Sanierung Landungsbrücken/ Hadids neue Promenade [im Bau]

  • Der Entwurf muss natürlich angepasst werden. Es soll nicht so Steil abgehen. Geländer geben, sowie schöne nette Übergänge zwischen den Ebenen, aus welchen ein gesamter Gehweg entsteht. Ansatzweise ist das auf dem 3 Bild (Perspektive von oben) auf der Seite http://fhh.hamburg.de/stadt/Ak…oklet,property=source.pdf zu sehen :cool:


    Hab mal gelesen, das es im Zuge, des Umbaus und der Erneuerung der Flutschutzmauern, realisiert werden soll. D.h. in den nächsten 4 Jahren kann man mit der Umsetzung rechnen. Mit den Landungsbrücken hat man angefangen, welche im Jahre 2009 fertiggestellt werden sollen.

  • Danke für die freundlich Begrüßung Samuel!


    Zu meiner schande muss ich gestehen, dass ich nicht wusste, das der Teerhof- Bau von Teherani ist??? die Fassade ist angenehm gerastert. Es werden perforierte Kupferplatten vorgesetzt, die ehrlich gesagt ein wenig an die Streckmetallzäune an der Grenze erinnern. Der Bau jedoch, ging bis jetzt eher schleppend voran, da man dort regelmässig alte Hansekoggen findet! Im Moment ist man beim Kellerausbau, war aber schon lange nicht mehr da, kann sein, dass sie das EG schon fertig haben! Am brill tut sich relativ wenig. Das Gebäude ist entkernt, mehr ist nicht zu sehen. Was den Jahnturm angeht(den ich recht einfallslos finde, verglichen mit dem sehr schönen Siemens Hochhaus) werden dort wohl gerade die Bodenvorbereitungen begonnen(Ich muss mich immer auf den Bahndamm stellen um etwas sehen zu kennen, da der Bauzaun recht massiv die Sicht versperrt) Wenn ich jedoch an die enormen Fortschritte denke, welche die HafenCity macht, ist die Entwicklung in der Überseestadt mikrig. Jedenfalls ist die Nachftage nach Büros hier ungebrochen und die Nahverkehrsanbindung steht auch.
    Ach ja und das modernste und wohl auch kleinste Funkaus Europas ist vor kurzem eingeweiht worden, volldigital. Radio Brmen ist nach zwei Jahren Bauzeit endlich fertig geworden. Zugegeben nicht specktakulär aber doch angenehm. Die Aufteilung in drei Unterschiedliche Gebäude nimmt ein wenig die Masse und lässt interessante Sichtachsen durch die historischen Straßenzüge zu. Der Kontext Alt gegen neu wird sehr deutlich, wenn man eines der zwei erhaltenen Altbauhäuser(Architektenkammer zu Bremen)in Nachbarschaft zu der neuen, knallroten Glassfassade sieht!


    Vieleicht eröffne ich hier ein Neues Thema und stelle Fotos von den, zugegeben wenigen, jedoch sehr interessanten Häusern (z.B. Nordwolle Verwaltungsgebäude, Aalto hochhaus, Ehemals amerikanische Botschaft etc.) ein.


    Abschließend möchte ich sagen, das die Projektliste hier sehr übersichtlich ist, es macht Spaß dort zu stöbern und ich könnte zu nahezu jedem Thema meinen "Senf" dazugeben!


    So, das wärs erstmal, viele Grüße

  • Bin neulich am Wochenende an den Landungsbrücken gewesen und bin überrascht worden, dass, obwohl an jeder lukrativen Ecke in Hamburg mittlerweile gebaut wird, die alte hässliche Parkpalette an den St. Pauli Landungsbrücken immer noch steht.


    Warum wird dort nichts neues gebaut?
    Ich meine, die Lage ist doch absolute Klasse. Besser als die meisten Grundstücke in der Hafencity, von denen man aus evtl. gar nichts mehr vom Hafen sieht, sondern lediglich dem Nachbarn in die Küche gucken kann. Von dem Grundstück der Parkpalette genießt der Nutzer doch einen unverbaubaren Hafenblick.


    Kann mir jemand dazu weitere Infos geben? Evtl. würde ich das Grundstück mit einer angedachten Bebauung samt Gründungsmaßnahmen innerhalb eines Studienvortrages darstellen wollen.



    Danke für Mithilfe

  • Hallo New Urban, auch von mir ein herzliches Willkommen hier in der hamburger Architekturinteressierten Fraktion:-) !


    Also, der Glasneubau der Bayerischen Staatskanzlei fügt sehr gut in den Altbaubestand ein. Und,- in der Tat könnte auch ich mir so etwas für die Landungsbrücken vortellen, wobei diese ja im "preussischen" Wilhelminischen Stil (der ja für seine schwere Wuchtigkeit bekannt ist) erbaut sind. Doch dem entgegen würde so eine leichte, aber interessante und helle Glasarchitektur passen. Besser, als der jetzigen dunkle Glaskasten.


    spoony

  • Scheint eh in den letzen Jahren eine Art Hobby der Architekten geworden zu sein, auf jeden noch halbwegs historischen Altbau in Hamburg einen Glasklotz oben drauf (bzw. daneben oder mittenrein) zu setzen. Einfach nur schrecklich! :Nieder:
    Wenigstens an den Landungsbrücken sollte man aus den Fehlern der Vegangenheit lernen.

  • Es droht Schlimmes. Leider darf ich nichts darüber sagen. Wer mich kennt, kann sich ausmalen, was zu erwarten ist und von wem.

  • Das kann ja nur heissen, das wieder der Hadi aktiv wird.


    Bin da aber nicht so pessimistisch. Es gibt durchaus Bauten die mir von ihm gefallen und halt ein paar wnige die nicht.


    Mal abwarten was es wird!!! :cool:


    Es sei denn Samuel du hast schon etwas gesehen ??? :D

  • An Escobar

    Scheint eh in den letzen Jahren eine Art Hobby der Architekten geworden zu sein, auf jeden noch halbwegs historischen Altbau in Hamburg einen Glasklotz oben drauf (bzw. daneben oder mittenrein) zu setzen. Einfach nur schrecklich! :Nieder:
    Wenigstens an den Landungsbrücken sollte man aus den Fehlern der Vegangenheit lernen.


    Du scheinst den thread nicht richtig gelesen zu haben, denn dann hättest du gesehen, das die Landungsbrücken vor 1945 auch einen gläsernen Zwischenbau hatten, nur leider einen recht unspektakulären! Nun habe ich halt die Idee in den Raum geschmissen, einen Neubau zu realisieren, der dem Original formal nahe kommt, aber im Ausdruck die ursprüngliche Architektur verbessert!


    Ich finde es schade, das oftmal eher verteufelt wird, anstatt konstuktive Kritik zu üben. Ich empfinde z.B. die Reichstagskuppel, das gläserne Dach des Hotel Hafen Hamburg und viele weitere gläsene Aufstockungen, als einen Gewinn für, oftmals unspektakuläre, Bauten des 19ten Jahrhunderts!


    Alles zu kritisieren, was neue Architekten bauen, ist einfach nur reaktionär! Architektur ist nicht nur gut und schützenswert, weil sie alt ist!

  • Meiner Meinung nach ist der Thread hier sehr verständlich aufgebaut.


    Versteh jetzt den Einwand nicht, aber Hadid soll für die Umgestaltung der Promenaden und der Flutschutzmauer, vom Baumwall bis zu den Landungsbrücken, zuständig sein und ein anderer Architekt, vermutlich Teherani, für den Umbau des Gebäudes (Zwischenbau) an den Landungsbrücken. :daumen:

  • @ NewUrban


    Ich habe weder moderne Architektur "verteufelt" noch "alles kritisiert was neue Architekten bauen". Würde ich auch nie tun. Im Gegenteil.
    Ich habe lediglich meinen Unmut über die (vor allem in der Innenstadt) Überhand nehmenden Glasaufbauten bei Altbauten zum Ausdruck gebracht. Diese mögen manchmal sehr gelungen sein, es gibts genügend positive Beispiele (auch der Reichstag) und wie du schon sagtest können unscheinbare Gebäude aufgewertet werden, doch oft verliert ein Gebäude eben dadurch auch seinen Charme.
    Den Zwischenbau der Landungsbrücken einfach durch einen neuen zu ersetzen ist ja erstmal der erste Gedanke (den Samuel in "den Raum geworfen hat") macht aber den selben Fehler zweimal. Nachhaltigkeit ist das nicht.
    Die Landungsbrücken sind alles anderes als unscheinbar und können meiner Anscht nach auf moderne Akzente gut verzichten, was der derzeitige "moderne" braune Klotz ja deutlich unterstreicht. Jeder Neubau sieht wie eben dieser zu Anfang frisch und modern aus, wäre nach einigen Jahrzenten aber wieder wie eine geschmacklose Narbe in einem historischen Ensemble. Also wieso kann man hier nicht ein mal den Ursprungszustand wieder herstellen? Wäre ja für Hamburg schon fast eine Sensation...
    Als reaktionär muss ich mich übrigens nicht beschimpfen lassen.


    Auf dem von erbse geposteten Bild kann ich keinen Glasbau erkennen, wäre auch ungewöhnlich:

    Hier mal einige Impression von www.bildindex.de, die ich soeben entdeckt habe. Man erkennt recht gut den noch vorhandenen Zwischenbau:


    Im Jahre 1920
    [...]

  • Was lässt dich darauf schließen, dass eine Glaskonstuktion um die Jahrhundertwende ungewöhnlich wäre? Eisenkonstktionen mit glasausfachung gibt es seit der Mitte des 19 Jahrhunderts. Den Londerner Kristallpalast auf der Weltaustellung von 1850 als bekanntestes Beispiel genannt. Oder auch die oberirdischen Stationen der Hochbahn in Berlin und Hamburg.


    Was ich auf dem Bild http://www.bildindex.de/bilder/kg0524086b.jpg erkennen kann, ist scheinbar eine Stahlkonstruktion, ähnlich den Hallenkonstruktionen am Hauptbahnhof, wahrscheinlich mit Holzplanken gedeckt und Teerpappe. Aussen mit breiten Glasflächen! Ich finde das nicht sonderlich schön und es wirkt ähnlich düster wie der Neubau. Was in 20 Jahren als "nicht schön" bezeichnet wird, können wir, mit einiger Sicherheit sagen, nämlich das, was keine Qualität besitzt und keine Liebe zum Detail erkennen lässt!


    Aber ich bin wieder zu emotional. Escobar, ich nehme es zurück, dich als reaktionär betitelt zu haben, aber es regt mich halt auf, dass einige die architektonische Sprache der Gründerzeit als allein gültige Gestaltungsform für schöne Städte zulassen! Ich kann mich auch dafür begeistern, sicherlich, aber ich lasse mich auch auf anderes ein, die frühe Moderne, international stile! Dabei lasse ich mich nicht unbedingt von der betrügerischen Schönheit üppigen Schmuckwerks leiten, sondern von der Idee die dahinter steht! Ich könnte stundenlang meine Meinung kund tun, aber das ist nicht der richtige Ort. Hier ist das Thema Landungsbrücken angesagt...

  • Wieso dichtest du mir wiederholt Überzeugen an, für die ich nie eingetreten bin...? Manchmal passt nicht alles in die vorhandenen Schubladen...
    Ich mag eigentlich die meisten Gründerzeitler nicht sonderlich und bin ein Freund der Moderne. Habe mich lediglich in diesem Fall für eine Reko des originalen Verbindungsbaus ausgesprochen. Welcher übrigens ein Sandsteinbau sein dürfte, ich such bei Gelegenheit mal Bilder.

  • Ich habe nun mal im Netz geguckt, was es an Bildern gibt, leider wird auf keinem genau sichtbar, wie die Konstruktion ausgeführt wurde! Es scheint die Abfertigungshalle gewesen zu sein, das heist ein großer, zu überdachender Raum. Mutmaßlich also eine Stahlkonstruktion. Zur Wasserseite sind große, vertikale Fensterbänder zu erkennen, die wohl, wie du schon bemerkt hast, aus Sandstein waren. Zu Straße hin erkennt man viele, kleine Fenster und zwei Portale. http://www.bildarchiv-hamburg.…ngsbruecken/landungs1.jpg


    Ich will mal in der Bibliothek gucken, aber was scheint für einen "Schiffsbahnhof" plausibler, als eine große Abfertigungshalle?

  • 3 Bilder der Bauarbeiten. Zwei Brücken am Westende wurden entfernt, die Spundwände werden nun auch hier erneuert.
    Allerdings ist nicht alles so eindeutig. Es scheint, als würde vor den eigentlichen Landungsbrücken ein Vorbau entstehen. Wie ist das zu deuten:





    Bilder von mir

  • Ich denke mal, dass der Vorbau dazu dient, nicht um die Landungsbrücken drumrum laufen zu müssen, wenn man Richtung Westen will. Meiner Meinung nach gar keine so schlechte Idee, da ich die Nordseite persönlich etwas dunkel und hässlich finde.
    Hoffe nur, dass man sich von der Architektur her an die Landungsbrücken anpasst.

  • Dachrekonstruktion Alter Elbtunnel

    Rekonstruktion der Fenster, diese wurden nach dem Krieg nicht wieder hergestellt. Bis jetzt:

    Quelle: oldie95.de


    Das rekonstruierte Dach wird bereits großflächig mit Kupfer gedeckt. Auch hier wieder eine vernünftige Gliederung. Sowohl zur Spitze hin gibt es vertikale Gliederungselemente, man verzeihe mir die fachsprachliche Unwissenheit, als auch die Taillierung der Kuppel in diesen oberen und einen größeren unteren Teil. Auch hier weiß ich das passende Fachwort leider nicht.

    Quelle: oldie95.de