Leipzig: Höfe am Brühl (eröffnet)

  • Es gibt neue Renderings zu den Höfen am Brühl. Wie's aussieht, kommen die Lammellen-Porträts doch zum Zuge. Die Bausumme bleibt außerdem bei den ursprünglich veranschlagten 200 Mio Euro, auch wenn die Parkhauszufahrt vom Tröndlingring entfällt. Das Investitionsvolumen dürfte demnach bei über 250 Mio Euro liegen.



    Ansicht Brühl



    Ansicht Brühl



    Ansicht "Blechbüchse"



    Ansicht Passagen und Höfe





    Ein paar Nachtaufnahmen






    Auf dem Dach entstehen Wohnungen



    Quelle: mfi


    Edit: Bezüglich der geplanten Wohnungen und Mieterbesatz überarbeitet mfi derzeit seine Website. Da wird es wohl bald neue Infos diesbezüglich geben. Also immer mal hierein schauen.

  • Wir haben das Jahr 2009, richtig? Wer braucht so einen innenstadtfeindlichen Tempel, dessen gesamte Idee, als auch seine äußere Erscheinung aus den 90ern stammt? Karstadt so gut wie Pleite, Petershof auch schon leer, Museumswinkel nicht annähernd komplett, vom Burgplatz ganz zu schweigen.
    Selbst langfristig kann ich in dem Ding keinen Nutzen abgewinnen, außer das er die Plauensche Straße und die ehemalige Blockrandbebauung wieder herstellt. Im Gegenteil: Er wird die Preisspirale der Verkaufsflächen nach unten in Gang setzen und damit wirklich hochwertige Neubauten bzw. Sanierungen erschweren. Zudem wird das Hallische Tor zu einem neuen Verkehrsknoten.


    Bei der aktuellen Finanzkrise frag ich mich zudem, wer denen das ganze finanziert? Wahrscheinlich der Steuerzahler über den SoFFin...


    Ich hoffe der Stadtrat kommt bei seiner letzten Sitzung nun endich mal zur Vernunft und verweigert am 17. Juni seine Zustimmung. War ja beim letzten Male schon arg knapp. Die Krise bei Karstadt weckt hoffentlich nun den Rest auf. Ansonsten droht uns Wohl oder Übel ein zweites Bildermuseum. Allerdings kann hier im Nachhinein nichts mehr verdeckt werden.

  • Wer braucht so einen innenstadtfeindlichen Tempel, dessen gesamte Idee, als auch seine äußere Erscheinung aus den 90ern stammt? Karstadt so gut wie Pleite, Petershof auch schon leer, Museumswinkel nicht annähernd komplett, vom Burgplatz ganz zu schweigen.


    Genau die, die halt profitieren davon. Klingt zwar tautologisch, ist aber so: Wenn mfi damit Geld verdient, brauchen die den "Tempel" (?), wenn die Mieter einen Sinn darin sehen, im "Tempel" zu mieten, brauchen sie das. Wie VW bei einer Pleite von Opel vor Lachen nicht in den Schlaf käme, freuen sich auch andere über eine Kaufhaus weniger in Leipzig.
    War das verklausulierte Architekturkritik von Ihnen???

  • @ LEgende, das war ja wieder ein "klasse" Beitrag von dir. Der Steuerzahler zahlt ein EKZ und die Parallele zum Bildermuseum könnte auch aberwitziger nicht sein. Der Finanzier heißt unter anderem Eurohypo, der für das Bauvorhaben zuletzt gewonnen werden konnte. Die Eurohypo gehört zur Commerzbank-Gruppe, und jetzt rate mal, wem der fast leerstehende Petershof gehört? Dass Sinn/Leffers den Petershof verlassen hat und auch Karstadt durch Arcandor in ernsthafte Schwierigkeiten gerät, ist primär dem Missmanagement der beiden Unternehmen anzukreiden. Ich sehe da keinen ernsthaften Zusammenhang zu mfi und auch die Händler in der Katharinenstraße befürworten das Neubauprojekt, weshalb deine Kritik wohl ins Leere läuft. Wenn ich außerdem das Modell betrachte, dürften 6 Zugänge zu den Höfen geplant sein sowie 7 Passagenverläufe und mehrere Höfe. Wo hier der Zusammenhang zu den EKZ der 1990er-Jahre besteht, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Die EKZ, die ich aus dieser Zeit kenne, haben normalerweise 2 Zugänge, eine Passage und (wie dj tinitus so schön sagte) Brüllwerbung an der Fassade kleben. Und Wohnungen im Dachbereich kenne ich sonst auch von keinem EKZ.


    Die Stärken der Höfe am Brühl, die viel gepriesene Kleinteiligkeit, die im Inneren und im Dachbereich wie ich meine hervorragend zur Geltung kommen, bleiben von außen leider verborgen. Das bleibt m.M.n. wirklich ein Kritikpunkt, der hoffentlich noch einmal angegangen wird. Beim Katharinenwinkel ist es ja genau anders herum: Kleinteiligkeit von außen mit vier unterschiedlichen Fassaden, eine Einheit innen.

  • ^ ...und die Commerzbank gehört dem Bund zu 25% und einer Aktie. Ohne den Steuerzahler wäre die nämlich schon Pleite.


    Und die Händler im Norden der Innenstadt sind natürlich nur deswegen froh, da dort überhaupt mal was passiert. Dazu braucht es aber nicht unbedingt ein Mega-Kaufhaus. Aber gut, das verstehen einige (noch) nicht. Die Diskussion hatten wir ja schon einmal hier im Forum.


    Die Stärken der Höfe am Brühl, die viel gepriesene Kleinteiligkeit, die im Inneren und im Dachbereich wie ich meine hervorragend zur Geltung kommen, bleiben von außen leider verborgen.


    Glückwunsch. Genau darauf bezog sich meine Kritik u.a.! Und ich sag dir auch warum: Das ist System! Natürlich muss innen alles schön gemütlich für die potentiellen Käufer sein. Sonst rennt der ja gleich wieder raus. Dafür wird außen an der Fassade ordentlich Geld gespart.


    Das bleibt m.M.n. wirklich ein Kritikpunkt, der hoffentlich noch einmal angegangen wird.


    Hoffnung stirbt zwar bekanntlich zuletzt, aber ich frag mich ernsthaft, wo du diese Hoffnung her nimmst. Die einzige Hoffnung die ich noch habe, ist der 17.Juni.


    PS: Von der Teil-Freilegung (und Wiederherstellung) der denkmalgeschützten historischen Fassade, wie es einst vereinbart war, ist bis heute, trotz x-maliger Überarbeitung, nix zu sehen. Wird wohl zuviel gekostet haben... . Soviel zum Thema Hoffnung.

  • ^ Ich glaube da braucht man sich keine Hoffnung mehr zu machen. Der Kardinalfehler wurde bereits vor mehreren Jahren gemacht, als nämlich entschieden wurde, das Grundstück als Ganzes zu veräußern. Das Kleinteiligkeit bzw. unterschiedliche Investoren auch funktionieren können, jedoch eben länger brauchen, um adäquat ausgeführt zu werden, zeigen ja momentan die Museumswinkel.


    Zweite Gelegenheit wäre nach Verschiebung des Baubeginns gewesen. Am 17. Juni wird das Ganze, wenn nicht ein Wunder geschieht, ganz simpel durchgewinkt werden.


    Die Leipziger IHK hat übrigens vor kurzem geäußert, dass sie die Leipziger Passagensysteme als Alleinstellungsmerkmal fördern möchte. Diese haben nur einen Filialisierungsgrad von 25%, im Vergleich zu 50% in der gesamten Innenstadt und 96 respektive 86% in der Peters- bzw. Grimmaischen Straße. Die Sichtweise auf die Höfe am Brühl ist dabei ähnlich zweischneidig wie hier: einerseits brauche die Innenstadt momentan eher eine Konsolidierung, andererseits erführe die Hainstraße, die momentan ja arge Probleme hat, durch den Bau die dringend nötige Belebung. Und: da die Höfe am Brühl ja auch ausserhalb der Öffnungszeiten öffentlich zugängig sein müssen (ist das so korrekt), sind diese im Endeffekt eine Ergänzung des Leipziger Passagensystems.


    Mein Fazit also: eine kleinteilige Bebauung durch mehrere Investoren wäre viel wünschenswerter als das jetzt Geplante, nur hätte man die Weichen dafür bereits viel früher stellen müssen. Eine Nichtrealisierung der Höfe am Brühl zum jetzigen Zeitpunkt hätte extrem negative Auswirkungen auf die gesamte nördliche Innenstadt.

  • Romanushaus

    Wenn man die Visualisierung gegenüber des Romanushauses sieht, kommt einem schon das kalte Grauen an. Die Blöcke sind einfach zu unbehauen und klotzig, erschlagen die andere Straßenseite regelrecht.
    Sicher sind die ansässigen Händler froh, endlich ein Gegenüber zu erhalten. Aber es müsste schon eine Klasse differenzierter ausfallen, was die Straßenansicht anbelangt.
    Hat der Neubau eigentlich Läden an der Außenseite, mit Zugängen von außen? Das war ja das große und beabsichtigte Manko bisheriger Center (um die Kundeströme in das Innere zu locken, siehe Alleecenter Magdeburg)?

  • Schade, dass die Masse dieses Projekts nicht intelligenter versteckt wurde. Viel zu monoton und großteilig wirkt der Baukörper auf mich, er will sich nicht recht zur bestehenden Struktur der Umgebung gesellen. Weder in Material noch in Form: Volumen, Flachdach, Stahl, Glas: Ich wünsche mir für Leipzig weniger globale Austauschbarkeit und mehr menschliches Maß. Das war bei dieser Grundfläche, diesem Investor, und diesem Architekturbüro aber eigentlich von vornherein ausgeschlossen. Für mich persönlich architektonisch eines der schlechtesten Leipziger Nachwende-Projekte.

  • @hamburg05, meines Wissens ist es beabsichtigt, dass die Läden an der Außenseite eigene Zugänge bekommen. Inwieweit das alle Läden betrifft und ob man von dort aus weiter ins Innere kommt, weiß ich nicht. Und ich denke, dass die Einhaltung der ortsüblichen Traufhöhe ein Erschlagen des Romanushauses verhindert. Dass der Neubau differenzierter ausfallen könnte, ist unbestritten.


    DaseBLN, das Grundstück häppchenweise zu veräußern, hätte dazu geführt, dass die komplette Fertigstellung vielleicht 2030 erfolgt wäre. Zum Vergleich: In Dresden geht das Wiener Loch (und das ist nur ein Loch) jetzt ins 14. Jahr. Was hättest du denn mit den Brühl-Platten angefangen? Sie weiter vergammeln lassen, solange kein Investor in Sicht ist, oder abgerissen und eine begrünte Brache draus gemacht? Dass es bessere Alternativen als die Höfe am Brühl gibt, kein Thema, aber realistisch gesehen und in Bezug auf die Vorgängerbebauung, sind sie schon ein Gewinn. Wenn das Projekt scheitert, wonach es ja zwischenzeitlich schon beinahe aussah, wirft das die gesamte Innenstadt zurück.

  • die Hauptargumente FÜR die Höfe am Brühl liegen nunmal außerhalb der Architektur:
    - Ersatz der DDR-Platten / keine Brache oder Wiese
    - Belebung der nördlichen Innenstadt
    - trotz allem: weitere Belebung der Innenstadt gesamt
    - Steigerung der Zentrenfunktion gegenüber Umland
    - Verbesserung Umfeld Brühl / Katharinenstraße
    - höhere Chancen für Winkel 3 & 4 am Bildermuseum
    - Stärkung gegen Einkaufszentren außerhalb der Stadt


    Der Erfolg der Malls zeigt, daß ein Teil der Konsumenten solche Angebote sucht. Nun denn: immer noch besser, sie suchen das in den Zentren der Städte als im Feld an der Autobahn.
    Und, wenn ich das mal sagen darf, sooo grottenschlecht ist diese Architektur nicht.

  • ^ Das alles wäre auch mit einer unterteilten, kleinteiligeren Bebauung mit weniger Verkaufsflächen möglich gewesen.


    Das was jetzt entsteht, ist nichts anderes als die typischen überdimensionierten 90er-Jahre-Mega-Shoppingmalls à la Allee Center, Paunsdorf Center, Pösna Park, usw. Es bestreitet keiner, dass diese Dinger auch für die Kunden den ein oder anderen Vorteil im Gegensatz zu einer unüberdachten Innenstadt haben.


    Man sollte sich aber mal fragen, warum die Leute in den letzten Jahren wieder verstärkt in der Innenstadt eingekauft haben? Sicher nicht weil sie keine Autos mehr haben. Vielleicht weil sie eben genau NICHT in einer sterilen, geschönten und "gelenkten" Umgebung einkaufen gehen wollen, sondern in einer natürlichen Umgebung an der frischen Luft, wo es neben Konsum & Kommerz auch noch Kultur und (man höre und staune) Architektur zu erleben gibt.


    Und bei einem solchen Mega-Areal die Architektur außen vor zu lassen ist nicht ihr Ernst, lieber DrZott, oder? Bei einem Allee Center oder Paunsdorf Center mag ich das ja noch akzeptieren. Aber in einer historischen Innenstadt? :confused: Das ganze ist viel zu grobschlächtig.


    Kurzfristig mag das also alles seine Vorteile haben. Langfristig sicher nicht.


    Dase hats m.M.n. schon recht gut zusammengefasst!

  • Das alles wäre auch mit einer unterteilten, kleinteiligeren Bebauung mit weniger Verkaufsflächen möglich gewesen.


    Was du nicht sagst, aber es kommt nun einmal anders. Wie lange willst du denn noch darauf rumreiten, dass es bessere Alternativen gegeben hätte? Wenn du gegen Shopping Center bist, was durchaus ein berechtigter Standpunkt ist, dann eröffne bitte hier einen entsprechenden Strang. Oder gründe eine Bürgerinitiative, die das Projekt noch kippt, aber es ist müßig, hier weiter über Alternativen zu plaudern. Die Planungen sind dafür zu weit fortgeschritten.


    Das was jetzt entsteht, ist nichts anderes als die typischen überdimensionierten 90er-Jahre-Mega-Shoppingmalls à la Allee Center, Paunsdorf Center, Pösna Park, usw.


    So, so, kann ich im Pösna-Park wohnen, mein Kind im Paunsdorf Center in den Kindergarten bringen, finde ich im Allee Center ein kleinteiliges Passagensystem mit Innenhöfen vor? Und vor allem, gab es bei deinen drei genannten Shopping Centern einen zweistufigen Architekturwettbewerb?


    Dein dritter Absatz ist auch nicht nachvollziehbar. Eben weil die Höfe (in Verbindung mit der Neugestaltung des Richard-Wagner-Platzes) gebaut werden, wird die Innenstadt gestärkt und im nördlichen Bereich attraktiver auch für andere dringend erforderliche Investitionen. Fürchten müssen sich nicht die Händler und Gewerbetreibenden (oder Karstadt weil völlig andere Problematik), sondern die Malls im Umland wie deine drei genannten sowie Nova Eventis (oder wie der Saalepark sich jetzt schimpft). Nicht nur du wirst Purzelbäume schlagen, wenn das Projekt scheitert, sondern auch besagte Malls im Umland, denn die Innenstadt wird durch eine auf lange Jahre dahinsiechende Brache geschwächt, das Umland wiederum gestärkt. Und wenn die Attraktivität in der Innenstadt flöten geht, dann hat das auch negative Folgen für die im Moment von der Re-Urbanisierung so begünstigten Wohnviertel drumherum, z.B. was die Sanierung von Gründerzeithäusern angeht.

  • Sich jetzt alles schön zureden (trotz offensichtlicher Schwächen), nur weil das jetzt (eventuell) so kommt wie es kommt, muss man ja auch nicht unbedingt. Passt aber in unsere heutige Zeit. Wer nicht dafür ist, ist gleich dagegen. Vielleicht liest ja den ein oder andere Stadtrat hier auch mit. ;)

  • bei der bebauung eines solch grossen gebietes in dieser lage gilt es nunmal, vielen belangen rechnung zu tragen. nutzungsmix, äussere gestaltung, verkehrsführung und vor allem finanzierbarkeit dürften dabei zu den wichtigsten zählen.
    bei derartig komplexen aufgaben wird es immer kompromisse geben müssen. (beispielsweise kann man nicht die parkdeckeinfahrt am halleschen tor kritisieren und gleichzeitig "kleinteilige bebauung" fordern, die tiefgarageneinfahrten im dutzend erfordern würde.)
    alles in allem wurde mit den brühlhöfen eine gute lösung erarbeitet. die nördliche ringkante wird endlich wieder geschlossen, der brühl wird vom verkehr befreit, der nutzungsmix ist okay. darüber hinaus wird das typische system aus höfen und passagen aufgenommen und vielleicht sogar tatsächlich das konzept der musiker-porträts umgesetzt.
    gerade weil klassische warenhäuser offenbar ihre anziehungskraft verlieren, ist es sinnvoll, shopping mall-kunden ein innerstädtisches angebot zu unterbreiten. davon werden auch die alten und derzeit darbenden einkaufsstrassen zwischen brühl und markt profitieren.
    wenn das ganze mit dem pösna-park verglichen wird, ist dies beschämend. allerdings nur für den, der diesen vergleich anstellt. im grunde bietet dieser vergleich überhaupt keine diskussionsgrundlage.

  • Und bei einem solchen Mega-Areal die Architektur außen vor zu lassen ist nicht ihr Ernst, lieber DrZott, oder?


    Durchaus, liebe LEgende, da Ihre Kritik AUSSERHALB der Architektur ansetzte "wer baucht so etwas..", ging ich darauf ein. Oder anders: weder bei einem Mega- noch bei einem Mini-Areal würde ich die Architektur außen vor lassen. ;)

  • Ich hoffe, dass in Zukunft noch mehr Details zur Gestaltung des Innenbereichs der Höfe kommen, aber den Fotos nach kann man schon jetzt erkennen, dass es eine große Nord-Südverbindung geben wird, und zwar die wiederhergestellte Plauensche Straße zwischen Brühl und Richard-Wagner-Straße (war Auflage der Stadt). Diese wiederhergestellte Verbindung wird, wie es für innerstädtische Fußgängerzonen normal ist, mit Kopfsteinplaster ausgestattet und keine Überdachung bekommen.


    Außerdem wird es eine große glasüberdachte Ost-West-Passage in den Höfen geben, die von 6 kleineren und größeren (ebenfalls glasüberdachten) Höfen unterbrochen wird. Diese tageslichtdurchflutete Passage, die jeweils am westlichen und östlichen Ende einen 90°-Knick zur Richard-Wagner-Straße macht, sowie die ebenso tageslichtdurchfluteten Höfe bekommen ebenfalls Kopfsteinplaster - und das erste OG, das kann man im Exposé sehen, bekommt auch noch Kopfsteinplaster.


    Wer dies vergegenwärtigt, muss konstatieren, dass sich die Höfe am Brühl nicht nur malluntypisch dem Stadtraum öffnen, sie greifen auch die Jahrhunderte alte Tradition der Passagen und Höfe in Leipzig auf - nur eben modern in Form und Material. Sicher Geschmacksache.



    Die Gestaltung der Dachwohnungen leuchtet mir noch nicht so richtig ein, auch nicht, wenn ich mir folgende Visualisierung von G&E anschaue. Ist das jetzt die Dachterasse mit Zugang zu den Wohnungen?

    Bild: Grüntuch&Ernst

  • ^ Dieses "Foto" kann es so in der Realität nie geben, da Uni-Riese und The Westin Leipzig an völlig anderen Punkten stehen bzw. die Höfe sich genau zwischen Beiden befinden werden. Es spricht für den Realismus, mit dem alle Fotos von G&E gestaltet sind. Die ganze farbliche Gestaltung der Bilder ist total realitätsfern, übertrieben und geschönt. Wenn der Kasten trotz dieser Manipulationen schon jetzt recht nüchtern ausschaut, möchte ich gar nicht an die spätere Realtität denken.


    Was soll das eigentlich für ein Material sein, aus welchem der linke Kubus im oberen Bereich gestaltet ist?

    Quelle: mfi


    PS: Für alle die wissen wollen, wie der Riesenkomplex vom Hallischen Tor aus gestaltet ist, die sollten im Expose mal auf Seite 3 schauen: http://www.mfi.eu/fileadmin/te…OEB%20Prospekt%202008.pdf
    Gegenüber befindet sich die gerade erst sanierte "Goldene Kugel". Was das mit innenstadtadäquater und an die Umgebung angepasster Architektur zu tun haben soll, ist mir ein Rätsel.

  • Ich muss LEgende hier einfach mal Recht geben. Der Bau sieht furchtbar aus und nicht nur das es nun plötzlich doch Parkhäuser mitten in der Innenstadt geben wird, nein, die Autos wird man dann auch noch schön von weitem durch die Luft fahren sehen.
    Sicher, der Pösna Park ist es nicht und dennoch bin ich mir sicher, dass das richtig böse Erwachen erst kommen wird, wenn es denn dann einmal steht.

    Nur eines gehört halt auch zur Wahrheit, der Brühl inklusive Hainstraße ist momentan praktisch tot wie ich am Wochenende schmerzlich erleben musste. Also nichtmal dieser Bau ist schlimmer als die aktuelle Brache oder eine "grüne Wiese".
    Meine Hoffnung ist ganz einfach, dass der "reparierte" Straßenraum den Bau der 2 zum Brühl zeigenden Winkel des Bildermuseums und vielleicht auch noch die Fläche zwischen Nikolaistraße und Große Fleischergasse nach sich ziehen könnte.


    Und auch auf die Gefahr hin unsachlich zu wirken, dieser Bau steht m.M.n. keine 30 Jahre.

  • Manchmal muss man Prioritäten setzen. Völlig überzeugt bin ich nicht von den Entwürfen. In den jetzigen Krisenzeiten kann man zwar der Meinung sein, dass ein derartiges Projekt überzogen ist. Auf keinen Fall kann man aber das "Problem" Kaufhaus mit diesem Projekt vergleichen. Der Anteil der Kaufhäuser am Gesamtumsatz des Einzelhandels ist seit Jahren rückläufig.



    Es ist wohl nicht auszuschließen, dass, sollte das Projekt "Höfe am Brühl" doch noch scheitern, auch andere Projekte zwischen Hainstraße und Katharinenstraße nicht oder langsamer realisiert werden.



    Im Moment sieht es nach einer Punktlandung aus : Wenn der Citytunnel fertig ist, wird auch das Areal um Brühl und Katharinenstraße fertig sein. Gondwanaland wird Gäste in die Stadt locken. Die Seen im Leipziger Neuseenland sind geflutet und die Polospieler können mit der S-Bahn von Markkleeberg zum Bummeln in die City fahren.:D

    2 Mal editiert, zuletzt von Stahlbauer () aus folgendem Grund: Klarer formuliert.

  • Ihr letzter Absatz, verehrter Stahlbauer, ist trotz Grinsgesicht sehr weise: da kommt in der Tat einiges auf einmal. Vielleicht wollte mfi tatsächlich die S-Bahnzüge??? Unter uns: grinsen Sie unter Ihrer Maske auch so fröhlich??? :lach:
    Aber alles in allem: diese Brache MUSS weg - und zwar so schnell als möglich. Allein wegen weiterer Investitionen.