiv wandern,
    dachte ich mir ich poste das mal hier - vielleicht interessiert´s ja jemanden ... :)
    Der folgende Link führt direkt zum diesem Beitrag ...


    Hessenschau vom 09.02.08

  • Netter Beitrag Jani,


    das einzige was mich etwas irritiert hat, ist die Aussage von Herrn Edwin Schwarz über Solitäre außerhalb der beiden großen Cluster.
    EZB und FFH4 sind ja klar, aber warum erwähnt er an dieser Stelle explizit den Campanile am HBH, als einen der möglichen Solitäre!?
    Ich dachte das Thema sei seit laaaaangem vom Tisch, oder???
    Weiß der Edwin, – Verzeihung – der Herr Schwarz da etwas das wir nicht wissen? :confused:

  • Im Entwurf für den neuen Hochhausrahmenplan ist der Standort wieder enthalten, allerdings nicht in der früher geplanten Höhe.

  • Sehr interessanter Beitrag. Danke für den Fund! Spannend auch die Aussage des Immobilienmenschen im Beitrag dass nur 16% des Leerstandes von 2.000.000 qm auch wirklich in einem vermietbaren Zustand sind :eek: :eek: !! Das war mir neu.

  • Eine verblüffende, mir bisher nicht bekannte Zahl findet sich heute in einem FNP-Artikel: In Frankfurt werden 42 Prozent der Einnahmen des hessischen Landeshaushalts erwirtschaftet! Genannt hat diesen Wert OB Petra Roth bei einer CDU-Veranstaltung in Kelkheim am Taunus.

  • Nach einem Artikel des Handelsblatt ist die Commerzbank wie von mir vermutet seitens der Bundesregierung der bevorzugte Partner für eine Fusion mit der Postbank. Seit Monaten werden entsprechende Gespräche geführt. Es soll eine Fusion unter Gleichen zwischen Commerzbank und Postbankwerden. Aufgrund eines auslaufenden Vetorechts durch den Postbank-Börsengang hat die Bundesregierung aber nur noch 2008 umfangreiche Lenkungsmöglichkeiten bezüglich eines Postbank-Verkaufs. Andererseits wird spekuliert, dass durch Zumwinkels Rücktritt ein Postbank-Verkauf wahrscheinlicher geworden ist.

  • Steueraffäre erreicht Frankfurt

    Nach Informationen von N24.de gerieten Niederlassungen der Privatbanken Metzler sowie Hauck & Aufhäuser ins Visier der Fahnder. Es ist allerdings noch nicht klar, ob die Banken lediglich Zeugen oder selbst Beschuldigte sind.

  • Nicht zwangsläufig! Da bei Steuerhinterziehung ja nun mal immer Verdunklungsgefahr besteht, können auch "mögliche Zeugen" plötzlichen Besuch bekommen. Gerade Bankhäuser sind natürlich um Geldtransfer (von Kunden) ins Ausland zu belegen die erste Adresse! Wahrscheinlich eine recht ergiebige Adresse dazu...

  • Laut Print FAZ Ausgabe von heute wird die letzte "Lücke" der Mainzerlandstrasse, die Nr. 197 geschlossen. Auf den momentan als Parkplatz genutzten Platz soll ein schickes Bürogebäude aus Sandstein hinkommen.. :daumen:


    Hier die Eckdaten: Siebengeschossig mit Sandsteinfassade, welches als Gemeinschaftsprojekt von Groß & Partner, Projekt M Real Estate und der IKB entwickelt wird. Das Investitionsvolumen beträgt 50 Mio. und soll Ende 2009 fertiggestellt werden.



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    Moderationshinweis: Das Projekt heißt Westsite und wird bereits an dieser Stelle ab Beitrag #687 diskutiert.

  • Gute Aussichten für Frankfurter Bauaktivitäten 2008. Laut Plannungsdezernent Edwin Schwarz wird die beantragte Bausumme fürs laufende Jahr 2007 weiter überschreiten. Hierbei nannte er bekräftigend den Bau des UEC sowie den Bau weiterer Hochhausprojekte.


    Die Bausumme des Jahres 2007 betrug über 1,86 Mrd. Euro und ist die zweithöchste in der Geschichte Frankfurts. :daumen:


    http://www.fr-online.de/frankf…11b2dbfdf1&em_cnt=1295201