Frankfurter Stadtgespräch

  • Frankfurter Bebauungspläne im Internet

    Zitat

    ...Über die Internetseite des Stadtplanungsamtes http://www.stadtplanungsamt.stadt-frankfurt.de können ab sofort sämtliche rechtsverbindlichen Bebauungspläne kostenlos eingesehen und ausgedruckt werden...


    Außerdem sind auch alle sonstigen rechtsverbindlichen städtebaulichen Satzungen wie Veränderungssperren, Erhaltungssatzungen, Sanierungsmaßnahmen, Entwicklungsmaßnahmen und Gestaltungssatzungen dort zu begutachten.


    Quelle: =3498373"]frankfurt.de


    Und hier sind die Pläne:
    planAS

  • Das russische Konsulat nimmt seine Arbeit mit 20 Mitarbeitern in dem Gebäude an der Eschenheimer Anlage auf, Bericht aus der FAZ.
    Der spanndende Bericht weist noch ain paar andere interessante Fakten auf:

    • An Frankfurt kommt man wohl diplomatisch nicht vorbei, wenn man in Deutschland was erreichen will
    • Frankfurt beherbergt mittlerweile 94 Vertretungen
    • in diesem Jahr sind Sri Lanka, Malaysia und Vietnam hinzugekommen
    • China hat sein Konsular-Personal in FFM seit 2005 verdoppelt
    • das Konsulat der USA in Frankfurt ist mit 900 Mitarbeitern eines der größten Konsulate weltweit


  • Voraussagen für 2008

    Hallo, zu Beginn des letzten Jahres hatten wir eine ganz nette Aufstellung der wahrscheinlichen Entwicklungen. Hier meine komplett subjektive Einschätzung für 2008.


    Opernturm
    Rohbau fertig


    FFHV
    Turm und Hotel Rohbau fertig, Einkaufszentrum fast fertig, Palais im Rohbau.


    EZB
    Baustart nach dem Sommer, Fundament bis Jahresende.


    Maintor
    Wird sich hinziehen, ich denke wird vielleicht nochmals umgeplant. Abriss einiger erster Gebäude.


    Kaiserkarree
    Abriss bis Sommer, dann erstmal Fragezeichen.


    PWC 185
    Entscheidung im Frühjahr, Baugenehmigung Ende des Jahres.


    Romeo und Julia
    Fertig bis Herbst.


    Selmi
    Fertig bis Herbst.


    Airrail center
    Verzögert sich eher.


    Matthäuskirche
    Wir erstmal nichts.


    Europaviertel
    Im Ostteil erste Fertigstellung. Im Westteil werden im Laufe des Jahres die meisten Grundstücke verkauft. Die Westgrundstücke werden sich einfacher verkaufen als die im Osten aufgrund des hohen Wohnanteils. Tunnel für Europaallee Ost wird angefangen im Herbst.


    UEC
    Beginn der Blockbebauung, Hotel wird erstmal nichts, UEC Tower wird wieder ein Jahr verschoben.


    Campus Westend
    Erster Bau fertig. Überhaupt für die JWG Uni eines der ereignisreichsten Jahre ihrer Geschichte.


    Altstadt
    Wird sich noch hinziehen. Technisches Rathaus Abriss. Ich denke keine Entscheidungen werden gefallen bis das TR tatsächlich weg ist.


    Ausserdem ist natürlich noch viel mehr los.....gar nicht schlecht.


    Ich denke, in 2008 wird sich die Skyline Frankfurts ganz schön verändern. Keine Frage, dass der Opernturm sie verlängern wird. Wie die FFHV Gebäude die Skyline verändern werden, dafür habe ich kein Gefühl, bin aber mal gespannt. Das Maintor ist dann vielleicht doch nicht hoch genug, um visuell die Skyline zum Main hinunterzuziehen.


    Die EZB wird ausserdem den Gegenpunkt im Osten setzen und dort ziemlich klotzen. Könnte mir vorstellen, dass dies Einfluss auf die Planungen in Oberrad und am Kaiserlei haben wird, aber wohl erst in 2009-10.


    Frankfurt wird sich Ende des Jahres anders anfühlen, ich denke mal "grösser" und "weitläufiger".

  • Also, beim Projekt Kaiserkarree kann ich mir nicht vorstellen, dass hier nach dem Abriss mit längeren Verzögerungen zu rechnen ist. Dazu war die Pressemitteilung von Commerzbank und Tishman Speyer zu verbindlich, außerdem steht die Planung weitgehend und ist bereits genehmigt. Zudem sind beide Projektpartner sowohl finanzstark als auch (vor allem Tishman) sehr erfahren, wenn die ein Projekt bauen wollen kommt die Sache dann auch schnell in die Gänge.
    Das war beim Opernturm ja auch nicht anders.

  • http://www.fr-online.de/frankf…51804f1780&em_cnt=1269528


    Eigentlich nicht mehr diskussionswürdig... :nono: Wenn es um die in Frankfurt hoch im Kurs stehende Rentabilität geht, steht alles andere hinten an.


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    In diesem Artikel geht es um ein nicht denkmalgeschütztes Wohnhaus von 1884 an der Ecke Eckenheimer Landstraße und Zeißelstraße. Der Eigentümer Merz Immobilien möchte das Gebäude abreißen und statt dessen ein Wohnhaus mit 25 Wohnungen bauen lassen. Als Grund wird mangelnde Rentabilität genannt. Der zuständige Ortsbeirat ist geschlossen gegen den Abriss, die Bauaufsicht prüft und führt Gespräche mit dem Eigentümer, auch unter dem Aspekt der Erhaltungssatzung Nordend.


    (Schmittchen)

  • Ich war heute mal den Stein des Anstoßes an der Ecke Zeißelstraße / Eckenheimer Landstraße fotografieren (siehe letzter Beitrag FrankfurterJunge in diesem Strang). Das Wetter war eher grausam, daher sind's größtenteils High-ISO-Bilder, was die eher miese Qualität erklärt. Alle Bilder können via Mausklick vergrößert werden...


    Totale:



    Schöner, weitestgehend originaler Eingangsbereich an der Zeißelstraße:


    Nun zur Bebauung rund um das Haus. Der Investor hat ja unter anderem erklärt, das Haus würde nicht in die Gegend passen, was für mich wenig nachvollziehbar ist. Es handelt sich um eine in den Gründerjahren (zwischen 1880 - 1900) entstandene Straßenanlage, die nur wenig durch Neubauten gestört ist, was auch daran liegt, dass diese sich weitestgehend einpassen und auch die Traufhöhe einhalten.


    Blick auf die im Norden hinter der Brandmauer an das Haus stoßenden Bauten an der Eckenheimer Landstraße:



    Blick auf die westlich gegenüber liegenden Häuser an der Eckenheimer Landstraße sowie die Adlerflychstraße hinab:



    Blick auf die diagonal gegenüber liegenden Häuser an der Ecke Adlerflycht- / Eckenheimer Landstraße, wo unaufällige Nachkriegsbauten, wohl der 50er Jahre eingestreut sind:



    Blick in die Eckenheimer Landstraße Richtung Süden:



    Blick die Zeißelstraße hinab Richtung Osten, man beachte den durchaus gelungenen Neubau rechts im Bild / südlich gegenüber dem Haus:



    Copyright-Hinweis: Wie alle Bilder von mir sind auch die obigen gemeinfrei, sie können also frei kopiert, publiziert und verändert werden.

  • Danke für die Bilder RMA .
    Kann man nur hoffen dass Ortsbeirat und Bauaufsicht nicht nachgeben. Zumal ich bezweifel dass ein Neubau ähnlich detailreich würde wie der Altbau, von der Dachgestaltung ganz zu schweigen. Einfach nur traurig wie in Frankfurt aktuell wieder mit Altbauten umgegangen wird, nach Westend und (Alt-)Sachsenhausen findet sich jetzt also auch das Nordend wieder mit den gleichen Fehlentwicklungen konfrontiert wie schon vor 30 bis 40 Jahren.

  • Der Investor redet wirres Zeug. Das Haus passt sich wunderbar in die Umgebung. Besser als es jeder Neubau zu können vermag. Aber man könnte dem Investor ja entgegenkommen, indem man ihm ein steil aufragendes Dach genehmigt. So würde eine ganze Etage zusätzlich gewonnen. Zusätzlich könnte er das Dach oben abflachen und dadurch zudem eine Dachgeschosswohnung bauen. In Naturschiefer versteht sich und mit schönen und passenden Gauben.


    Desweiteren ist es ihm ja unbenommen auf dem freien Teil des Grundstücks einen sich in die Umgebung einpassenden Neubau zu errichten.

  • Also mich wundert nicht, dass das Haus nicht unter Denkmalschutz steht, es sieht schon etwas merkwürdig aus, passt nicht zu den Traufhöhen der Umgebung und der damalige Architekt hatte ein etwas schrägen Sinn für Proportionen. Die Fensterfront zur Zeißelstr. hin ist echt schräg.

  • Sicher ist das Haus jetzt als Einzelstück nicht der Brüller, aber Denkmalschutz ist ja auch immer Ensembleschutz, und das ist hier weitestgehend ungestört. Oder mal anders formuliert: schade, dass das Vertrauen in moderne Architektur so geschwunden ist, dass man Angst vor einem Abriss haben muss.


    Noch bis in die 1950er Jahre hätte man sich wenig Sorgen machen müssen, dass das Haus wenigstens in Ensemble passt. Aber heute? Kommt doch garantiert wieder so ein Klumpen mit dekonstruktivistischen Elementen (oh, das zweite Geschoß springt auf zwei Achsen vor... wie cool), diesen aktuell so angesagten, langgezogenen Fenstern, die aussehen wie als würde 'ne Balkontür in der Luft hängen, Baumarkt-Blech-Balkon und Teerpappe-Flachdach hin. Für die aktuell ebenfalls angesagte Ökobilanz wird das Dach natürlich begrünt.


    Der Investor hat ja schon durch die Blume gesagt, was er primär will, Geld verdienen und keins ausgeben.


    Doch warten wir's ab, noch sind ja keine Entscheidungen gefallen - ob jetzt Denkmalschutz oder Neubau, und wenn, wie dieser aussehen könnte. Vielleicht werden wir ja überrascht, auch wenn ich's aus der bitteren Erfahrung von Neubauten in gründerzeitlichen Stadtvierteln (Stichwort Westend) doch eher bezweifle.

  • Ich wage die These aufzustellen, dass das Haus vor den restlichen Gebäuden des Blocks entstanden ist. Zudem war es ja auch zu einem etas anderen Zweck errichtet worden als die Nachbarbauten, was die unterschiedliche Höhe und die etwas skurrile Südfassade für mich legitimiert. Natürlich, es ist ein Gründerzeitler wie viele andere auch und als solcher nicht besonders auffällig.


    Das Problem ist aber, dass man es nicht mit Gebäuden seiner Epoche vergleichen darf, sondern mit dem was auf es folgen könnte. Der Bauherr hat ja selbst gesagt, dass er vor allem Geld verdienen möchte, dementsprechend kann man keinerlei Erwartungen an das richten, was da folgen mag.... Ganz im Gegenteil, es ist wieder einmal grauenhafteste Investorenarchitektur zu erwarten, aufgebläht durch pseudointellektuelle Geschmacklosigkeiten, die dabei in ihrer Tragweite jedoch nicht ausreichen, dem ganzen den Charakter des profitoptimierten Massenwohnhaltungsblocks zu nehmen.


    Daher wäre ein Abriss nur dann ästhetisch legitimierbar, wenn der Nachfolger optisch und stilistisch objektiv gleichwertig oder soar höherwertig ist und zur Umgebung passt. Ich in meinem reaktionären, quasi protofaschistischen Ästhetikempfinden (Achtung, Selbstironie!) könnte mir an dieser Stelle nur einen reinrassigen Neo-Gründerzeitler vorstellen, der klassische Gestaltungselemente dieser Epoche aufgreift. Vorbilder hochwertiger gründerzeitlicher Architektur gibts in Frankfurt und insbesondere im Bahnhofsviertel reichlich. Natürlich wird das aber nur eine Fieberphantasie meinerseits bleiben, denn die armen Investoren müssten dann ja um ihre shareholder value fürchten..... :nono:

  • "Domstädte sind die erfolgreicheren Einzelhandelsstandorte"

    Gab es nicht mal einen anderen Thread zum Wiederaufbau der Teile der Altstadt?


    Auf jeden Fall: Die Immobilien Zeitung vom 10. Januar 2008 veröffentlicht eine Studie, in der vier Domsstädte mit historischen Altstädten wie Hildesheim und Osnabrück mit vier ähnlich großen Industriestädten ohne eine Altstadt verglichen wurden. Fazit: Domstädte sind die erfolgreicheren Einzelhandelsstandorte. So wäre wohl jede Stadt sehr gut beraten, so viel von der Altstadt wiederherzustellen wie nur möglich.

  • Der Investor sollte meiner Meinung nach mit dem gründerzeitlichen Ambiente werben. Dafür müsste er eine ordentliche Sanierung (energietechnisch wie ökologisch) durchführen und notfalls einiges im Inneren umbauen. Auf jeden Fall sollte man ihm erlauben das unförmige Dach zu ersetzen sowie eine andere Farbkombination aufzubringen.

  • Das Dach scheint sowieso nicht original zu sein. Sieht mehr nach einem Notdach aus und das Erkertürmchen ist offensichtlich auch gekappt worden.
    Bei Verwendung eines gründerzeittypischen Walmdachs mit Gauben ließe sich da noch einiges an Fläche rausholen, aber das Gebäude an sich darf auf keinen Fall abgerissen werden. Nicht in der heutigen Zeit, wo trotz Gestaltungssatzung Nordend nicht davon auszugehen ist, dass das Ergebnis architektonisch wenigstens gleichwertig mit diesem Altbau ist.
    Wenn überhaupt, sollte ein Abriss nur dann genehmigt werden, wenn der Besitzer vorher schon Entwurf für den Neubau präsentiert, und dieser offensichtlich mindestens die gleiche Qualität vorzuweisen hat wie der Altbau.

  • Hoffentlich kommt jetzt keiner auf die Idee, die Häuserzeilen dahinter abzureißen um die Traufhöhen anzupassen und das "Ensemble" stimmiger zu machen :)

  • @ Rohne: Notdach erscheint mir eher unwahrscheinlich. Das gesamte Viertel, durch das ich bis zur Zeißelstraße gelaufen bin, ist so zusammenhängend erhalten, dass ich es fast ausschließe, dass dort überhaupt Bomben heruntergekommen sind. Ich gebe dir aber Recht, wenigstens das Türmchen sieht merkwürdig aus - vielleicht handelt es sich ja um eine dieser anti-kaiserzeitlichen Maßnahmen, die in den 50er und 60er Jahren analog der Entstuckung besonders in Mode war?


    Leider ist es äußerst schwierig, Bildmaterial aus der Ecke vor dem Krieg oder aus der Nachkriegszeit aufzutreiben - aber ich tue mal mein möglichstes, und werde auch mal in der Denkmaltopographie blättern. Später mehr.

  • Falk hat ein Landkartenarchiv online .Dort kann man sich einen Überblick verschaffen über Kriegsschäden je roter die Einfärbung desto größer der Schaden . Schwer zu sagen ob das Haus ein Notdach hat .

  • Deutsche Bahn plant Zentralisierung von Schencker

    Der FTD zu Folge will man Abteilungen, die bisher in FFM,Berlin und Hamburg sind zusammenfassen. Weiterhin ist gemäß der FTD Hamburg Favorit, ein Hochhaus soll es werden. Aber auch unter anderem Frankfurt ist für die Zentrale im Gespräch!


    http://www.ftd.de/unternehmen/…hef%20Hamburg/306211.html


    Ist das Frankfurter DB-Hochhaus an der Emser Brücke damit gestorben, oder war das für einen Zweck bestimmt ?


    PS: als Grund für den Wegzug aus Berlin wird vermutet, dass man sich von der rot-roten Regierung in Berlin schikaniert fühlt, ich hoffe das ist einigen eine Warnung